Aus unserer Vereins-Chronik
Die Jahre 1951 - 2000

[ 1898-1900 ]  [ 1901-1950 ]  [ 1951 - 2000 ]  [ 2001 - heute ]


Schriftlich ist die Bienenzucht im Lungau erstmals von Kürsinger im Jahre 1853  erwähnt worden. Dort heißt es, dass der Dr. Lainer in St. Michael als Pomologe  (Obstbau) und als Bienenzüchter sehr bekannt war. Weiters erwähnte er auch den Pfarrherrn von Unternberg – Herrn Josef Kößler als „Ökonomen der im Garten vor dem Pfarrhof Obstbäume edelster Art züchtete und mehrere Bienenstöcke besaß“.

Der Pfarrer Kößler und der Stockerbauer in Neggerndorf sollten laut Kürsinger die ersten und eifrigsten Bienenzüchter gewesen sein.

 Aus den Protokollen des Landesvereins für Bienenzucht
(zusammengefasst – mit Schwerpunkt Lungau)

1951

Als Vertreter für den Lungau bei einer Sitzung scheint Herr Essl auf.

Mitgliedsbeitrag für 1952 auf 15.- Schilling festgesetzt.


1952

Alfred Glück wird neuer Landesobmann; der Gauobmann für den Lungau wird nicht festgelegt;

Neue Ortsgruppen sind St. Martin bei Lofer und Bergheim

Bienenzuckerbezug ist immer noch an die Bewilligung durch das Ministerium  für Inneres gebunden.

200 Beuten werden von der Landwirtschaftskammer mit je 30.- Schilling gefördert und an die Imker abgegeben.

Es wird über Steuern – Finanzamt – Imkerei diskutiert. Der durchschnittliche Ertrag wird mit 2-3kg Honig pro Volk angegeben. Man kann nicht von einzelnen guten Honigjahren ausgehen.

Gegen Ende des Jahres wird ein Angestellter wegen Personalkosten eingespart.


1953

Jahreshauptversammlung findet in Bischofshofen statt

Neue Wanderlehrer sind: Fries, Kreil, Neudorfer und Lüftenegger

Die Wanderlehrer werden für Vorträge mit 20.- Schilling, plus 3.- pro Stunde,  plus Reisekosten, entschädigt.

Bei den Anträgen für Entschädigungszahlungen liegt auch ein Antrag aus dem Lungau vor – Christian Wieland berichtet von einem Totalverlust.

Die Landwirtschaftskammer gewährt ein zweitesmal eine Subvention für Beuten in der Höhe von 6000.- Schilling.

Mitgliederzahl: 2521

Bei den Sitzungen in Salzburg  ist Herr Huber für den Lungau anwesend.


1954

Neugründung der Ortsgruppe Großgmain

Wanderlehrer erhalten 40.- Schilling für Vorträge plus Nebenspesen

Bei Weippelmedaillien bezahlt der Landesverein die Einglasung

Die Generalversammlung findet am 21.3.54 in Zell am See statt

Die Bienenvölker werden immer noch mit Nuto A 2 behandelt

Bienenzucker will man wieder selbst verteilen können – nicht mehr über Großhändler

Der Bienenvater erscheint wieder als offizielles Organ des österr. Imkerbundes

Am 30.12.54 findet erstmalig eine Vorstandssitzung in der Auersbergstr. Nr.10 statt.


1955

Generalversammlung im Gasthof Sternbräu, Salzburg

Die Honigschutzverordnung die seit 1938 ausser Kraft war, ist wieder gültig.

Eine Bienenschutzverodnung für Salzburg (und in Niederösterreich) wurde erlassen.

Die Landwirtschaftskammer stellt im Hefterhof einen Lehrbienenstand mit Platz für mindestens 18 Völker zur Verfügung um Schulungen und Kurse abhalten zu können.

Futterzucker wird subventioniert

1000 Weidenstecklinge werden an die Imker abgeben

In Seeham erhält Johann Kastenauer ein Diplom für „Imker seit 1926“


1956

Generalversammlung findet in Bischofshofen statt

Genossenschaft hat sich gut entwickelt und erwirtschaftet einen Überschuss – nun kann man sich verstärkt auf den Landesverein konzentrieren: Zucht, Wanderung und Bienenweide

Am 18. März findet ein Zuchtkurs mit Doz. Jordan mit über 70 Teilnehmern statt

Ortsgruppenobmänner werden auf 3 Jahre gewählt.

Mitgliedsbeitrag beträgt 20.- Schilling


1957

Jahreshauptversammlung findet in Zell am See statt.

Am 11.4. gibt es eine Zusammenkunft mit Ruttner für Zuchtinteressierte

Die Einheitsbewertung wurde durch das Bundesministerium für Finanzen für die Imker zufriedenstellend durchgeführt.


1958

subventionierter Zucker kostet 4,10 pro kg

es wurden 225 700kg Zucker bezogen

Die Bienenzeitung die „Grüne“ geht in das Eigentum des Tiroler Landesverbandes über

Gauversammlungen sollten möglichst im Jänner abgehalten werden

Es gibt derzeit 99 Ortsgruppen

Bei der Jahreshauptversammlung am 23. März wird Franz Huber für den Lungau als Gauobmann nominiert.

5000 Weidenstecklinge werden abgegeben


1959

Konkurenzkampf zwischen der „Grünen“ und dem „Bienenvater“

Herr Schauer aus Kuchl wird ersucht, öfter für den „Bienenvater“ einen Artikel zu schreiben 


1960

Vor 150 Jahren gab es in Salzburg höchstens 1000 Bienenvölker um 1910 gab es ca. 15 000 

         Jahr         Mitglieder       Völker

        1956            2387              27957

        1957            2378              27910

        1958            2373              30106

        1959            2005              36453

        1960            2349              32879

        1961            2317              32502

        1962            2290              32495

        1963            2282              32738

        1964            2177              31889

        1965            2125              29768

        1966            2085              31001

Die Vorträge von Herrn Jordan sind sehr gut besucht. In Zell am See sind 120 und in der Stadt Salzburg 250 Personen anwesend.


1961

Bei den Neuwahlen wird Franz Huber als Gauobmann im Lungau bestätigt

Landesobmann ist wiederum Alfred Glück – dieser erhält die goldene Weippelmedaillie

Der Zuschuss für eine neue Belegstelle im Lungau / Seetal: Schlossberg S2 mit Zuchtrichtung Carnica Troisek beträgt 500.- Schilling


1962

Belegstelle Schlossberg wird wieder aufgelassen und man übersiedelt nach Lessach

Gauobmann Franz Huber verstirbt


1963

Neuer Gauobmann im Lungau ist Herr Schwinger

Landesweit werden 615 Königinnen gezüchtet (über 300 Troisek), davon wurden 459 begattet → das sind 74%

Eine Königin kostet 150.- Schilling

Das Landwirtschaftsministerium stellt 30 000 Schilling für Salzburg speziell für Königinnenzucht zur Verfügung; an die Belegstelle Lessach werden 6000.- Schilling überwiesen;

Schwinger berichtet, dass in Zederhaus die Ortsgruppe wieder neu gegründet wurde. Die Zuchtgruppe Tamsweg erhält ein Mikroskop im Wert von 3500.-


1964:

Der Bund fördert Belegstellen in Österreich – Salzburg besitzt in dieser Zeit fünf Belegstellen: Bischofshofen, Weißenbach, Maxglan, Ferleiten und Lessach;

Lessach erhält 10 000.- Schilling

Bei den Neuwahlen wird Hr. Glück als Landesobmann und Hr. Schwinger als Gauobmann bestätigt.

Am 5. Juli findet ein Züchtertreffen in Tamsweg mit Ing. Ruttner statt.

Herr Schwinger soll Wanderlehrer werden


1965

Es gibt eine Neufassung der Zuchtordnung des österr. Imkerbundes

Weitere Belegstellen entstehen: Hallein, Kuchl, Leogang

Ortsgruppe Dienten wird neu gegründet und Radstadt wird wieder aktiviert

Zur Zeit sind neun Wanderlehrer in Salzburg tätig.

Mitgliedsbeitrag beträgt 30.- Schilling; folgende Ausgaben werden getätigt:

Seuchenbekämpfung: 4923.-

Trachtverbesserung: 2000.-

Belegstellensubvention: 32 903.- (für sieben Belegstellen)

Schadensfälle: 37 541.-

Dies ergab einen Reingewinn von 10 199,54 Schilling


1966

Fördermittel für verschiedene Zwecke aus dem grünen „Grüner Plan“- der Landesverband erhält 15 000.- Schilling

Gefördert werden: Fumidil, Nosemak, Folbex –

Durch hohe Inanspruchnahme der Förderung ergibt sich ein Kassenminus von 3405.- Schilling

Der Lehrbienenstand am Hefterhof bewährt sich und arbeitet mit Gewinn


1967

Salzburger Bienenzuchtgesetz ist beschlossen worden

Bei den Neuwahlen werden Landesobmann Glück, Stellvertreter Schauer in ihrem Amt wieder bestätigt – im Lungau bleibt weiterhin Franz Schwinger als Gauobmann

Jeder Gau sollte eine Obmännerversammlung abhalten

Die Zuckersubvention soll fallen – Landesverband will sich dagegen wehren

Für Krankheitsbekämpfung wurden 55 183.- Schilling ausgegeben – dies deswegen, weil über 3500 Völker eingegangen sind

Der Reingewinn beträgt 39 701,10 Schilling


1968

Den „Bienenvater“ sollen alle Imker obligatorisch bekommen

Es wird über ein starkes „Schwarmjahr“ berichtet

Auf den sechs Belegstellen werden 2000 Königinnen aufgeführt


1969

Die Abgabe von subventioniertem Zucker ist endgültig vom Tisch – laut Landesobmann Glück „ein entscheidender Schlag gegen die Imkerei“ – der Landesverband verliert dabei auch sein 1,5% Provision und der Verlust beträgt 4671,94 Schilling

Derzeit gibt es 94 Ortsgruppen


1970

Herr Schauer regt an ein Landes-Informationsblatt herauszugeben – dies wird aufgegriffen und bis zur Zusammenlegung der Bienenzeitungen „Bienenvater“ und „Alpenländische Bienenzeitung“ („Güne“) im Jahre 2003 beibehalten. Das Informationsblatt erscheint vierteljährlich.

Bei den Neuwahlen 1970 wird Schwinger Franz von Lassacher Jakob als neuen  Gauobmann abgelöst, da Schwinger ständig dienstlich verhindert ist.


1971

  Jahr         Mitglieder       Völker

 1967            1978             27522

 1968            1977             31134

 1968            1882             27519

 1970            1823             26253

 1971            1721             25720

 1972            1721             25054

 1973            1601             23576 


1972

Es gibt 90 Ortsgruppen

Die Belegstellenköniginnen sind den Imkern zu teuer. Der Landesverein fördert pro Imker zwei Königinnen mit je 40.- Schilling

Bei der Jahreshauptversammlung wird das erste Mal über Magazinbeuten referiert.

Reingewinn der Genossenschaft beträgt 28 891,34 Schilling

Der Lehrbienenstand am Hefterhof wird von der Landwirtschaftskammer gekündigt. Theoretische Kurse können noch weiterhin abgehalten werden.

Theo Pfitzer aus St. Margrethen erhält die bronzerne Weippelmedaillie


1973

Es gibt 84 Ortsgruppen

Bei den Neuwahlen gibt es keine Veränderungen:

Obmann: Alfred Glück

Stellvertr.: Franz Schauer

Mitglieder: Stefan Frieß, Rupert Hasenörl, Josef Wiendl, Friedrich Zenz

Aufsichtsrat (Gauobmänner): Karl Kolm, Rudolf Eschbacher, Ferdinant Grossegger, Franz Kittl und für den Lungau Jakob Lassacher

Gefördert wird: Fumidil und eine Rassekönigin mit 40.-  Die Königinnenförderung wurde 14 mal in Anspruch genommen.

Der Lehrbienenstand Hefterhof wird weggeräumt.

Pro Tag werden ca. 100 kg Honig verkauft. Einkaufspreis: 35.- Verkaufspreis: 50.- Es fehlt aber immer wieder an Honig.

Einweihung des Wachshauses in Koppl. Diskussion über Stärke der Mittelwände: Herr Glück ist für 14-16 MW pro kg, andere sind für 17 Stück.

Schauer Franz erhält die silberne Weippelmedaillie.


1974

Von Land und Bund gibt es eine Subvention von 30000.-

Für die Königinnenförderung werden 950.- ausgegeben.

Derzeit lagern ca. 24 t Honig in der Genossenschaft. Mehr ist auch nicht möglich. Der Schuldenstand beträgt derzeit die Höhe des Honiglagers.                                                       Honig: Einkaufspreis: 45.-  Verkaufspreis: 80.-   Mittelwände: 1 kg kostet 74.- Schilling               Herr Glück gibt die Gestehungskosten/Herstellung  von Honig mit 53.- an

Auf wenig Gegenliebe stieß die Bekanntgabe, das Honig ab 1975 nur noch im Becher mit Angabe des „Ertstehungsjahres“ abgegeben werden darf. Es werden schon 137 000 Becher zu 1kg verkauft.

Der neue Lehrbienenstand Winkelhof ist fertig. Kosten: 77 225.- Franz Schauer wird sich im nächsten Jahr um die Aktivierung kümmern.

Im Landesverein sind 84 Ortsgruppen mit 1516 Mitgliedern mit insgesamt 22356 Völkern gemeldet. Es gibt acht Wanderlehrer und fünf Belegstellen ( Lessach, Schidergraben, Weissenbach, Lienbach, Dießbach).


1975

Honig wird liberalisiert – das heißt es darf auch ausländischer Honig eingeführt werden. Der Preis von ausländischem Honig beträgt pro kg nur 19.-

Schlechtes Honigjahr;  Ankaufspreis für Honig: 45.-   Verkauf: 66.- in der Genossenschaft wird jetzt auch ausländischer Honig verkauft

Bei der Generalversammlung in Zell a. See wird beschlossen das die Funktionsperiode von derzeit drei auf vier Jahren erhöht wird (ab 1976)

Neuer Namen für die Genossenschaft:  Salzburger Imkergenossenschaft reg. Genossenschaft und  beschränkte  Haftung

Geschäftsführer Gruber geht in den Ruhestand; Nachfolger wird Herr Granig

Lehrbienenstand in Anthering wird verkauft

Subvention von Land und Bund: 15 000.-                                                                               
Gefördert bzw. verkauft werden auch Mito A2 ( = Api Milbin für Tracheenmilbe) und 379 Flaschen Fumidil

1532 Mitglieder  in  80 Ortsgruppen  mit  21367 Völkern


1976

1476 Mitglieder; der Obmann scheint in einen Protokoll auch als „Präsident“ auf - Alfred Glück wird für seine 25jährige Obmannschaft mit einem Ehrenring ausgezeichnet.

Mitgliedsbeitrag erhöht sich um 20.- :     bis 10 Völker 80.- über 10 Völker 100.-

Pro Monat werden ca. 2000 kg Honig verkauft; Preis: 72.- (1976 ist ein gutes Honigjahr)

Im Wachshaus findet die Kollaudierung statt – nun werden pro Jahr ca. 5000-7000 kg Mittelwände produziert.

WL Vauthi übernimmt den Lehrbienenstand Winkelhof, die 12 Völker stammen aus Lunz – der Lehrbienenstand wird im Oktober offiziell eröffnet.

Bundeszuchtreferent Ruttner besucht die Belegstelle von Unterberger/Saalfelden, das Prädikat „Reinzuchtbelegstelle“ kann aber nicht vergeben werden.

Im Lungau wird Peter Hönegger zum Gesundheitswart ausgebildet.

Die Neuwahlen 1976:

Obmann: Alfred Glück

Stellvertr.: Franz Schauer

Mitglieder: Stefan Frieß, Rupert Hasenörl, Josef Wiendl, Friedrich Zenz

Aufsichtsrat (Gauobmänner): Schrickmayer Johann für Flachgau, Rudolf Eschbacher für Pongau, Ferdinant Grossegger für Tennengau, Franz Kittl für Pinzgau und für den Lungau Jakob Lassacher


1977

1545 Mitglieder in 80 Ortsgruppen

Subvention von Land und Bund: 15000.-

Mito A2 ist nicht mehr erhältlich und soll aus dem Ausland eingeführt werden – später im Jahr werden wieder 21 Liter Api Milbin abgegeben

Um Zuwendung aus dem grünen Plan wird angesucht

Wegen billigem Auslandshonig verläuft der Verkauf von heimischen Honig schleppend

Johann Luginger wird als zukünftiger Gauobmann der Lungauer Imker vorgestellt (Lassacher ist erkrankt)

Imkerabzeichen werden zum Verkauf angeboten


1978

Genossenschaft schafft es schuldenfrei zu werden

Subvention: 20000.- (Land und Bund zur Hälfte); Spesenabrechnung für Obmänner und Wanderlehrer: Taggeld: 120.- und Kilometergeld 1,80

Schlechtes Honigjahr, auch Wachs ist Mangelware und kostet 80.- pro kg; Raas 32.-

Durch neue Gesetzeslage muss ein Anteil von 38 800.- Schilling von Raiffeisen gezeichnet werden

Luginger wird zum Gauobmann gewählt

Jeder Gau sollte einen ausgebildeten Seuchenwart bekommen – dieser soll berechtigt sein alle Bienenstände zu besuchen

Belegstelle S5 Lienbachtal wird als Reinzuchtbelegstelle anerkannt

WL Vauthi erhält 10000.- seine Frau 5000.- für Betreuung des Lehrbienenstandes jährlich

1593 Mitglieder im Landesverein;

Auszeichnungen werden neu geregelt: 25 Jahre Silber, 40 Jahre Mitglied Gold

1. Vortrag im Land Sbg. über die Varroamilbe im Winkelhof/Oberalm


1979

Bienenvater wird obligatorisch – Mitgliedsbeitrag erhöht sich auf 120.- /140.- (inkl. Zeitung)

Derzeit sind 1626 Mitglieder mit 20834 Völkern gemeldet; 10 Wanderlehrer sind im Einsatz; im österr. Imkerbund sind es 27992 Mitglieder und 399357 Völker

Im Erlauftal (NÖ) ist in Österreich das erste Mal die Varroamilbe aufgetreten.

WL Vauthi will Landeslehrbienenstand nicht mehr betreuen

Gerhard Forthofer löst Hr. Kolm als Landeszuchtwart ab

Honigpreis: 50.- im Einkauf und 79.- im Verkauf in der Genossenschaft; schlechtes Honigjahr

Obmann Glück bekommt das goldene Ehrenabzeichen

Klärung von Besitzverhältnis: Belegstellen sind Eigentum des Landesvereins

Hans Ruttner verstirbt


1980

Neuwahlen: 

Vorstand:
Obmann:  Alfred Glück
Stellvertr.:  Franz Schauer
Mitglieder: Friedrich Zenz
Josef Wiendl,
Rupert Hasenörl
Stefan Frie
Gauobmänner/Aufsichtsrat:
Vors.:  Schrickmayer Johann für Flachgau
Stellvertr.:  Rudolf Eschbacher für Pongau
Ferdinant Grossegger für Tennengau
Karl Astl für Pinzgau
für den Lungau Johann Luginger

Obmann Glück erhält das Kammerehrenzeichen in Silber mit Diplom

1680 Mitglieder und ca. landesweit 200 die nicht im Landesverein organisiert sind; am 29. Juni besteht der Landesverein 90 Jahre

Das Verkaufslokal wird nach 25 Jahren renoviert

Mittelwände kosten 148.- pro kg; seit Inbetriebnahme des Wachshauses wurden schon über   20 000 kg Mittelwände verkauft

Für die Ablöse der Belegstelle Weissenbach bei Strobl erhält die Zuchtgruppe Hallein 50 000.-

Subvention: 20 000.-  (von Land und Bund)


1981

Die Imkerhof Gmbh wird aufgelöst und zur Ein u. Verkaufsgenossenschaft einverleibt

Der Pinzgauer Gauobmann wird von Jakob Leeb abgelöst

Für Belegstelle in Lessach werden 6124,40 für Unkosten bezahlt


1982

Mitgliedsbeitrag: bis 20 Völker 150.- und über 20 Völker 190.-

Ein ausgezeichnetes Honigjahr !  Honigpreis: Einkauf mit 55.- Verkauf um 88.- ; die Mitglieder liefern über 19000kg Honig an die Genossenschaft


1983

Generalversammlung in Tamsweg: Franz Schauer übernimmt den Vorsitz für den erkrankten Obmann A. Glück

Honig soll besser qualifiziert und in Wald und Blütenhonig ausgezeichnet werden; der österreichische langjährige durchnittliche Ertrag wird mit 2,5 kg pro Volk  angegeben; der Salzburger Durchschnitt liegt bei ca. 10 kg

Altobmann Schlager und auch Obmann Glück versterben 1983


1984

Neuwahlen: 

Vorstand:
Obmann:  Rupert Hasenörl
Stellvertr.:  Franz Schauer
Mitglieder: Friedrich Zenz
Josef Wiendl
Gerhard Ottitsch
Stefan Frieß
Gauobmänner/Aufsichtsrat:
Vors.:  Schrickmayer Johann für Flachgau
Stellvertr.:  Rudolf Eschbacher für Pongau
Ferdinant Grossegger für Tennengau
Wilhelm Ramspacher für Pinzgau
für den Lungau Johann Luginger

Das Land Salzburg stellt 10000.- für ein Gerät zur Varroauntersuchung  zur Verfügung

Neuer Umsatzsteuersatz beträgt 10 % - Honig kostet nun 90.- Schilling

Große Probleme mit heimischen Honig da laut Kronenzeitung chinesischer Honig beigemengt ist; Honig stammt von Großimkerei Zenz / Pinzgau – dieser gibt an, sein Sohn hätte ausländischen Pollen verfüttert.


1985

Honigpreis:  95.-Blütenhonig 110.- Waldhonig;  (Einkauf 60.-)  der ausländische Honig kostet 16,35               

1985 ist ein schlechtes Honigjahr

Starker Umsatzrückgang – Honigverkauf: 22466 kg, dass ist ein Minus von über 20%                

Es werden bessere Gerätschaften zur Honiguntersuchung angekauft, die Durchführung findet im Labor der Stiegelbrauerei statt

1692 Mitglieder sind gemeldet


1986

schlechtes Honigjahr; in der Genossenschaft werden 23262 kg Honig verkauft;

im Wachshaus wird renoviert, um auch dort Honig und Kerzen verkaufen zu können

Das Land Sbg. fördert die Varroabekämpfung mit 30000.- Schilling

Brauerei Stiegl bezahlt ein neues Eingangsschild im Geschäftslokal in der Auerspergstr., dafür muss das Bier auch 10 Jahre lang von Stiegl bezogen werden.

Die Genossenschaftsbilanz weist ein Minus auf


1987

Die Generalversammlung findet beim Knappenwirt in Tamsweg statt. 

Die Genossenschaftsbilanz ist wieder positiv;  21000 kg Mittelwände werden verkauft

Wachs ist Mangelware;  Honig wird um 30% weniger verkauft; der Verkaufspreis in der Genossenschaft beträgt 95.- für Blütenhonig, 110.- für Waldhonig


1988

Es finden Neuwahlen statt:

Vorstand:
Obmann:  Rupert Hasenörl
Stellvertr.:  Franz Schallmeiner
Mitglieder: Gerhard Ottitsch
Josef Wiendl
J, Karl Vitzthum
Julius Stummer
Gauobmänner/Aufsichtsrat:
Vors.:  Otto Kaltner für Flachgau
Stellvertr.:  Oswald Moser für Pongau
Anton Rainer für Tennengau
Wilhelm Ramspacher für Pinzgau
für den Lungau Johann Luginger

Umsatzrückgang in der Ein- u. Verkaufsgenossenschaft (EVG); 16648 kg Honig werden verkauft


1989

Die „reine“ Verkaufsgenossenschaft (nur für Honig) wird in die „Ein und Verkaufsgenossenschaft“ integriert – die Imkergenossenschaft (Wachshaus) wird ruhend gestellt

Es gibt 1881 Mitglieder

Es werden wieder „rote Zahlen“ geschrieben – es gibt ein Minus von über 260 000.-

Geschäftsführer Granig wird entlassen: es gibt mangelndes Vertrauen und Abgänge beim Material (Wachs, Honig)

Für drei Monate heißt der neue Geschäftsführer Alfred Fink, danach folgt Herr Baumann


1990 

ein neues Einkommenssteuergesetz tritt in Kraft – die Geschäftslokale müssen bezüglich ihrem Wert neu geschätzt werden

wiederum starker Umsatzrückgang – und es fehlen 1300 kg Honig


1991

2803 Mitglieder

Generalversammlung findet in Mauterndorf statt – den Vorsitz übernimmt Schallmeiner, da Hasenöhrl aus gesundheitlichen Gründen ausscheidet.

Wiederum ein Verlustjahr mit 270 000 minus; Herr Baumann tritt als Geschäftsführer zurück

Die Mittelwände kosten 150.- kg ; Honig wird nur mehr im Glas verkauft

Vom Land Salzburg wird ein Betrag von 1,1 Mio. Schilling in Aussicht gestellt, um Varroabekämfungsmittel/Strategien zu fördern.

Vom Landesverein werden 47 000.- zur Seuchenbekämpfung zur Verfügung gestellt

Apistanstreifen kosten 15.- 
Folbex: 8.-
Perizin pro Liter 150.-
ApiMilbin pro Liter 100.-


1992

Neuwahlen: 

Vorstand:
Obmann:  Franz Schallmeiner
Stellvertr.:  Peter Huber
Mitglieder: Willi Kastenauer
Johann Mösl  
Felix Nußbaumer   
Julius Stummer  
Gauobmänner/Aufsichtsrat:
Vors.:  Franz Mödlhammer/Flachgau
Stellvertr.:  Viktor König/Tennengau
Peter Grünwald/Pongau
Wilhelm Ramspacher/Pinzgau
Johann Luginger/Lungau
Gesundheit:  Lotte Pichler (aus Salzburg)
Zucht:  Gerald Lindenthaler (aus Oberalm)

Der Vorstand versucht sich vorerst selbst in der Geschäftsführung, es wird aber alsbald Hr. Franz Barth eingestellt. Im Wachshaus wird Her Deisl von Max Palfinger abgelöst. Die Mittelwände kosten 159.- pro kg. Der EK-Preis für Honig war 75.- . Wurde vor etlichen Jahren noch 25t Wachs umgearbeitet so sind dies derzeit nur mehr 17t. Honigverkauf ist ebenfalls rückläufig. Die Maschinen verusachen immer wieder altersbedingte Probleme. Auch muss noch eine Leihgabe von insgesamt  5000 kg Wachs in Form von Mittelwänden an Hr. Rettenbacher in Elsbethen zurückgegeben werden. (Jährlich 500kg)                                                                                                   Die Genossenschaft kann wiederum keinen Gewinn erzielen.

Seit über 100 Jahren wird in Salzburg wieder eine gemeinsame Veranstaltung von Imkerverein und Obst- u. Gartenverein abgehalten. (Gymnasium Rainberg)

Varroabekämpfung erfolgt mit Apistan, welches um den Selbstkostenpreis (42.-) abgegeben wird. Vermehrtes Auftreten von Faulbrut und Tracheenmilbe im Land Salzburg.

Der Carnica-Zuchtverband ACA wird gegründet.


1993

Herr Barth wird beim Landesimkertag in Bischofshofen noch als Sekretär des Landesvereins bestellt. Ende des Jahres gibt es aber schon einen neuen Geschäftsführer - Herr Jägermüller.

Das Honiggütesiegel wird eingeführt. Der proKopf-Verbrauch an Honig wird in Österreich mit 1,3 kg pro Jahr angegeben. Der Zuckerverbrauch mit 36kg.  

Das Salzburger Informationsblatt (erscheint alle zwei Monate) soll professioneller werden.

Das Büro in der Auersbergstraße wird wegen Geldmangels als Wohnung vermietet. Das Büro übersiedelt in den Lagerraum – das Lager findet in Koppl/Wachshaus Platz. Der Verkauf von Wein, Bier und Süssigkeiten wird eingestellt.

Apistanstreifen werden vom Land subventioniert und kosten 35.-

Neu ist Trachtreferent Horst Nöbl aus Saalfelden. Neue Wanderlehrer werden Gerald Lindenthaler, Toni Schönleitner und Lotte Pichler.      

Der Verkauf von Folbex und Futterteig mit Fumidil-B wird eingestellt.

Ein Mobiltelefon wir angeschafft – Kosten: 8600.-

Im Pinzgau ist man „schockiert“ das die Buckfastbiene gehalten wird. (in Taxenbach – wird aber 1996 wieder auf Carnica umgeweiselt))

Im Lungau eskaliert ein Streit der OG St. Michael mit dem Gauobmann/Landesverband. Hauptgrund ist die Verwendung von Ameisensäure bei der Varroabekämpfung – diese wird von St. Michael forciert. St. Michael fordert neue Statuten.


1994

Neuer Geschäftsführer ist Herr Gottfried Schmidhuber. Die Büroarbeiten werden von Willi Kastenauer erledigt

Für die Büroarbeit wird ein Computer angeschafft. 

Ein notwendiger Anbau beim Wachshaus kostet 70 000.-

Gefördert werden Reinzucht und Wirtschaftsköniginnen (200.- / 100.-) max. 5 Königinnen pro Imker und Abkehrtrichter.

Es werden 901 Königinnen aufgefahren, davon 768 begattet.

Die Zuchtgruppe Tamsweg erhält 3000.-

Im Pinzgau wird Sepp Holleis aus Maishofen neuer Gauobmann.

Die EVG sucht Waldhonig (EK-Preis: 75.-)

Tracheenmilbe ist im Flachgau vermehrt aufgetreten

Bienenfutter Apifonda kommt auf den Markt


1995

Neu:  ist der Beitritt Österreichs zu Europäischen Union (EU)

In Hüttschlag wird ein Bienenmuseum eröffnet

Ameisensäure zur Varroabekämpfung wird offiziell empfohlen (Krämerplatte)

Das Infoblatt des Landesvereins erscheint nur noch vierteljährlich; Jahr des „Kunstschwarms“ – Schwarmtrichter und Schwarmkistchen werden gefördert, dazu noch pro Imker 3 Stück Reinzuchtköniginnen mit je 150.-                       

1220 Königinnen werden auf Belegstellen aufgefahren

Mittelwände kosten nur mehr 120.- (EK: 30.-)

EVG schließt seit langem wieder einmal mit Gewinn ab; 

Beim Wachshaus wird ein Umbau geplant

Neue Lebensmittelkennzeichnungsverordnung: Ursprungsland muss angegeben werden

OG St. Michael:  droht mit Austritt und stellt die Zahlungen ein. Da aber die Differenzen auch innerhalb der Ortsgruppe immer stärker werden, wird die OG St. Michael für einige Jahre so automatisch ruhend gestellt.

Gauobmann Tennengau: neu ist Josef Gruber

Außenstelle der Genossenschaft in Tamsweg wird nicht mehr von Jakob Lassacher betreut


1996

2200 Mitglieder

Neuwahlen: 

Vorstand:
Obmann:  Wilhelm Kastenauer
Stellvertr.:  Gerald Lindenthaler
Mitglieder: Alfred Pirker (Schriftführer)
Johann Mösl (Vertr.)
Felix Nußbaumer (Kassier)      
  Josef Meingast (Stellvertr.) 
Gauobmänner/Aufsichtsrat:
Vors.:  Vors.: Sepp Gruber/ Tennengau
Stellvertr.:  Sepp Holleis/ Pinzgau
Peter Grünwald/ Pongau
Johann Luginger/ Lungau
Franz Mödlhammer/ Flachgau

Die EVG (Geschäft Auerspergstr.)wird mit der Imkergenossenschaft (Wachshaus Koppl) fusioniert zur :  Salzburger Imkergenossenschaft

Durch Umbau Wachshaus wird mit Minus bilanziert

Gefördert werden pro Imker 2 Königinnen mit je 100.- ; OG Zederhaus erhält 3000.- für ein Mikroskop. Weiters noch Apistan, Krämerplatte und Ameisensäure.

Apistan wird nur mehr im Notfall empfohlen – es gibt Resistenzerscheinungen in anderen Ländern

Der Computer des Geschäftsführers wird um 8 MB aufgerüstet.

Umbau des Wachshauses beginnt; Carnica Schutzgebiet wird seitens der EU geplant – Lungau wäre da involviert (dieses Projekt wird aber von der EU später nicht mehr unterstützt)            

Sechs neue Wanderlehrer werden ausgebildet;


1997

Das Landesgesetz für Bienenzucht wurde neu überarbeitet und tritt in Kraft.

Für das Wachshaus müssen Kredite aufgenommen werden;    

Der Mitgliedsbeitrag wird um 25.- erhöht:

ACA – Beauftragter für Salzburg wird Gerhard Forthofer; der neue Lehrreferent ist Herbert Eder (vorher war W. Kastenauer)

Geschäftsführer Schmidhuber wird mit Ende des Jahres gekündigt

Belegstellen: Strobl, Lienbachtal, Lessach, Muhr(Muritzen), St. Martin und neu: Löhnersbach

Der Lungauer Gauobmann Johann Luginger erhält die Weippelmedaille in Silber


1998

Es gibt seitens der EU Unterstützung und Förderung für die Imkerei – sehr aufwendige Abrechnungsmodalitäten;  

Landesförderung: 60 000.- für Honiglabor und 36 500.- für Königinnenzucht für 1140 aufgelieferte Königinnen; 

Vom Landesverein werden weiters noch alternative Mittel (Oxalsäure, Ameisensäure, und Bannwabentaschen) gefördert, da auch in der Salzburger Gegend Resistenzerscheinungen beobachtet werden;

Neuer Geschäftsführer: Mathias Fink

Als Varroabekämpfungsmittel kommen Bienenwohl und Apiguard auf den Markt; der Imkerbund bringt ein neues Honigglas auf den Markt

Feuerbrand tritt in Salzburg auf; im angrenzenden Bezirk Murau tritt die Faulbrut verstärkt auf

Im Lungau übernimmt die Firma Pagitsch/Tamsweg ein Auslieferungslager für die Genossenschaft


1999

Ein neu überarbeitete Lebensmittelgesetz tritt in Kraft:

Sulfatdiazol wird nicht mehr zugelassen; Apistan wird nur mehr auf Vorbestellung organisiert.

EU Förderung: es gibt keine Investitionsförderungen mehr – nur mehr Sachförderungen (Schulungen, Standuntersuchungen)

Neuer Gauobmann im Lungau wird Leonhard Gruber aus Göriach. 

Ab sofort wird die OG St. Michael wieder aktiv in die Vereinstätigkeiten mit einbezogen.


2000

Neuwahlen: 

Vorstand:
Obmann:  Wilhelm Kastenauer
Stellvertr.:  Gerald Lindenthaler
Mitglieder: Friedrich Reiff (Schriftführer)
Hans Werner Brugger (Vertr.)    
Felix Nußbaumer (Kassier)
Franz Schauer (jun.) (Stellvertr.)
Gauobmänner/Aufsichtsrat:
Vors.:  Sepp Gruber/ Tennengau
Stellvertr.:  Sepp Holleis/ Pinzgau
Josef Meingast / Pongau
Leonhard Gruber / Lungau
Horst Bogenhuber / Flachgau

Neuer Lehrreferent ist Franz Eder

Umsätze der Genossenschaft steigen, aber zu hohe Aufwendungen – es wird über eine Geschäftszusammlegung (Koppl/Auerspergstr.) diskutiert, da ständig Verluste eingefahren werden;

Einige Fälle von Faulbrut im Lungau; für zukünftige Untersuchungen auf Faulbrut wird von der Honiguntersuchung bzw. Futterkranzprobe Abstand genommen – es werden Standbegehungen von beeideten Sachverständigen durchgeführt.

Belegstellen: Lessach, Weißenbach, Diesbach, Lienbach, St.Martin (Dunkle Biene), Löhnersbach und neu: Blümbach


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Lungauer Bienenlehrpfad Göriach
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