Api-Phila - Lexikon
Buchstabe "H"

Haarlemer Druck
Ausgabe mit dem Kopf von König Wilhelm II. der Niederlande 1864. Diese Ausgabe unterscheidet sich vom Utrechter Druck durch das Papier, das beim Haarlemer Druck porös und dünn ist.

Haas, Theodor

Haas (1848-1911) war ein bedeutender philatelistischer Schriftsteller und verfasste z. B. im Jahre 1905 ein "Lehrbuch der Briefmarkenkunde". Von 1890 bis 1910 leitete er die Zeitschrift "Illustrierte Briefmarkenjournal". Theodor Haas erhielt 1906 als erster die Lindenberg-Medaille.

Habilitado

Spanisch für "gültig". Bezeichnung für den Aufdruck auf Aufbrauchs- und Aushilfsausgaben in spanisch sprechenden Ländern, die oft bei der Herstellung provisorischer Freimarken aus anderen Marken oder bei Verwendung bereits außer Kurs gesetzter Urmarken üblich ist.

halbamtlich

Als Zusatzfrankatur gültige Marken, wie sie z. B. bei Sonderflugmarken und Schiffspostmarken verwendet werden.

Halbbrüchig

Bezeichnung für die Art der Beschriftung eines Blattes, das der Länge nach in zwei Spalten geteilt (= "gebrochen") ist.

Halbfranko
Ausdruck in Österreich für Sendungen bis 1842 ins Ausland, die wegen des Grenzfrankozwanges nur bis zur österreichischen Grenze frankiert angenommen wurden. Ab da wurde unfrankiert versandt. -siehe auch Grenzfranko u. Teilfranko

Halbierung

diese wurde angewandt, wenn Marken bestimmter Wertstufen aufgebraucht waren.

lexiko491.jpg (36782 Byte) Ganzsache mit halber Marke

Halbkreisstempel

Poststempel, deren Abdruck die Form eines Halbkreises - begrenzt durch Linien - hat. Wenn die Grundlinie fehlt, bezeichnet man diese Halbkreisstempel als offen.

Beim Halbkreisstempel unterscheidet man zwischen:
- einfacher Halbkreisstempel = ohne Radiuslinie, offen
- doppelter Halbkreisstempel = mit 2 Halbkreisen und oft auch 2 oder 3 Grundlinien, Steg oder Doppelsteg
- Halbkreisstegstempel mit 2 Grundlinien
- Halbkreisdoppelstegstempel - mit 3 Grundlinien, doppelter Steg.

Halbmond-Stern-Aufdruck

Aufdruck der Türkei während des 1. Weltkrieges zur Verwendung von Restbeständen außer Kurs gesetzter Frei- und Zeitungsmarken der Ausgaben 1892-1903.

Hamburg

Die Freie und Hansestadt Hamburg war dem Deutsch-Österreichischen Postverein am 1. Januar 1852 beigetreten, die ersten Ausgaben erschienen aber erst am 1. Januar 1859. Hamburg hatte für den Handel und den Postverkehr schon immer eine große Bedeutung und deshalb unterhielten Dänemark, Hannover, Mecklenburg-Schwerin, Preußen, Schweden, Norwegen, Schleswig-Holstein und Thurn & Taxis dort eigene Postverwaltungen.
Insgesamt katalogisiert der Michel-Katalog (in den Hauptnummern) 22 Ausgaben. Als Motiv wurde die Nominale abgebildet, der Name "Hamburg" stand oben auf der Marke und unten das Wort "Postmarke". Links und rechts stand die Währungsangabe, bestehend aus den beiden Worten "Silber" und "Schilling". Zu erwähnen ist auch, daß es auch Ganzsachen aus dem Jahre 1866 gibt, die sehr gesucht sind. 


Hamburger Stadtpostmarke

Freimarke des Norddeutschen Postbezirks 1969 und 1869 für das Stadtgebiet von Hamburg. Diese Marke wurde noch durch die Deutsche Reichspost bis zum 31.121874 weiterverwendet.

Hammerstempel

Handstempel mit um 90 Grad gebogenem Stiel. Die Stempelplatte befindet sich am kurzen Ende des Stiels. Der hammerförmige Handstempel lässt eine höhere Stempelgeschwindigkeit und intensivere Stempelabdrucke zu.

Hammerstempel

HAN

Abkürzung für Hausauftragnummer.

Handbuch

Philatelistisch gesehen ist es die Bezeichnung für Fachbücher im Gegensatz zu einem Katalog, der alle Marken eines Landes oder Gebietes auflistet. Das Handbuch ist eine wissenschaftliche Arbeit zu einem bestimmten Thema, der Katalog eher ein Nachschlagewerk zur Wertbestimmung.

Handdruck

Manuell vorgenommener Druck. Hierzu zählt u. a. auch der Druck oder die Vervielfältigung mittels Handstempel. Mit Handdruck wurden viele Aufdrucke auf den Währungsprovisorien der damaligen Sowjetischen Besatzungszone vorgenommen.

Handelswert

Bei dem Handelswert einer Briefmarke handelt es sich um den Preis, der im Handel für eine Briefmarke als Sammelgegenstand üblicherweise zu bezahlen ist. Dieser Preis kann sich erheblich (meist nach unten) vom Katalogpreis unterscheiden.

Handgeschöpftes Papier

Mit einem siebbespannten Rahmen manuell aus dem Trog geschöpftes Papier aus Hadernbrei, weshalb man auch von Bütten- oder Hadernpapier spricht.

Handschriftliche Entwertung
Postalische Entwertung von Postwertzeichen mit Federstrich, Kreuz, wobei Tinte oder ein Farbstift verwendet wird.

Handschriftliche Entwertung

Handstempel

Mit der Hand abzuschlagender Stempel zur Markenentwertung in Form von Fauststempel mit kurzem Stiel. Im Gegensatz dazu gibt es den Maschinenstempel mit automatischer Entwertung.

Handstempelaufdruck

Meist als Notmaßnahme vorgenommener Aufdruck, wobei meist jede Marke einzeln mit dem Aufdruck versehen werden musste.

Handy-Marke
Wer eine SMS mit dem Stichwort «Brief» oder «Karte» an die Nummer 22122 schick oder direkt dort anruf, erhält innerhalb von Sekunden einen zwölfstelligen Code. Wird dieser mit der Hand auf den Brief übertragen, ist die Sendung passend frankiert und kann in den Briefkasten.

aktuel20.jpg (16389 Byte)   aktuel21.jpg (16728 Byte)   aktuel22.jpg (17455 Byte)   aktuel23.jpg (14005 Byte) Funktionsweise Handy-Entwertung


Handy-Entwertung
s. Handy-Marke

Handy-Freimachung
s. Handy-Marke

Hannover

Die erste Ausgabe des Königreiches Hannover zu 1-Gutegroschen erschien am 1. Dezember 1850. Da Hannover noch nicht Mitglied des Deutsch-Österreichischen Postvereins war, galt diese Marke genauso wie die zweite Ausgabe (die sich nur in der Farbe - grün statt blau - von der ersten unterschied) nur innerhalb des Landes, also eine klassische "Inlandsmarke". Als Motiv wurde ein "gemusterter Wertschild mit Landeswappen" gewählt.
Als Hannover im März 1851 dem Postverein beitrat, wurde die Währung auf die preußische Währung (30 Silbergroschen = 1 Thaler) umgestellt. Die Ausgaben der Folgejahre wiesen neben ihrer Motivgestaltung auch auf den Bogenrändern ornamentartige Bordüren oder Jahreszahlen aus, was interessante Perspektiven für den Sammler eröffnet.
Insgesamt katalogisiert der Michel-Katalog (in den Hauptnummern) 25 Ausgaben. Neben dem Wertschild sind das Porträt von König Georg V. und das Posthorn-Motiv zu nennen.

HAPAG
Abkürzung für "Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Actien-Gesellschaft". Diese hat 1865/70 zwei Marken verausgabt, die im Katalog unter "Deutsche Schiffspost" gelistet sind.

Harrison & Sons Ltd.

Berühmte Londoner Druckerei, die zahlreiche Postwertzeichen für Großbritannien hergestellt hat.

Hauptpostamt

In der ehemaligen DDR war dies ein Postamt in einer Bezirksstadt, dem mehrere in seinem Zustellbezirk gelegene Postämter unterstellt waren. Das Hauptpostamt war für Leitaufgaben zuständig.

Hauptstempel

Bezeichnung für einen Stempel, der auf einer Postsendung durch Kennzeichnung von Aufgabeort und -zeit angebracht werden muß. Hierzu zählen u.a. Aufgabestempel (Tagesstempel), Streckenstempel (Bahnpost, Schiffspost, Kraftpost) und Bezirksstempel.

Hausauftragnummer
Diese kommt bei auf Plattendruck hergestellten deutschen Briefmarken in der Mitte des unteren Bogenrandes vor.

Hausbriefkasten

Briefkasten an einem Wohngebäude zur Zustellung von Postsendungen bzw. Zeitungen. In Firmen Briefkasten, in den die Mitarbeiter die Firmenpost zwecks Weiterleitung einwerfen.

Hauspostamt

Postanstalt in öffentlichen Gebäuden, die besonders vor 1930 eingerichtet wurde (z. B. im Berliner Hotel Excelsior oder im Reichsstag).

Hawid

Wichtiger deutscher Hersteller von Zubehör. Vor allem bekannt für Klemmtaschen. Der Name setzt sich zusammen aus den ersten Buchstaben des Namens des Firmengründers Hans Widmaier.

Heftchenbogen

Ein Briefmarkenbogen, auf dem die Briefmarken so angeordnet sind, dass man daraus Markenheftchen herstellen kann.

Heftchenmarken

Briefmarken aus Markenheftchen, die manchmal Typenunterschiede aufweisen können und sich somit eindeutig von den Marken aus Schalterbogen unterscheiden lassen.

Heftchenrand

Am Markenheftchenblatt befindlicher Papiersteg, der das Zusammenheften oder Zusammenkleben mehrer Heftchenblätter zu einem Markenheftchen ermöglicht.

lexiko173.jpg (27163 Byte)
Heftchenrand mit Strichelleiste (Deutsches Reich)

Heimatsammlung

Philatelistische Sammlung, die sich mit bestimmten Abschnitten der heimatgeschichtlichen Entwicklung eines begrenzten Gebietes beschäftigt. Hierbei kann es sich um historische, politische, kulturelle, verkehrsgeschichtliche oder postalisch Ereignisse handeln.

Hela

Amtlich anerkannte Marke für die bei der Halbinsel Hela abgeschnittenen deutschen Truppen.

Helgoland

Von 1814 bis 1890 war die Insel englische Kolonie und kam 1890 durch Tausch gegen Sansibar zum Deutschen Reich. Dennoch ist sie mit der deutschen Postgeschichte eng verbunden, da die Freie und Hansestadt Hamburg dort seit 1796 eine eigene Postagentur unterhielt. Am 1. Juli 1866 übernahm Großbritannien die Helgoländer Post und führte im März 1867 eigene Marken ein. Ab 1875 zeigten die Marken sowohl deutsche, als auch englische Wertangaben, die zu den frühen Doppelnominal-Marken zählen.
Zusätzlich zu dem bei den britischen Marken bekannten Motiv, dem Porträt von Queen Viktoria, gibt es bei den ersten Marken im Markenbild neben der Bezeichnung "Heligoland" ausschließlich die hamburgische Währungsangabe "Schilling". Der Grund ist die traditionell enge Verbundenheit Helgolands mit Hamburg. Die Postwertzeichen Helgolands sind bei Altdeutschlandsammlern und bei Sammlern britischer Marken gleichermaßen beliebt.
Insgesamt katalogisiert der Michel-Katalog (in den Hauptnummern) 20 Ausgaben. Neben der Silhouette von Königin Viktoria ist das Landeswappen als Motiv zu erwähnen. Bis 1875 wurde die Währung in Schillingen und danach in Mark und Pfennig angegeben.

Helgoland-Neudrucke

Bezeichnung für die Neudrucke von Freimarken und Ganzsachen der Insel Helgoland in der Deutschen Bucht, die während der Ausgabezeit eigener Briefmarken in englischem Besitz war. Dabei ist zu unterscheiden zwischen den amtlichen Neudrucken von 1890 für Zwecke des Reichspostmuseums und den halbamtlichen Ausgaben, die zwischen 1875 und 1895 vom Hamburger Briefmarkenhändler Goldner vorgenommen wurden.

Heliogravüre

Verfahren zur Herstellung von Tiefdruck-Metalldruckformen auf fotomechanischem Wege. Auf eine mit geschmolzenem Asphaltstaub als Ätzwiderstand überzogenen Kupferplatte wird Pigmentpapier mit einem als Diapositiv kopiertem Bild naß aufgequetscht, die Papierschicht abgezogen und die auf der Platte haftenbleibende reliefartige Chromgelatineschicht mit dem Bild entwickelt und getrocknet. Danach wird die Platte in Eisenchloridbädern geätzt, wobei die Säure je nach der Dicke der auf der Platte haftenden Gelatineschicht mehr oder weniger Metall wegätzt.

Helvetia

Lateinische Bezeichnung für die Schweiz nach einem kleinen keltischen Volksstamm, den Helvetiern. Die erste Briefmarke der Schweiz kam 1893 heraus und ist die sog. "Zürich 4".

lexiko174.jpg (10937 Byte) Marke aus der Schweiz

Henkel

Gestaltungselement bei einem Stempel, bestehend aus zwei einem Rechteck aufgesetzten Kreislinien.

Henkelstempel
Bezeichnung für einen Halbkreisstempel der Post von Thurn & Taxis mit doppelter Inschrift "F.TH.u.TAX.(O)P.A." und Datum einfassender Grundlinie, darüber Ortsname in doppeltem Kreisbogen, so dass der Stempel einem länglichen Rechteck mit aufgesetztem Henkel gleicht. Derartige Stempel gab es in Bremen, Hamburg und Lübeck.

Herger,

Mag. Helga, akad. Malerin und Briefmarkenkünstlerin.

Herkunftstempel

Nebenstempel verschiedener Postverwaltungen im 19. Jahrhundert, mit denen das Ursprungsland der Postsendung kenntlich gemacht wurde. Oft war dieser Stempel besonders wegen der komplizierten Portoverrechnung im Transitverkehr und zur Gebührenkontrolle erforderlich.

Hermes-Köpfe

Bezeichnung für die Dauerfreimarken Griechenlands 1861-1924, wobei 1861/92 die "großen Hermesköpfe", die fast das gesamte Markenbild ausfüllten, und 1886/99 die "kleinen Hermesköpfe" mit kleinerem Medaillon und größerer Landes- und Wertangabe zu unterscheiden sind. 1902 erschienen "Hermesköpfe im Hochoval" und 1911/24 "Hermsköpfe vor Hermesstab".

Herrmann, Prof. Dr. Emanuel

Erfinder der Korrespondenzkarte, geboren 1839, gestorben 1902

Herz, Dr. Johann Jakob

Österreichischer Briefmarkenkünstler, geboren am 24. März 1809 in Lemberg, gestorben am 9. Dezember 1873 in Wien. Er entwarf vermutlich die Zeichnung der ersten österreichischen Briefmarkenausgabe von 1850.

Herzstück

Blockstück von vier Marken aus der Mitte eines Großbogens mit Zwischenstegen bzw. eines Bogens, der Marken verschiedener Wertangabe im Zusammendruckbogen enthält.

Hesshaimer, Ludwig

Österreichischer Maler und Radierer (1872-1956), der u.a. für die Organisation der Internationalen Briefmarkenausstellung WIPA 1933 zuständig war und zahlreiche Briefmarkenausgaben (z.B. Liechtenstein Luftpostausgabe 1934/36 und 1939) entwarf.

Heuschreckenmarke

Im Jahre 1923 verausgabte Mexiko eine Marke zu 1 Cent mit dem Denkmal Morelos als Zusatzbriefmarke. Der Ertrag kam dem Institut für Heuschreckenbekämpfung zu Gute.

Hill, Rowland

Er gilt als Erfinder der Briefmarke 1836. Außerdem war er Urheber der englischen Postreform im Jahre 1837 und wurde für seine Verdienst geadelt. 1834 hat angeblich schon James Chalmers eine gummierte Marke angefertigt.

Hieroglyphen für "Biene" und "Honig"
  und  
Diese Hieroglyphen stehen für "Biene" (aber auch für "Honig") und finden sich sehr oft auf alten Inschriften, weil diese Hieroglyphen als Symbol für Unterägypten zusammen mit der Binse, dem Symbol für Oberägypten, die Herrschaft des Pharaos über Unter- und Oberägypten unterstreicht. Folgende Länder haben Marken mit Hieroglyphen herausgegeben: Königreich Ägypten, Arabische Republik Ägypten, Frankreich, Großbritannien und die Malediven.

aktuel21.jpg (38919 Byte)  Marke aus Frankreich Hieroglyphen auf Marken aus Ägypten und Frankreich

Himmlermarke

Diese wurde im 2. Weltkrieg zu Propagandazwecken in England angefertigt.

Hinterlegen

Reparatur einer beschädigten Marke durch rückseitiges Aufkleben (= Hinterlegen) eines ähnlichen Papier(stückchens).

Hinweisstempel

Stempel, mit dem auf Besonderheiten einer Postsendungen hingewiesen wird. Zur Kennzeichnung bestimmter Sendungsarten (z. B. Einschreiben, Eilsendung), zur Anbringung postalischer Vermerke (z. B. "Annahme verweigert"), zur Kennzeichnung von Sendungen, die beschädigt wurden (z. B. "Beschädigt eingegangen") oder zur Kennzeichnung einer Behandlung durch nichtpostalische Stellen (z. B. Cholerastempel, Zensurstempel, Zollkontrollstempel etc.).

lexiko176a.jpg (38518 Byte) Zensurstempel

Hinweiszettel

Klebezettel, mit dem auf Besonderheiten einer Postsendungen hingewiesen wird. Zur Kennzeichnung bestimmter Sendungsarten oder zur Anbringung nichtpostalischer Vermerke bezüglich des Inhaltes verwendet.

Hitler-Marken

Letzte Dauermarkenserie des Deutschen Reiches aus den 40er Jahren. Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Porträt häufig geschwärzt und die Marken wurden lokal verwendet.

Hitler-Spionage-Marken

Diese wurden im 2. Weltkrieg in England in Werten zu 3, 4, 6 und 8 Pfennig hergestellt und zu Propagandazwecken verfälscht. Anstelle des Porträts Hitlers waren sie mit einem Totenkopf versehen.

Hochdruck

Eine von drei Hauptgruppen in welche die Druckverfahren unterteilt werden. Die druckenden Teile liegen erhöht. Die Druckfarbe wird direkt vom Druckstock auf das Papier übertragen (direkter Druck). Die beiden anderen sind Flachdruck und Tiefdruck. Vertreter des Hochdruckes sind der Buchdruck und der Prägedruck.

Hochdruckpapier

Für das Hochdruckverfahren geeignetes Papier. Eigentlich können alle Papiersorten verwendet werden, aber oberflächenbehandeltes Papier ist besonders geeignet.

Hochformat

Sehr häufig verwendetes Briefmarkenformat, wobei zwischen kleinem Hochformat mit Markenbildhöhe unter 18 mm, mittlerem Hochformat mit Markenbildhöhe zwischen 18 und 40 mm, großem Hochformat mit Markenbildhöhe über 40 mm und schmalem Hochformat mit Seitenverhältnis von mehr als 1 : 2 unterschieden wird.

Höhlenmalerei (Spanien)

Hochwasser-Blocks

Bezeichnung für die beiden Sonderblocks des Saarlandes aus dem Jahre 1948 mit Zuschlag zugunsten der Hochwassergeschädigten von 1947/48. Da die Auflage je Block nur 38.053 Stück betrug, sind die Blocks gesuchte Raritäten.

lexiko257.jpg (57957 Byte) Hochwasserblock

Holboell, Einar

Dänischer Postangestellter (1865-1927), der aus Erfinder von Spendenmarken ohne Frankaturkraft zu Wheinachten (sog. "Jul-Marken") gilt. Der erste Verkauf erbrachte 1904 74.000 dänische Kronen, wobei der Reingewinn der Tuberkulosehilfe zu Gute kam. Derartige Marken sind in Skandinavien sehr beliebt.

lexiko177.jpg (30075 Byte) Julmarken aus Schweden

Holy Island 
Schottland ist ein Land im Nordwesten Europas und Teil des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland. Schottland besteht aus dem nördlichen Teil der größten europäischen Insel Großbritannien und mehreren Inselgruppen, nämlich den Shetlandinseln, Orkney und den inneren und äußeren Hebriden. Holy Island ist eine kleine, nahezu unbewohnte Nachbarinsel von Arran Island vor der Westküste Schottlands.
Diese kleine Insel besitzt keine postalische Unabhängigkeit. Briefmarken, die mit diesem Landesnamen erschienen sind, sind rein private Erzeugnisse. Sie sind weder anerkannt noch besitzen sie irgendeinen Frankaturwert. Sie werden im MICHEL-Katalog nicht gelistet. Die Marken dieses Landes werden von der -> UPU nicht anerkannt und gehören somit zu den -> Cinderellas. 

Holzkanone

Bezeichnung für die Sonderfreimarkenausgabe Bulgariens von 1901 zur 25-Jahr-Feier des Aufstandes gegen die türkische Besatzung. Die Marke zeigt eine 1876 zur Täuschung der türkischen Truppen gebaute und bei Panagjutischte verwendete Holzkanone.

Holzmarke
Bezeichnung einer am 07.09.2004 in der Schweiz erschienen Marke aus 0,7 mm dickem Fichtenholz bester Qualität.

wpe40.gif (26469 Byte) Schweizer Holzmarke

Holzschnitt

Bezeichnung für eine in Holzplatte als Druckstock geschnittene Zeichnung, die bis Mitte des 19. Jahrhunderts oft zur Herstellung von Marken verwendet wurde (z. B. "Sachsen-Dreier" von 1950)

Holztaube

Bezeichnung für Muster deutscher Luftpostmarken von 1922/24 mit Abbildung einer stark stilisierten Taube.

Honduras 
Honduras ist ein Staat in Mittelamerika. Er grenzt an Guatemala, Nicaragua, El Salvador und mit seiner Nordküste an die Karibik. Die Südküste liegt am Nordpazifik. Hauptstadt: Tegucigalpa
Briefmarkenausgaben seit 1866

lexiko338.jpg (15165 Byte) Marke aus Honduras

Hongkong
 
Hongkong (zu deutsch: Duftender Hafen; kantonesisch: Heunggong) ist der Name einer Sonderverwaltungszone an der Südküste der Volksrepublik China. Das an der Mündung des Perlflusses auf einer Halbinsel und über 200 Inseln gelegene Territorium war bis 1997 eine britische Kronkolonie und wurde vertragsgemäß am 1. Juli 1997 an China zurückgegeben.
Briefmarkenausgaben seit 1862  

Marke aus Hongkong

Hópflug

Kurzbezeichnung für die sehr seltenen Luftpostmarken Islands von 1933 mit Aufdruck "Hópflug Itala / 1933" anlässlich der Landung eines italienischen Luftgeschwaders unter Balbo auf dem Flug nach den USA, wobei auch einige Poststücke von Island in die USA befördert wurden.

Horthy-Ausgabe

Ungarische Freimarkenaufdrucke von 1919 anlässlich der Besetzung Budapests durch die Armee des späteren Reichsverwesers Horthy mit vierzeiligem Aufdruck.

Hotelpostmarken

Diese wurden von 1864 bis 1983 in der Schweiz von verschiedenen Berghotels mit amtlicher Genehmigung verausgabt und galten als Zusatzfrankatur vom Hotel bis zum nächsten Postamt.

Houyouxmuster

Bekanntes Dauerfreimarkenmuster Belgiens aus den Jahren 1922/28, benannt nach dem Entwerfers Leon Houyoux.

Hradschinmuster

Bekanntes Dauerfreimarkenmuster der Tschechoslowakei aus den Jahren 1918/20 mit der Prager Burg (Hradschin), wobei die Zeichnung mehrmals geringfügig verändert wurde.

Hufeisenstempel

Der Hufeisenstempel ist ein Poststempel des 19. Jahrhunderts in Deutschland, der seinen Namen von der Hufeisenform bezieht. Allgemein unterscheidet man zwischen einem Hufeisenstempel mit Steg und ohne Steg, der beide Enden der Hufeisen miteinander verbindet. Die Variante mit Steg wird auch Steigbügelstempel genannt.
Der Hufeisenstempel wurde hauptsächlich verwendet in Preußen und dem Norddeutschen Postbezirk, sowie in Lübeck, Sachsen und Württemberg. Ab 1871 griff auch die Deutsche Reichspost auf diese Form zurück.
Durch seine ungewöhnliche Form hat der Hufeisenstempel immer schon die Aufmerksamkeit von Spezialsammlern bzw. Sammlern von Stempeln auf sich gezogen.


Hundeschlittenpost

Dies ist besonders in den USA ein beliebtes Sammelgebiet. Wegen der klimatischen Verhältnisse wurden die Siedlungen in Alaska um 1900 herum durch die Hundeschlittenpost versorgt.

lexiko5.jpg (86635 Byte)
Hundeschlittenpost

Hygroskopischer Gummi

Gummierung, die bereits bei höherer Luftfeuchtigkeit klebt (z. B. DDR 1949 Sondermarke zum "Tag der Briefmarke").

Hymneblocks

Bezeichnung für die Sonderausgabe in Blockform der Tschechoslowakei 1934, bei der jeweils 15 Werte zu 1 bzw. 2 Blocks mit Zierrahmen umgeben sind. Der Text und die Noten der Nationalhymne werden gezeigt, wodurch die Blocks ihren Namen erhielten. Ähnliche Blocks gibt es von Argentinien 1944 und Ghana 1964.

Bitte melden Sie uns fehlende Begriffe und/oder Ergänzungen - vielen Dank. 


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Letzte Änderung am 23. Januar 2009

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