Api-Phila - Lexikon
Buchstabe "F"

Fabre, Henry
Naturwissenschaftler, 1823-1915. Er war größtenteils Autodidakt und ist berühmt für seine Studien über Insekten. Er schrieb viele Bücher über die Anatomie und das Verhalten von Insekten. 
Berühmt machten ihn seine 'Souvenirs Entomologiques'. Da er auch Lieder und Gedichte verfasste, wurde er 1904 für den Literaturnobelpreis vorgeschlagen.

lexiko249.jpg (11033 Byte) Henry Fabre (Frankreich)

Fabrikwasserzeichen

Privat angebrachtes Wasserzeichen, das im Papier meist den abgekürzten oder vollen Firmennamen des Papierherstellers enthält.

Fachliteratur
Bezeichnet hier Literatur zum Thema Philatelie. Die ersten Bücher erschienen schon um 1860.

Fachzeitschriften
Bezeichnet hier Zeitschriften zum Thema Philatelie. Die älteste Zeitschrift, die immer noch erscheint, ist die "Schweizer Briefmarken-Zeitung", die im November 1888 als "Schweizer Briefmarken-Journal" startete.

Facial-Wert
Eine andere Bezeichnung für den Nennwert.

FACIT
Name des schwedischen Standard-Kataloges für die Skandinavischen Länder: Schweden, Norwegen, Dänemark, Färöer, Grönland, Island, Finnland und Åland.

lexiko148.jpg (36096 Byte)

Fahnenstempel
Entwertungsstempel mit Flagge; erstmals 1897 in den USA eingesetzt.

Fahrpost
Bezeichnung für durch Fuhrwerk beförderte Sendungen bis Mitte des 19. Jahrhunderts, wobei es sich um Wert-, Postvorschuß- und Paketsendungen handelte.

Fahrpoststempel
Bei der bayrischen Post in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts üblicher Poststempel zur Kennzeichnung von mit Fahrpost beförderter Sendungen.

Fake
Von englischen Prüfern verwendetes Zeichen zur Kennzeichnung von Fälschungen zum Schaden der Sammler.

Faksimilie
Eine möglichst vollkommene Nachahmung von bereits existierenden Marken. Im Allgemeinen versteht man unter diesem Begriff die Reproduktion eines Bildes oder einer Unterschrift.

Fallendes Wasserzeichen
Hierbei handelt es sich um ein von links oben nach rechts unten absteigendes Wasserzeichen im Gegensatz zum Steigenden Wasserzeichen.

Falschstempel
In betrügerischer Absicht hergestellter Entwertungsstempel zur Abstempelung von Postwertzeichen.
Bezeichnung für einen Abdruck echter Poststempel, der nachweisbar zu betrügerischen Zwecken auf einer Marke nach ihrer Außerkurssetzung angebracht wurde.

Fälschung
Ganzfälschung bzw. Teil- oder Verfälschungen. Bei der Ganzfälschung ist die ganze Marke falsch. Teil- bzw. Verfälschung kann erfolgt sein durch Anbringung falscher Zähnung, Abstempelungen oder falscher Aufdrucke zur Vortäuschung teurer Markenarten. Heute ist insbesondere vor Gummifälschungen, den berüchtigten Nachgummierungen zu warnen, welche sog. 'Restauratoren' zum Schaden der Sammler in bisweilen exzellenter Weise auf ungebrauchte Marken anzubringen verstehen. Teure Marken sollten daher nur kompetent geprüft oder im gut berufenen Fachhandel erworben werden.

Fälschungssammlung
Spezialsammlung, die nur gefälschte Postwertzeichen umfaßt, wobei es sich um gefälschte Marken, aber auch um echte Marken mit gefälschtem Aufdruck, gefälschter Zähnung oder falscher Gummierung handeln kann.

Falsifikat
Lateinisches Wort für Fälschung.

Faltan Sellos
Inschrift "mangels Marken" in einem Barfreimachungsstempel oder entsprechender handschriftlicher Vermerk in spanisch sprechenden Ländern.

Faltbrief
Dies war die ursprüngliche Form des Brief vor dem Aufkommen von Briefumschlägen, wobei die Enden des Papiers gefaltet und ineinander gesteckt sowie versiegelt wurden.

Falz

Oder Klebefalz ermöglichte in der Frühzeit der Philatelie die Befestigung der Briefmarke im Album, als Einsteckalben und Klemmtaschen noch unbekannt. Der Klebefalz ist ein kleiner, beidseitig gummierter, Papierstreifen, welcher beim Gebrauch die postfrische Marke einem Teil deren Gummierung beraubt. Falzmarken sind, obgleich durchaus sammelwürdig, heute minderwertig; Vorsicht vor entfalzten und durch Manipulation der Gummierung verfälschten Marken, wovor Sie sich nur beim Kauf im gutberufenen Fachhandel schützen können.



Falzlos
Postfrisch, ohne Falz mit Originalgummi.

Falzrest
Beim Entfernen einer Falz bleibt oft ein Papierrest der Falz auf der Marke. Bei gestempelten Marken kann man diesen meist durch Anfeuchten leicht entfernen, aber bei postfrischen Marken besteht die Gefahr, dass gleichzeitig auch der Originalgummi mit entfernt wird.

Falzschaden
Qualitätsmangel durch Beschädigung des Markengummis oder Markenpapiers.

Falzspur
Stumpfe oder raue Stelle auf der Fläche der Gummierung einer ungebrauchten Marke, auf der ein Klebefalz befestigt war.

Falztasche
Tasche aus Pergamin oder glasklarem Zellophan mit gummierter Lasche am Oberrand der Rückseite, die auf einem Albumblatt oder in einem Auswahlheft eingeklebt werden kann.

Farbabart
Abweichung von der vorgesehenen Farbe z. B. anderer Farbton durch Nachmischen von Druckfarbe oder durch Farbersetzung infolge längerer Unterbrechung des Drucks.

Farbänderung
Veränderung der Druck- oder Papierfarbe zwischen den Teilauflagen. Farbänderungen werden oft auch infolge von Gebührenänderungen notwendig, wenn es für bestimmte Gebührenstufen bestimmte Grundfarben gibt.

Farbandruck
Probedruck zur Beurteilung der Wirkung der vorgesehen Farbe, da nicht jede Farbe für jedes Motiv geeignet ist und ein farbiger Entwurf für eine Marke oft eine andere Wirkung hat als ein üblicher Druck.

lexiko149.jpg (6550 Byte) Farbandruck (Republik Kongo)

Farbauftragsmängel
Diese entstehen durch nicht fachgerechtes oder ungenügendes Auftragen der Farbe auf die Druckplatte oder durch Verwendung von ungeeigneten Farben.

Farbe durchgeschlagen
Erscheinung bei Marken, die auf sehr dünnem, schlecht geleimtem oder porösem Papier gedruckt sind, so dass die feuchte Farbe beim Druck auf die Rückseite durchzieht.

Farbempfindlichkeit
Bezeichnung für den Grad der Beeinflußbarkeit der Farbe durch äußere Einflüsse wie z. B. Wärme, Licht, Feuchtigkeit oder Trockenheit oder innere Einflüsse wie z. B. chemische Zersetzung, chemische Verbindung, Einfluss der Papierstoffe etc., die zu Farbveränderungen führen können.

Farbendruck
Andere Bezeichnung für Mehrfarbendruck

Farbenerhaltung
Bezeichnung für den Erhaltungszustand der Druck- bzw. Papierfarbe eines Postwertzeichens. Philatelistische gesehen, gibt es farbfrisch, farbschön, mittelschön, unschön und undefiniert.

Farbenfehldruck
Dieser entsteht, wenn ein Druckstock in eine Druckmaschine mit anderer Farbe eingelegt wird, so dass die Marken nicht die richtige Farbe haben. Ein bekanntes Beispiel ist Baden 9 Kreuzer schwarz auf Blaugrün (statt Rosalila).

lexiko150.jpg (10259 Byte) Die Farbe "schwarz" fehlt (USA)

Farbenführer
Zusammenstellung der bei der Postwertzeichenherstellung vorkommenden Primär- und Mischfarben. Die von verschiedenen Verlagen herausgegebenen Farbtafeln zeigen meist über 150 Grundfarben und Mischungen, die von den Postverwaltungen verwendet werden.

Farbenzeichen
Abk. der Farbenzeichen: kar.= karmin, lebh'= lebhaft-, ol.= oliv, or.= orange, säm.= sämisch, schw.= schwarz, schwärzl'= schwärzlich, ultram.= ultramarin, vio.= violett, Gra= grauer Aufdruck, Gr= Grüner Aufdruck, K= karminer Aufdruck, Ku= kupferner Aufdruck, L= lila Aufdruck, Or= orange Aufdruck, R= roter Aufdruck, S= schwarzer Aufdruck, Si= silbner Aufdruck, V= violetter Aufdruck.

Farbe verwaschen
Bezeichnung für den Farberhaltungszustand von Marken, deren Farbe durch unsachgemäße Behandlung mit Flüssigkeit oder beim Ablösen im Wasserbad gelitten hat. Meist hat die Marke ein verschwommenes Bild und eine leichte Verfärbung des Markenbildes.

Farbfrisch
Bezeichnung für den Erhaltungszustand von Postwertzeichen in Bezug auf ihre Farben, die nicht von ihrer Frische und Leuchtkraft verloren haben.

Farbherkunftsbezeichnung
Kennzeichnung des Ausgabelands oder/und bestimmter Markengattung durch die Markenfarbe. In den Niederlanden sind z. B. die Portomarken blau, in Curacao grün, in Ndl.-Indien rot und in Surinam lila.

Farbiger Aufdruck
Aufdruck, der nicht in schwarzer Farbe vorgenommen wurde.

Farbiger Gummi
Mit Farbstoffen versetzter Klebstoff, der bei der Briefmarkenherstellung heute nur noch selten verwendet wird, früher aber oft als Schutzmaßnahme gegen Fälschungen zum Einsatz kam.

Farbiges Papier
Papier, dem bereits bei der Herstellung des Papierbreis Farbstoff hinzugefügt wurde.

lexiko151.jpg (14074 Byte) Rural- od. Semtwo-Marke (russ. Empire)

Farboxydation
Wertmindernde Veränderung von Farben unter Einfluss z. B. von Sauerstoff.

Farbschön
Bezeichnung für den Erhaltungszustand von Briefmarken in Bezug auf ihre Farbe, die in ihrer Wirkung und Intensität dem Originalzustand nahe kommt.

Farbstiftentwertung
Postalische Entwertung von Postwertzeichen durch Striche. Diese erfolgte im allgemeinen durch einen blauen oder roten Farbstift.

Farbstiftfleck
Verschmutzung der Briefmarke durch Farbstiftstriche oder -kleckse.

Farbtöne
In der Philatelie Bezeichnung für verschiedene Tonabstufungen der angegebenen Markenfarbe. Farbtöne können entstehen durch Nachmischen von Druckfarbe bei der gleichen oder späteren Teilauflage oder durch Setzen von Farbbestandsteilen bei längerer Unterbrechung des Drucks.

Farbtonzeichen
Im synchronen Mehrfarbdruck auf dem Bogenrand angebrachte Farbleiste, die zu Kontrolle der automatisch gesteuerten Farbzuführung dient.

Farb-Wertbezeichnung
Diese ist wichtig, wenn eine Marke keine eigene Wertbezeichnung trägt, sondern diese durch die Farbe der Marke erkennbar ist.

Färöer
Die Färöer sind eine im Mittelalter entdeckte und besiedelte Inselgruppe im Nordatlantik zwischen den Britischen Inseln, Norwegen und Island. Von den 18 Inseln sind, mit Ausnahme von Klein-Dimun, alle permanent bewohnt. Die Färöer sind, wie Grönland, eine gleichberechtigte Nation innerhalb des Königreichs Dänemark, bereits seit 1948 weitgehend autonom und haben mit dem Løgting eines der ältesten Parlamente der Welt. Hauptstadt: Tórshavn
Briefmarkenausgaben 1919 Regionalausgabe, 1940/41 Britische Besetzung, seit 1975 Regionalmarken

lexiko323.jpg (27695 Byte) Markenheft der Färörer-Inseln

Føroyar
Eigenname von Färöer.

Faserpapier
Bei dieser Papierart sind nicht ein einzelner Seidenfaden, sondern große Mengen Seidenfadenflocken in der Papiermasse enthalten.

Faux
Prüfungszeichen von französischen Prüfern zur Kennzeichnung einer Fälschung zum Schaden der Sammler.

FCSF
Abkürzung für Federace Cesko-Slovenkych Filatelistu, des ehemaligen tschechisch-slowakischen Philatelistenverbandes.

FDC
internat. gebräuchl. Abk. aus dem Engl. für First Day Cover! s.a. Ersttagsbrief

lexiko152.jpg (15365 Byte) Ersttagsbrief (engl. FDC) (Ceylon)

Federstrichentwertung
Postalische Entwertung einer Marke durch Tintenstriche. Bei älteren Marken nicht wertmindernd.

lexiko153.jpg (12242 Byte)  Rural- od. Semtwo-Marke (Tambow - russ. Empire)

Federzugentwertung
Vor allem kleinere Postämter, die in den Anfangsjahren der Briefmarke noch keine eigenen Poststempel hatten, strichen diese einfach durch ("Federkreuzentwertung") oder schrieben handschriftlich den Ortsnamen und das Datum auf sie. Mitunter war die Federzugentwertung auch vorgeschrieben, und der Poststempel wurde neben der Frankatur abgeschlagen.

Fehldruck
Nicht zu verwechseln mit einem Druckfehler; Ein Fehldruck ergibt sich, wenn während des Druckes oder der Vorbereitung hierzu technisch etwas falsch gemacht wird. Farbverwechslung = Farbfehldruck, Papierverwechslung = Wasserzeichenfehldruck usw. Eine besondere Form des Fehldrucks ist der Plattenfehler.

Fehlgummierung
Verwendung eines anderen als des eigentlich vorgesehenen Klebstoffs zum Gummieren der Markenpapiers.

Fehlwasserzeichen
Fehldruck eines Wasserzeichens.

Fehlzeichnung
Fehler oder Irrtum im Entwurf des Bildoriginals eines Postwertzeichens, wobei es egal ist, ob ein sachlicher Fehler oder ein Mangel in der Druckformherstellung vorliegt.

Fein
Bezeichnung aus der Auktionssprache, die so viel wie Durchschnittserhaltung bedeutet. Es können also kleinere Mängel vorkommen.

Feinst
Bezeichnung aus der Auktionssprache. Obwohl es sich um eine Steigerung von "fein" handelt, bedeutet dies, dass es sich um eine schlechtere Qualität als "fein" handelt. Es können also auch größere Mängel vorkommen.

Fehlliste
Zusammenstellung der in einer Sammlung noch fehlenden Objekte.

Feldpost
Begriff für Briefsendungen von im Einsatz befindlichen Soldaten (z.B. UNO-Soldaten in Bosnien).

lexiko154.jpg (15195 Byte) Postkarte eines KFOR-Angehörigen (Türkei)

Feldpostaufklebezettel
Kleine Zettel, die bestimmte Briefsendungen als Feldpostsendungen kennzeichneten.

Feldposteilmarken
Briefmarke zur Frankatur von Eilpostgebührenzuschlägen, wie es sie z. B. in Österreich-Ungarn 1918 gab.

Feldpostfreimarken
Verschiedene Länder haben für die Feldpost besondere Briefmarken verausgabt, die meist während einzelner Kriege Verwendung fanden.

Feldpostglückwunschmarke
Feldpostmarken zur Frankierung von Glückwunschkarten aus Feldpostgebieten. Eine derartige Marke gab es bisher nur 1932/35 von den britischen Streitkräften im Suezkanalgebiet.

Feldpostkunde
Das systematische Sammeln, Auswerten und Erforschen von postalischen Belegen, die zur Militärpost gehören.

Feldpostpäckchenmarke
Feldpostmarke, die zur Freimachung eines Päckchens dient. Derartige Marken gab es besonders während des 2. Weltkrieges.

lexiko490.jpg (16928 Byte) Feldpostpäckchenmarke

Feldpostportomarke
Briefmarken zur Erhebung fehlenden oder zu wenig frankierter Postgebühren vom Empfänger in Gebieten, die zeitweilig der Feldpost unterstehen.

Feldpostrelais
Dienststelle der preußischen (1870/71) und später dt. Feldpost im deutsch-französischen Krieg. Die Dienststellen führten einen eigenen Rechteck- bzw. Zweikreisstempel mit entsprechender Inschrift.

Feldpoststempel
Diese werden sowohl in Europa als auch in anderen Ländern bei Feldzügen oder militärischen Operationen verwendet.

lexiko96.jpg (5755 Byte) Feldpoststempel

Feldpostzeitungsmarke
Spezielle Feldpostmarke zur Frankierung von Zeitungssendungen in Gebieten, die zeitweilig der Feldpost unterstanden. Derartige Marken gab es von Österreich-Ungarn 1916/18 in den okkupierten Ländern

Feldpostzulassungsmarke
Spezielle Feldpostmarken zur mengenmäßigen Beschränkung bestimmter Arten von Feldpostsendungen.

Felzmann, Ulrich
Er gründete 1976 in der Stresemannstrasse in Düsseldorf die Felzmann-Auktionen und veranstaltet am 30. Juni seine 1. Auktion. In April 2002 fand die 100. Auktion statt.

Fenster
Rückseitig dünne Stelle in der Marke

Fensterumschlag
Briefumschlag mit einem eingeklebten Fenster, dass vielfach für Geschäftspost verwendet wird.

lexiko155.jpg (38165 Byte) Fensterumschlag eines Einschreibebriefes und Freistempel mit Bienenkorb (CSSR)

Fernmeldeamt
Amt der Post mit Sitz in einer größeren Stadt, das für die Nachrichtenübermittlung durch Fernmeldeanlagen zuständig ist.

Fernmeldewesen
Dienstzweig der Post zwecks Übermittlung von Nachrichten mit Fernmeldeanlagen sowie die technische Überwachung dieser Anlagen.

Fernverkehr
Postalische Bezeichnung für den Teil des Inlandpostverkehrs, der die Beförderung von Postsendungen von Ort zu Ort erforderlich macht.

Ferrary
Philipp-Arnold Ferrary de la Renotière war der bedeutendste Privatsammler aller Zeiten. Die Versteigerung seiner Sammlung zwischen 1921 und 1926 erbrachte über 30 Millionen Franc.

Fettfarben
Sammelbezeichnung für Steindruck mit wasserunlöslichen Druckfarben

Feuerlandmarke
Privatpostmarke von 1891 des Goldwäschereiunternehmen Julio Popper, die zur Frankierung der Post der Goldwäschereien auf Feuerland verwendet wurde.

Feuerrote Fünfzig
Spitzenwert zu 50 Pf der Freimarkenausgabe 1889/90 der Dt. Reichspost.

Fezzan 
Fezzan ist eine Wüstenlandschaft im Südwesten Lybiens. Dieser Teil der ehemaligen Kolonie Italienisch-Lybien wurde 1943 von Frankreich besetzt. Vorübergehend wurde Fezzan tunesischer Verwaltung unterstellt, wurde aber 1951 zusammen mit den anderen Teilen der italienischen Kolonie als Königreich Libyen unabhängig. 
Briefmarkenausgaben von 1943 bis 1950

Marke aus Fezzan


FFC
Abk. aus dem Engl. für First Flight Cover.

Fidschi 
Fidschi (engl.: Fiji Islands) ist ein Inselstaat im Südpazifik nördlich von Neuseeland und östlich von Australien. Fidschi ist seit 1970 unabhängig und seit 1987 eine Republik mit der Hauptstadt Suva auf der Insel Viti Levu. Fidschi ist eine isolierte Inselgruppe im Südwestpazifik und liegt etwa 2.100 Kilometer nördlich von Auckland, Neuseeland. Hauptstadt: Suva auf Viti Levu. Briefmarkenausgaben seit 1871

lexiko324.jpg (10629 Byte) Marke der Fidschi-Insel

Filatelie
Erlaubte neue Schreibweise für Philatelie.

Filialpostamt
Nebenstelle einer Postbeförderungsanstalt.

Filziges Papier
Weiches, faseriges Papier, das z. B. für die Freimarkenausgabe von Bayern 1870/73 in einer Teilauflage verwendet wurde.

Fingerhutstempel
Poststempel aus dem 19. Jahrhundert mit ca. 17 mm Außendurchmesser. Ursprünglich wurde ein derartiger Stempel speziell für die Freimarkenausgabe 1871/74 von Österreich verwendet. Später gab es diesen Stempel auch in Bayern und Hannover.

Finnland
Finnland ist ein Staat in Nordeuropa und Mitglied der Europäischen Union. Er grenzt an Schweden, Norwegen, Russland und die Ostsee. Hauptstadt: Helsinki. 
Historisch-politisch sind die Verbindungen zu Schweden eng. Auch zum sprachverwandten Estland bestehen über den Finnischen Meerbusen enge Kontakte. Die schwedischsprachige Inselgruppe Åland (finn. Ahvenanmaa) hat einen weitgehenden Autonomiestatus. Finland, Finlande und Suomi findet man als Länderbezeichnung auf den Briefmarken. Eigene Briefmarkenausgaben seit dem 3. März 1856.

lexiko156.jpg (20727 Byte) Marke mit Hummel aus Finnland

Finnland - Aland
Åland (schwedisch für „Flussland“, auch Landskapet Åland; finnisch Ahvenanmaa) ist eine mit weitgehender Autonomie ausgestattete und demilitarisierte Provinz Finnlands. Sie besteht aus der gleichnamigen Inselgruppe in der nördlichen Ostsee am Eingang des Bottnischen Meerbusen zwischen Schweden und Finnland. Hauptstadt: Mariehamn
Briefmarkenausgabe seit 1984

lexiko102.jpg (9996 Byte) FDC der Alandinseln

FIP

"Fédération Internationale de Philatelie", internationaler Dachverband der nationalen Philatelistenverbände. 

Firmenlochung
Von Buchstaben oder sonstige Zeichen durch Postbenutzer, um eine unberechtigte Benutzung der Marken für private Sendungen und Unstimmigkeiten in der Portokasse auszuschließen.

first day cancel
engl. für Ersttagsstempel

First Day Cover
engl. für Ersttagsbrief

lexiko42.jpg (18395 Byte) Ersttagsbrief (First Day Cover)

FISA
Fédération Internationale des Sociétés Aérophilatéliques, internationaler Dachverband der nationalen Luftpostsammlervereine.

Fiskalische Entwertung
Entwertung und Verwendung von Postwertzeichen für nichtpostalische Zwecke wie z. B. durch staatliche Kassen und Dienststellen.

Fiume
Rijeka (italienisch und ungarisch Fiume, deutsch veraltet auch St. Veit am Flaum; der kroatische und der italienische Name bedeuten auf deutsch „Fluss“) ist eine Hafenstadt an der Kvarner-Bucht in Kroatien. Das Ende des Zweiten Weltkriegs warf eine politische Frage in Verbindung mit Rijeka auf. Rijeka wurde 1947 an Jugoslawien zurückgegeben und durch eine Volksabstimmung wieder eine geeinte Stadt. Die Einwohner der Stadt wurden vor die Wahl gestellt, entweder die jugoslawische Staatsangehörigkeit anzunehmen oder aus Jugoslawien ausgewiesen zu werden. 1991 erklärte sich Kroatien unabhängig von Jugoslawien. Briefmarkenausgaben von 1918 bis 1924.

lexiko123.jpg (8977 Byte) Marke mit Bienenkorb aus Fiume

Flachdruck
Eine von drei Hauptgruppen in welche die Druckverfahren unterteilt werden. Die druckenden und nicht druckenden Teile liegen auf einer Ebene. Durch das natürliche Prinzip des Abstoßens von Fett und Wasser nehmen nur die druckenden Teile Farbe an. Die beiden anderen Druckverfahren sind Hochdruck und Tiefdruck. Vertreter des Flachdruckes sind der Offsetdruck und der Steindruck.

Flächenwasserzeichen
Wasserzeichen, bei dem das Wasserzeichen einzeln, sich wiederholend auf den gesamten Druckbogen verteilt ist.

Flaggenpost
Postbeförderung im ehemaligen deutschen Kolonialgebiet Kamerun 1912/14, wobei afrikanische Postläufer von Dorf zu Dorf eilten, um die Postsendungen, die an eine deutsche Flagge geheftet waren, zu befördern.

Flaggensatz
Bezeichnung für die Markenausgabe der USA von 1943 mit den Nationalflaggen der im 2. Weltkrieg von Deutschland und Italien überfallenen Staaten.

Flaschenpost
Unkontrollierte Postbeförderung durch Aussetzen von verschlossenen Behältern in Gewässern.

Flexodruck
Druckverfahren mit elastischer Gummidruckform unter Verwendung von dünnflüssiger Anilin- oder Pigmentfarben.

Flüchtige Farbe
Druckfarbe, bei der einzelne Bestandteile chemisch reagieren bzw. sich nach und nach verflüchtigen.

Flugausfallstempel
Postalischer Bestätigungsstempel mit dem Hinweis, dass eine Postsendung nicht auftragsgemäß per Luftpost oder Sonderflug befördert werden konnte.

Flugbestätigungsstempel
Postalische Zusatzstempel zur Bestätigung, dass eine Postsendung mit dem durch den Stempel ausgewiesenen Flug befördert werden konnte.

Flugleitstempel
Diese dienen der Bezeichnung der Flugstrecke, mit der ein Poststück befördert worden ist. Flugleitstempel sind keine postalischen Stempel.

Flugmarke
Bezeichnung für eine nicht amtliche, von privater Seite (Fluggesellschaft, Flugverwaltung etc.) verausgabte Marke. Allerdings gibt es auch Flugmarken, die postalisch anerkannt waren.

Flugpost
Synonym für Luftpost.

Flugpostbestätigungsstempel
Hierbei handelt es sich nicht um einen Entwertungsstempel, sondern er dient zur Kennzeichnung einer bestimmten Flugpostbeförderung. Somit ist er ein postamtlicher Zusatzstempel.

Fluoreszenz
Unter ultraviolettem Licht aufleuchtender Zusatzstoff im Markenpapier, der zur Sicherung gegen Fälschungen und zur Ermöglichung automatischer Entwertungen eingebracht wird.

F.M.
Abkürzung für "Franchise Militaire". Hierbei handelt es sich um seitens der Militärverwaltung den französischen Soldaten kostenlos zur Verfügung gestellte Briefmarken.

Fouré, Georges
Fouré war ein bedeutender Philatelist und von 1879 bis 1887 Schriftleiter der "Berliner Illustrierten Briefmarkenzeitung". Leider fiel er als Verfälscher von altdeutschen Briefumschlägen auf.

Fournier, Francois
Fournier war einer der bekanntesten Fälscher. Aus dem gefälschten Material stellte er Sammlungen her, die er verkaufte.

Fraktur
Druckschrift mit gerade stehenden Buchstaben, die zu Beginn des 16. Jahrhunderts aus Buchstabenformen der geschriebenen Bücher hervorging.

Franco
Kurzform für italienisch "Franco bollo", was soviel wie Freimarke bzw. frei gemacht bedeutet (= Porto bezahlt).

Frankatur
Bezeichnung für den Betrag in Postwertzeichen, der zum Freimachen einer postalischen Sendung auf Grund des Tarifs aufgewendet werden muß.

Frankaturkraft
Ein Postwertzeichen verfügt über einen Freimachungswert und ist zur Freimachung von Postsendungen und zur Verrechnung postalischer Gebühren zugelassen.

Frankaturtausch
Art des Tauschens von Briefmarken, wobei die Tauschpartner sich gegenseitig kursgültige Briefmarken als Frankatur auf Postsendungen zusenden.

Frankaturwert
Bezeichnung für den Wert, den ein Postwertzeichen im Sinne des Tarifs hat. Dies bedeutet z. B. bei Wohlfahrtsmarken, dass der Zuschlag nicht zum Frankaturwert zählt.

Frankierfähigkeit
Frankierfähig sind Marken vom Tag der Emission bis zur Außerkurssetzung.

Franko
Vom Absender im Voraus bezahlte Beförderungsgebühr; Gegenteil von Porto.

Frankobrief
Die Versendung kostete Geld, der Brief war also gebührenpflichtig. Der Absender übernahm diese Kosten und bezahlte ihn bei der Aufgabe. Der Empfänger bezahlte also nichts. Auch wenn der Empfänger noch den Botenlohn zu entrichten hatte, spricht man von einem Frankobrief, denn nicht immer war der Bote vom Absender bezahlbar. Die Bezahlung der Postgebühren konnte bar (i. d. R. auf der Rückseite notiert), oder in Marke(n) erfolgen. Der Gedanke, frankiert heisst immer mit Briefmarke versehen, ist grundfalsch.

Frankomarke
Veraltete Bezeichnung für Freimarke, mit der die Postgebühr im voraus bezahlt wurde.

Frankostempel
Von der preußischen Post 1864 eingeführter Aufgabestempel mit den Buchstaben "F" oder "Fr." unter dem Ortsnamen, der zur Barfreimachung oder auch Teilfrankatur diente.

Frankozettel
1.Auf der Sendung aufgeklebter Zettel zum Nachweis der Barfreimachung bei Markenmangel in der Tschechoslowakei 1918/19 und 1945 eingesetzt.
In der Schweiz Zettel mit der Inschrift "FRANCO" zur Kennzeichnung von portopflichtigen Dienstsachen, auf denen kein Frankovermerk aufgedruckt oder angebracht war.

2. Wurde ein qualifiziertes Poststück (Wertbrief, Paket usw.) in ein fremdes Land, oder über mehrere Länder versandt, und konnte die Aufgabepost dem Versender keine Angaben über die Gebühren bis dorthin machen, so folgte die Postsendung ein Frankzettel, auf dem bis zum Empfänger angefallenen Gebühren aufzulisten waren. Der Absender hatte einen angemessenen Vorschuß zu leisten, der einbehalten wurde (Depositum). Kam die Sendung beim Empfänger gut an, wurde der Frankozettel unterschrieben vom Empfänger schnell der Aufgabepost zurück gesandt, um die verauslagten Gebühren zu erhalten. Die Aufgabepost entnahm dem Depositum den geforderten betrag, überwiese es der oder den fremden Posten, und zahlte den Rest dem Absender zurück.

Frankreich
Frankreich ist ein demokratischer, noch immer stark zentralistischer Einheitsstaat im Westen Europas. Es grenzt an Belgien, Luxemburg, Deutschland, die Schweiz, Italien, Monaco, Spanien, Andorra, an den Atlantik mit dem Ärmelkanal und an das Mittelmeer. Hauptstadt: Paris. Neben dem Territorium in Europa gehören zu Frankreich Überseegebiete in der Karibik (u. a. Saint-Martin, das eine Landgrenze mit dem niederländischen Sint Marteen aufweist), Südamerika (Französisch-Guayana, das Landgrenzen zu Brasilien und Surinam hat), vor der Küste Nordamerikas, im Indischen Ozean und in Ozeanien. Markenausgaben seit 1849. France oder RF findet man als Länderbezeichnung auf den Briefmarken.

lexiko157.jpg (8506 Byte) Marke aus Frankreich

Französisch-Antarktis
Sammelgebiet, das sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Marken geben Länder wie Australien, Frankreich, Großbritannien und Neuseeland heraus, aber auch Belege von Forschungsschiffen und -stationen werden gerne gesammelt.

marken397.jpg (47518 Byte) Bienenkorb im Zudruck; Franz. Antarktis

Fredersdorf-Etiketten
Aushilfsmarken des Postamtes Fredersdorf bei Berlin vom 20. Juni bis November 1945 infolge Markenmangels.

Freibrief
Bezeichnung für einen Dienstbrief in Schweden bis 1873.

Frei durch Ablösung
Diesen Text findet man auf deutschen Briefmarken des Jahres 1903 ("Ablösung Nr. 21" für Preußen und "Ablösung 16" für Baden). Der Text "Frei durch Ablösung" wurde als Stempel oder Aufdruck zur Frankierung von Behördenpost verwendet.

Freigebühr
Vom Absender zu zahlende Beförderungsgebühr für eine Postsendung.

Freimachung
Diese sorgt dafür, da dem Empfänger die Postsache kostenlos zugestellt wird. Die Freimachung kann durch Aufkleben eines Postwertzeichen, durch Entrichtung der Gebühren mit entsprechendem Vermerk auf der Postsendung, durch Stempel "Gebühr bezahlt", durch Aufkleben von Gebührenstreifen oder durch Verwendung von Postkarten, Briefumschlägen etc. mit eingedrucktem Postwertzeichen erfolgen.

Freimachungswert
Teil des Nennwertes eines Postwertzeichens, der zur Bezahlung postalischer Leistungen in Anspruch genommen wird.

Freimachungsvermerk
Entgelt bezahlt-Vermerk. Der Freimachungsvermerk ist bei der Frankierung großer Stückzahlen die einfachste und zeitgünstigste Variante. Der Vermerk befindet sich in der rechten oberen Ecke einer Sendung (z.B. auf der Briefhülle) und muss mindestens 3,5 x 1,8 cm gross sein.

lexiko18.jpg (58963 Byte)   lexiko19.jpg (26716 Byte) verschiedene Freimachungsvermerke

Freimachungszwang
Von der Post geforderte Vorauszahlung der Beförderungsgebühr durch den Absender vor Beginn der Postbeförderung. Diese Vorauszahlung gab es erstmals 1653 bei der Stadtpost Paris, danach 1842 in Brasilein und ab 1850 in Großbritannien.

Freimarken
Dauermarken und Sondermarken (siehe dort), die zum Frankieren der Post des allgemeinen Publikums verwendet werden (s. auch Dienst - und Portomarken).

Freimarkenprovisorium
Vorläufig oder behelfsweise als Freimarke verwendete Briefmarke anderer Gattung, wobei die Verwendung oft aus Markenmangel begründet wird. Dies können Dienstmarken, Stempelmarken, Telegraphenmarken etc. sein, die meist mit einem Aufdruck versehen sind.

Freistempler
Bezeichnung für eine maschinelle Einrichtung (Barfreimachungsmaschine), mit der der Absender seine Post mit dem notwendigen Porto selber frankieren kann. Die ersten Freistempler wurden 1897 in den USA verwendet und in Europa zuerst ab 1906 in Ungarn.

lexiko124.jpg (31408 Byte) Freistempelabdruck

Freiumschlag
Freigemachter Briefumschlag, der einer Postsendung beigelegt wird, damit der Empfänger keine Postgebühr bei der Rücksendung bezahlen muß.

lexiko158.jpg (14249 Byte) Freiumschlag

Friedensdruck
Gegenteil von Kriegsdruck; Bezeichnung als Qualitätsbegriff des Drucks gegenüber den in Kriegs- und Inflationszeiten entstandenen minderwertigen Drucken. Hierbei ist nicht nur die Druckqualität, sondern auch die Qualität des Papiers und die einwandfreie Gummierung zu beachten.

F.T.T.
Abkürzung für "Free Territory Trieste" = Freies Gebiet von Triest; Aufdruck auf italienischen Marken 1947.

Aufdruck "F.T.T: (Triest)

Fuera de balija
In Peru verwendeter Hinweisstempel zur Kennzeichnung von verspätet nach Schalterschluß oder Postabgang eingelieferter Post

Fuera de hora
Hinweisstempel in spanischsprechenden Ländern zur Kennzeichnung von verspätet nach Schalterschluß oder Postabgang eingelieferter Post.

Fugitives
Bezeichnung für eine 90-Cent-Marke von Frankreich mit einem "F"-Aufdruck zugunsten der rotspanischen Flüchtlinge in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts.

Fujeira 
Fujeira ist eines der sieben Scheichtümer am Persischen Golf. Dieses Land fiel dadurch auf, dass es pausenlos über eine Argentur zahllose Marken, Blöcke und Dienstmarken herausgab. Aufgrund einer geschickten Motivauswahl wurden immer wieder Motivsammler zum Erwerb dieser Marken animiert. Seit dem 1.1.1973 sind die Scheichtümer Abu Dhabi, Ajman / Manama, Dubai, Fujeira, Ras al-Khaima, Sharjah und Umm al-Kaiwain politisch zu den Vereinigten Arabischen Emiraten zusammengeschlossen. Briefmarkenausgaben von 1964 bis 31.07.1972

lexiko325.jpg (33694 Byte) Block aus Fujeira 

Futschou-Provisorium
Dieser entstand bei der Deutschen Post in China auf dem Postamt von Futschau, als die 5-Pfennig-Marke aufgebraucht war mit Handstempeldruck und ist amtlich anerkannt.

 

Bitte melden Sie uns fehlende Begriffe und/oder Ergänzungen - vielen Dank. 


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Letzte Änderung am 23. Januar 2009

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