Honig als Heilmittel
Imkerphilatelie - Teil 16

«Honig ist eine gute Medizin und hat die ganze wunderbare Heilkraft der Natur», schrieb Theodor Fontane. Aber schon im alten Ägypten war die Heilkraft des Honigs bekannt, ebenso in der Antike, wo Honig und Salben zur Wundbehandlung verwendet wurde. Heutige Rezepte in der Naturheilkunde sind Honig pur oder in Kräutertees, Salben, Emulsionen, Säften und Dragees. Die Heilkraft des Honigs: stärkt Gehirn und Nerven, glättet die Haut, des­infiziert Mund, ist Muskelnahrung, löst Verschleimung, stärkt das Herz, reinigt die Leber, fördert die Verdauung, heilt Magen- und Darmgeschwüre, Lungenerkrankungen und Verletzungen.

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Es ist medizinisch erwiesen, dass der Honig die Erreger von Typhus und Ruhr bekämpft und gegen Bakterien wirksam ist, die mit der Bauchfellentzündung einhergehen. Honig verbessert das Allgemein­befinden des Menschen und wirkt beruhigend. Schleimlösend wirken die ätherischen Öle im Bienenhonig, die desinfizierenden Stoffe und das Acetylcholin. Honig verschönt und verjüngt die Haut, wirkt durch das Hautvitamin Biotin gegen Akne und andere Hautprobleme. Mit seinen Bakterien tötenden Bestandteilen ist Honig ein hoch­wertiges Mittel gegen Entzündungen und Infektionen. Honig ist ein vitaminarmes Zuckerprodukt von hohem Genusswert. Viele seiner Heilwirkungen, die ihm die Natur- und Volksheilkunde zuschreiben, sind allerdings fraglich. Sicher ist jedenfalls, dass Honig Keim abtötend und Keim hemmend wirkt. 

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Die alten Rezepte der Volksheilkunde - etwa bei Heiserkeit und Entzündungen der Rachenschleimhaut - ein Glas warme Milch mit Honig zu trinken, ist also durchaus berechtigt. Honig hilft heilen, das ist ein alter Erfahrungssatz. Oft genug hat sich ein gutes Hausmittel mit Honig bewährt, nicht zuletzt durch seine Bakterien hemmende Wirkung. Jedenfalls kann Doktor Biene nicht nur stechen, sondern auch von Schmerzen befreien.

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Heute, da man von verschiedenen Giften in unserer Nahrung spricht, ist Honig die reinste und gesündeste Rohkost. Denn Bienen sind äußerst empfindlich gegen die meisten Pestizide, so dass schon ein Kontakt mit nur geringen Mengen dieser Giftstoffe die Tiere tötet. Zwangsläufig stammt Honig daher nur von Bienen, die bei ihrer Sammeltätigkeit mit diesen Stoffen praktisch nicht in Berührung gekommen sind. 

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Der Honig, den wir essen, ist auch ihnen gut bekommen und deshalb frei von Gift. Eine Gefahr der Kontamination des Honigs und Wachses könnte wohl mit der Zeit durch Varroatose-Bekämpfungsmittel aufkommen. Die Sektion Bienen der Forschungsanstalt Liebefeld-Bern, Schweiz, propagiert die «Integrierte Varroabekämpfung», die einen möglichst sparsamen Mitteleinsatz bezweckt, während deutsche Imker im Gegensatz zur landesüblichen Betriebsweise bis 70% ihrer Bienenvölker alljährlich neu bilden und damit eine natürliche Verjüngung als wichtigster Schutz vor der heimtückischen Bienenseuche praktizieren.

Aus "Insektenkurier", Heft 38
mit freundlicher Genehmigung der ArGe "Entomologie"

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