Bienen - Imker - Honig
Imkerphilatelie - Teil 1

Alle Haustiere sind mehr oder weniger von der Pflege des Tierhalters abhängig. Die Biene jedoch sucht ihr Futter selber und ein Teil des von ihr gesammelten Futtervorrates ist sogar Nutzungs­grundlage für den Menschen. Die Bienenprodukte treten aber wertmäßig weit zurück, gemessen an der Bestäubungsleistung im Interesse der Volksernährung. Bevor der Imker von seinen Bienen 1 kg Honig erhält, müssen 150.000 Bienen mit nektargefüllten Honigblasen vom Sammelflug in den Stock zurückkehren, wozu der Besuch von 1 Millionen Blüten erforderlich ist. 

Sowjetunion MiNr. 5951   Libyen MiNr. 2558   Mosambique MiNr. 1012

Gerade dieser Blütenbesuch macht Bienenzucht immer notwendiger, weil wilde Bienen und andere Insekten wegen Zerstörung ihrer Nährpflanzen durch Pestizide dezimiert sind und nicht mehr große Kulturen bestäuben können. Allein für den Obstbau ist die volkswirtschaftliche Bedeutung der Honigbiene etwa zehnmal so groß wie ihr Nutzen als Honigspender. 

Mexico MiNr. 1311

Aber es gibt überall weniger Imker, denn Imkern ist kein Honigschlecken. Der Beruf des Bienenzüchters - in den Alpenländern hauptsächlich Nebenberuf - fordert harte Arbeit, Fachwissen und Engagement. Gelegentliche Briefmarkenausgaben mit imkerlichen Motiven sowie Sonderstempel von Bienenzuchtkongressen und Imkervereinen können leider die Bedrohung der Bienenvölker durch die Varroa-Milbe nicht aufhalten. 

Trotzdem ist es faszinierend. Bienenzucht und -haltung, ein uralter Zweig der Landwirtschaft, motivthematisch zu ergründen.

Aus "Insektenkurier", Heft 32 
mit freundlicher Genehmigung der ArGe "Entomologie"

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