Api-Phila - Lexikon
Buchstabe "C"
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C.A.
Abkürzung für "Crown Agency". Wasserzeichen auf Briefmarken britischer Kolonien.

Cachet
Englische und französische Bezeichnung für postamtliche oder private Bestätigungsstempel. Diese zumeist von privater Seite (und selten von der Post) angefertigten Stempel dienen weniger der Markenentwertung. Vielmehr weisen sie auf eine besondere Beförderungsart der Sendung hin, beispielsweise einen Eröffnungsflug oder eine Postkutschenfahrt. Einer der frühesten Bestätigungsstempel kam 1911 anlässlich der ersten Luftpostbeförderung in Indien zum Einsatz.

Cancellation
engl.: Abstempelung

Caisse d'Amortissement
Bezeichnung für Zuschlagmarken der Staats-Schuldentilgungs-Kasse Frankreichs.

Caja postal de ahorros
Spanisch für Postsparkasse, aber auch für die Postsparmarken Spanien von 1916/28, die auch als Freimarken verwendet werden durften.

Caritas-Marken
In Westeuropa verbreitete Bezeichnung für Freimarken mit Zuschlag für wohltätige Zwecke. Der Begriff stammt vom Caritas-Verband, der 1897 in Freiburg/Breisgau gegründet wurde und für dessen Hilfsaktionen oft Zuschlagserlöse verwendet wurden.

Für die Jugend (Bundesrepublik Deutschland)

Carlistenpost
Im Sommer 1837 in den Nordprovinzen Spaniens verwendete Dienstpostwertzeichen der Bewegung des Kronprätendenten Don Carlos.

Carriermarken
Vorläufer der USA-Briefmarken, wobei es sich meistens um halboffizielle Postzustellungsmarken handelte (ähnlich den Stadtpostmarken). Carriermarken gab es z. B. in Baltimore, Boston, Charleston, Louisville, New York und Philadelphia.

Carrierpost
Englische Bezeichung für Lokalpost.

Carrierstempel
Poststempel in den USA um 1850, mit denen die Briefzustelulng im Ort durch Bedienstete der staatlichen Post kenntlich gemacht wurde.

Carta Postale Bollate
Erste, in Sardinien 1819 verwendete Ganzsache; Briefbogen mit blauen Stempeln zu 15, 25 und 50 Centesimi. Die 2. Ausgaben 1820-1836 war mit farblosem Prägedruck. Sardinien war ein bis 1860 mit der Provinz Piemont und der Insel Sardinien vereintes Königreich. 1818 bestimmte ein königliches Dekret, dass alle durch die Staatspost beförderten Briefe auf diesem postalisch gestempelten und "offiziellen" Papier geschrieben werden mussten.

C.C.
Abkürzung für "Crown Colony". Wasserzeichen auf Briefmarken britischer Kronkolonien.

CCCP
kyrillische Abkürzung für Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (deutsch: UDSSR). Inschrift auf Münzen und Briefmarken.

Bär räubert einen wilden Bienenstock (Ex-UDSSR)

C.E.F.
Abkürzung für "Cameroon Expeditionary Force". Aufdruck auf Marken der deutschen Kolonie Kamerun, Schifftype 1915. Auch Abkürzung für "China Expeditionary Force". Aufdruck auf Marken von Britisch-Indien für die britisch-indische Feldpost in China 1900.

Centime-Aufdrucke
Philatelistische Bezeichnung für die von der Deutschen Post in der Türkei verwendeten Briefmarken in französischer Währung

CEPT
Abkürzung für frz. Conferenze Europeenne des Administrations des Postes et Telecommunications. Zu deutsch etwa: Europ. Konferenz der Verwaltungen für Post und Fernmeldewesen.

Ceskoslovensko
Eigenname der Tschechoslowakei. Inschrift auf Münzen und Briefmarken.

tschec39.jpg (24267 Byte) Marke der ehemaligen Tschechoslowakei

Ceylon
Sri Lanka (bis 1972 Ceylon) ist ein südasiatischer Inselstaat im Indischen Ozean. In der Neuzeit verlor Ceylon seine Eigenständigkeit und wurde mehrfach von europäischen Kolonialmächten in Besitz genommen. Zunächst eroberte Portugal 1518 die Insel. Nachdem Colombo bereits zwei Jahre zuvor niederländisch wurde, fiel auch der Rest der Insel 1658 an die Oranier. 1796 begann die britische Herrschaft über Ceylon, das 1803 den Status einer Kronkolonie erhielt. Nachdem 1815 das Königreichs Kandy geschlagen und der letzte singhalesische König, Wikrama Rajasingha, verhaftet und nach Indien verbracht wurde und nach der Niederschlagung mehrerer Aufstände wurde die Insel 1818 vollkommen britisch. Im Juni 1947 wurde Ceylon britisches Dominion, am 4. Februar 1948 schließlich unabhängig innerhalb des Britischen Commonwealth. Am 22. Mai 1972 wurde Ceylon eine Republik und gab sich den Namen Sri Lanka.
Briefmarkenausgaben von 1857 bis 1972

lexiko304.jpg (15330 Byte)  FDC aus Ceylon


C.G.H.S.
Abkürzung für "Commission Générale Haute-Silésie". Aufdruck der Abstimmungskommission im Abstimmungsgebiet Oberschlesien nach dem 1. Weltkrieg.

Chakassien 
Chakassien ist eine Republik im Süden des Föderationskreises Sibirien von Russland. Die Hauptstadt Abakan liegt am südlichen Ende des Krasnojarsker Stausees am Jenissei.
Die Marken dieses Landes werden von der -> UPU nicht anerkannt und gehören somit zu den -> Cinderellas. 

Chalkographie
Bezeichnung für Kupferstechkunst, aber auch für einen Kupferstich.

Chalmers, James
James Chalmers lebte von 1782 bis 1853 und stellte 1834 die ersten "Briefmarken" her. Zwischen ihm und Rowland Hill kam es deshalb zum Streit um die Urheberschaft.

Champion, Théodore
Der Schweizer Champion war ein bedeutender Briefmarkensammler und -händler, der in Frankreich den Yvert-Tellier-Champion-Katalog herausgab. Er wurde 1871 geboren und starb 1954 in seiner Heimat Genf.

Chargé
Eingeschrieben (in Frankreich auch versichert) (Verwendet bis zirka 1870); auch heute noch übliche Bezeichnung in der Schweiz für eingeschriebene Briefe.

Chargé-Stempel
Stempel zur Kennzeichnung von "chargierten" (= eingeschriebenen) Briefen der französischen Post bzw. verschiedener europäischer und altdeutscher Postverwaltung (z. B. Bayern, Thurn und Taxis) im 19. Jahrhundert.

Chargé-Striche
Früher gebräuchliche Form der Kennzeichnung von eingeschriebenen Briefen und Wertbriefen. In Frankreich waren diese Striche schon im 18. Jahrhundert üblich, bei den meisten altdeutschen Postverwaltungen wurden sie Anfang des 19. Jahrhunderts eingeführt.

Chauseegeld
Wegegeld für die Benutzung von Wegen, insbesonder befestigten Straßen und Brücken.

Chemins de fer
Französische Bezeichnung der belgischen Eisenbahnpaketmarken 1879/95.

Chiffre-taxe
Gattungsbegriff für Portomarken von Frankreich und verschiedenen ehemaligen französischen Gebieten 1859/1961 sowie einiger anderer Länder (z. B. Haiti seit 1898, Türkei 1914/23).

Chile 
Chile ist ein Staat im Südwesten Südamerikas. Das Land grenzt im Westen und Süden an den Pazifischen Ozean, im Norden an Peru, im Nordosten an Bolivien und im Osten an Argentinien. Des Weiteren gehören zu Chile noch die im Pazifik gelegene Osterinsel (Rapa Nui), die Juan-Fernández-Inseln (einschließlich der Robinson-Crusoe-Insel), die Inseln San Felix und San Ambrosio, die Insel Salas y Gómez sowie die Diego-Ramirez-Inseln. Ferner beansprucht Chile einen Teil der Antarktis. Hauptstadt: Santiago
Briefmarkenausgaben seit 1853

lexiko305.jpg (26086 Byte)  Marke aus Chile

China
China, das zur heutigen Zeit bevölkerungsreichste Land der Erde, war bis 1912 und nochmals von 1915 bis 1922 ein Kaiserreich, zwischenzeitlich Republik. Von 1916 bis 1949 gab es Bürgerkriege, die mit der Errichtung der Volksrepublik China am 1. Okt 1949 und der Vertreibung der republikanischen Regierung nach Taiwan (Formosa) endeten. Die hier gezeigten Marken sind alle in der Volksrepublik China erschienen. Hauptstadt: Peking.
Briefmarkenausgaben seit 1949

lexiko306.jpg (7302 Byte)   Marke aus China

Chinapapier
Faserig rauhe Papiersorte, wobei Bambusrohr oder Reisstroh als Zellstoffbasis dient. Für Briefmarken wurde Chinapapier z. B. 1986/1900 in Nepal verwendet.

China Philatelic Company
Die vom Ministerium für Post- und Fernmeldewesen der Volksrepublik China gegründete staatliche Handelsstelle für alle philatelistischen Belange. Die Company wurde 1968 aufgelöst.

Cholerabrief
Bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts hinein geläufige Bezeichnung für desinfizierte Post aus Seuchengebieten.

lexiko494.jpg (18440 Byte)

Cholerastempel
Zur Zeit der Choleraepidemien auf jedem durch Räuchern desinfizierten Brief abgeschlagener besonderer Stempel (so z. B. Bayern 1905, 1831, Thurn & Taxis, Preußen etc.).

Christkindl
kleiner Ort bei Steyr/Oberösterreich, in welchem seit 1950 in der Weihnachtszeit ein himmlisches Sonderpostamt mit Sonderpoststempeln eingerichtet wird.

lexiko37.jpg (23930 Byte) Postamt "Christkindl"

Christkindl-Leitzettel
"über Christkindl"

Christkindl-Stempel
Seit 1950 verwendet der österreichische Ort Christkindl diesen besonderen Stempel zur Weihnachtszeit.

Christmas Island
Die Weihnachtsinsel, in der die "Central Pacific Cocoanut-Plantations"-Gesellschaft 1917 und 1936 je eine Marke verausgabe, die für den privaten Postdienst verwendet wurde. Zwischenzeitlich gibt die Insel eigene Marken heraus.

Chromolithografie
Mehrfachsteindruck von mehreren, der Anzahl der verwendeten Farben entsprechenden Drucksteinen. dieses Verfahren wurde z. B. 1911 in Bayern für die Sonderausgabe "Luitpold 25 Jahre Prinzregent" verwendet.

Chuchin-Katalog
In Russland gebräuchlicher Katalog

lexiko1.jpg (10600 Byte) Russischer Chuchin-Katalog

Cierro oficial
Vermerk und Inschrift von Verschlussmarken amtlicher verschlossener Sendungen in den spanisch sprechenden Ländern, wie z. B. Chile, Mexiko, Nicaragua und San Salvador.

C.I.H.S.
Abkürzung für "Commission Interalliée Haute-Silésie". Der blaue Handstempel-Aufdruck auf deutschen Marken wurde von der französischen Besatzungsbehörde in Oberschlesien vorgenommen.

Cindarella(s)
Immer wieder erscheinen illegale Ausgaben verschiedener Länder (meist aus Afrika oder Ex-UDSSR-Staaten), hergestellt von Agenturen in Belgien, Großbritannien und Litauen. Diese Ausgaben werden von den staatlichen Stellen der jeweiligen selbst nicht als Postwertzeichen anerkannt, gehören somit zu den Cinderellas und werden aus eben diesen Grund in den offiziellen Katalogen nicht gelistet.
Zum Teil werden auch "neue Phantasie-Länder" geschaffen wie z.B. der Staat "Liegerland"

lexiko69.jpg (52028 Byte) Schöner Kleinbogen mit Bienen, doch leider ohne philatelistischen Wert

C.I.S.
Anfangsbuchstaben der "Commission Interalliée Slesvig". Aufdrucktext auf Marken von Schleswig 1920.

C.I.T.E.X.
Bezeichnung für die Gedächtnisausstellung "Exposition du Centenaire du timbre francais" zur Feier 100 Jahre frz. Briefmarken.

Citex-Block
Bezeichnung für den anlässlich der Gedächtnisausstellung "Exposition du Centenaire du timbre francais" zur Feier 100 Jahre frz. Briefmarken herausgegebenen Kleinbogen.

Club International Des Collectionneurs Apidophiles
Internationaler Club (ehemals Frankreich, jetzt USA) von Bienenmarken-Sammlern, Ansprechpartner unbekannt

Codierungsstreifen
=Linearcodierung
Im Briefzentrum aufgedruckte, heute in Orange gehaltene Strichcodeleiste, die das maschinelle Sortieren und Befördern der Postsendungen ermöglicht.
Was heute Linearcodierung bei der DP AG genannt wird, hatte einen Vorläufer. Es waren dies die schwarzen Codierungen, die damals (Ende der 70er und Anfang der 80er) Steuerstriche genannt wurden und womit die automatische Briefsortierung ihren Ausgang nahm.

lexiko94.jpg (3910 Byte) Codierstreifem

Colis Postal
Französische Bezeichnung für Paketmarke.

Collector
Die Wortbedeutung kommt aus dem Englischen und heißt "Sammler".

Communicaciones
Bezeichnung für die Freimarkenausgaben von Spanien 1870/78 und 1889/99 ohne Landesbezeichnung.

Computer-Briefmarke
Service der Post-AG ab August 2008. Unter www.internetmarke.de können die Kunden ab sofort aus mehr als 100 verschiedenen Motiven wählen und diese für ihre nationalen und internationalen Brief- und Warensendungen verwenden. Bis die fertige Briefmarke auf dem Schreibtisch liegt, sind nur drei Schritte nötig: Anzahl, Wert und Bild auswählen, die gewünschte Bezahlart anklicken und die Marke ausdrucken.

aktuel24.jpg (35284 Byte)  Screen-shoot der Post-AG

Connell-Marke
Vom damaligen Provinzpostmeister Cahrles O'Connell in der kanadischen Provinz Neubraunschweig im Jahre 1863 eigenmächtig hergestellten schwarzbraunen Freimarke zu 5 Cent mit seinem Porträt. Er wurde daraufhin als Postmeister abgelöst und die Marken wurden von seinem Nachfolger eigenhändig verbrannt. Einige Bogen sind allerdings der Vernichtung entgangen und sind heute als nicht verausgabte Marken gesuchte Raritäten.

Contact Group Bee Philately
Internationaler Club (aus Holland) von Bienenmarken-Sammlern, Ansprechpartner Jan de Crom  


Cossmann, Prof. Alfred
Österreichischer Briefmarkenkünstler und -stecher, gest. am 31. März 1951. Ihm sind die Eilmarken von 1916 (ANK 217/218) und Dauermarkenausgabe von 1917 (ANK 221/224) zu verdanken.

Control
Österreichischer Ovalstempel, der die Kontrolle der Sendung auf richtige Berrechnung des Postos anzeigt. Dieser Stempel wurde Mitte des 19. Jahrhunderts besodners im grenzüberschreitenden Verkehr verwendet.

Control-Marke
Inschrift einer Markenausgabe der Privatbeförderungsanstalt Richard Müller in Auerbach und Falkenstein aus dem Jahre 1886 sowie der Dresdner Verkehrsanstalt Hansa aus dem Jahre 1888.

Corbould, Henry
Schöpfer des Bildes der Königin Viktoria auf der ersten Marke der Welt.

Correo Giro
Postanweisungsmarke Spaniens, die philatelistisch zugelassen und sammelwürdig ist.

Correos
Spanisches und portugiesisches Wort für Post.

Correspondenz-Karte
Offizielle Bezeichnung für eine Postkarte bei Einführung in Österreich 1869 und im Norddeutschen Postbezirk 1870. Auch verschiedene Privatpostanstalten benutzten häufig diesen Begriff.

Costa Rica
Costa Rica (span. für „Reiche Küste“, früher auch „Kostarika“) ist ein Staat in Mittelamerika. Er grenzt im Norden an Nicaragua und im Süden an Panama. Begrenzt wird Costa Rica im Osten durch die Karibik und im Westen durch den Pazifik. 1948 schaffte Costa Rica das Militär ab, ist seitdem neutral und verwendet die frei gewordenen Mittel für soziale und ökologische Zwecke. Hauptstadt: San José.
Briefmarkenausgaben seit 1862

Coupon Résponse International
Bezeichnung für "Internationaler Antwortschein". Dieser dient zur Zahlung des Briefportos, vom Absender vorgenommen, zugunsten des Empfängers, der gegen Ablieferung des Coupons die der einfachen Frankatur eines Auslandsbriefes entsprechende Briefmarke ausgefolgt bekommt.

Courier
Inschrift auf Privatpostmarken der Privatbeförderungsanstalten verschiedener Städte in Deutschland, wie z. B. Aachen, Dresden, Essen, Düsseldorf, Kassel, Leipzig, Magdeburg und Spandau zwischen 1886 und 1900.

Crash Covers
Bezeichung für Poststücke, die nach einem Flugzeugabsturz geborgen werden und entweder amtliche Stempelhinweise über diese Bergung aufweisen oder aus deren Abgangs- und Routenstempel einwandfrei bewiesen werden kann, dass sie aus derartigen Postsendungen stammen.

Crawford, James Lindsay
Earl of Crawford (1847-1913). Vorsitzender der Royal Philatelic Society, der seine philatelistische Bibliothek dem Brit. Museum vermachte. Ihm zu Ehren gibt es die Crawford-Medaille für Verdienste um die Philatelie.

CTO
Englischsprachige Abkürzung für "cancelled to order", eine Form der Vorausentwertung durch Stempel, ohne dass die Briefmarken tatsächlich postalisch gebraucht sein müssen.

 

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Letzte Änderung am 23. Januar 2009

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