Die Biene und die Religion
Imkerphilatelie - Teil 25

Der jahrtausendelang bewährte Bienenkorb war einst wie die «jungfräuliche» Biene ein Mariensymbol. Zahlreiche Bienen­körbe bzw. alemannische Rumpfbeuten findet man auf der «Stuppacher Madonna» von Matthias Grünewald, und auf dem Bilde «Maria mit den vielen Tieren» von Albrecht Dürer sind Bienen als Jungfrauensymbol wiedergegeben.

Bienen galten wie erwähnt als Symbol der Beredsamkeit. Die drei großen Kirchenlehrer Ambrosius, Johannes Chrysostomus und Bernhard von Clairvaux werden alle mit einem Bienenkorb dargestellt. 

In den Exultet-Rollen des frühen Mittelalters, auf denen die Weihe der Osterkerze aufgeschrieben ist, wird den Bienen gedacht, die das Wachs für die Kerzen beigesteuert haben. Die etwa ab 1000 n.Chr. reich bebilderten Pergamentrollen geben einen guten Einblick in die Bienenzucht Süditaliens. Die Texte sind jedoch viel älter, sie sollen von Kirchenvater Augustinus (354-430) stammen, der sich intensiv mit Bienen und Imkerei auseinandergesetzt hat. 

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Bernhard von Clairvaux

Augustinus
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Bernhard von Clairvaux

Nach anderen Quellen gilt jedoch der heilige Ambrosius, Bischof von Mailand (†397), als Erfinder des kirchlichen Hymnus auf die Biene; er erscheint auf vielen Darstellungen als Schutzheiliger der Imker. 

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Ambrosiuskapelle
Bienenlehrpfad Göriach
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Sonderstempel
Hl. Ambrosius

Hl. Ambrosius

Aus "Insektenkurier", Heft 46
mit freundlicher Genehmigung der ArGe "Entomologie"

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