Ballon-Post


Für den Begriff "Ballonpost" gibt es zwei unterschiedliche Definitionen

  • Briefe (genauer Postkarten) werden mit Luftballons befördert. Je nach Wind und Wetter erreichen die Ballone beträchtliche Entfernungen

  • die Beförderung von Postsendungen mittels eines Heissluftballons.

Dieser Beitrag beschäftigt sich mit der zweiten Variante.


Historisch

Zwischen dem 23. September 1870 und dem 22. Januar 1871 fand im Zuge des Deutsch-Französischen Krieges die Belagerung von Paris statt. Die eingeschlossene Stadt suchte nach Möglichkeiten Nachrichten nach "außen" zu bringen. 

Wikipedia schreibt dazu: "Während der Zeit der Belagerung von Paris stiegen insgesamt 55 unlenkbare Ballone auf, die 2,5 Millionen Briefe und Postkarten im Gesamtgewicht von 10 000 kg, 363 Brieftauben, 238 Passagiere und sogar 6 Hunde beförderten. Die meisten der Ballone gingen im sicheren Ausland oder im unbesetzten Frankreich nieder. Drei Ballone fielen den Deutschen in die Hände, zwei wurden Opfer der Fluten. Als Sammelstelle für die versandten Briefe wählte man die französische Stadt Tours aus. Die Ballonpostbriefe wurden zunächst dorthin und dann in weiterer Folge zu ihren Empfängern geleitet."


Ballonpost-Beleg aus  Paris (1870)

Die Sendungen wurden mit dem Vermerk "Par ballon monté" versehen. Bei den Ballonpostbriefen handelte es sich zunächst um Faltpostbriefe aus dünnem Papier. Sie durften das Gewicht von 4 Gramm nicht überschreiten. Später wurden auch besonders leichte Postkarten zum Einsatz gebracht. Es sind 64 Ballonfahrten, mit denen Post befördert wurde, bekannt. Das Sammelgebiet der Pariser Ballonpost ist eines der beliebtesten und interessantesten, aber auch teuersten der Philatelie. Nur wenige Ballonpostbriefe sind erhalten geblieben.


Modern

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Aber auch heute noch ist das Thema "Ballon-Post" aktuell. 

Immer wieder werden auf Ballon-Fahrten Postsendungen mitgenommen und üblicherweise mit einen besonderen Stempel gekennzeichnet.

 

Häufig geschieht dies im Zusammenhang mit Sammlungen für gemeinnützige Zwecke (z.B. Pro Juventute, Salzburg). Oft arbeiten Briefmarkenvereine und die Ballon-Fahrer eng zusammen.

Links der Ballon "OE-AZR" mit dem schönen Namen "Sumsi" aus Österreich. Es sind viele Belege und Ganzsachen auf dem Markt, die mit diesem Ballon befördert wurden. Ein paar davon haben wir unten abgebildet.


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