Api-Phila - Lexikon
Buchstabe "D"

Dänemark
Königreich nördlich von Deutschland. Eigene Briefmarkenausgaben seit 1. April 1851.

D-Stempel
während des 2. Weltkrieges von der österreichischen Zensurstelle verwendete Stempel. Sie dienten zur besonderen Kenntlichmachung der abgehenden und ankommenden Diplomatenpost. Diese Post wurde nicht zensiert.

Dachauer, Prof. Wilhelm
Österreichischer Briefmarkenkünstler, geb. 1881 in Ried, gest. am 26. Februar 1951 in Wien. Sein Werk umfaßt Briefmarken der I. und II. Republik.

Dachziegel-Frankatur
Vielfachfrankatur, bei denen sich eine große Anzahl von Briefmarken, sich gegenseitig überdecken, auf die Sendung geklebt wird.

Dagestan 
Das im Nordkaukasus gelegene Dagestan ist seit 1991 eine Republik in Kaukasien im südlichen Teil Russlands. Der Name bedeutet "Bergland". Die Republik grenzt im Süden an Georgien und Aserbaidschan, im Westen an Tschetschenien und im Norden an Kalmykien und die Region Stawropol. Im Osten besitzt es eine lange Küste am Kaspischen Meer. Die wichtigsten Flüsse sind der Terek, der Sulak und der Samur, der Grenzfluss zu Aserbaidschan. In Dagestan liegt der südlichste Punkt der Russischen Föderation.
Die Marken dieses Landes werden von der -> UPU nicht anerkannt und gehören somit zu den -> Cinderellas. 

Damenformat
Bezeichnung für das Format 147 : 63 mm bei Briefumschlägen von Thurn und Taxis, die 1865 in Silbergroschen- und Kreuzerwährung verausgabt wurden.

Dänemark 
Das Königreich Dänemark ist ein Staat, dessen Mutterland zwischen Skandinavien und Mitteleuropa etwa 43.000 km² Fläche umfasst, von denen ungefähr ein Drittel auf die insgesamt 405 Inseln entfällt. Neben dem beschriebenen Mutterland gehören zum Königreich Dänemark und der NATO, jedoch nicht zur EU, die weitgehend autonomen Gebiete Grönland und die Färöer. Hauptstadt: Kopenhagen
Briefmarkenausgaben seit 1851

lexiko317.jpg (78320 Byte) Dänischer AFS mit Bienenkorb

Dänemark - Färöer Inseln
Die Färöer sind eine im Mittelalter entdeckte und besiedelte Inselgruppe im Nordatlantik zwischen den Britischen Inseln, Norwegen und Island. Von den 18 Inseln sind, mit Ausnahme von Klein-Dimun, alle permanent bewohnt. Die Färöer sind, wie Grönland, eine gleichberechtigte Nation innerhalb des Königreichs Dänemark, bereits seit 1948 weitgehend autonom und haben mit dem Løgting eines der ältesten Parlamente der Welt. Hauptstadt: Tórshavn
Briefmarkenausgaben 1919 Regionalausgabe, 1940/41 Britische Besetzung, seit 1975 Regionalmarken

lexiko318.jpg (27698 Byte) Markenheft der Färöer Inseln


DAPOSTA
Abkürzung für "Danziger Landespostwertzeichen-Ausstellung 1937".

DARS
Die Demokratische Arabische Republik Sahara (DARS) wurde im Verlaufe des Westsaharakonfliktes 1976 von der POLISARIO ausgerufen (auch Arabische Saharauische Demokratische Republik genannt). Die DARS ist eine Exilregierung und hat ihren Sitz in Tindouf (Algerien). Sie beansprucht das Gebiet der Westsahara, welches seit dem Abzug von Spanien im Jahr 1975 fast ausschließlich von Marokko verwaltet wird. Marokko erachtet das Gebiet als Teil seines Territoriums. Die Zukunft der Westsahara hängt laut internationalem Recht von einem Referendum ab, über dessen Abhaltung bisher keine Einigkeit erzielt werden konnte. Marokko lehnt mittlerweile die Idee eines Referendums als gescheitert ab und bietet eine Autonomie des Gebietes als Lösung an.
Die Marken dieses Landes werden von der -> UPU nicht anerkannt und gehören somit zu den -> Cinderellas. 

DASV
Abkürzung für Deutscher Altbriefsammler-Verein.

Datapost
Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für EMS

date cancel

engl. für Tagesstempel

lexiko131.jpg (18083 Byte)  Tagesstempel aus "Bienenbüttel"

Datumsecke
Meist rechtes unteres Eckstück eines Schalterbogens mit Druckdatum auf dem Bogenrand. Die Datumsecke kam vor allem in Frankreich seit 1900 und bei Marken der ehemaligen französischen Besatzungszonen in Deutschland (FRZ 1945/49, Saarland bis 1956) vor. In Frankreich werden Datumsecken in Viererblocks gesammelt.

Datumsfälschung
Abstempelung von Postwertzeichen mit einem echten Poststempel, der jedoch auf ein anderes Datum als den tatsächlichen Zeitpunkt der Abstempelung eingestellt (also vor- oder rückdatiert) ist.

Dauermarke
Eine für einen längeren Verwendungszeitraum bestimmte Marke, ohne festgelegte Auflagezahl, die in mehreren Teilauflagen, je nach Bedarf, gedruckt wird.

Dauth, H. J.
Buchbinder, Briefmarkenhändler und bekannter Philatelist (1846-1903) und Spezialist für Thurn & Taxis. Dauth entwickelte 1881 den Klebefalz. Ab 1882 war er Verleger der Zeitschrift "Universum, Internationales Fachblatt für den Briefmarkenhandel". 1886/87 betrieb er das Privatbeförderungsunternehmen "Drucksachen- u. Circular-Beförderung Dauth" in Frankfurt/Main und gab eigene Privatpostmarken heraus.

DAVO
Hersteller von Zubehör.

DBP
Abkürzung für Deutsche Bundespost.

DBZ
Abkürzung für Deutsche Briefmarkenzeitung

DDR
siehe Deutsche Demokratische Republik

DDR-Wasserzeichen
Sammelbezeichnung für die seit 1952 bei der Herstellung der Briefmarken verwendeten Wasserzeichen, die die Schriftzeichen DDR neben einem Posthorn oder vierseitig um eine Kreuzblume angeordnet zeigen

D.D.S.G.
Abkürzung für "Donau-Dampfschifffahrts-Gesellschaft", die auch Privatpostmarken verausgabte.

Dead Letter Office
Englische Bezeichnung für Rückbriefstelle bzw. Nachforschungsstelle in englischsprachigen Ländern.

Déboursés-Stempel
Bezeichnung für Auslagen Stempel mit Inschrift, die die französische Post zu Anfang des 19. Jahrhunderts auch in den von Napoleon I. besetzten deutschen Ländern (z. B. Braunschweig, Hannover, Hamburg) zur Kennzeichnung von Sendungen mit Postverschuß eingeführt hatte.

DEBRIA
Abkürzung für "Deutsche Briefmarken-Ausstellung".

Debriablock
Sonderblock der Deutschen Post der DDR (1950 in Leipzig, anlässlich der DEBRIA).

Dederonblock
Bezeichnung für den auf Dederongewebe gedruckten Sonderblock der DDR aus dem Jahre 1963 zum "Tag des Chemiearbeiters".

Defraudation
Aus dem Lateinischen abgeleitete Bezeichnung für Postgebührenhinterziehung.

Deklaration
In altdeutschen Postverwaltungen des 18./19. Jahrhunderts übliche Bezeichnung für die Wertangabe bei Wertbriefen.

Delcampe

Internetplattform für Sammler (speziell für Philatelisten)

Delmenhorster Häuschen
Bezeichnung für den sehr seltenen Aushilfsstempel in ovaler Form, der in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Delmenhorst (Großherzogtum Oldenburg) gelegentlich verwendet wurde. Der Stempel zeigt ein Mauernstück mit Wachturm, weshalb er auch schon mal als Türmchenstempel bezeichnet wird.

Demonetization
Englische Bezeichnung für die Ungültigkeitserklärung ungebrauchter Postwertzeichen.

Departementstempel
Bezeichnung für die in von Frankreich besetzten deutschen Gebieten zu Beginn des 19. Jahrhunderts gebräuchlichen Poststempel, die außer dem Ortsnamen entsprechend der Aufteilung des Landes in Departements auch Departementsnummern aufweisen.

Départe-Stempel
Besonderer Poststempel in Frankreich (19. Jahrhundert) für nach Schalterschluß bzw. Briefkastenleerung gegen Sondergebühr noch zur Abfertigung kommende Briefpost. In Ländern wie der Türke wurde ein Stempel mit der Inschrift "Départ" bei der Briefabfertigung für Auslandspost verwendet.

Depesche
Veraltete Bezeichnung für Telegramm, aber auch für Eilnachricht oder eine sonstige wichtige Sendung, die durch Kurier befördert wurde.

Depositum
Pfand, Bürgschaft

De Postbij
Vereinmitteilung des Vereins
-> Kontaktgroep Bijenfilatelie (2-sprachig holländisch / englisch)

lexiko10.jpg (22113 Byte) De Postbij


Depotmarke
Marken zur Geldsummenbestätigung auf Postanweisungen in Brasilien 1913/39 bzw. in den USA 1945/51 (Postal Note Stamps).

Deutsche Besatzungsausgaben
Besetzungsausgaben von Deutschland gab es während des 1. Weltkrieges für die Landespost in Belgien, Landespost im Etappengebiet West, Landespost in Rumänien, Etappengebiet der 9. Armee und Landespost Russland ( Gouvernement Warschau, 10. Armee und Gebiet Ober Ost).

Deutsche Briefmarken-Revue
Bekannte philatelistische Fachzeitschrift, die seit 1950 herausgegeben wird; erscheint an jedem 1. eines Monats.

Deutsche Bundespost
Inschrift auf Marken der Bundesrepublik Deutschland und offizielle Bezeichnung der Postverwaltung in der Bundesrepublik Deutschland. Erstmals gab es die Inschrift auf den beiden J.-S.-Bach-Marken von 1950.

Deutsche Hilfspost Ukraine
Diese versah als ukrainische Post den Dienst in den ukrainischen Gebieten, in denen es keine deutsche Dienstpost gab. Es wurden Marken des Deutschen Reiches mit Aufdruck "Ukraine" verwendet.

Deutsche Kolonien
An Kolonien besaß das Deutsche Reich Dt.-Neu-Guinea, Dt.-Ostafrika, Dt.-Südwestafrika, Kamerun, Togo, Karolinen-Inseln und Marschall-Inseln.

Deutsche Marinepost
Postämter, die für die Dauer des Aufenthaltes von Kriegsschiffen in fremden Gewässern tätig waren. Bis 1897 gab es nur Sonderstempel, ab 1897 Postkarten mit bogenförmigem Aufdruck "Nur für Marine-Schiffspost".

Deutsche Neu-Guinea-Co.
Paketmarken für den Verkehr im Gebiet der Gesellschaft, die bei Übernahme durch das Deutsche Reich aus dem Verkehr gezogen wurden.

Deutsche
Ozean-Reederei
Diese gab mit Genehmigung der Reichsregierung für Handels-Unterseeboote Postwertzeichen heraus. Diese Beförderungsart wurde nach Kriegseintritt der USA in den 1. Weltkrieg eingestellt.

Deutsche Post
Bezeichnung für die Post der Deutschen Demokratischen Republik.
Diesen Aufdruck findet man aber auch auf den ersten deutschen Briefmarken nach Ende des 2. Weltkrieges im Jahre 1945.

Deutsche Post im Ausland
Bezeichnung für Postanstalten des Deutschen Reiches in fremden Staatsgebiet. Deutsche Postanstalten gab es in China, Marokko und der Türkei.

Deutsche Reichspost
Offizielle Bezeichnung für die Postverwaltung nach Gründung des Deutschen Reiches im Jahre 1871.Diese übernahm die Posthoheit der Einzelstaaten (außer Bayern und Württemberg, die weiter eigene Postwertzeichen verausgaben durften).

Deutscher Postverein
Vereinigung der am 18.10.1847 in Dresden auf dem Postkongress zusammengeschlossenen 16 deutschen und der luxemburgischen Postverwaltung.

Deutsche Seepost
Diese gab es erstmals durch die Woermann-Linie ab August 1863, ohne besondere Marken, aber mit Seepoststempeln versehen.

Deutsches Reich
Mitte der 19. Jahrhunderts bestanden auf dem Gebiet, das heute den deutschen Staat bildet, eine nicht unbedeutende Anzahl von Herzog- und Fürstentü­mern, von kleineren Königreichen und freien Städten. Otto von Bismarck gelang es, durch seine geschickte, nicht immer gewaltfreie Bündnispolitik die vielen selbststän­digen altdeutschen Staaten zu einigen. Die Gründung des Deutschen Reiches wurde 1871 vollzogen und der Preußische König Wilhelm I. wurde erster deutscher Kaiser. Das Kaiserreich Deutschland endete mit dem 1. Weltkrieg. Ihm folgte die Weimarer Republik, deren demokratische Grundgedanken in der Staatsführung durch die Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 erstickt wurden. Das Aus für das  „III. Reich“ ergab sich mit der Kapitulation Deutschlands am Ende des 2. Weltkrieges 1945. Hauptstadt: Berlin
Briefmarkenausgaben von 1872 bis 1945

lexiko132.jpg (10466 Byte) Germaniamarke mit Zudruck für Bienenhonig (Deutsches Reich)

Deutschland (Bundesrepublik)
Nach dem Ende des 2. Weltkrieges wurde das ehemalige Deutsche Reich von den Siegermächten in vier Besatzungszonen aufgeteilt. Die drei westlichen Zonen (britische -, amerikanische -, französische Zone) schlossen sich zusammen und ermöglichten die Gründung der Bundesrepublik Deutschland. Am 24. Mai 1949 trat das Grundgesetz in Kraft und damit war die Bundesrepublik Deutschland entstanden, eine Föderation von 11 Bundesländern. Die Bundeshauptstadt war Bonn bis zur Wiedervereinigung mit der Deutschen Demokratischen Republik am 2.Oktober 1990. Seitdem ist es wieder Berlin. Heute werden jährlich 60 neue Briefmarken an deutschen Schaltern verkauft, davon knapp ein Drittel mit Zuschlag, dessen Erlös u. a. an Wohlfahrtsverbände und Sportvereine geht.
Briefmarkenausgaben seit 1949

Zuschlagsmarke "Für die Jugend"

Deutsch-Oesterreicher Postverein
Dieser wurde am 6.4.1850 gegründet. Die Inschrift findet sich auf Marken von Thurn & Taxis und Württemberg 1851/52. Der Postverein ist Nachfolger des Deutschen Postvereins, der am 18.10.1847 gegründet wurde.

Deutsch-Ostafrika-Notausgabe
Da auf Grund der Blockade im 1. Weltkrieg 1914/18 die Briefmarkenbestände in den Kolonien zur Neige gingen, erschien im März 1916 eine amtliche Notausgabe, die in der Missions-Druckerei in Wuga hergestellt wurde mit Werten zu 2 1/2 und 7 1/2 Heller und 1 Rupie. Die Marken wurden allerdings nicht verausgabt, weil zur selben Zeit der Dampfer "Marie" eintraf, der die Blockade durchbrochen hatte.

Deutsche Demokratische Republik
Die Deutsche Demokratische Republik (DDR) war ein deutscher Staat, der vom 7. Oktober 1949 bis zum 2. Oktober 1990 existierte. Sie wurde 1949 aus der Sowjetischen Besatzungszone und dem Ostsektor Berlins gegründet und bezeichnete sich selbst als sozialistischen Staat. Auf Basis des Einigungsvertrags trat die Deutsche Demokratische Republik am 3. Oktober 1990 der Bundesrepublik Deutschland nach Artikel 23 a. F. des Grundgesetzes bei. Hauptstadt: Berlin (Ost)
In knapp 41 Jahren erschienen dort 3124 Postwertzeichen, darunter 95 Blocks – im Durchschnitt alle vier bis fünf Tage eine neue Katalognummer. Und dies ohne die Einschreibemarken für Selbstbedienungspostämter oder die Dienstmarken, spezielle Ausgaben, die ausschließlich für Sendungen staatlicher Organe, Verwaltungen und Betriebe bestimmt und nur innerhalb der DDR gültig waren. Allein 400 Seiten umfassen die Marken der DDR im Spezialkatalog.
Briefmarkenausgaben von 1949 bis 1990

Marke aus der DDR

Deutsch-Südwestafrika 
Das Schutzgebiet Deutsch-Südwestafrika (DSWA) (heute Namibia) war eine deutsche Kolonie bis 1918. Mit einer Fläche von 835.100 km² war Deutsch-Südwestafrika ungefähr 1,5 mal so groß wie das Deutsche Reich. Nach dem Ersten Weltkrieg ging das Gebiet an England und wurde später von Südafrika verwaltet. Südwestafrika (SWA) war postalisch von Südafrika unabhängig und gab von 1923 bis 1989 eigene Briefmarken heraus. Am 21. März 1990 wurde die ehemalige Kolonie unter dem Namen Namibia unabhängig. An die deutsche Kolonialzeit erinnern noch eine Vielzahl von deutschen Namen, Bauwerken und Geschäften sowie die ca. 20.000 deutschstämmigen Siedler, die noch im Land leben. Hauptstadt: Windhuk
Briefmarkenausgaben seit 1923

Dezemberbrief
Briefsendung vom Dezember 1923, die noch mit Briefmarken der deutschen Hochinflation freigemacht ist, da die Inflationsmarken erst am 31. Dezember 1923 außer Kurs geestzt wurden.

Dezentriert
Dezentriert ist eine Marke, wenn ihr Markenbild nicht mit dem gleichen Abstand zu ihren vier Rändern steht. zuführen ist dies auf einen Herstellungsmangel oder zu engen Markenabstand im Bogen. Eine Dezentrierung kommt meist zu Stande bei einer Ungenauigkeit beim Schneiden, Durchstechen oder Perforieren. Eine Dezentrierung wirkt sich meistens wertmindernd aus.

D.H.U.
Abkürzung für Deutsche Hilfspost Ukraine.

Diamantzähnung
Hierunter versteht man die durch Mehrfach-Perforierung entstehende Vervielfachung der Zähnungslöcher, indem unmittelbar hinter dem ersten Loch ein zweites gesetzt wird.

lexiko95.jpg (38380 Byte) Diamantzähnung

Dienna, Dr. Emilio
Namhafter italienischer Philatelist und Autor über italienische Briefmarken.

Dienstmarke
Briefmarke, die von Behörden verwendet wurde und teilweise noch wird, um Dienstpost zwischen Behörden freizumachen. Dienstmarken können praktisch nicht mißbräuchlich (Diebstahl) eingesetzt werden. Die erste Dienstmarke wurde 1866 im damaligen Britisch-Indien eingeführt.

marken146.jpg (19572 Byte) Dienstmarke mit Bienenkorb (Nicaragua)

Dienstmarkenprovisorium
Vorläufig oder behelfsweise als Dienstmarke verwendete Marke einer anderen Markengattung, die mit einem entsprechen Aufdruck gekennzeichnet ist.

Dienstpost
Sammelbegriff für dienstliche Post von Behörden und ihnen gleichgestellten staatlichen und kommunalen Dienststellen.

Dienstpostamt
Postamt einer Besatzungsmacht zur Besorgung ihrer Dienstpost bzw. der der militärischen Versorgungseinheiten.

Dienstpostkontrollmarke
Kontrollmarke ohne Frankaturkraft zur Kennzeichnung von Postsendungen als Dienstpost (z. B. seit 1952 in Portugal).

Dienstsiegelentwertung
Verwendung des Dienstsiegels eines Postamts als Aushilfsstempel. Dies war meist bei Verlust oder Zerstörung des eigentlichen Poststempels der Fall.

Diligence
"Diesen Namen führen in Frankreich gewisse Geschwindkutschen und leichte Fahrzeuge, womit man, sowohl zu Wasser als zu Lande, geschwinder und binnen wenigerer Zeit, als sonst mit den ordentlichen Kutschen und Fahrzeugen, von einem Orte zum andern kommen kann. Das Fuhrwerk, welches der Franzos Diligence (oder geschwinde Postkutsche) nennt, ist eine Art Halbkutsche, welche aus einem leichten Kasten besteht, der auf einem leichten und kurzen Gestelle aufgesetzt ist. Der Deutsche aber pflegt gemeiniglich weit plumpern Fuhrwerken (zuweilen gar den Landkutschen) den Nahmen Diligence beyzulegen. Das Fahrzeug Diligence wird in Deutschland bald ein Marktschiff, bald eine geschwinde Post (Post Ewer) u. d. gl. genennt." (Quelle Krünitz)

Distributionsstempel
Amtlicher Poststempel, der von einer gesonderten Poststelle abgeschlagen wird, welche die eingehenden Postsendungen auf die verschiedenen Postwege verteilt (von franz. "distribuer").

DNK
Abkürzung für "Deutschland Netto Katalog", der von der Fa. Leuchtturm verlegt wird.

Domfil
In Spanien gebräuchlicher Katalog, oft speziell für Motive

lexiko2.jpg (39214 Byte) Domfil-Katalog

Dominica 
Dominica ist eine Insel der Kleinen Antillen in der östlichen Karibik. Die Inselrepublik bildet einen eigenständigen Mitgliedstaat des Commonwealth of Nations. Dominica ist nicht zu verwechseln mit der Dominikanischen Republik. Hauptstadt: Roseau.
Briefmarkenausgaben seit 1874
Ein Kuriosum ist die Schwierigkeit der Zuordnung Dominicas zu einer der beiden karibischen Inselgruppen Inseln über dem Winde und Inseln unter dem Winde. Je nach Autor, Landsmannschaft oder Epoche wechselt Dominica seine Zugehörigkeit.

lexiko309.jpg (22253 Byte) Kleinbogen aus Dominica

Dominikanische Republik
Die Dominikanische Republik ist ein Inselstaat und liegt auf der Insel Hispaniola östlich von Haiti, zwischen dem Atlantik und der Karibik. Die Dominikanische Republik ist nicht zu verwechseln mit Dominica. Hauptstadt: Santo Domingo
Briefmarkenausgaben seit 1865

lexiko310.jpg (32203 Byte) Marke aus der Dominikanischen Republik


Doppeldruck
Bogen lief zweimal durch die Druckmaschine und ergibt verschobenes Zweitbild auf der Marke.

Donau-Dampfschiffahrtsgesellschaft
Diese unterhielt einen eigenen Postdienst, der sich auch auf Rumänien (eingestellt 1873), Bulgarien und Serbien (eingestellt 1880) erstreckte. Hierfür wurden eigene Briefmarken verwendet.

Doppeldurchstich
Versehentlich doppelt geschlagener Durchstich des gesamten Markenbogens oder von Markenreihen.

Doppelgenf
Die Doppelgenf (französisch Double de Genève) ist die erste Briefmarke, die vom Schweizer Kanton Genf herausgegeben wurde. Die Bezeichnung Doppelgenf leitet sich von der besonderen Anordnung der einzelnen Briefmarken ab. Zwei Briefmarken waren stets durch eine gemeinsame Kopfleiste zu einer Doppelgenf miteinander verbunden.
Die Ausgabe erfolgte am 30. September 1843. Zu diesem Zeitpunkt gab es noch kein einheitliches Postwesen für die gesamte Schweiz. Jeder einzelne Kanton war für den eigenen Postdienst verantwortlich. Erst am 1. Januar 1849 erfolgte die Gründung eines eigenen Schweizer Postwesens, welches ab 1850 allgemeine Briefmarken für die gesamte Schweiz ausgab. Bis dahin gab es eigene Briefmarken ausser in Genf nur in den Kantonen Zürich, das kurz vor Genf am 1. März 1843 seine ersten Briefmarken verausgabte, und Basel. Die Doppelgenf konnte noch bis 30. September 1854 weiter verwendet werden, obwohl in den 1840er Jahren noch weitere Briefmarken des Kantones verausgabt wurden.
Der Postwert einer Doppelgenf beträgt 10 Rappen (centimes), da diese aus zwei zusammenhängenden Briefmarken zu je 5 Rappen besteht. Diese beiden Briefmarken waren durch eine gemeinsame Kopfleiste verbunden, die die Inschrift 10 | PORT CANTONAL. | Cent. trägt. Diese gibt Hinweis auf den Postwert zu 10 centimes und die vorgesehen Verwendung der Doppelgenf für Briefe bis zu einer Unze innerhalb des Kantons. Schnitt man jedoch diese Kopfleiste weg und teilte die Doppelgenf, so erhielt man zwei einzelne Freimarken zu 5 centimes mit der zusätzlichen Inschrift Post de Genève und Port local. Diese „halbe Doppelgenf“, wie sie von Philatelisten genannt wird, konnte demnach für die Frankatur von Briefen der Lokalpost, das heißt innerhalb einer Gemeinde genutzt werden.
Diese Art der besonderen Trennung der ungezähnten Briefmarken wird sogar auf den Briefmarkenbögen selbst erläutert. Trotzdem wurden diese Bestimmungen teilweise ignoriert. Bei einer Halbierung einer Doppelgenf wurde nur sehr selten auch die Kopfleiste entfernt. So finden sich häufig Wortfragmente über einer halben Doppelgenf. Selten passierte es auch, dass eine Doppelgenf verkehrt geschnitten abgegeben wurde. Diese bedeutet, das die Doppelgenf aus zwei falsch herum angeordneten Briefmarken besteht, die Inschrift in der Kopfzeile folglich NTONAL. | Cent. 10. | PORT. CA lautet.

lexiko38.jpg (10074 Byte) Doppelgenf

Diese Art der Briefmarkenausgaben wurden von den Genfern zunächst nur sehr zögerlich angenommen, zumal eine Verwendung von Briefmarken nicht verbindlich war. Um nicht auf Restbeständen sitzen zu bleiben, entschloss sich deshalb die Genfer Postverwaltung, ab dem 1. März 1844 eine halbe Doppelgenf mit einem Postwert von 5 centimes zum Preis von 4 centimes zu verkaufen. So konnte man sich durch die Verwendung von Briefmarken bei Lokalbriefen 1, bei Kantonbriefen 2 centimes sparen. Verwendete man keine Briefmarken, so konnte man nicht von dieser Verbilligungen profitieren.
Die unperforierten Marken wurden in schwarzer Farbe auf gelbgrünen Papier im Steindruck in Bögen zu 10 Marken à 5 Zeilen hergestellt. Als Motiv wurde das Genfer Wappen gewählt. Im darüber befindlichen Strahlenkranz sind die Buchstaben JHS zu lesen, die für Jesus Hominum Salvator (Jesus, Retter der Menschen) stehen. In dem Band zwischen Strahlenkranz und Wappen finden sich die Worte POST TENEBRAS LUX (nach der Dunkelheit das Licht). Typenunterschiede bei den Marken existieren keine. Auffallend ist jedoch, dass die rechte Marke viel breiter als die linke ist.

Doppelkarte
Postkarte mit Antwortpostkarte in einem Stück, horizontal gefaltet. Doppelkarten gibt es auch als Ganzsachen.

Doppelkreisstempel
Bezeichnung für einen Kreisstempel mit doppelter kreisförmiger Einfassung.

Doppelmarke
Aus posttechnischen Gründen aus zwei Teilen bestehende Briefmarke (z. B. bei italienischen Paketmarken, deren linker Teil auf den der Post verbleibenden Paketkartenteil und deren rechter Teil auf den dem Empfänger auszuhändigenden Paketmarkenabschnitt geklebt wurde).

Doppelringstempel
Andere Bezeichnung für einen Zweiringstempel sowie sprachlich falsch für Zweikreisstempel

Doppelstempel
Rundstempel nebst Balkenstempel im Hochovalformat mit Kennnummer

Doppelzähnung
Diese entsteht, wenn ein Bogen zweimal gezähnt wird.

Dorpat-Ausgabe
Aushilfsausgabe für die Stadt Dorpat (Tartu) vom März 1918 während der deutschen Besetzung im ehemaligen Nordlivland mit Aufdruck "20 Pf" bzw. "40 Pf" auf Freimarken Rußlands zu 10 bzw. 20 Kopeken der Ausgabe von 1909 bzw. auf Postkarte zu 5 Kopeken.

DPhJ
Abkürzung für "Deutsche Philatelisten-Jugend".

Dragonerpost
Diese beförderte Briefe des Kurfürsten von Brandenburg-Preußen. Sie wurde zunächst vom "Großen Kurfürsten" zwischen Berlin und Osnabrück im Jahr 1646/47 eingerichtet, später auch zwischen Pillau und Danzig über Kahlberg auf der Heerstraße der Frischen Nehrung.

Drei-D-Marken
Briefmarken (z. B. aus Bhutan), die aus mehrfach geschichteter entsprechend dem Markenbild farbig bedruckter Nylonfaser bestehen.

Dreieckmarken
Dreieckmarken sind in der Form eines regelmäßigen oder unregelmäßigen Dreiecks die auf einer Spitze oder Seite stehen. In Deutschland kamen die ersten Dreiecke erstmals aus praktischen Gründen ab dem 1. Dezember 1939 im Besetzungsgebiet von Böhmen und Mähren an den Postschaltern. Das ungewöhnliche Format wies auf Sonderbehandlung der Sendung hin.

lexiko93.jpg (21341 Byte)  Dreiecksmarke (Libyen)

Dreierstreifen
Hierbei handelt es sich um drei Marken aneinander in einem Stück; besonders bei älteren Ausgabe sehr begehrt.

Dreiringstempel
Hierbei handelt es sich um einen dänischen Stempel mit Zahl. Er kommt aber auch auf altdeutschen Marken und Brustschilden des Deutschen Reiches vor.

Drei-Skilling-Banco-Fehldruck
Die seltenste Briefmarke Europas stand aus der Freimarkenausgabe 1855 von Schweden, da durch versehentlichen Einsetzen eines 3-Skilling-Druckstocks in eine 8-Skilling-Druckplatte einige 3-Skilling-Marken in Orange (statt in Grün) gedruckt wurden. Es ist nur ein Stück bekannt, das 1885 von einem Nichtsammler in seiner Korrespondenz gefunden und für sieben Kronen an den Stockholmer Briefmarkenhändler Lichtenstein verkauft wurde. 1894/1922 war die Marke in der Ferrari-Sammlung und wurde 1922 von Frankreich für 32.250 Francs versteigert. 1923/1937 war die Marke in verschiedenem schwedischen Privatbesitz und seit 1972 soll sie sich im Besitz von Christian Berlingin

Dresden-Dreier
Freimarke im Muster des Sachsen-Dreier, jedoch mit Inschrift DRESDEN statt SACHSEN in der Kopfleiste. Die Marke wurde im Steindruck hergestellt und war eine Privatpostmarke der Dresdner Verkehrsanstalt Hansa aus dem Jahre 1899.

Dresdner Verkehrs - Anstalt HANSA
Die „Deutsche Privatpost Hansa” wurde am 1. Dezember 1886 durch C.Eckhoff in Dresden gegründet. Die ein Jahr später in „Dresdner Verkehrsanstalt Hansa” umbenannte private Postanstalt befördert zu niedrigeren Preisen als die Reichspost und mit eigenen Bienenkorb Wertzeichen Sendungen im Stadtgebiet. Am 31.03.1900 muss sie mit der Schließung aller privaten Postanstalten in Deutschland ihre Tätigkeit einstellen.  Die Reichspost zahlte an den Unternehmer eine Entschädigung von 226.523,76 Mark. 

lexiko39.jpg (13708 Byte) Briefkasten der Dresdner Verkehrs - Anstalt HANSA

Driftpost
Postsendungen der sowjetischen Forschungsstationen im nördlichen Eismeer.

Driftpost-Stempel
Einkreisstempel mit Stationsnamen der im nördlichen Eismeer driftenden sowjetischen wissenschaftlichen Stationen.

Drittes Reich
Philatelistisch gesehen handelt es sich um alle Marken, die zur Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland verausgabt wurden (Michel-Nr. 479 - 910).

Druckabart
Infolge technischer Mängel oder Ungleichheiten beim Briefmarkendruck entstehende Abweichungen von der vorgesehenen Ausführung. Hierzu gehören Plattenfehler, Fehldrucke, Plattenbeschädigungen udn Druckmängel auf Grund von Druckzufälligkeiten.

Druckänderung
Wechsel des Druckverfahrens innerhalb einer Auflage (z. B. Österreich 1947 bei der Sondermarke "Grillparzer": Februar - Stichtiefdruck, Juni - Ätztiefdruck).

Druck auf Gummiseite
Fehldruck, der durch verkehrtes Einlegen des zu bedruckenden Bogens in die Druckmaschine entsteht, indem die gummierte Seite des Papiers über die Druckform läuft und bedruckt wird, während die eigentlich zu bedruckende Papierseite zur Briefmarkenrückseite wird.

Druckausführung
Bezeichnung für die Qualität eines Drucks bzw. für das zur Anwendung gelangte Druckverfahren.

Druckbogen
Ein der Druckfläche und der Druckformgröße entsprechendes Format für den Druck von Briefmarken. Im 19. Jahrhundert waren in Deutschland die Druckbogen oft mit Schalterbogen identisch, da zum Teil nur 10 bzw. 20 Markenfelder vorhanden waren. Heute umfaßt ein Druckbogen oft mehrere Schalterbogen.

Druckerei-Zeichen
Zeichen, das - meist im unteren Briefmarkenrand - aufgedruckt ist und auf die Firma hinweist, die das Postwertzeichen hergestellt hat. In Deutschland ist dies nicht üblich, kommt aber im Ausland recht häufig vor.

Drucker-Zeichen
Dieses ähnelt dem Stecherzeichen, doch dient es dazu, den für den Druck der Serie verantwortlichen Maschinenmeister feststellen zu können. Es wird auf dem Markenbogen angebracht.

Druckfarbe
Gewählte Farbmischung zum Bedrucken von festen Stoffen, die aus den beiden Bestandteilen Farbkörper und Bindemittel besteht.

Druckfehler
Eigentlich handelt es sich um einen Fehler, des Setzers, da er nicht durch den Druckvorgang entsteht (hierbei entstehen Abarten oder Fehldruck), sondern auf ein Versehen des Setzer.

Druckform
Für den Druck angefertigte Druckplatte und Druckzylinder.

Druckmangel
Fehler im technischen Ablauf des Drucks, der 1) durch Nichtdrucken von Teilen der Druckform durch schlechte Farbgebung, schlechte Zurichtung oder Unebenheiten der Druckform, 2) durch Auslassen eines Druckgangs beim Mehrfarbdruck, 3) durch mangelnde Paßgenauigkeit oder 4) durch Doppeldruck entstehen kann.

lexiko133.jpg (10378 Byte) Die Farbe "schwarz" fehlt (USA)

Druckmuster
Vermerk auf Bildpostkarten der Dt. Reichspost, die an Reise- und Verkehrsbüros zur Unterstützung der Fremdenverkehrswerbung abgegeben wurden.

Druckplatte
Durch Vervielfältigung des Originals hergestellte, aus dem ersten Stück bestehende Druckform.

Druckprobe
Andruck, nach dem der Drucker den Ausfall des Drucks beurteilen kann.

lexiko35.jpg (21738 Byte)

Drucksache
Offene Briefsendung, deren Inhalt durch mechanische oder fotomechanische Vervielfältigung (Druck, Stempel) hergestellt wurde.

Drucksachenkarte
In Preußen am 1.6.1965 geschaffene besondere Art von Drucksachen, bei der sich Anschrift und gedruckter Text auf derselben Seite befanden. Die Beförderungsgebühr für diese Karte musste aber im voraus durch Freimarken entrichtet werden. Die Drucksachenkarte war der direkte Vorläufer der 1869/70 eingeführten Postkarte.

Drucksachenmarke
Spezielle Markengattung zum Freimachen von Drucksachen. Diese Marken wurden aber nur in wenigen Ländern verwendet, wie z. B. Türkei 1894-1920 auf Freimarken mit Aufdruck "matbua" oder Österreich 1916/17 oder Frankreich seit 1926.

Druckschrift
Bezeichnung für Schriften der Druckerei, aber auch umgangssprachlich für einzeln stehende Buchstaben.

Druckstock
Teil der Druckform für den Hochdruck und Träger des einzelnen Markenbildes. Der Druckstock besteht meist aus Metall (Kupfer, Zink), kann aber auch aus Holz (Linoleum), Gummi oder Plastik bestehen.

Druckunregelmäßigkeit
Fehler im Ablauf des Druckvorgangs, verursacht durch Mängel in der Druckform (z. B. Unebenheit in der Druckplatte, anhaftender Fremdkörper), fehlerhaftes Arbeiten der Maschine (Farbgebung, Papierausführung).

Druckverfahren

Vom Aussehen der Druckformen her unterscheidet man Buchdruck, Offsetdruck, Rastertiefdruck, Stichtiefdruck, Prägedruck, Lichtdruck und früher Steindruck; es gibt Marken, die bildgleich in verschiedenen Druckverfahren hergestellt wurden

Dubletten
Marken, die in einer Sammlung bereits vorhanden und zum Tausch oder Verkauf bestimmt sind.

Druckvermerk
Angabe des Namens des druckausführenden Betriebs, ggf. mit Lizenznummer, Auflagenhöhe und Druckdatum.

Druckzufälligkeit
Hierbei handelt es sich in der Tat um einen ungewollten technischen Fehler bei der Herstellung der Marke.

Dschibuti 
Dschibuti liegt in Ostafrika. Es grenzt an Äthiopien im Westen, Eritrea im Norden und Somalia im Süden, sowie an den Golf von Aden und das Rote Meer. Der Jemen liegt nur wenige Kilometer entfernt auf der anderen Seite des Roten Meeres. Vor seiner Unabhängigkeit war Dschibuti französische Kolonie (Französische Somaliküste) bzw. frz. Überseegebiet (Afar uns Issa). Hauptstadt: Dschibuti
Briefmarkenausgaben seit 1977

lexiko311.jpg (24260 Byte) Marke aus Dschibuti


Dünkirchen-Aushilfsausgaben
Französische Marken mit dreizeiligem Handstempel-Aufdruck "Besetztes Gebiet - Nordfrankreich". Der Handstempel geht immer über zwei Markenbilder. Die Maßnahme wurde durch den Militärbefehlshaber Dünkirchen mangels deutscher Marken angeordnet und ist amtlich als Notausgabe anerkannt. Die Stempel können nur vom 1.7. bis 9.8.1940 datieren.

Durch Ablösung bezahlt
Vermerk über die Portoablösung der ehemaligen Dt. Reichspost auf Sendungen des Demobilamtes 1918/20.

Durchgangsstempel
Philatelistische Bezeichnung für Poststempel im 19. Jahrhundert, die von Auswechslungs- und umarbeitenden Postämtern auf der Sendung abgeschlagen wurden. Die Verwendung von Durchgangsstempeln wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts allmählich von allen Postverwaltungen eingestellt.

Durchgezähnt
Bezeichnung der Zähnung, die über die eigentliche Markenzähnung hinaus auch den Bogenrand perforiert.

Durchlochung
Mechanische Entwertungsart, bei der eine Öffnung in das Markenbild geschlagen wird.

Durchgeschlagener Druck
Bei dünnem Papier oder übermäßig starkem Druck erscheint das Markenbild seitenverkehrt auf der Rückseite.

Durchschnittserhaltung
Synonym für Durchschnittsqualität.

Durchschnittsqualität
Synonym für Durchschnittserhaltung. Hiervon spricht man, wenn eine Marke zwar keine Fehler hat (z. B. dünne Stellen, fehlender Zahn, Kniff, Ausbleichung o. ä.), aber auch keine besonders schönes Exemplar ist.

Durchstich
anstelle der Zähnung gelegentlich verwendete Trennungsart. Das Papier wird zwischen den einzelnen Markenreihen im Bogen nicht perforiert, sondern mittels einer mit winzigen Messerchen in geringen Abständen voneinander besetzten Stahlleiste nur eingeschnitten. Es bleiben den Zusammenhalt des Bogens gewährleistende Papierbrücken bestehen, die beim Abtrennen einzelner Marken zerrissen werden und inf. ihrer Größe oft zu Beschädigungen der Marken führen. Am häufigsten sind linien- oder sägezahnförmige Durchstiche angewendet worden, seltener bogen- oder wellenförmige (Braunschweig, Finnland). Eine besondere Art ist der bei Finnland Mi 5-10 vorkommende zungenförmige Durchstich.
Beim Durchstich können wie bei der Zähnung die auf 2cm entfallenden Einschnitte ausgezählt werden. Es gibt dafür jedoch kein dem Zähnungsschlüssel ähnl. Hilfsmittel, da die Art der Durchstiche zu verschieden ist.

Durchstichabart
Bezeichnung für Abweichungen vom vorgesehenen Durchstich, wobei 1) reine Abarten (z. B. Verwendung von Durchstichlinien verschiedener Arten) und 2) Durchstichfehlern zu unterscheiden ist.

Durchstichänderung
Veränderung des Durchstichgrads bei einer späteren Teilauflage oder der Durchstichart

Durchstichfehler
Fehlender Durchstich infolge Abbrechens, Verbiegens oder Stumpfwerdens eines oder mehrerer Durchstichmesser bzw. -linie der Perforationsmaschine oder durch Aussetzen der Perforationsmaschine

Durchstichzahl
Anzahl der Stichelemente einer Marke (= Durchstichgrad), gemessen von der ersten Seite auf 20 mm Länge. Die Messung der Durchstiche ist schwerer als die Messsung der Zähnungszahl, da Durchstiche nicht immer einwandfrei erkennbar sind.

Durchstochen
Mittels feiner Messer wird das Papier zwischen den Markenreihen eingeschnitten, so daß Papierbrücken zwischen den Schnitten stehen bleiben. Die häufigsten Durchsticharten sind: Linien-, Punkt-, Zickzack-, Sägezahn- oder Bogendurchstiche.

Dusska
Gerhard, Präsident des Organisationskommitees WIPA 2000.

Düsseldorfer Stempel
Bezeichnung für den waagerecht gestellten Rechteckstempel der preußischen Post ab 1851, der besonders im Raum Düsseldorf verbreitet war. Der Stempel wurde nach Einstellung zentraler Stempellieferung im Auftrag der OPD Düsseldorf vom dortigen Graveur C. Hupf angefertigt.

Duty Stamp
Inschrift auf Gebührenmarken der englischsprachigen Länder.

DWD
Abkürzung für Deutsche Wertpapierdrucker der ehemaligen DDR.

Dworschak
Dr., ehem. österreichischer Generalpostdirektor.

Dzierzon, Johann (1811-1906)
Johann Dzierzon entstammte einer oberschlesischen Bauernfamilie. Nach dem Besuch des Breslauer Gymnasiums, das er 1830 als Primus verließ, studierte er Katholische Theologie an der Universität Breslau und wurde 1834 zum Priester geweiht. 
Schon während seines Studiums interessierte sich Dzierzon für das Bienenleben. Die nachfolgende Kaplans- und Pfarrertätigkeit erlaubte es ihm, sich auch als praktischer Landwirt und Bienenzüchter zu betätigen. 1835 gelang ihm die Entdeckung der eingeschlechtlichen Fortpflanzung bei Bienen, indem er die Samenbehälter befruchteter und unbefruchteter Königinnen gegen das Licht hielt und Aussehen und Inhalt mit bloßem Auge miteinander verglich. 
Durch Vorträge, Ausstellungen und Veröffentlichungen gab Dzierzon seine Erfahrungen weiter und gründete Bienenzüchtervereine und -gesellschaften. Seine Bienenstände in Karlsmarkt und Lowkowitz durften von lernbegierigen Imkern besichtigt werden. 
1848 revolutionierte Dzierzon die Bienenhaltung als er die entnehmbare Rahmen für Bienenwaben erfand. Diese Technik der Bienenhaltung ist heute noch gängige Praxis.

  Johann Dzieron (Polen)

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Letzte Änderung am 23. Januar 2009

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