Wachs - Gold des Imkers
Imkerphilatelie - Teil 18

Die Produktion des Wachses erfolgt in den acht Wachsdrüsen der Bienen und wird als Baustoff der Waben verwendet. Der Imker unterscheidet beim Auslassen des Wachses zwischen bebrütetem und unbebrütetem.  Unbebrütetes Baurahmenwachs kann man trocken und ohne Druck mit einem Elektro-Schmelzer  oder  in  einer  Pfanne  im Backofen  auslassen.  Da es reines Wachs ist, geht nichts verloren. Bebrütete Waben lässt man nass unter Druck aus. Durch neues Umschmelzen wird das Wachs geklärt.  Es setzt sich im Wesentlichen aus roher Cerotinsäure und Myricin zusammen. Je nach Herkunft ist es im Rohzustand von gelblicher oder bräunlicher Farbe und von angenehmem Geruch.  Mit zunehmender Reinigung verliert es an Farbe und Duft. Sein Schmelzpunkt liegt zwischen 63°C und 65°C.

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Wachs war schon bei den Römern hochgeschätzt: auf Wachstäfelchen wurde geschrieben, mit Wachs wurde modelliert, gesiegelt, Wachs war in Salben, Schminken und Farben. Heute wird Wachs verwendet zusammen mit Honig in Form von Waben- oder Scheibenhonig und Entdeckelungswachshonig zum Kauen bei Hals-, Mund- und Rachenentzündungen und als Grundlagen für verschiedene Salben, Pomaden und Pflastern.

In der Industrie wird Wachs verwendet zur Herstellung der Bienenwachskerzen, als Bestandteil in vielen Pasten und biologischen Holzanstrichen. Natürliche Wachse, deren wichtigster Grundstoff das Bienenwachs ist und sich in Mixturen mit Leinölfirnis, Lösungs- und Veredlungsmitteln verarbeiten lässt, verstärken Struktur und Atmungsfähigkeit des Holzes, ergeben eine dezente, leicht honigfarbene Tönung.

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Wachspasten aus dem weichen Bienenwachs lassen Möbel weniger verstauben. Härtere Fußboden- oder Hartwachse enthalten neben dem Bienenwachs noch pflanzliche Hartwachse wie Lärchenharz oder den Karnaubawachs.

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Wachs ist weltweit Mangelware. Vor allem aber ist der Bedarf an Wachs in der Bienenzucht selbst sehr groß, weil aus ihm die zur Erneuerung des Wabenbaus nötigen Mittelwände hergestellt werden.

 

Aus "Insektenkurier", Heft 44
mit freundlicher Genehmigung der ArGe "Entomologie"

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