Das Bienenwachs


Die Bienen produzieren das Wachs für den Wabenbau selbst, im Gegensatz zu den Wespen, die sich ihr Baumaterial draußen vom altem Holz (z.B. nicht gestrichenem Eichenbänke), das sie abschuppen, holen müssen. Die Wachsdrüsen der Arbeitsbienen (Drohnen u. Königin können kein Wachs produzieren) liegen paarweise unten zwischen den letzten 4 Bauchschuppen. 

Das flüssige Sekret der Wachsdrüsen, das Wachs, wird durch feinste Öffnungen nach außen gepresst. Die produzierten Wachsschüppchen sind zunächst weis, erst durch das Kittharz (Propolis) werden die Waben gelb. Für 1 dm² Naturbau werden etwa 9 g Wachs verarbeitet. In den Sommermonaten kann ein Volk innerhalb von 24 Stunden eine komplette Wabe mit 5000 Zellen bauen und das dazu benötigten Wachs produzieren. Die sechseckigen Zellen garantieren die größte Stabilität und beste Raumnutzung mit geringstem Materialaufwand. Damit der Honig nicht so leicht heraus läuft sind sie etwas nach oben geneigt. Die Drohnenzellen (für die Drohnenbrut) sind etwas größer, der Drohne angepasst . 


Geschichtliche Bedeutung des Wachses

Wachs war in früherer Zeit sehr begehrt. Schon die Ägypter nutzten das Wachs in vielfältiger Variation wie Einbalsamierung, Mumifizierung der Pharaonen, zum Abdichten der Holzschiffe. Wachs, bekannt als Grundstoff für Schminken, Pomaden und Salben, hat Antiseptische Eigenschaften. Die Römer versiegelten Krüge, Wein- und Ölfässer. Zum Wachsen von Möbeln und Figuren wurde es verwendet. Schon 3000 vor Chr. wurde Wachs zur Herstellung von Papyrus als Bindemittel, des verpressten Markes der Papyrusstaude verwendet. Die Griechen machten sich Notizen auf Holztäfelchen, die mit Wachs bestrichen waren. Früchte wie Äpfel und Birnen wurden in Wachs getaucht um sie haltbarer zu machen. In der Batikfärberei hat Wachs heute noch Bedeutung. Das Wachsfigurenkabinett wurde 1762 in Paris gegründet, das nach vier Jahrzehnten nach London übersiedelte und bekannte Zeitpersönlichkeiten in Wachs darstellt. Die Schuster und Sattler brauchten Wachs um das Garn wetterfest zu machen teilweise auch gemischt mit Pech. Unter Verwendung von Wachs wurde u.a., Wachstuch, Wachspapier, Wachsmalstifte, Wachsperlen, Wachsblumen Wachskerzen gefertigt. Der Schmelzpunkt von Bienenwachs liegt bei 62° bis 65° C

Mit der Ausbreitung des Christentums wuchs der Wachsbedarf für die Kerzen bis zur Reformation sprunghaft, weil in den Kirchen nur Bienenwachskerzen brennen durften, da die Biene als Symbol der Jungfräulichkeit galt. Die Römer verlängerten das kostbare Bienenwachs als Lichtquelle mit Pech und Talk. Seit 1818 hat man das Stearin und 1830 das Paraffin entdeckt, so dass das Bienenwachs als Kerze an Bedeutung verlor. Gute Kerzen sind aus hochreinem Paraffin und Stearin hergestellt, die dem der Bienenwachskerze, was die Rauchentwicklung betrifft überlegen ist.

Hier gibt es den Lungauer Honig

die Imkerwerkzeuge


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