Karl der Grosse war ein Imker

LAICHINGEN (sz) - Lange bevor die Menschen die Erde bevölkerten, lebten schon Bienen. Bienenhaare wurden gefunden, deren Alter auf etwa 90 Millionen Jahre geschätzt wird. Funde weisen nach, daß es seit rund 25 Millionen Jahren Bienen gibt. Eine 16 000 Jahre alte Höhlenzeichnung in Spanien zeigt, wie der Mensch dem Honig, dem einzigen Süßstoff, nachstellte und ihn erntete, ohne Bienen zu halten.

Auf eine regelrechte Bienenhaltung stößt man erstmals bei den Ägyptern. Auch die Griechen waren schon Wanderimker. Sie kannten bereits die bewegliche Wabe. Für einen angesehenen Römer gehörte es geradezu zum guten Ton, einen Bienenstand zu besitzen, der meist von einem griechischen Sklaven betreut wurde. Daß die alten Germanen Erfinder und Genießer des Met, einem alkoholischen Getränk aus vergorenem Honig, waren, ist bekannt. Auch der Bienenkorb ist eine germanische Erfindung.

Karl der Große (742 bis 814) war ein großer Freund der Bienen und sorgte für einen großen Auftrieb der Bienenzucht Im 16. Jahrhundert begann ein gewisser Niedergang der Imkerei in Europa. Erstaunlicherweise setzt zur gleichen Zeit die wissenschaftliche Beschäftigung mit der Biene ein. Sie gilt heute als das mit am besten erforschte Tier und gibt doch immer wieder neue Rätsel auf. 

Der schlesische Pfarrer Dzierzon (1811 bis 1906) entdeckte und beschrieb erstmals die Parthenogenese (Jungfernzeugung) der Drohnen und erfand die bewegliche Wabe an einer Holzkiste als Wabenträger. Sein Imkerschüler, Baron von Berlepsch, erweiterte diese Konstruktion und baute 1853 als erster das heute überall verwendete Rahmchen.

Aus "Insektenkurier", Heft 19
mit freundlicher Genehmigung der ArGe "Entomologie"

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