Api-Phila - Lexikon
Buchstabe "A"

Aachener Stadtbrief - MERKUR
Eröffnet am 5. Dezember 1894 durch Mathias Degraa. Wegen mangelnder Rentabilität geschlossen am 16.Juli 1897. Die Aachener Stadtpost hat insgesamt 11 Marken sowie verschiedene Korrespondenzkarten herausgegeben, alle haben das Motiv „Bienenkorb im Doppeloval“.

lexiko24.jpg (8132 Byte) Briefkarte der Aachener Stadtbrief - MERKUR

Aangetekend
Niederländischer Fachausdruck für "Eingeschrieben"

Abart
Bezeichnung für Marken mit einer Abweichung z.B. in der Zeichnung des Markenbildes, in der Farbe, in der Zähnung, im Papier oder im Wasserzeichen. Abarten können auch bei Ganzsachen oder Stempeln (z.B. falsche Buchstaben oder Ziffern) vorkommen. Sie gelten wegen Ihrer Seltenheit häufig als wertvolle Sammelobjekte.
Im engeren Sinne bezeichnet eine Abart nur solche Briefmarken, bei denen im eigentlichen Herstellungsvorgang ein Fehler oder dessen Behebung passiert ist, zum Beispiel bei:

  • Nachträglichen Änderungen an der Druckplatte (Nachgravur)
  • Unterschieden in den Markenbildern bei verschiedenen Druckplatten
  • Ausgebrochenen Gravuren, zum Beispiel bei Schriftzügen oder Zahlen
  • Verwendung unterschiedlicher Papierarten, Zähnungen oder Gravierungen
  • Farbvertauschungen

Dies betrifft in der Regel nur eine Teilauflage der ausgegebenen Briefmarken. Von Druckfehlern hingegen spricht man, wenn durch zum Beispiel einen Rechtschreibfehler in der Gravur alle Briefmarken von dem Fehler betroffen sind. Allen Abarten gemeinsam ist, dass sie ohne Vorsatz entstanden sind.
In der Praxis wird der Wert einer Abart weniger durch die technischen Hintergründe bestimmt, sondern durch die Häufigkeit des Auftretens und der Tatsache, wie spektakulär diese ist. Dies bestimmt wesentlich die Nachfrage am Sammlermarkt.

ABAS
Automatisches Briefannahme System

Abchasien 
Abchasien ist eine im Süden des Kaukasus an das Schwarze Meer grenzende autonome Republik Georgiens. Sie erklärte sich 1992 für staatlich unabhängig. Die Vereinten Nationen haben die Republik jedoch als Teil Georgiens anerkannt. Die Marken dieses Landes werden von der -> UPU nicht anerkannt und gehören somit zu den -> Cinderellas. 

Abfärben
Im Gegensatz zum Abklatsch ein vorder- oder rückseitiges, meist unklares Wiederholungsbild der Marke infolge mangelhaft zubereiteter und zu langsam trocknender Farbe.

Abgangsstempel
Bezeichnung für den in verschiedenen Ländern früher verwendeten Poststempel, der das Abgangsdatum (samt Uhrzeit) auf einer Postsendung belegte. Der Begriff ist aber auch eine ungenaue Bezeichnung für Aufgabestempel.

Abgeltungssteuer
Ab dem 1. Januar 2009 ersetzt die neue Abgeltungssteuer für Kapitaleinkünfte die bisherige Kapitalertragssteuer. In der Folge werden Zinsen, Dividenden, Fondsausschüttungen oder Kurs- und Währungsgewinne pauschal mit 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und eventuell anfallender Kirchensteuer besteuert.
Diese Abgeltungssteuer wird aber nur fällig, wenn diese Kapitaleinkünfte den Pauschalbetrag von 801 EUR für Ledige bzw. 1602 EUR für Singles übersteigen.
Eine weitere Ausnahme ist weniger bekannt, für Philatelisten aber umso spannender: Auch der Verkauf von Briefmarken unterliegt nicht der Abgeltungssteuer, gleiches gilt für Kunst und Antiquitäten, Münzen, Schmuck, Oldtimer oder auch Edelsteine.
Hier müssen die Investitionen wie vorher auch länger als ein Jahr gehalten werden, um bei einem gewinnträchtigen Verkauf steuerfrei zu bleiben.
Neben einer Belebung des philatelistischen Marktes ist das interessante an dieser Regelung sicher auch, dass entsprechende Expertise verstärkt gefragt ist und die Briefmarke an sich stärker noch einen Investmentcharakter bekommt.

Abgeordnetenmarken
Die Abgeordnetenmarken dienten zur Kennzeichnung der Postsachen spanischer Parlamentarier von 1896 bis 1916. Da die Abgeordneten ihre Korrespondenz gebührenfrei befördert bekamen, wiesen diese Abgeordnetenmarken keine Wertangaben auf. Sie sind somit eigentlich keine Frankierungsmarken, sondern Identifizierungszeichen.

Abgeschlossenheit
Wählt man als Sammelgebiet die Ausgaben eines Landes, so ist anders als beim Motivsammeln das klassische Ideal des Briefmarkensammlers in der Regel das Erreichen einer vollständigen, in sich abgeschlossenen Sammlung des gewählten Gebiets.
Die Ursprünge dieses Ideals stammen noch aus einer Zeit der Philatelie, in der die Gebiete noch überschaubar waren und man selbst als Generalist das Gebiet ("Alle Welt") noch komplettieren konnte. Heutzutage wird man jedoch je nach gewähltem Sammelgebiet nur mit großen Mühen und finanziellen Anstrengungen zu einer abgeschlossenen Sammlung kommen, zumal ein Gebiet sowohl postfrisch als auch gestempelt besammelt werden kann.
Ausnahmen bilden kleinere Gebiete und Bereiche, wie zum Beispiel die Ausgaben des deutschen "Protektorats Böhmen und Mähren", welche noch leicht und kostengünstig zu vervollständigen sind und sich insofern gut für den Einsteiger eignen.


Abklatsch
Bei Briefmarken vorkommender rückseitiger spiegelverkehrter Abdruck des Markenbildes. Man unterscheidet zwischen Bogenabklatsch und Maschinenabklatsch. Ein Bogenabklatsch ist eher unscharf und versetzt zu finden. Er entsteht durch das Aneinanderpressen noch feuchter Druckbögen. Maschinenabklatsche sind eher scharf und fast deckungsgleich mit dem Markenbild. Maschinenabklatsche entstehen durch fehlendes Papier in der Druckmaschine. Dadurch druckt der farbhaltige Zylinder auf die Anpresswalze anstatt auf das Papier. Mit dem nächsten Bogen druckt dann sowohl der Druckzylinder als auch die Anpresswalze auf das Papier.

Abklatsch (Süd-Kasai)

Ablage
1. Ort, an dem der Empfänger seine Post abholen konnte. Galt als ausgeliefert. 
2. Kleines Postlokal mit Inhaber, der beschränkte Postdienste auf dem Dorf wahrnahm. (Süddeutschland)

Ablösen
Am besten löst man Marken im lauwarmen Wasserbad. Der rückseitige Klebstoff der Gummierung lässt sich leicht ablösen und abwaschen. Besonders klebrige Gummireste kann man vorsichtig mit den Fingern im Wasser abstreifen; dabei sollte man aufpassen, dass keine Verletzungen des Papiers entstehen. Nach dem Wasserbad werden die Marken in ein Trockenbuch oder eine Trockenpresse gelegt und sollten nach dem Trocknen und Pressen einzelne Marken am Papier kleben geblieben sein, so muss das lauwarme Wasserbad leider wiederholt werden.

Ablöse-Stempel
Ablöse- oder Übergangsstempel (UGS) nennt man die Stempel (K1 oder R3), die zwischen 1.1.1868 und 1.7.1875 vom NDB und der Reichspost entweder für neue Postanstalten oder als Ersatz für Altstempel der deutschen Staaten eingeführt wurden, dann kamen die ersten Normstempel (K1 mit Sternchen). Im Grunde also alle Stempel auf Brustschilden, die nicht zu den nachverwendeten Altdeutschlandstempeln gehören (abgesehen von wenigen Spätverwendungen als Pfennigaufbrauch). Kompliziert wird die Angelegenheit dadurch, dass einige dieser neuen Stempel schon in Preußen eingeführt wurden, sich also in der Form nicht unterscheiden, aber aufgrund des Einführungsdatums eben zu den Preußenstempeln zählen - zudem sind einige der Ablöser- den späteren Normstempeln ähnlich. "Außerdem gibt es noch aptierte Altstempel, die mit den nachverw. Altstempeln verwechselt werden können. "

Abonnement
Dauerbezug neu erscheinender Briefmarken, Ganzsachen, usw. Der Vorteil eines Abo ist die regelmäßige Belieferung, da keine Markenausgabe vergessen wird und der Sammler seine Briefe und Karten für den Ersttag präparieren kann.

ABRIA
Abkürzung für "Ascherslebener Briefmarken-Albenverlag" aus der ehemaligen DDR. Der Verlag stellte hauptsächlich Briefmarken-Vordruckalben, Einsteckbücher sowie vordrucklose Blätter für Ausstellungsobjekte her.

Abschiedsausgabe
Abschiedsausgaben werden die letzten philatelistischen Erzeugnisse genannt, die ein Markenland ausgibt, bevor es die Erstellung eigener Briefmarken einstellt. Bekannte Abschiedsausgaben stammen zum Beispiel aus dem altdeutschen Sammelgebiet Bayern.

Absenderfreistempel
Der Absenderfreistempel wird besonders von Firmen und Behörden mit großem Postaufkommen verwendet, da die zeitraubende Freimachung mit Briefmarken entfällt. In Österreich müssen Freistempelabdrucke in roter Farbe angebracht werden (Postordnung; Stand 1. März 1994). Im Unterschied zum Postfreistempel trägt der Absenderfreistempel einen spezifischen Hinweis auf den Absender.

lexiko22.jpg (51921 Byte) Absenderfreistempel (Deutsches Reich)

Abstand
Die philatelistische Bezeichnung für den Zwischenraum von der Randlinie des Markenbildes einer Marke zur Randlinie des Markenbildes der benachbarten Marke im Bogen.

Abstempeln
Anbringen eines Stempelabdrucks (meist Tagesstempel) auf der Frankatur zwecks Entwertung und Bestätigung des Zeitpunktes der Aufgabe der Sendung.


Abstimmungsgebiet
Im philatelistischen Sinne ein postalisches Gebiet, in dem Sondermarken, Aufdrucke oder Stempel während einer Abstimmung verwendet wurden, durch die mittels Wahl die Zugehörigkeit des Gebietes zu dem einen oder anderen Staat festgestellt werden sollte.
Am bekanntesten sind vielleicht die Gebiete Allenstein, Marienwerder, Schleswig und Kärnten. Oft wird mit allerlei vermeintlichen Abarten ein schwunghafter Handel betrieben, die aber keineswegs immer zufällig entstanden sind und oft "Machwerke" zum Schaden der Sammler darstellen.

Abstimmungsmarken
Bezeichnung für besondere Markenausgaben, die in einem Gebiet verwendet werden, in dem durch Volksabstimmung über die zukünftige staatliche Zugehörigkeit entschieden werden soll. Derartige Marken gab es z. B. 1920 in Kärnten, im Tana-Arica-Gebiet 1925, das zwischen Peru und Chile strittig war, und nach dem 1. Weltkrieg auch in den deutschen Gebieten Marienwerder, Allenstein, Schleswig etc.

ABSV
Arbeiter-Briefmarken-Sammler-Verein. Größter Briefmarkensammlerverein in Österreich. Die Hauptsektion befindet sich in Wien.

Abwehrdienst
Er soll im philatelistischen Sprachgebrauch Schutzzeichen und Sicherungsmaßnahmen druck- und papiertechnischer Art bezeichnen, die zur Abwehr von Fälschungen angewandt werden. Dazu gehörten früher Seidenfäden in den Marken, Kontrollnummern auf der Markenrückseite und später die Verwendung von Wasserzeichenpapier. Die Deutsche Bundespost hat das Wasserzeichenpapier ab 1966 abgeschafft.


Abwurfpost
Postübergabe durch Abwurf von Postbeuteln aus einem fahrenden Eisenbahnzug oder aus der Luft befindlichen Ballon, Flugzeug oder Luftschiff.

Abwurfstempel
Ein besonderer Poststempel, dessen Abdruck auf der Postsendung auf ihren Abwurf aus einem Ballon, Flugzeug oder Luftschiff hinweist.

A.C.M.
Die Initialen des Postbeamten A. C. Monson findet man auf der 5-Cent-Postmeistermarke New Yorks von 1845 handschriftlich in roter Tinte.

Acetat-Folien
Diese wurden bei Einsteckalben und Falzlosalben verwendet.

Achren, R.
Finnischer Stecher der Staatsdruckerei, der seit 1952 viele Aufträge erhielt. Er hat besonders Persönlichkeiten auf Marken abgebildet.

Achteck

Einige Marken (z. B. aus Großbritannien 1847/54, Besatzungsausgabe Thessalien 1898 etc.) wurden achteckig gezähnt oder geschnitten verausgabt.

Achtringstempel Nr. 164
Ein badischer Versuchsstempel, mit dem je eine Preußenmarke zu 2 und 3 Silbergroschen, eine Österreichmarke zu 5 Kronen und eine Bayernmarke zu 6 Kornen versuchsweise abgestempelt wurden. Da der Stempel eine zu feine Entwertung bewirkte, wurde er nicht eingeführt.

Achtyrka
Kreis (auch "Achtyrsk") im westlichen Teil des Gouvernements Charkow mit gleichnamiger Kreisstadt. Achtyrka wurde 1641 unter polnischer Herrschaft gegründet und kam 1647 zu Russland. 1874 erschien eine Lokalausgabe zu 5 Kopeken, deren eine Auflage Bogen zu 40, eine andere zu 62 Stück aufweist. Nach dem 1. Weltkrieg, zwischen 1920 und 1922, gab es wegen Markenknappheit nochmals eine Lokalausgabe, deren Auflage sehr gering ist.


Adhesin-Gummierung
Gummierung der Freimarken-Ausgabe 1889/90 der damaligen Deutschen Reichspost mit großem Reichsadler.

Adjutor-Ausgaben
Zusatzbriefmarken als Kriegssteuer während des 1. Weltkrieges in Rumänien.

Adlertype
Es gibt zahllose Marken mit dem Bild eines Adlers, aber die Bezeichnung "Adlertype" gilt für das deutsche Sammelgebiet ausschließlich für die Ausgaben des Deutschen Reiches mit kleinem (Nr. 1 - 15) bzw. großem (Nr. 16 - 28) Brustschild und die Reichsadler-Ausgabe von 1889 mit dem Überdruck "Deutsche Kolonien".

Admirality Official
Aufdruck der britischen Admiralität zur Kennzeichnung ihrer Dienstmarken.

Adressiermaschine
Druckmaschine zum Anbringen von Anschriften und Eintragungen auf Umschlägen etc. Diese wurde z. B. bei der Post der ehemaligen DDR zum Bedrucken von Postscheckumschlägen, Daueraufträgen im Postscheckdienst und Abonnementsstücken im Postzeitungsvertrieb eingesetzt.

Adresszettel

Besondere Form der Ganzsache in Österreich, wobei ein Aufkleber für Drucksachen mit Wertstempel bedruckt wird.

Adscharien
 
Adscharien ist eine Autonome Republik Georgiens, begrenzt von der Türkei im Süden und dem Schwarzen Meer im Westen. Die Marken dieses Landes werden von der -> UPU nicht anerkannt und gehören somit zu den -> Cinderellas. 

Adygeja 
Das im Nordkaukasus gelegene Adygeja (von adygeisch Adyge: „Die Edlen“) ist seit 1991 eine kleinere autonome Republik im südlichen Teil des europäischen Russland. Die Republik Adygeja liegt beiderseits der Belaja südöstlich von Krasnodar beiderseits der Belaja und zwischen Laba und Kuban teilweise in der südrussischen Steppe, teilweise im Bergland des Nordwestkaukasus. Sie ist vollständig von der russischen Region Krasnodar umgeben.
Die Marken dieses Landes werden von der -> UPU nicht anerkannt und gehören somit zu den -> Cinderellas. 

Aerogramm
Im deutschsprachigen Raum auch Luftpostleichtbrief genannt. Amtl. verausgabter Briefbogen mit Wertzeicheneindruck.

lexiko23.jpg (38587 Byte) Aerogramm (Süd-Korea)

Aero-Philatelie
Sammeln von Luftpostmarken, angefangen von den Vorläufern der eigentlichen Luftpostmarken, und Postsendungen, die mit Luftfahrzeugen (Ballon, Flugzeug, Luftschiff, Rakete) befördert wurden, im weiteren Sinne.

Aero-Philatelist
Bezeichnung für einen Luftpostsammler, der nicht nur Briefmarken, sondern auch und besonders Luftpostkarten, Luftpostbriefe, Vorläufer, Stempel, halboffizielle Ausgaben, Luftpostetiketten, Ballonpost und Luftpostdokumente und Ersttagsbriefe sammelt. Beliebt ist zum Beispiel das Sammeln von Zeppelinfahrten.

Affranchis
Bezeichnung für Maschinenvorentwertungsstempel.

Afft Moderé
Aufdruck zur Kennzeichnung der Beförderung mit ermäßigter Frankierung (Affranchisement Moderé) auf Rayon-Marken der Schweiz und der Sitzenden Helvetia.


African Postal Union
Bezeichnung für den Postverein der nord- und westafrikanischen Staaten (APU) zur Vereinfachung des grenzüberschreitenden Postverkehrs.

AFST
Abkürzung für Absenderfreistempel

Ägypten
Ägypten war bis 1867 eine türkische Provinz, danach bis 1914 türkisches Vizekönigreich unter einem Khediven. Von 1914 bis 1922 war Ägypten britisches Protektorat und anschließend ein unabhängiges Königreich. Fuad I., der Sohn des Khediven Ismail Pascha, nahm den Königstitel an. Im Land blieben jedoch weiterhin britische Truppen stationiert. Außerdem behielten die Briten in Ägypten und im gemeinsam verwalteten Sudan weitreichende Interventionsrechte, die die außenpolitische Unabhängigkeit des Landes einschränkten. Dennoch gelang den Briten die Spaltung der ägyptischen Nationalbewegung und die Beruhigung des Landes. 1951 nahm Faruk I. den Titel König Ägyptens und des Sudan an. Nach Korruptionsvorwürfen und Misswirtschaft wurde Faruk I. durch einen Militärputsch unter Nagib und Nasser am 23. Juli 1952 gestürzt. Nach dem Sturz der Monarchie wurde ein Jahr später (1953) die Republik ausgerufen.
Briefmarkenausgaben:
Türkisches Vizekönigreich (Postes Egyptiennes) – 1866 bis 1914
Britisches Protektorat (Egypt Postage) – 1915 bis 1922
Unabhänigiges Königreich (Royaume d’Egypte) – 1922 bis 1952
Republik ([Republique d’]Egypte) – 1953 bis 1958
VAR (U.A.R.) – 1958 bis 1971
Arabische Republik Ägypten (AR Egypt) – seit 1971

lexiko271.jpg (40203 Byte)   lexiko270.jpg (31548 Byte)  Marken aus Ägypten

Ah.-Ausg.
Abkürzung für Aushilfsausgaben.

Ahlbeck-Streifen
Bezeichnung für das erste Versuchsmuster der Einschreibgebührenzettel der ehemaligen DDR.

Ahorro Postal
"Caja Postal de Ahorro"; auf spanischen Marken für "Postsparkasse". Die Marken sind sammelwürdig.

Aichach-Provisorium
Dieses entstand beim Postamt in Aichach (Bayern) infolge einer Herabsetzung des Nachtportosatzes für nichtdienstliche Briefe. Da keine entsprechenden Marken zu 2 Pfennig vorhanden waren, wurden 3-Pfennig-Marken überdruckt. Noch vor der eigentlichen Inkurs-Setzung wurden diese Provisorien zurückgezogen. Insgesamt gelangten nur 6 Stück in 3 Paaren postalisch zur Verwendung.

AIEP
"Association Internationale des Experts Philatéliques", Internationaler Verband der philatelistischen Experten.

Ajman
Ajman ist eines der sieben Scheichtümer am Persischen Golf. Dieses Land fiel dadurch auf, dass es pausenlos über eine Argentur zahllose Marken, Blöcke und Dienstmarken herausgab. Aufgrund einer geschickten Motivauswahl wurden immer wieder Motivsammler zum Erwerb dieser Marken animiert. Seit dem 1.1.1973 sind die Scheichtümer Abu Dhabi, Ajman / Manama, Dubai, Fujeira, Ras al-Khaima, Sharjah und Umm al-Kaiwain politisch zu den Vereinigten Arabischen Emiraten zusammengeschlossen.
Briefmarkenausgaben von 1964 bis 31.07.1972

lexiko272.jpg (8737 Byte) Bienen auf dem Krönungsmantel von Napoleon Bonaparte (Ajman)

AIJP
Association Internationale des Journalistes Philatéliques, Internationaler Verband der Philatelie-Fachjournalisten.

Airgraph-Dienst
Im Postgebiet des britischen Reiches wurden von 1941 bis 1945 auf Spezial-Papier geschrieben und danach postalisch mikrophotographierte und nach Zustellung an das Empfängerpostamt wieder vergrößerte Texte verwandt, um die Überlastung des Luftpostdienstes zu vermeiden und zu vermindern. Infolge der Kriegsereignisse waren gewöhnliche Briefe oft monatelang unterwegs.

Air-Mail
Englische Bezeichnung für Luftpost.

lexiko52.jpg (23388 Byte) Air-Mail Aufkleber aus der ganzen Welt

Ajutormarken
Bezeichnung für die Kriegssteuermarken Rumäniens 1915/18 mit Inschrift oder Aufdruck "TIMBRU DE AJUTOR". Diese Marken hatten keine Frankaturkraft, mussten aber - außer auf Ortsbriefen - auf alle Briefe und Telegramme geklebt werden.

AK
Abkürzung für Ansichtskarte

AK-Boerse
Die Ansichtskarten-Sammlerbörse München zählt neben Köln, Stuttgart, Wiesbaden und Nürnberg zu den führenden Veranstaltungen für AK-Sammler. München hat eine der ältesten und traditionsreichsten Ansichtskartenbörsen Deutschlands.
Bereits 1980, damals von Franz Meixtner gegründet, wurde sie von 1990 bis 1997 von einem Team unter der Ägide von Norbert Haidl weitergeführt. Seit 1996 ist Herr Karl Ritschel im Team und seit 2000 alleinig für den erfolgreichen Ablauf der Börse verantwortlich.
Das Angebot der Ansichtskarten-Sammlerbörse München beschränkt sich vorwiegend auf alte Ansichtskarten, so dass dem Besucher eine äußerst attraktive und vielfältige Auswahl seines Sammelgebietes geboten wird.

Akademiesatz
Sonderausgabe der DDR anlässlich der 250-Jahr-Feier der Akademie der Wissenschaften zu Berlin.

Akademische Philatelie
Die erste akademische Philatelie-Abteilung in Großbritannien wurde Anfang 1971 an der Universität Sussex in Brighton eröffnet und diente dem Studium der Philatelie. Sie wurde von Reginald Philips, dem Gründer des Britischen Postmuseums gegründet.

AKL
Abkürzung für "Arbeitskreis Luftpost".

Åland
Inselgruppe in der Ostsee unter finnischer Verwaltung mit besonderem Status.
Aufgrund eines Selbstverwaltungsgesetzes sind sie aber weitgehend autonom und können in bestimmten politischen, sozialen und kulturellen Bereichen eigene Gesetze erlassen. Die Geschichte der Åland-Inseln ist wechselvoll und spiegelt sich an der Zugehörigkeit zwischen Schweden, Finnland und Russland wieder.
Eigene Briefmarkenausgaben seit 1. März 1984.

lexiko102.jpg (9996 Byte) FDC der Alandinseln

Albanien

Land in Südosteuropa. Auf den Briefmarken findet man "Albania", "Albanie" oder "Shqiperia" als Länderbezeichnung.

Marke aus Albanien

Albino

Eine, besonders in der englischen Philatelie, ursprünglich farbig herausgegebene Briefmarke, die plötzlich ohne Farbdruck erscheint. Meist ist dies durch ein Papierblatt, das sich in der Maschine über den Markenbogen gelegt hat, geschehen, bevor dieser die Druckplatte passiert. So bleibt die Farbe auf diesem Blatt haften und der darrunterliegende Bogen wird nicht eingefärbt.

Album
Ein Sammelbuch zum Einkleben oder Einstecken von Briefmarken (Briefmarkenalbum) und anderen Sammelgegenständen (z.B. Ganzsachen). Das erste Briefmarkenalbum erschien 1862 im Oktavformat bei G. Wetti in Leipzig. Später gab G. Bauschke das bekannte Schaubek-Album (= Umkehrung des Namens "Bauschke") heraus, das es bis heute noch gibt. Wichtige Albumfabrikanten sind Borek in Braunschweig, KABE in Göppingen, Schwaneberger Album in München, Leuchtturm in Hamburg und Lindner-Falzlos in Schömberg (Württemberg) sowie SAFE in Bempflingen.

Album de Facsimilés

1928 gab die "Union Philatélique de Genève" ein Album mit allen Fälschungen von Fournier heraus. Auch die Fälschungen von Sperati wurden gezeigt.

Aldernay
Alderney (französisch Aurigny, Auregnais Aoeur'gny) ist die nördlichste der vor der französischen Küste liegenden Kanalinseln und gehört zur Vogtei (bailiwick) Guernsey. Die Kanalinseln sind weder ein Teil des Vereinigten Königreichs noch eine Kronkolonie, sondern sind als Kronbesitz (engl. crown dependency) direkt der britischen Krone unterstellt. Alderney ist seit 1983 postalisch unabhängig von Guernsey und darf Briefmarken herausgeben, die weltweit anerkannt werden.
Briefmarkenausgaben seit 1983

lexiko328.jpg (17633 Byte) Marke aus Alderney

Algerien
Algerien war bis zum Unabhängigkeitskrieg französisches Gebiet und ist neben dem Sudan und der Demokratischen Republik Kongo einer der größten Staaten Afrikas mit einem großen Anteil an der Sahara. Nach Jahren des Bürgerkrieges zwischen islamischen Fundamentalisten und der Regierung ist Algerien nun relativ befriedet und darum bemüht, gesellschaftliche und wirtschaftliche Reformen zu verwirklichen. Hauptstadt: Algier
Briefmarkenausgaben seit 1924

Marke aus Algerien

Algraphie
Bezeichnung für ein dem Zinkdruck entsprechendes Druckverfahren mit einer Druckform aus Aluminium.

Allegorie
Bezeichnung für eine sinnbildliche Darstellung, wobei es sich meist um die Personifizierung eines abstrakten Begriffs handelt. Als Markenmotiv gab es dies im 19. Jahrhundert z. B. in Frankreich (1876-1900, "Friede und Handel" = Sage-Muster; 1900-1940, "Freiheit-Gleichheit-Brüderlichkeit" = Blanc-Muster; 1900-1902, "Menschenrechte" = Mouchon-Muster).

lexiko2a.jpg (14091 Byte) Allegorie mit Bienenkorb aus Liberia

Allgemeiner Postverein
Ursprüngliche Bezeichnung für den Weltpostverein bei seiner Gründung im Jahre 1874.

Allgemeiner Postwertzeichen-Händler-Verband

Vorläuferorganisation des Bundesverband des Deutschen Briefmarkenhandels e.V..

Allied Military Forces
Bezeichnung der 1943 von der alliierten britisch-amerikanischen Militärregierung in Italien für die Zivilbevölkerung herausgegeben Marken.

Allied Military Government Free Territory Trieste

Das Allied Military Government Free Territory Trieste verausgabte Marken für die "Zone A" von Triest (amerikanische und britische Besatzung).

Marke aus Triest

Allied Military Government Venezuela Giulia

Das Allied Military Government Venezuela Giulia verausgabte Marken für die alliierten britisch-amerikanischen Truppen in Italien.

Allonge
auch Leerfeld, Abriß oder Talon genannt. An einer Seite einer Briefmarke befindliches Anhängsel, das mit Werbung o.ä. bedruckt sein kann. Meist handelt es sich dabei um Randstücke eines Schalterbogens.

lexiko34.gif (30570 Byte) Allonge

Allongemarke
Rundum gezähntes Feld eines Schalterbogens, also kein Randstück, das mit Werbung o. ä. bedruckt ist.

Altai 
Die Republik Altai – nicht zu verwechseln mit der Region Altai – ist eine autonome Republik im asiatischen Teil Russlands. Die Republik liegt im südlichen Sibirien im Altaigebirge. Sie grenzt an Kasachstan, China und die Mongolei. Aufgrund der malerischen Lage im Gebirge mit vielen Seen und Flüssen wurde der Region die Bezeichnung „Russisches Tibet“ gegeben. 
Die Marken dieses Landes werden von der -> UPU nicht anerkannt und gehören somit zu den -> Cinderellas. 

Altbriefkunde
Die Vorphilatelie oder Altbriefkunde befasst sich mit dem Sammeln und Erforschen von Belegen die vor Einführung der Briefmarke im Jahre 1840 abgestempelt wurden.

Altdeutschland
Oberbegriff für die Markenländer der deutschen Postgeschichte vor Gründung des Deutschen Reiches 1871. Hierzu zählen die deutschen Kleinstaaten, das Postgebiet von Thurn und Taxis und der Norddeutsche Postbezirk. Einige Länder gaben sogar bis 1920 eigene Briefmarken heraus.

lexiko26.jpg (30442 Byte) Beleg Altdeutschland (Preußen)

Altdeutsche Staaten
Altdeutsche Staaten bzw. Altdeutschland ist eine Sammelbezeichnung in der Philatelie für jene Staaten, die vor der Reichspost die Posthoheit in ihren Ländern ausgeführt haben: Baden, Bayern, Bergedorf, Braunschweig, Bremen, Hamburg, Hannover, Helgoland, Lübeck, Mecklenburg-Schwerin, Mecklenburg-Strelitz, Oldenburg, Preußen, Sachsen, Schleswig-Holstein, Thurn und Taxis (im Auftrag verschiedener Staaten), Württemberg und dem Norddeutschen Postbezirk.

Altenburger Posthornstempel
Bezeichnung für einen seltenen, nur in Altenburg verwendeten Poststempel des 19. Jahrhunderts. Hierbei handelte es sich um einen Einkreisstempel mit je einem Posthorn oben und unten, dazwischen stand die Ortsbezeichnung "Altenburg".

Aluminiummarke
Übliche Bezeichnung für die Luftpostsondermarke Ungarns aus dem Jahre 1955 anlässlich des Internationalen Buntmetallkongresses in Budapest. Die Marke ist auf einem mit Aluminiumfolie überzogenem Papier gedruckt worden. Als weitere Marke dieser Art ist die Sondermarke der UdSSR zu Ehren der KPdSU und des Sowjetvolks aus dem Jahre 1961 zu nennen.

Ambrosius, Heiliger
340-397 n. Chr. - Bischof von Mailand: Der Heilige Ambrosius ist der Schutzheilige der Wachszieher, Bienenzüchter, Bienen und Haustiere. Wie die Legende erzählt, flog ein Schwarm Bienen daher, als der kleine Ambrosius in der Wiege lag und schlief. 
Die Bienen ließen sich auf seinem Gesicht nieder und drangen sogar in seinen Mund ein, ganz so als handle es sich um einen Bienenstock - ohne dem Kind etwas zuleide zu tun.

Heiliger Ambrosius (Vatikanstaat)

American Philatelic Society
Die American Philatelic Society ist eine der größten Sammlervereinigungen der Welt. Sie ist auch vorbildlich in der philatelistischen Forschung.

American Philatelist
Die englischsprachige Zeitschrift The American Philatelist ist die älteste philatelistische Fachzeitschrift der Welt: Ihre erste Ausgabe erschien im Januar 1887 in den USA.

Amerikanischer Druck
Bezeichnung für den in den USA 1944/45 durchgeführten Offsetdruck der AM-Post-Marken der Militärpost in den alliierten Westzonen. Die Marken wurden erstmals im März 1945 im Aachener Raum verwendet. Daneben gibt es noch den Braunschweiger Druck und den Englischen Druck.

Amgot Mail Service
Die Bezeichnung "Amgot Mail Service" findet man auf Postwertzeichen der alliierten Expeditionsarmee in Italien 1943. Ob diese Serie, die 7 Werte, u. a. eine Luftpost- und Eilbotenmarke umfasste, als amtlich verausgabt gelten kann, ist bis heute umstritten.

AM-Post
Bezeichnung für die erste Markenausgabe für die amerikanische und britische Besatzungszone Deutschlands. Anfang 1945 war die Serie auch in Berlin gültig. Die Aufschrift lautete "AM Post Deutschland" und es gibt insgesamt drei Ausgaben: Druck der Staatsdruckerei des Schatzamtes in Washington, Druck von Harrison & Sons Ltd. in London, Druck von Georg Werstermann in Braunschweig. Die erste Ausgabe erfolgte am 19.3.1945 im Gebiet rund um Aachen.

lexiko484.jpg (26321 Byte) Streifen AM-MArken

A.M.G.F.T.T.

Abkürzung für Allied Military Government Free Territory Trieste.

A.M.G.V.G.
Abkürzung für Allied Military Government Venezuela Giulia.

Amiens-Aushilfsmarke

Diese wurde von der Handelskammer in Amiens wegen eines Poststreiks herausgegeben; die Laufzeit war vom 13. bis 19. Mai 1909. Die Inschrift lautet "Chambre de Commerce Amiens" und der Nennwert betrug 10 Centimes.

A.M.-Mail-Germany

Aufdruck auf Hitlermarken. Die Marken sind Machwerke unbekannten Ursprungs aus dem Jahre 1945.

A.M.S

Abkürzung für Amgot Mail Service.

Amtliche Ausgabe
Bezeichnung für Postwertzeichen, die auf Anweisung bzw. Veranlassung einer staatlichen Postverwaltung oder durch eine dazu autorisierte Stelle herausgegeben werden.

Amtliche Lochung

Bezeichnung für eine seitens der Postverwaltung eines Landes veranlasste oder vorgenommene Lochung ihrer Postwertzeichen.

amtlich verschlossen / versiegelt
wurden Postsendungen auf dem Transportweg beschädigt, so sollten sie von dem dies bemerkenden Postler mit dem Amtssiegel verschlossen und dies auif der Rückseite mit Datum, Ort und Unterschrift bestätigt werden

Analogischer Stempel
Philatelistische Bezeichnung für einen Ortswerbe- oder Sonderstempel, der bildgleich das Motiv der damit abgestempelten Briefmarke aufweist.

Analyselampe

Allgemein gebräuchliche Bezeichnung für Lampen, die ultraviolette Strahlen aussenden und deshalb für viele Untersuchungsmethoden von Briefmarken verwendet werden können. Es gibt eine Ultraviolett-Lampe, mit der man z. B. die Fluoreszenz von Marken bestimmen kann.

Andorra
Republik unter zwei Regenten in den Pyrenäen. Von Spanien wird der Bischof von Urgel delegiert und von Frankreich ein Vertreter des Präsidenten der Republik. Die Marken sind in französischer und in spanischer Sprache; die Post wird demgemäss über Frankreich oder über Spanien ins Ausland befördert.

Andreaskreuz
Zwei gekreuzte Linien; zuerst bekannt bei den Leerfeldern der österreichischen Marken von 1850/58, danach bei deutschen Markenheftchen. Das Andreaskreuz wird zum Auffüllen einer bestimmten Zahl von Briefmarken verwendet, bezeichnet aber auch die Stempel der Grenzpostämter Ferrara und Ponte Lagoscuro in Altitalien und ist eine Stempelform des Kirchenstaates.

lexiko92.jpg (23260 Byte) Andreaskreuz

Andruck
Als Andruck bezeichnet man eine Reihe von Druckgängen zur Überprüfung der Druckqualität.
Es wird also eine bestimmte Anzahl von Druckgängen gemacht (z.B. 20), man möchte ja eine gleichbleibende Qualität erhalten. Passt die Qualität, beginnt der eigentliche Druck. Die Gesamtheit aller Druckgänge vor dem eigentlichen Druck bezeichnet man als Andruck.

Angareion
Durch Karos den Älteren im 6. Jahrhundert in Persien eingeführter berittener Botendienst.

Angeschnitten

Bei geschnittenen Marken Bezeichnung für zum Teil weggeschnittene Umrandungslinien. Angeschnittene Marken sind nicht vollwertig.

Angola
Angola ist ein Staat in Südwest-Afrika. Angola war bis 1933 portugiesische Kolonie, bis 1951 überseeisches Gebiet und bis 1975 überseeische Provinz Portugals. Seit dem 11.11.1975 ist Angola unabhängige Volksrepublik. Die Hauptstadt ist Luanda.
Briefmarkenausgaben: seit 1870 - Es gibt viele inoffizielle Marken aus diesem Land.

lexiko275.jpg (19766 Byte) Marke aus Angola

Anguilla
Anguilla (spanisch für „Aal“) ist eine der Inseln über dem Winde der Kleinen Antillen in der Karibik, östlich von Puerto Rico gelegen. Politisch ist die Insel ein Überseegebiet des Vereinigten Königreichs (GB). Zu Anguilla gehören noch mehrere kleine, unbewohnte Koralleninseln. Hauptstadt: The Valley
Briefmarkenausgaben: seit 1967

lexiko276.jpg (32420 Byte) Marke aus Anguilla

Anhängsel

Bei Marken Belgiens der Ausgaben 1893-1914. Ein mit der Briefmarke verbundener Spruchzettel mit dem Text "NE PAS LIVREE LE DIMANCHE, Nett bestellen ob Zondag". Wenn der Brief doch am Sonntag zugestellt werden sollte, musste das Anhängsel entfernt werden. Bei Israel und UNO gibt es Anhängsel als sog. "TAB".

Anilindruck
Druck mit spirituslöslichen Anilinfarben bzw. Lichtpausverfahren, bei dem mit Phosphorsäure und Biochromat lichtempfindliches Papier belichtet und mit Anilindämpfern entwickelt wird.

ANK
Austria-Netto-Katalog, Bezeichnung für fünf jährlich erscheinende Kataloge.

lexiko27.gif (35854 Byte) ANK-Katalog

Ankaufspreis
Bezeichnung für den vom Handel beim Kauf von Briefmarken an den Verkäufer gezahlten Preis.

Ankerstempel
Philatelistische Bezeichnung für Postempel französischer Schiffsposten 1857/76 im Mittelmeer und Atlantik.

Ankunftsstempel
Abstempelung beim Auslieferungspostamt zur amtlichen Feststellung des Eingangs. In Deutschland war er allgemein seit 1909 gebräuchlich, heute nur noch bei besonderen Sendungen wie z. B. Eilzustellung.

Annahme verweigert
Postalischer Vermerk auf Sendungen, deren Empfang verweigert wurde z. B. wegen Nachporto oder Nachnahme. Die Sendung geht an den Empfänger .

Anne Mondale de Réfugié
Französische Bezeichnung für das "Weltflüchtlingsjahr".

Annullato
Abkürzung für "außer Kurs".

Annullé
Aufdruck auf französischen Marken, um diese außer Kurs zu setzen. Gewisse Typen sind sehr selten und entsprechend teuer.

d'Annunzio, Gabriele

Annunzio war italienischer Dichter und Politiker und eroberte Fiume. Auf Marken des Freistaates Fiume findet man sein Bild und die Inschrift "Hic manebimus optime" (= "Hier werden wir bestens bleiben").

Anschriftenprüfung
Die Anschriftenprüfung wurde im März 1931 bei der Deutschen Reichspost eingeführt. 1947 wurde ein Anschriftensuchdienst eingerichtet. Seit Ende 1947 sind Anschriftenprüfungen interzonal zugelassen, seit September 1948 auch international.

Anschriften-Prüfkarte
Die Anschriftenprüfung ist eine besondere Dienstleistung der Deutschen Post, mit der eine postalische Adresse überprüft und vervollständigt wird. Zur Anschriftenprüfung wird lediglich die Rückseite der von der Post genormten Anschriftenprüfkarte ausgefüllt. Die Vorderseite ist bereits mit der zentralen Postanschrift für Prüfkarten bedruckt und muss nur noch frankiert werden.

hans_k29.jpg (32614 Byte)   hans_k30.jpg (38766 Byte) ältere Anschriften-Prüfkarte von 1954

Anschriftseite

Seite der Postsendung, auf der die Anschrift des Empfängers anzubringen ist.

Ansichtsbogen

Reindruckbogen vor Beginn des Auflagendrucks, der dem Revisor oder Druckverantwortlichen zur Genehmigung des Druckbeginns vorgelegt wird.

Ansichtskarte
Postkarte mit der Ansicht einer Stadt, Person, Landschaft.
Von amtlichen Ansichtskarten (Bildpostkarten) spricht man, wenn diese von der nationalen Postverwaltung mit einem Wertzeicheneindruck verausgabt wurden.

Ansichtskarte, amtliche
von der nationalen Postverwaltung verausgabte Ansichtskarte mit Wertzeicheneindruck.

Antarktis
Sammelgebiet, das sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Marken geben Länder wie Australien, Frankreich, Großbritannien und Neuseeland heraus, aber auch Belege von Forschungsschiffen und -stationen werden gerne gesammelt.

marken397.jpg (47518 Byte) Bienenkorb im Zudruck; Franz. Antarktis

Antigua 
Antigua (spanisch für „alt“) ist eine Insel der Kleinen Antillen in der Karibik. Antigua gehört zum Staat Antigua und Barbuda.
Antigua wurde im Jahre 1493 von Christoph Kolumbus entdeckt. Er benannte die Insel nach der Kirche Santa Maria La Antigua in Sevilla. Die Insel wurde durch die Briten im Jahre 1632 besiedelt. Sie blieben Kolonialmacht bis zur Unabhängigkeitserklärung im Jahre 1981. Danach schloss sich Antigua mit den Nachbarinseln Barbuda und Redonda zusammen und bildeten den Staatenbund Antigua und Barbuda. Die Hauptstadt des Staates, St. John's, liegt auf Antigua, dort herrscht seit 1981 die parlamentarische Monarchie.
Briefmarkenausgaben seit 1862

lexiko277.jpg (12698 Byte) Marke aus Antigua 

Antillen
Die Niederländischen Antillen sind eine dem Königreich der Niederlande angehörige Inselgruppe vor der Nordküste Südamerikas, sind aber nicht Teil der Europäischen Union. In einem Referendum sprach sich 1993 die überwiegende Mehrheit der Stimmberechtigten für einen Verbleib im Königreich der Niederlande aus. Hauptstadt: Willemstad
Briefmarkenausgaben seit 1949

lexiko401.jpg (22222 Byte)
Marke von den Antillen

Antillenmuster
Bei Zeichnungen englischer Kolonialmarken (altes und neues Antillenmuster, altes und neues Nyassalandmuster, Britisch-Honduras-Muster). Daneben gab es auch das sog. Seychellenmuster.

Antituberkulose-Marken
Marken mit Zuschlag zugunsten der Tuberkulosebekämpfung.

Antwortkarte
Postkarte mit anhängendem Formular für die Antwort. Im Verkehr mit Weltpostvereinsländern ist ein Zusatztext in französisch vorgeschrieben.

Antwortschein

"Coupon Réponse International"; er wurde ausgegeben, um zwischen den Weltpostvereinsländern die Vorausbezahlung der Gebühr für einen internationalen Antwortbrief zu ermöglichen, seit dem Postkongress in Rom 1906. Alle IAS werden in der Schweiz von dem Graphischen Betrieb "Benzinger AG" gedruckt.

lexiko28.jpg (21944 Byte) Internationaler Antwortschein

A.O.
Abkürzung für "Afrique Orientale", provisorische Ausgabe der belgischen Besatzungsarmee 1918 für Deutsch-Ostafrika.

AO-Sendungen
Diese werden zu den Briefsendungen gerechnet und die AO-Abkürzung steht für "autres objects" (andere Gegenstände).

APHV
Allgemeiner Postwertzeichen-Händler-Verband. Ansässig in Köln.

Api-Phila
Kunstwort welches Ende der 80-er Jahre erstmals in Regensburg Verwendung fand. Es ist zusammengesetzt aus den Begriffen „Apis“ (= Gattungsbezeichnung aus der Familie der Bienen) und „Philatelie“.
Motiv-Sammler bezeichnen so ihr Sammelgebiet, welches sich im engeren Sinne mit Abbildungen auf Marken, FDC, Stempel und Ganzsachen aus den Bereichen Bienen, Imkerei und mit Produkten aus der Imkerei beschäftigt.
Im weiteren Sinne aber auch mit den Bereichen Hummeln, Wildbienen, Trachtpflanzen, "Bienen"-Heilige, Bienenforscher, 6-eckige Marken, Marken mit sechseckigen Motiven, Fressfeinde, Biene als Symbol des Fleißes und des Sparens, Biene als Symbol der Macht.
Die Abgrenzungen sind dabei (frei) fließend und bieten häufig Anlass zu heftigen Diskussionen.
Oft sind aber die Bienen nicht Hauptmotiv der Marke, sondern erscheinen als Detail neben dem Hauptmotiv oder als Zudruck auf Bogenrändern.
Gesammelt werden aber auch Stempelabschläge, deren Ortsnamen einen imkerlichen Bezug haben.
Zunehmend mehr Beachtung finden z.Z. Ganzsachen mit Werbung für Bienenprodukte.

lexiko60.jpg (13356 Byte) Erste "Api-Phila-Marke" von 1848 (USA)

APIMONDIA
zweijähriger internationaler Imkerkongress. Zu diesen Anlass geben viele Postverwaltungen Sondermarken heraus bzw. führen für den Kongresszeitraum einen Sonderstempel.

APIMONDIA-Marke von 1963 (ex CSSR)

APCD
Abkürzung für "Aero-Philatelisten-Club Deutschland".

A Percevoir
Inschrift auf französischen Portomarken.

APO
"Army Post Office"; alliiertes Feldpostamt im 2. Weltkrieg.

Après le départ

Französisch für "Nach Abgang der Post"; Aufdruck oder handschriftlicher Vermerk auf verspätet eingelieferte Sendungen.

A.P.S.
Abkürzung für American Philatelic Society.

Aptierte Stempel

Alte Poststempel, die nur mit geringen Änderungen weiterverwendet wurden; z. B. nach 1945 gab es in München den Stempel ohne Zusatz "Hauptstadt der Bewegung".

APTU
Abkürzung für "African Postal and Telecommunications Union" = Afrikanische Post- und Fernmeldeunion.

Äquatorialguinea 
Äquatorialguinea (span. Guinea Ecuatorial) ist ein Staat in Afrika. Er grenzt an Gabun, Kamerun und den Golf von Guinea. Um 1500 nahm Portugal das heutige Äquatorialguinea unter dem Namen Fernando Poo in Besitz. 1778 trat es die Kolonie an Spanien ab. Die Kolonie erlangte 1963 als Äquatorialguinea innere Autonomie. Unabhängigkeit von Spanien am 12. Oktober 1968.
Philatelistisch gesehen macht dieses Land Sammlern wenig Freude: In den Jahren von 1972 bis 1979 gab eine Agentur mit Duldung der Regierung Äquatorialguineas über 1.600 (!) Briefmarkenhauptnummern heraus. In Sammlerkreisen werden solche Staaten als „Raubstaaten“ bezeichnet. Die Kataloghauptnummern unterscheiden sich dann noch um Unternummern (z. B. in „gezähnt“ = A und „geschnitten“  = B) sodass insgesamt fast 3.500 Marken (!) in diesem Zeitraum in Äquatorialguinea erschienen. Die Ausgabe dieser Marken innerhalb von 8 Jahren war so unübersichtlich, die Informationen darüber so gering bzw. unvollständig, dass der MICHEL-Katalog dazu überging, diese Marken nur noch sehr grob und ohne Abbildungen aufzulisten.
Briefmarkenausgaben seit 1968

lexiko278.jpg (7557 Byte) Marke aus
Äquatorialguinea 

A.R. Stempel

Handstempel zur Kennzeichnung einer Sendung mit --> Rückschein (--> "Avis de reception")

A.R.-Stempel aus Rumänien

Arabeske
Naturnahes Ornament aus Blatt- und Rankenwerk, das auf Briefmarken oft als Umrandungsverzierung und Rahmenzeichnung verwendet wird.

Arabische Republik Sahara
Die Demokratische Arabische Republik Sahara (DARS) wurde im Verlaufe des Westsaharakonfliktes 1976 von der POLISARIO ausgerufen (auch Arabische Saharauische Demokratische Republik genannt). Die DARS ist eine Exilregierung und hat ihren Sitz in Tindouf (Algerien). Sie beansprucht das Gebiet der Westsahara, welches seit dem Abzug von Spanien im Jahr 1975 fast ausschließlich von Marokko verwaltet wird. Marokko erachtet das Gebiet als Teil seines Territoriums. Die Zukunft der Westsahara hängt laut internationalem Recht von einem Referendum ab, über dessen Abhaltung bisher keine Einigkeit erzielt werden konnte. Marokko lehnt mittlerweile die Idee eines Referendums als gescheitert ab und bietet eine Autonomie des Gebietes als Lösung an.
Die Marken dieses Landes werden von der -> UPU nicht anerkannt und gehören somit zu den -> Cinderellas. 

Arbeitsgemeinschaften
Arbeitsgemeinschaften sind Zusammenschlüsse von Sammlern, die sich mit der Erforschung bestimmter philatelistischer Themen beschäftigen.

Archer
Henry Archer erfand 1848 die Zähnungsmaschine, durch welche man Markenbogen mit Zähnungen versehen kann, die das Abtrennen der Marken erleichtern.

Archer Durchstich
Unter einem Archer Durchstich versteht man den vom Briten Henry Archer 1848 hergestellten Versuchsdurchstich der britischen "Penny Reds".

ArGe
Abkürzung für Arbeitsgemeinschaft (Philatelie).

Argentinien
Argentinien ist der zweitgrößte Staat Südamerikas. Es grenzt im Osten an den Atlantischen Ozean, im Westen an Chile, im Norden an Bolivien und Paraguay, und im Nordosten an Brasilien und Uruguay. Der von spanischen Kolonisten stammende Landesname ist vom lateinischen Argentum (für Silber) abgeleitet und kennzeichnet, welche Schätze diese dort einst zu finden glaubten und hofften. Hauptstadt: Buenos Aires
Briefmarkenausgaben seit 1858

lexiko279.jpg (23600 Byte) Kleinbogen aus Argentinien 

AR Gwenan
Vereinsorgan des ehemaligen Club International Des Collectionneurs Apidophiles

lexiko80.jpg (63536 Byte) Mitgliederinfo des "Club International Des Collectionneurs Apidophiles"

Aristeus
griechischer Gott der Imker. Für die alten Griechen waren alle Naturerscheinungen göttlichen Ursprungs. Bienen übten große Faszination aus und ihre Herkunft ist sagenumwoben: Aristeus, Sohn des Gottes Apollo, besaß einen Bienenstock. Doch er wollte Euridike, die Gattin des Orpheus, verführen, diese wies ihn zurück und starb an einem Schlangenbiss. Um sich zu rächen, zerstörte Orpheus den Bienenstock von Aristeus. Die Götter waren über das Fehlverhalten von Aristeus entzürnt. Zu ihrer Besänftigung opferte er ihnen vier Stiere und vier Färsen: ihren Eingeweiden entflogen Bienenschwärme, mit denen Aristeus seinen Bienenstock wieder aufbauen und die Menschen die Imkerei lehren konnte.

Aristeus (Monaco)

Arktis
Sammelgebiet, das in letzter Zeit viele Anhänger gefunden hat. Früher waren Belege von Polarflügen sehr gesucht, aber auch Belege von Forschungsschiffen und -stationen werden gerne gesammelt.

Armenien
Armenia und Arménie findet man als Länderbezeichnung auf den Briefmarken. Von 1858 bis 1918 verwendete es russische Briefmarken, 1918 - 1920 gab es eine unabhängige Republik (russische Marken mit Aufdruck "K. 50 K."), von 1920 bis 1922 Sowjetrepublik mit Überdrucken auf russischen Briefmarken. Danach wurden bis zur Unabhängigkeit in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts die Marken der Sowjetunion verwendet. Hauptstadt: Jerewan
Briefmarkenausgaben von 1919 bis 1923 und wieder seit 1992.

lexiko100.jpg (9621 Byte) Marke aus Armenien

Armenwet
Niederländisch für "Armengesetz". Aufdruck auf Freimarken der Niederlande aus den Jahren 1913/19, die an Wohltätigkeitseinrichtungen zur Freimachung ihrer Post verteilt wurden auf Grund des Armengesetzes vom 22. Januar 1913.

Army Official
Aufdruck des britischen Heeres zur Kennzeichnung seiner Dienstmarken.

Ascher, Dr. Siegfried
Bekannter Philatelist und bedeutender Forscher auf dem Gebiet der Ganzsachen; am 22. Juni 1947 wurde erstmals in New York die "Dr.-Siegfried-Ascher-Medaille" verliehen.

Aserbaidschan 
Aserbaidschan liegt im Kaukasus und grenzt an Russland, Georgien, Armenien und den Iran. Das Land erlangte mit Auflösung der UdSSR 1991 seine Unabhängigkeit. Hauptstadt: Baku
Briefmarkenausgaben von 1919 bis 1923 und wieder seit 1992

lexiko284.jpg (10204 Byte) Marke aus Aserbaidschan 

Asia Minor Steam Ship Co.
Schifffahrtslinie, die im 19. Jahrhundert unter Leitung von Captain Bell zwischen Häfen des östlichen Mittelmeeres den Verkehr unterhielt. 1868 wurden 2 Marken für die zu befördernde Post herausgegeben. Die Werte zu 1 und 2 Piaster waren ungezähnt und in Schwarz auf grünem, glasigem Papier gedruckt.

ASCAT
Association Internationale Editeurs de Catalogues de Timbres-Poste et de Publications Philateliques. Internationaler Verband der Herausgeber von Briefmarkenkatalogen. Ansässig in Bissone, Schweiz

Asociata Filatelistilor din Republica Socialista Romania
Bezeichnung für den Rumänischen Philatelistenverband, der 1958 gegründet wurde und seinen Sitz in Bukarest hat.

Association Internationale

Die Association Internationale des Journalisten Philateliques ist ein Zusammenschluss von Journalisten, die sich mit der Philatelie beschäftigen.

A.S.R.
Stempel oder Aufdruck einer Figur auf Germaniamarken; Machwerk aus Aachen aus dem Jahre 1919.

Assindia '71
Jubiläums-Ausstellung zum 20-jährigen Bestehen der ArGe "Ruhr" in Essen.

Astrophilatelie
Synonym für Weltraum-Philatelie, die sich mit Weltraum-Briefmarken oder auch -Belegen beschäftigt.

Athener Druck
Bezeichnung für die ersten in Athen gedruckten Briefmarken Griechenlands, im Gegensatz zum "Pariser Druck"

Äthiopien
 
Äthiopien - zeitweise auch Abessinien (eigentlich ein kultur-geographischer Begriff, der nur das Hochland bezeichnet) - ist ein Staat im Osten Afrikas. Er grenzt an Eritrea, den Sudan, Kenia, Somalia und Dschibuti / Djibouti. Äthiopien ist ein uraltes Kaiserreich, das bis zur Ausrufung der Republik 1974 bestand. Hauptstadt: Addis Abeba.
Briefmarkenausgaben seit 1894

Marke aus Äthiopien 

ATM
Abkürzung für Automatenmarke; Bezeichnung für Briefmarken, die über Selbstbedienungsautomaten an die Postkunden verkauft werden.

Attems, Maria Viktoria
Österreichische Briefmarkenkünstlerin, geboren am 8. Dezember 1899 in Wien.

Attest
Schriftliches Gutachten eines anerkannten Bundesprüfer über die Echtheit bzw. den Zustand einer Marke; bei wertvollen Marken stets üblich.

Attestkarte
Vordruck (der mit der Briefkarte versandt wurde und in dem von der Bestimmungsort eventuelle Unkorrektheiten festzuhalten waren)

Aufbrauchausgaben
Aus Sparsamkeitsgründen wieder verkehrsgültig gemachte, vordem aus dem Verkehr gezogene Briefmarken. Z. B. wurden 1916 in Schweden Marken von 1872/86 wieder in den Verkehr gesetzt und mit einem Zuschlag versehen.


Audrey Hepburn Wohlfahrtsmarke
Die Wohlfahrtsmarke mit einem Bildnis der US-Schauspielerin Audrey Hepburn (Die Vögel, Frühstück bei Tiffany´s) wurde im Jahre 2001 von der Deutsche Post AG hergestellt allerdings sind bis heute nur drei Briefmarken davon aufgetaucht wodurch sie eine der wertvollsten Briefmarken weltweit ist. Der Wert der drei bislang in der Öffentlichkeit aufgetauchten Exemplare liegt bei mehr als 100.000 Euro.
Aufgrund lizenzrechtlicher Probleme sah sich das Bundesfinanzministerium dazu veranlasst die Herstellung der Audrey Hepburn Wohlfahrtsbriefmarke zu stoppen. Die Deutsche Post AG musste daraufhin die Produktion einstellen und archivierte zwei Bogen der wertvollen Briefmarke.

lexiko485.jpg (29157 Byte)

Aufdruck
Durch nachträgliches Bedrucken wird das ursprüngliche Erscheinungsbild und/oder der ursprüngliche Verwendungszweck der Marke verändert, ohne dabei das Nominale zu verändern.

Aufdruck; Triest "A" 

Aufdruckabart
Bezeichnung für eine Abweichung von der vorgesehenen Ausführung eines Aufdrucks, wobei zwischen Aufdrucktypen, Aufdruckrichtung, Aufdruckfehler, Aufdruckstellung und Aufdruckwinkel unterschieden wird.

Aufdruckfarbe
Farbe, in der ein Aufdruck vorgenommen wird. Meist ist dies die Farbe Schwarz, da sich diese am deutlichsten von der Markenfarbe unterscheidet. Es gibt aber auch blaue, rote, grüne und braune Aufdrucke.

Aufdruckfehler
Ein fehlerhafter Aufdruck entsteht z. B. durch einen Fehler beim Setzen des Aufdrucks oder Überdrucken in einer falschen Farbe bzw. durch Doppelaufdruck, aber auch Aufdrucke auf beiden Markenseiten können vorkommen.

Aufdruckrichtung
Richtung, in der ein Aufdruck auf einer Marke angebracht wird, wobei fünf Grundrichtungen unterschieden werden: waagerecht, senkrecht von oben nach unten, senkrecht von unten nach oben, schräg aufwärts und schräg abwärts.

Aufdruckstellung
Schriftletter (Type), die zum Setzen eines Aufdruck verwendet wird.

Aufdruckwinkel
Winkel, der vom Aufdruck und einer parallel zum Markenunterrand gedachten Linie als Schenkel gebildet wird.

Aufgabestempel
Bei allen der Post eingelieferten Sendungen; gibt den Namen der Postanstalt und die Aufgabezeit an.

Aufheller

Bei der Papierherstellung beigefügt, um das Papier heller erscheinen zu lassen. Im Gegensatz zur Fluoreszenz bzw. Phosphoreszenz für den Philatelisten von geringem Interesse.

Auflage

Bezeichnung für die Gesamtmenge, in der ein Postwertzeichen hergestellt wurde. Bei Briefmarken auch Druckauflage, Menge der Briefmarken, Münzen oder Telefonwertkarten, die erzeugt wird. Die Auflagenhöhe kann auch wichtig für den Wert einer Marke sein.

Auftragsnummer
Laufende Nummer des erteilten Druckauftrags, die auch gelegentlich auf dem Druck- oder Schalterbogen angegeben ist, wie z. B. bei der früheren Reichsdruckerei in Berlin bis 1948 als sog. "Hausauftragsnummer".

lexiko101.jpg (27386 Byte) Auftragsnummer unten rechts (Personalisierte Marke; Österreich)

Auktionskatalog
Verzeichnis aller bei einer Briefmarken-Auktion eingelieferten Lose (Briefmarken, Sammlungen etc.), der auch die Geschäftsbedingungen für die Einlieferung und Versteigerung sowie oft auch Fotos der seltenen Stücke enthält.

Ausbessern
Sammelbegriff für Restaurierungsarbeiten, die den Erhaltungszustand von Briefmarken verändern und das Aussehen verbessern. Nach Art und Umfang unterscheidet man zwischen einer Verschönerung (ohne Eingriff in die Substanz der Marke) und Reparatur (mit Ergänzung oder Eingriff in die Substanz der Marke).

Ausbleichen
Nachlassen der Intensität oder Veränderung des Tons einer Druckfarbe durch Einwirkung von Sonnenlicht.

Ausbrechen
Zerreißen der Perforation zwischen zusammenhängenden Marken in Blocks oder Bogen ohne äußeren Einfluss, was oft besonders bei dicken, weichen oder Büttenpapieren beim Trocknen der Marken unter leichtem Pressdruck passiert. An den Perforationslinien trocknen die Marken schneller als auf der Gesamtfläche.

Ausbügeln
Beseitigen einer Falte oder eines Bugs, was meist durch eine längeres Wasserbad oder mehrmaliges Durchfeuchten mit anschließendem Glätten unter Pressdruck gemacht wird.

Ausfüllen
Reparatur dünner Stellen und kleinerer Löcher im Papier durch Auftragen einer Ergänzungsschicht aus Papierbrei. Die Reparatur ist unter einer Analyselampe häufig schwer feststellbar, wenn der Papierbrei von Marken der selben Ausgabe verwendet wird. Ein Ausfüllen ist auf jeden Fall eine Wertminderung.

Ausgabe
Zu einem bestimmten Zweck oder Anlass erscheinen Postwertzeichen, wobei eine Ausgabe in der Regel mehrere Briefmarken oder Ganzsachen umfassen kann, die ggf. sogar zu verschiedenen Zeitpunkten als Ergänzungswerte erscheinen. Mit dem Begriff ist aber auch die Aushändigung einer Postsendung an einen Empfangsberechtigten gemeint; so gab es z. B. früher Ausgabeschalter für Selbstabholer.

Ausgabedatum
Erscheinungstag eines Postwertzeichens, an dem es erstmals am Postschalter zu kaufen ist. Dieses Datum muss nicht unbedingt gleich dem Ersttag (dem ersten Tag seiner Kursfähigkeit) übereinstimmen.

Ausgabestempel
Bei verschiedenen Postverwaltungen wurden im 19. Jahrhundert sog. Ausgabestempel eingesetzt, mit denen auf der Sendung (beim Brief auf der Rückseite, bei Postkarten meist links unten) die Zustellung vermerkt wurde. Wenn die Zustellung nicht üblich war, galt der Ausgabestempel auch als Vermerk, ab wann die Sendung zur Abholung bereit lag.

Ausgleichen
Das Zusammenfasern ist eine Art der Reparatur von Briefmarken, bei denen die Papierstruktur verletzt ist. Dies geschieht durch Aufrauen oder Aufweichen des Randes und neues Ineinanderfasern der Papiermasse mit nachfolgendem Pressdruck. Das Ausgleichen ist unter einer Analyselampe nicht immer leicht erkennbar, bedeutet aber auf jeden Fall eine Wertminderung.

Aushilfsausgaben
Bezeichnung für 4 österreichische Briefmarkenausgaben, die nach der Besetzung durch Nazi-Deutschland durch Überdruck von deutschen Briefmarken entstanden.

Auslandslinien
Schiffe, die die deutsche Reichspostflagge führten, benutzten deutsche Briefmarken, beförderten auch Briefe des Auslandes und entwerteten diese mit einem Poststempel mit der Bezeichnung "...-Linie". Die bekanntesten Auslandlinien waren Ostasiatische Linie, Neu-Guinea-Linie, Australien-Linie, Bombay-Linie, Mittelmeer-Linie. Schiffe der Woermann-Linie führten ab August 1882 die Reichspostflagge und benutzten erstmalig im Februar 1863 die Briefmarken des Deutschen Reiches.

Ausschlachten
Umgangssprachliche Bezeichnung für das Auflösen und Auswerten einer Sammlung, um die Stücke für die eigene Sammlung zu verwenden oder aber durch Tausch oder Verkauf an andere weiter zu geben.

Ausschnitt
Aus einer Ganzsache ausgeschnittener Teil mit eingedrucktem Wertstempel.

Ausschnitt (Slowenien)

Ausstellung, Internationale
Philatelistische Ausstellung gemäß dem Ausstellungsreglement der FIP.

Ausstellung, Lokale
(Rang III), Philatelistische Ausstellung. Das sind Ausstellungen mit einer Rahmenfläche von 101 - 200m².

Ausstellung, Nationale
(Rang I), Philatelistische Ausstellung. Das sind Ausstellungen mit einer Rahmenfläche von über 500m².

Ausstellung, Regionale
(Rang II), Philatelistische Ausstellung. Das sind Ausstellungen mit einer Rahmenfläche von 201 - 500m².

Ausstellungskarte
Auch Erinnerungskarte. Karte, die von einer Postverwaltung anlässlich der Teilnahme an einer philatelistischen Ausstellung verausgabt wird und als Bestätigung den zugehörigen Ausstellungsstempel trägt. In der Regel können Ausstellungskarten nur am jeweiligen Ausstellungsort erworben werden.

Ausstellungskatalog
Verzeichnis aller auf einer Ausstellung gezeigten Sammlungen.

Ausstellungsrahmen
Schautafel für philatelistische Zwecke mit Abdeckscheiben und Sicherungen zur Verhinderung unberechtigter Entnahme, in der die Albumblätter senkrecht stehend oder schräg liegend gezeigt werden können. Im Allgemeinen passen 12 bis 16 Blätter in einen Ausstellungsrahmen.

Ausstellungsreglement
Für die Teilnahme an einer Ausstellung gibt es festgelegte Richtlinien, die auch in verschiedene Kategorien und Klassen untergliedert sind.

Austria-Philatelist
Älteste und lange Zeit einzige philatelistische Fachzeitschrift in Österreich. Gegründet im Jahr 1945 von Adolf Kosel.

Australien 
Australien ist der flächenmäßig sechstgrößte Staat der Erde. Es liegt auf der Südhalbkugel nordwestlich von Neuseeland und südlich von Indonesien, Osttimor, West-Papua und Papua-Neuguinea und umfasst die Hauptlandmasse des Kontinents Australien sowie die vorgelagerte Insel Tasmanien und einige kleinere Inseln. Darüber hinaus gehören noch die pazifische Norfolkinsel, die Kokosinseln, die Weihnachtsinsel und die Ashmore- und Cartier-Inseln im Indischen Ozean sowie das australische Antarktisterritorium und die subantarktischen Inseln Macquarieinsel und Heard- und McDonald-Inseln als „Außengebiete“ zum Australischen Bund.
Der australische Staatenbund hat sich aus sechs Kronkolonien gebildet – Neusüdwales,  Queensland, Südaustralien, Tasmanien, Victoria, Westaustralien. Alle Kronkolonien brachten bis etwa 1912 (incl. einer Übergangszeit) eigene Briefmarken heraus.
Briefmarkenausgaben seit 1913

lexiko283.jpg (18046 Byte)

Australien - Neusüdwales 
Neusüdwales war britische Kronkolonie bis es 1901 zum Teilstaat des australischen Bundes wurde. Die Hauptstadt war Sydney. 
Briefmarkenausgaben von 1850 bis 1907.
Der australische Staatenbund hat sich aus sechs Kronkolonien gebildet – Neusüdwales,  Queensland, Südaustralien, Tasmanien, Victoria, Westaustralien. Alle Kronkolonien brachten bis etwa 1912 (incl. einer Übergangszeit) eigene Briefmarken heraus.

lexiko282.jpg (13292 Byte)

Australien - Queensland
Die Europäer entdeckten Queensland erstmals in den 1600er Jahren. Es gehörte bis 1851 zu New South Wales und wurde erst 1859 von Queen Victoria vollständig als eigenes Bundesland etabliert. Vom 3. September 1824 bis zum 10. Dezember 1859 war die britische Kolonie Queensland Teil von New South Wales. Queensland wurde am 1. Januar 1901 ein Bundesstaat von Australien ('Australian Commonwealth').
Briefmarkenausgaben von 1860 bis 1907.
Der australische Staatenbund hat sich aus sechs Kronkolonien gebildet – Neusüdwales,  Queensland, Südaustralien, Tasmanien, Victoria, Westaustralien. Alle Kronkolonien brachten bis etwa 1912 (incl. einer Übergangszeit) eigene Briefmarken heraus.


lexiko281.jpg (18167 Byte)

Auswahldienst
Philatelistischer Dienst, der Kaufsendungen zur Auswahl verschickt. Ein Auswahldienst kann als Kommissionär, der Einlieferungen von Sammlern annimmt, oder aber auch selber als Anbieter mit eigenem Material auftreten.

Auswahlheft

Heft zum Einkleben von Briefmarken sowie mit Rubriken zum Eintragen der Katalognummer und des Preises, das an Interessenten verschickt werden kann. Der Umfang beträgt i. d. R. 16 - 24 Seiten.

Auswahlkriterien
Da bei allen Postverwaltungen mehr Themenvorschläge für Briefmarkenausgaben eingehen als verwirklicht werden können, werden diese Vorschläge auf bestimmten Kriterien hin überprüft und so die Anzahl der Vorschläge entsprechend reduziert. In Österreich z.B. werden Persönlichkeiten nur anlässlich runder Jubiläen, die durch 25 teilbar sind, geehrt.

Auswechselungspostamt
Dienststelle einer Postverwaltung an der Landesgrenze, auf Flughäfen oder Seehäfen, die für den grenzüberschreitenden Postverkehr zuständig ist)

Auszahlungsschein

Formblatt bei altdeutschen Postverwaltungen, auf dem der Empfänger den ordnungsgemäßen Erhalt der auf einem Geldbrief ausgezahlten Summe bestätigt.

Automatenmarke
Bezeichnung für Briefmarken, die über Selbstbedienungsautomaten an die Postkunden verkauft werden.
Automatenmarken gibt es seit 1969. Es sind - gemäß dem Beschluss der UPU in Hamburg 1984 - Portofreimarken, die aus elektronisch gesteuerten Wertzeichenautomaten ausgedruckt werden.
In der Regel erhält der Postkunde nach Bezahlung (durch Münzeinwurf oder Banknoten, Chipkarten etc.) eine im Gerät direkt auf Papier ausgedruckte Marke, die in allen funktionalen Teilen (Wert- und Landesangabe, Posthoheitssymbole etc.) den üblichen Freimarken entspricht.

lexiko104.jpg (13732 Byte) Automatenmarken (Bundesrepublik Deutschland)

Automatenzähnung
Besondere Art der Zähnung, bei der meistens ein oder zwei Löcher ausgelassen werden, um das vorzeitige Abreißen der Marken von den Rollen zu vermeiden; bekannt von Danzig, Niederlanden, Schweden und USA.

Automobil-Postbüro
Einrichtung der schweizerischen Postverwaltung zu besonderen Gelegenheiten, wie z. B. Ausstellungen und Bundesfeiern. Am 5. September 1937 erschien sogar eine Sondermarke, die ein Postauto zeigt.

Avis de paiement
Französische Bezeichnung für Geldempfangsbestätigungsmarke.

Avis de reception
Französische Bezeichnung für Empfangsbestätigung, wobei es sich um einen Rückschein oder um sog. Rückscheinmarken handeln kann.

lexiko105.jpg (19310 Byte) Rückschein / Avis de Reception

Average condition
Englisch für verschiedene Erhaltungsstufen.

Average copy
Englisch für durchschnittliches Exemplar.

Ax-Heu
Das Kürzel "Ax-Heu" steht für die Deutschen Werner und Maria von Axter-Heudtlass und findet sich auf allen Ausgaben der 1943 hergestellten Azad Hind Serie

Axmann, Josef
Österreichischer Briefmarkenkünstler, geboren am 7. März 1793 in Brünn, gestorben am 9. November 1873 in Salzburg. Ihm sind die Zeitungsmarken von 1851/56 (Merkurköpfe) zu verdanken.

Azad Hind
Azad Hind bedeutet "Freies Indien" und bezeichnet einen Satz von 6 Briefmarken, den das Deutsche Reich 1943 herstellte, um die Indian National Army unter Subhas Chandra Bose zu unterstützen.
Die Gestaltung dieser Propagandamarken wurde von den Deutschen Gespann Werner und Maria von Axter-Heudtlass vorgenommen, die auch schon weitere Motive, wie die Serie WHW 1938 oder den Kameradschaftsblock von 1939 für das Deutsche Reich entwarfen.
Spuren davon finden sich auch auf den Markenmotiven: Das Kürzel "Ax-Heu" findet sich auf allen Marken entweder oben links oder unten links im Markenbild.
Obwohl im folgenden 12 Millionen Exemplare von der staatlichen Reichsdruckerei in Berlin hergestellt wurden, gelangten die Briefmarken jedoch aus politischen Gründen nie in den Umlauf: Die Indian National Army konnte keinerlei militärische Erfolge vorweisen und Gebiete besetzen, so dass die Marken nie gebraucht wurden und die Vorräte nach dem Krieg unversehert aufgefunden wurden.
Nach Ende des Zweiten Weltkriegs sind Fälschungen dieses Satzes, unter anderem aus Thailand, hergestellt und zum Schaden der Sammler in Umlauf gebracht worden.


Azoren (Portugal)
Die Azoren sind eine Gruppe von neun größeren und mehreren kleineren portugiesischen Inseln, die im Atlantik zwischen Europa und Nordamerika liegen. Verwaltungstechnisch sind die Azoren in einer autonomen Region Portugals zusammengefasst, der Região Autónoma dos Açores.  Trotz ihrer weiten Entfernung vom europäischen Festland sind sie als portugiesische Inseln der Europäischen Union zugehörig. Hauptstadt: Ponta Delgada
Briefmarkenausgaben von 1868 bis 1930 und wieder seit 1980

lexiko413.jpg (16529 Byte) Marke von den Azoren

 

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Letzte Änderung am 23. Januar 2009

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Letztes Update / Last Update  23. Januar 2009