100 Jahre Bienenmuseum Weimar

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Sonderstempel


Aus Anlaß des 100jährigen Geburtstages des „Deutschen Bienenmuseums Weimar" gab es am 7. Juli 2007 einen Sonderstempel der Deutschen Post. Der Stempel weist auf die Festwoche hin, die mit einem vielfältigen Programm vom 7. bis 15. Juli stattfand. 

Es begann am 7. Juli mit dem „Tag der Deutschen Imkerei" mit einem bunten Markttreiben rund um Honig und Biene, am Sonntag gefolgt von einer Festveranstaltung zum Gründungsjubiläum. Verschiedene Thementage wie „Tag der Schulen", „Tag der Kindergärten" und „Tag der Imker" rundeten die Festwoche ab.


Das Deutsche Bienenmuseum ist eine vom Landesverband Thüringer Imker e.V. getragene Kultur- und Bildungseinrichtung und bietet eine Ausstellung zur Geschichte der Imkerei und Sonderausstellungen. 

Eine ständige Ausstellung übermittelt Kenntnisse zur Biologie der Biene, Geschichte der Imkerei und zur modernen Imkerei. Zu sehen sind auch ein Schau- und Lehrbienenstand, der Honigschleuderraum und es gibt einen Hofladen.

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Museumsganzsache

Der Imkerverein Weimar 1837 e.V. trifft sich regelmäßig zu seinen Versammlungen im Museum. Eine Arbeitsgemeinschaft „Junge Imker" betreut die Bienenvölker im Museumsgarten, wodurch Kinder und Jugendliche so die Arbeit mit den Bienen kennen lernen. 

Neben der musealen Darstellung der Imkerei wird das Museum zu einer zentralen Aus- und Weiterbildungsstätte der Thüringer und der deutschen Imkerschaft ausgebaut. Darüber hinaus gibt es Märkte, auf denen nicht nur Honig angeboten wird.

Das Bienenmuseum liegt an der Um in Oberweimar, das auch durch frühe Wirtschaftsgründungen ein geschichtlich interessanter Ort ist. Es gab Wassermühlen, ein Rittergut mit Landwirtschaft und Brauerei, und Oberweimar war ehemals Sitz eines Erzpriesters und eines Zisterzienserinnen-Klosters.


Geschichte des Deutschen Bienenmuseums

1837 wurde in Weimar der Bienenverein Weimar gegründet, der älteste noch bestehende Imkerverein Deutschlands. Bereits um 1900 fanden in Weimar regelmäßig Frühjahrsmärkte mit Imkereiprodukten und Geräten statt.

Das Deutsche Bienenmuseum wurde 1907 vom Pfarrer Dr. Ferdinand Gerstung aus Oßmannstedt gegründet und von seinem Schüler und Freund Pfarrer Prof. August Ludwig aus Jena in vielfältiger Weise gefördert. Der 1907 festgeschriebene Gründungsaufruf zum Deutschen Bienenmuseum gilt noch heute: „... daß das (Bienenmuseum) eine gemeinsame Aufgabe der gesamten deutschen Imkerwelt sein müsse.

Mit seiner umfangreichen Sammlung zur Bienenkunde ist es das älteste Museum dieser Art in Deutschland. Unter der Obhut des Deutschen Imkerbundes konnte das so genannte „Reichsbienenzuchtmuseum" vierzig Jahre in den Räumen des städtischen natur­historischen Museums Weimar betreut und erweitert werden.

 
Seit dem fünfzigjährigen Jubiläum 1957 präsentiert sich die Sammlung als „Deutsches Bienenmuseum" im ehemaligen Landgasthof „Goldener Schwan" in Oberweimar. 1973 erzwang der bedrohliche Gebäudeverfall die Schließung. In Vorbereitung der 150-Jahrfeier des Imkervereins Weimar 1837 e. V. bemühten sich die Weimarer Imker um eine umfangreiche Sanierung von Gebäude und Freifläche, die dann im Jahre 1985 mit dem Kauf des Grundstückes und der Gebäude in der Ilmstraße 3 durch die Stadt Weimar begann. 

1994 wurde das Deutsche Bienenmuseum wiedereröffnet. In Vorbereitung des Deutschen Imkertages 2002 in Weimar wurde die ständige Ausstellung neu gestaltet und zum Imkertag eröffnet. Schon ein Jahr später schloss die Stadt Weimar aus finanziellen Gründen das Museum. 

Am 1. April 2005 wurde das Deutsche Bienenmuseum unter der Trägerschaft des Landesverbandes Thüringer Imker e.V. wieder eröffnet.


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Briefmarken des Privatpostanbieters LLS


Bienenmarken im Museum


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Bienenmarkenausstellung im Museum


Für Philatelisten interessant ist, dass das Deutsche Bienenmuseum eine kleine Ausstellung über Briefmarken mit Bienenmotiven in der Bibliothek zeigt.

Laut Website können Sonderbriefumschläge frankiert mit Briefmarken aus der Serie „Blumen" im Deutschen Bienenmuseum bestellt werden. Sonderfrankaturen sind möglich. Die Kosten betragen 2,00 € pro Brief mit 0,55 € Briefmarke.


Was haben Imker und Philatelisten gemeinsam ?

Im Museum hängt bei der o.a. Bienenmarkenausstellung ein Schild mit nachfolgenden Text:

"Beide beschäftigen sich mit scheinbar Kleinigkeiten, verbringen viel Zeit mit diesen Kleinigkeiten, sind versessen, hantieren behutsam, freuen sich an und über ihre Kostbarkeiten.
Mittelpunkt des Imkerlebens sind Kunstwerke der Natur. Mittelpunkt des Philatelistendarseins sind Kunstwerke aus Menschenhand gemacht.
Tja und: Marken kleben und  Honig auch. Es gibt gar ein paar Unentwegte, die beides betreiben: Imkerei und Philatelie.

Briefmarken machen als Werbeträger in aller Welt auf die Imkerei aufmerksam. Wer die Briefmarkenausgaben verfolgt, wird überrascht sein, wie häufig die Themen Bienen, ihre Verwandten und Imkerei zur Markengestaltung herangezogen werden. 

Bienen zieren sowohl Marken als auch Stempel. Damit wird im Kleinen auf die große Bedeutung der Bienen, nicht nur als "Honiglieferant", aufmerksam machen. [...]."

Kontakt: 
Deutsches Bienenmuseum Weimar e.V., Ilmstraße 3, 99425 Weimar
Web: www.dbm.lvti.de , Email: lvthi@t-online.de

Quelle: www.dbm.lvti.de  


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