Schweden: Europa-Marke 2009
Ausgabetag: 29. Januar 2009


In einer Entfernung von mehr als sechstausend Lichtjahren liegt der Crab-Nebel, eine enorme Wolke aus Gas und Staub, der einstmals ein Stern war, der dann explodierte. Mit Hilfe neuer Instrumente kann man die schwache Strahlung, die der Nebel immer noch aussendet, fangen und analysieren.

Neue Erforschung eines uralten Weltraumphänomens

Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2009 zum Internationalen Astronomie-Jahr erklärt, denn vor 400 Jahre richtete Galileo Galilei zum ersten Mal ein Fernrohr in den Weltraum. Die Postorganisation Posteurop schloß sich dem Entscheid an und wählte Astronomie als Thema der diesjährigen Europamarken.

Die beiden schwedischen Briefmarken zeigen einen stilisierten Sternhimmel auf dem der Crab-Nebel gekennzeichnet ist. Mit den neugebauten Instrumenten wird der Nebel, der schwache Röntgenstrahlen aussendet, im Herbst 2009 auf eine neue Art gemessen.

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Die Forschung, die zu größerem Verständnis für die Entstehung des Universums beitragen kann, wird innerhalb eines internationalen Projektes betrieben, bei dem Schweden mit Japan, den USA und Frankreich zusammen arbeitet. Schweden spielt bei diesem Projekt eine wichtige Rolle. Hier werden die Instrumente konstruiert, mit denen ein Ballon von der Raumstation Esrange in Kiruna aufsteigen wird.

„Die Instrumente, die die Röntgenstrahlen auffangen sollen, bestehen aus einer Vielzahl von Empfängern, die von oben gesehen, wie eine Bienenwabe aussehen. Diese Konstruktion sieht man auf der Briefmarke ganz deutlich. Der Durchmesser beträgt ungefähr einen Meter." Das sagt der Astronom Magnus Axelsson von der Stockholmer Universität. Er ist einer der schwedischen Projektteilnehmer und arbeitet sowohl an den Planungsarbeiten als auch beim Bau der Instrumente mit. "Ich beabsichtigte, in Kiruna dabei zu sein, wenn wir die Instrumente auf eine Höhe von vierzig Kilometer bringen. Dort werden die Messungen sechs bis zwölf Stunden lang durchgeführt. Windstilles Wetter ist wichtig, ideal ist der Monat August." 

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Auf der Briefmarke mit dem Crab-Nebel sind der Ballon und die Kapsel mit den Meßinstrumenten abgebildet. Die Kapsel soll die Instrumente schützen, wenn sie nach dem Versuch mit einem Fallschirm wieder herunter geholt werden. Danach werden die Instrumente getrimmt und wieder verwendet.

Magnus Axelsson hofft, daß das Internationale Astronomie-Jahr zu einem Erfolg für das Fach Astronomie auf dem Ausbildungssektor und damit auch der Allgemeinheit bekannter wird. Astronomie regt die Phantasie an und ist ein guter Einstieg in das gesamte naturwissenschaftliche Gebiet. Die neuen Briefmarken sind gutes Marketing für die Astronomie.


Der Marken-Gestalter Einar Äkerlind

Die Briefmarken gestaltete Einar Äkerlind, der auch die Illustration des Ersttagsbriefs (Detail eines Polarimeters), das Motiv des FDC-Stempels (Sternhimmel) und das Sammelblatt mit der Illustration des Crab-Nebels gestaltete.

Wie viele andere junge Graphik-Designer arbeitet Einar Äkerlind (geb. 1982) oft mit dem Computer. Das Interesse für Form und Design, das er schon eine längere Zeit hatte, kam erst nach dem Studium. Im Mai 2007 beendete er seine Ausbildung in Graphischem Design und Illustration an der Fachschule für Kunst und Design - Konstfack.

Die Ausgabe Europa 2009 - Astronomie ist sein Debüt als Briefmarkendesigner. Er illustriert auch zum ersten Mal das Fach Astronomie, ein Gebiet das ihn auch in Zukunft reizt. „Ich habe noch nie so viele Fragen und Glückwünsche für einen anderen Auftrag bekommen. Briefmarken zu entwerfen scheint ein hohes Prestigeniveau zu haben", sagt er.

Einar Äkerlind arbeitet im Designbüro Lunapark/Stegos und ist Art Director der Zeitung People. Als Designer hat er unter anderem auch mit N.K. Stil zusammengearbeitet.

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Quelle: Schwedischen Marken-Bulletin 1/2009

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