Api-Phila - Lexikon
Buchstabe "K"

Kabardino-Balkarien
Das im Nordkaukasus gelegene Kabardino-Balkarien ist seit 1991 eine Republik im europäischen Russland. Die Republik grenzt im Westen an Karatschai-Tscherkessien, im Osten an Nordossetien, im Norden an die Region Stawropol und im Süden an Georgien.
Die Marken dieses Landes werden von der -> UPU nicht anerkannt und gehören somit zu den -> Cinderellas.

KaBe
Hersteller von Zubehör. 100%ige Tochter von Leuchtturm

Kabinett
Bezeichnung für eine besonders gut erhaltene Marke, Die Erhaltung der Marke liegt über dem Durchschnitt. Bei einer Entwertung durch Stempel, Federzug etc. soll dieser unverschmiert und Datum und Ort gut lesbar sein. Derartige Marken aus der klassischen Zeit sind eigentlich recht selten und erzielen Höchstpreise. Moderne Marken werden normalerweise nicht mehr in diese Klasse eingeordnet.

Kabinettpostamt
Bezeichnung für die Postdienststelle in Berlin 1860-1919/20, die für die Bearbeitung von Postsachen des Kgl. Preuß. Hofs und verschiedener Staatsbehörden verantwortlich und der OPD Berlin unmittelbar unterstellt war.

Kabinett, überdurchschnittlich
Besonders frisches und sauberes Stück; Marke liegt über dem Durchschnitt; wenn die Marke eine Entwertung hat (Stempel, Federzug, etc.), soll dieser unverschmiert und gut lesbar sein (Datum, Ort). Moderne Werte werden normalerweise nicht mehr in diese Klasse eingeordnet.

Käferaufdruck
Aufdruck auf türkischen Marken von 1917. Die türkischen Schriftzeichen, die die Form eines Käfers haben, bedeuten "Post", "Telgraph" und "Telefon".

Kaimaninseln 
Die Kaimaninseln (engl.: Cayman Islands) sind eine Inselgruppe in der Karibik und britisches Überseegebiet des Vereinigten Königreichs. Hauptstadt: Georg Town
Briefmarkenausgaben seit 1901

Kalckhoff, Dr. Franz
Dr. Franz Kalckhoff (1860 - 1955) war ein bedeutender Fachautor und Spezialist für altdeutsche Ganzsachen.

Kaliumpermanganat
Dieses dient zur Regeneration ausgeblaßter Marken.

Kamee-Marke
Die Gestaltung der Marke erfolgte in Blindprägung. Dies ist z. B. bei den meisten Marken von Helgoland der Fall.

Kamelpost
Postbeförderung mit Kamelen durch Wüstengebiete Nordafrikas und Asiens, die es besonders in Marokko, der Sahara, Niger und am Roten Meer in den arabischen Ländern Vorderasiens sowie in Vorderindien gibt. Die Kamelpost wurde auf Marken vom Sudan 1896/1954 und Indiens 1937 und 1964 besonders gewürdigt.

Kambodscha 
Kambodscha (khmer: Kâmpŭchea) liegt in Südostasien am Golf von Thailand. Es grenzt an Thailand, Laos und Vietnam. Hauptstadt: Phnom Penh.
Briefmarken werden seit 1951 verausgabt. Die Länderbezeichnung auf den Briefmarken war von 1951 bis 1970 (Royaume de) Cambodge, von Okt. 1970 bis 1975 R(epublique) Khmer, zwischen 1975 und 1979 wurde der Postdienst eingestellt, von 1979 bis 1989 R. P. Kampuchea, von 1989 bis 1993 (Etat du) Cambodge, seit 1993 wieder (Royaume de) Cambodge.

Marke aus Kambodscha


Kamerun 
Kamerun (ehemalige deutsche Kolonie) liegt in Zentralafrika und grenzt an Nigeria, den Tschad, die Zentralafrikanische Republik, die Republik Kongo, Gabun und Äquatorialguinea. Am 1. Januar 1960 erhält das französische Kamerun nach einer Volksabstimmung und nach dem Auslaufen des UN-Mandats die Unabhängigkeit. Hauptstadt: Yaoundé
Briefmarkenausgaben seit 1915

Marke aus Kamerun

Kammzähnung
Breiten- und Höhenzähnung einer Bogenreihe werden in einem Arbeitsgang ausgeführt; die Eckzähne sind daher gleichmäßig.

lexiko15.gif (18401 Byte)   lexiko16.gif (29146 Byte) Arbeitsschritte Kahmzähnung


Kamtschatka 
Kamtschatka ist eine Halbinsel im ostasiatischen Teil Russlands - Region Russisch-Fernost. Verwaltungsmäßig ist sie aufgeteilt zwischen dem Autonomen Kreis der Korjaken im Norden und der Oblast Kamtschatka im Süden.
Die Marken dieses Landes werden von der -> UPU nicht anerkannt und gehören somit zu den -> Cinderellas. 

Kanada 
Kanada (engl./frz.: Canada) ist ein Staat in Nordamerika. Der einzige unabhängige Nachbarstaat sind die Vereinigten Staaten von Amerika, mit denen Kanada rege Wirtschaftsbeziehungen pflegt. Ferner grenzt Kanada an das zu Frankreich gehörende St. Pierre und Miquelon. Kanada ist ein Flächenstaat, dessen Bevölkerung zum Großteil auf wenige städtische Zentren konzentriert ist. Hauptstadt: Ottawa
Briefmarkenausgaben seit 1868

lexiko355.jpg (22023 Byte) Marke aus Kanada

Kans
Sicherungsaufdruck auf USA-Marken von 1929, um die Verwendung von gestohlenen Marken der Serie im Staat Kansas zu verhindern.

Kansas-City-Rollen
Bezeichnung für die ursprünglich zum Verbrauch in Briefmarkenautomaten vorgesehenen Rollenbogen von 1 und 2 Cent in den USA, die im Januar 1915 vom Postamt Kansas City in Streifen zu 120 Stück am Postschalter verkauft worden sind.

Kansas-Nebraska-Aufdrucke
Mit "Kans." oder "Nebr." überdruckte Dauerfreimarken der USA, die 1929 in den beiden Bundesstaaten in Umlauf gesetzt wurden, um durch Verbrauchszählungen Briefmarkendiebstähle feststellen zu können.

Kantonalmarken
Sammelbegriff für die von den schweizerischen Kantonen Basel, Genf und Zürich in der Zeit von 1843 bis 1848 verausgabten eigenen Marken.

Kapdreiecke
Bezeichnung für die erste Freimarkenausgabe der damaligen britischen Kolonie Kap der Guten Hoffnung von 1853/64. Ähnliche Marken erschienen 1926 von der Südafrikanischen Union mit dem Landesnamen SOUTH AFRICA bzw. SUID-ADRIKA

Kapitälchen
Großbuchstaben der Antiqua-Schrift in Höhe der entsprechenden Kleinbuchstaben verwendet für Überschriften, Hervorhebungen einzelner Wörter im Text, zur Schriftgestaltung von Postwertzeichen bei Ganzsachen, bei Briefmarken nur selten verwendet.

Kapul
Ein Begriff aus Papua Neuguinea. Gemeint sind damit bei Nachdrucken bestehender Marken in allen vier Ecken der Bogen angebrachte kleine Figuren. Dabei erhielt die erste Nachauflage 1 Kapul, die zweite 2 Kapuls usw. ....

lexiko3.jpg (58526 Byte)   lexiko4.jpg (58036 Byte)   lexiko5.jpg (64089 Byte)   

lexiko6.jpg (61885 Byte)   lexiko7.jpg (62636 Byte) deutlich sind die Figuren in den Ecken erkennbar

Von einigen Marken dieser Serie war die Originalauflage rasch verkauft.
Bei der Druckerei wurden weitere Marken geordert.
Als Besonderheit findet man   - in PNG als KAPUL bekannt.

Bei der Marke zu 21 Toea, der Marke für das gängige Inlandsporto, erreichte man sogar eine vierte Nachauflage - folglich findet man in den Ecken 4 Kapuls.

Karatschai-Tscherkessien
Karatschai-Tscherkessien (russ. ) ist seit 1991 eine Republik im südlichen Teil des europäischen Russland. Das Land liegt am Nordabhang des Kaukasus. Den Süden nimmt ein bis zu 5000m hohes Gebirgsland ein, im Norden wird das Land flacher. Die Republik grenzt im Süden an die umstrittene georgische Region Abchasien.
Die Marken dieses Landes werden von der -> UPU nicht anerkannt und gehören somit zu den -> Cinderellas. 

Karavellenmuster
Bezeichnung für das Dauerfreimarkenmuster Dänemarks 1927/40 und Portugals 1948/49.

Karelien 
Das in Nordwestrussland gelegene Karelien ist eine Republik im nördlichen Teil der Russischen Föderation. Die Republik Karelien umfasst den größten Teil der historischen Region Karelien. Im Osten grenzt sie an das Weiße Meer und im Westen auf 723 km an Finnland. Die benachbarten Oblasten sind Leningrad und Wologda im Süden, Murmansk im Norden und Archangelsk im Osten.
Die Marken dieses Landes werden von der -> UPU nicht anerkannt und gehören somit zu den -> Cinderellas. 

Karrenpost
Ist die Bezeichnung für die 14 Tage lange Postbeförderung mit Tiergespann (Ochsen oder Pferden) vor dem Bau von Eisenbahnstrecken bzw. in den von der Eisenbahn nicht berührten Gebieten im ehemalig unter imperalist. dt. Kolonialherrschaft stehenden Gebiet Südafrika. Erste Karrenposten mit Ochsenkarren 1895 zwischen Swakopmund und Windhuk.

Kartenbriefe
Bezeichnung für faltbare Briefe, die oft sogar schon vorgefaltet und an drei Rändern gummiert sind. Der Kartenbrief wurde 1871 von Dr. Kohn erfunden und wurde erstmals 1879 amtlich anerkannt in Pariser Rohrpostverkehr verwendet.

lexiko125.jpg (11542 Byte) Kartenbrief der Verkehrsanstalt Hansa

Kartenbriefmarke

Markenart in Italien 1921/23 zur Frankierung von Inseratenkartenbriefen des italienischen Hilfskomitees für Kriegsbeschädigte, wobei die mit "V.L.P." (Busta Lettera Postale) überdruckten Freimarken nur zur Freimachung dieser Kartenbriefe verwendet wurden, die mit 5 Centesimi Nachlaß auf den Nennwert verkauft wurden.

Kartoffelgummi
Philatelistische Bezeichnung für den 1944/45 in Finnland verwendeten Stärkeleim, der bei dünnem Auftrag eine stumpfe und poröse Schicht ergibt, so dass die Marke scheinbar ungummiert wirkt.

Kartonpapier
Dickes, steifes Papier, das zur Briefmarkenherstellung nur selten verwendet wird (z. B. Rußland 1904/18, Jugoslawien 1919).

Kassa glowna pocztowa
Inschrift eines in Rot auf Umschlägen für die Warschauer Stadtpost angebrachten Wertstempels ohne Wertangabe aus dem Jahre 1851. Die Gebühr entsprach 1 1/2 bzw. 3 Kopeken.

Kastenaufdruck
Aufdruck mit Linieneinfassung, in der sich entsprechende Aufdruckdaten befinden.

Kastenstempel
Ein in der Frühzeit der Briefmarken verwendeter Stempel in kastenförmiger Form mit Linienumrandung.

Kastenzähnung
Zähnungsart, die in einem Arbeitsgang erreicht wird und somit regelmäßig ausgebildete Ecken gewährleistet, was besonders bei der Produktion von Blocks wichtig ist.

Katalog
Unter Sammlern ein systematisches Verzeichnis von sammelwürdigen Objekten mit Angabe von Katalogpreisen, die als Richtlinien für Kauf und Tausch gelten können. 

Katalognummer
Briefmarken werden schon seit langer Zeit katalogisiert. Die meisten Kataloge sind so aufgebaut, dass jede Marke des Landes, von der ersten dort erschienenen Marke bis zur aktuellen Neuheit der Post, durchnummeriert wird.

Katalogwert
Die in Briefmarkenkatalogen verzeichneten Markenpreise sind meistens nur Richtwerte. Die Verkaufs- und Ankaufspreise liegen zumeist um einiges darunter, aber auch ganz selten über der Katalog-Notierung.

Katanga 
Katanga (1971-1997 Shaba) ist eine Provinz der Demokratischen Republik Kongo mit der Hauptstadt Lubumbashi. 1891 wurden die Gebiete Katangas vom belgischen Kongo-Freistaat der Compagnie du Katanga und 1900 dem Comité Spécial du Katanga anvertraut und wurden völlig separat vom restlichen Kongo verwaltet. Erst 1910 wurde Katanga autonomes Gebiet des Belgisch-Kongo. 1933 verlor die Provinz ihre Autonomie und wurde nach ihrer Hauptstadt in Elisabethville (frz.) bzw. Elisabethstad (ndl.) (heutiges Lubumbashi) umbenannt. 1971 wurde Katanga in Shaba umbenannt. Nachdem der Diktator Mobutu 1997 ins Exil ging, nahm die Provinz wieder den früheren Namen Katanga an.
Briefmarkenausgaben von 1960 bis 1962

lexiko356.jpg (13841 Byte)
Marke aus Katanga

Katar
Katar liegt im Nordosten der Arabischen Halbinsel, am Persischen Golf. Seine Nachbarstaaten sind Bahrain, Saudi-Arabien sowie die Vereinigten Arabischen Emirate. Hauptstadt: Doha
Briefmarkenausgaben seit 1957


Katastrophenpost
Spezialsammelgebiet von Postsachen, die aus verunglückten Flugzeugen, Eisenbahnen etc. gerettet worden sind.

lexiko486.jpg (70492 Byte) lexiko5.gif (373016 Byte) Ganzsache der Luftschiffkatastrophe am 06.05.1937 in Lakehurst (LZ 129 Hindenburg)

Kehrdruck
Tete-beche (frz.), ein Briefmarkenpaar, von dem eine Marke zur senkrechten oder waagerechten Nachbarmarke kopfsteht.

lexiko29.jpg (9645 Byte) Kehrdruck (Stempel von Immenstadt)

Kerenski-Ausgabe
Von der bürgerlichen provisorischen Regierung Rußlands nach der Februarrevolution 1912 vorbereitete, jedoch erst nach der sozialistischen Oktoberrevolution in Umlauf gekommen Freimarkenausgabe zu 35 und 70 Kopeken.

Kettenbrief
Briefsendung, deren Inhalt vom Empfänger mehrfach vervielfältigt und an weitere, ihm bekannte Personen weitergeschickt werden soll.

Kettenbrücken-Blocks
Sonderblocks Ungarns, wobei es 1948 ein Blockpaar mit Zuschlägen zugunsten des Wiederaufbaus der im 2. Weltkrieg zerstörten Budapester Kettenbrücke und 1949 einen Sonderblock zur Einweihung und zum 100-jährigen Bestehen der Brücke gab.

Kibris
türkischer Eigenname von Zypern.

Kiloware
Auch Skart: unsortierte oder grob vorsortierte Briefmarken, auf Papier oder auch (seltener) lose, die nach Gewicht abgegeben werden. Diese sind unausgesucht, daher können auch gleiche Marken enthalten sein.

lexiko188.jpg (33502 Byte) Kiloware

Kieta-Provisorium
Aushilfsausgaben der Deutschen Kolonie Neuguinea vom 8.3.1908. Überdruck einer "3" auf beiden Zahlen des Wertes zu 5 Pfennig mittels Handstempel. Die Auflage betrug nur 100 Stück.

Kim, Seo-Young 
Südkoreanischer Autor des Bienenmotiv-Klassikers "Apiculture". Es beschreibt (leider nicht ganz fehlerfrei) eine mehrfach prämierte Motiv-Ausstellung des Sammlers.

lexiko3.jpg (5905 Byte) Das Buch "Apiculture" von Seo-Young Kim

Kirgisen 
Kirgisen ist ein Staat in Zentralasien. Es grenzt im Norden an Kasachstan, im Südosten an China, im Süden an Tadschikistan und im Westen an Usbekistan. Die Hauptstadt ist Bischkek. Im allgemeinen Sprachgebrauch und in den Medien herrscht eine gewisse Unklarheit über den genauen Landesnamen. Die offizielle deutschsprachige Landesbezeichnung lautet Kirgisistan. Ebenfalls verbreitet ist der Name Kirgistan sowie die zu Sowjetzeiten gängige Bezeichnung Kirgisien. Erst nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 erlangte Kirgisistan seine Unabhängigkeit. Hauptstadt: Bischkek
Briefmarkenausgaben seit 1992

Marke aus Kirgisien

Kiribati 
Kiribati (früher Gilbert-Inseln) ist ein Inselstaat im Pazifik. Das Staatsterritorium erstreckt sich über eine Vielzahl von Inseln Mikronesiens und Polynesiens, die über ein weites Gebiet nördlich und südlich des Äquators verstreut liegen. Hauptstadt: Bairiki auf Tarawa
Briefmarkenausgaben seit 1979

lexiko358.jpg (11838 Byte)
Marke aus Kiribati

Kitt, Ferdinand
Österreichischer Briefmarkenkünstler, geboren im Jahr 1887 in Wien. Von ihm stammt der österreichische Winterhilfssatz von 1937.

Klappenstempel
Farbloser Prägestempel (meist in Zierform) auf der oberen Klappe von Briefumschlägen, die das Herstellersignet darstellen.

Klapperpost
Bezeichnung für das private Stadtpostunternehmen Haardi & Schotten in Wien 1772/84, dessen Briefboten sich auf ihren Botengängen durch Handklappern bemerkbar machten.

Klassifizierung
Einteilung von philatelistischen Ausstellungsobjekten in Ausstellungsklassen. Unterschieden werden dabei in erster Linie verschiedene Sammlungsarten wie Länder-, Spezial-, Forschungs- Ganzsachen- und thematische Sammlungen.

Klassisch
Bezeichnung für eine Briefmarke, die aus der frühen Zeit der Markenemissionen stammt. Die "klassische Zeit" der Briefmarke beginnt mit der ersten englischen 1-Penny von 1840 und endet vor der Jahrhundertwende, als die Philatelie begann, Einfluss auf die Briefmarkenemissionen zu nehmen.

Klassische Philatelie
Bezeichnung für die ursprüngliche Art des Briefmarkensammlern, als zur Ordnung der Marken die Katalogisierung und chronologische Folge der Postwertzeichen maßgebend war.

Klebefalz
kleiner einseitig gummierter Pergaminstreifen zur Befestigung von Briefmarken in einem Album oder Auswahlheft. Durch die Wertminderung beim Entfernen der Marken aus dem Album verliert diese Art der Befestigung immer mehr an Verbreitung.

Klebezettel, philatelistischer
kleiner einseitig gummierter Zettel, der zur Kenntlichmachung von Sendungen dient, die sorgfältig gestempelt werden sollen. 1954 erstmals von der österreichischen Postverwaltung eingeführt.

Klecksstempel
Form bestimmter Stempel aus der klassischen Zeit, wie z. B. Korkstempel.

Kleeblattstempel
Philatelistische Bezeichnung für Poststempel des 20. Jahrhunderts in kleeblattähnlicher Form.

Kleinbogen
Begriff für Schalterbogen mit weniger als den üblichen 50 oder 100 Stück. Als Grenze nennt Häger 25 Briefmarken in einem Bogen, während die österreichische Post von weniger als 50 Marken spricht, die UNPA von bis zu 16 Marken. Oft hängt das subjektive Einschätzen aber von der Größe der einzelnen Briefmarken ab. So wird ein Schalterbogen mit 16 großformatigen Briefmarken oft nicht mehr als Kleinbogen bezeichnet, während ein Bogen mit 25 kleinen Marken durchaus als Kleinbogen angesehen wird.

lexiko4.jpg (20650 Byte)

Klemmbinder
Art für Briefmarkenalben. Die losen Blätter werden durch Druck von in den Rücken eingearbeiteten Stahlfedern zusammengehalten.

Klemmfederdecke
Einbanddecke für Briefmarkenalben, in der Albumblätter durch Stahlbandklemmfedern zusammengehalten werden.

Klemmstreifen
Glasklarer Zellophanstreifen, aus dem Klemmtaschen in passender, dem Markenformat entsprechender Größe zugeschnitten werden können.

Klemmtasche
Tasche aus glasklarem Zellophan zum falzlosen Aufbewahren von Briefmarken, Blocks und anderen postalischen Stücken.

Klien, Erika Johanna (Giovanna)
Österreichische Briefmarkenkünstlerin. Von ihr stammen die österreichischen Portomarken von 1925.

Klischee
Allgemeine Bezeichnung für Druckplatten und Druckstöcke aller Art. Gestellte Drucke. Sie weisen Abweichungen vom Originaldruck auf; siehe Fälschung.

Klischeezeichen
Fortlaufende Buchstabenangaben (= Klischeezeichen) der Abbildungen vor den Preisspalten im Katalog, um eine problemlose Zuordnung zu den Preisen zu ermöglichen

Kneipp, Sebastian
Kath. Geistlicher und Naturheilkundler, 1821-1897. Mit einem wohldurchdachten naturheilkundlichen System heilte Sebastian Kneipp die Krankheiten seiner Zeit. Heute sind die Regeln des Pfarrers, die Lebens- und Heilweise so aktuell wie damals, da sie sich optimal zur Vorbeugung und Heilung der Zivilisationserkrankungen unserer Zeit eignen.  Weitläufig weniger bekannt sind allerdings seine Forschungen und Veröffentlichungen als "schwäbische Bienenvater" aus dem Bereich der Imkerei.

lexiko252.jpg (16403 Byte) Pfarrer Sebatian Kneipp

Knochen
abwertende Bezeichnung für schlecht erhaltene Briefmarken.

Klosterposten
Botenpostverbindungen im Mittelalter zwischen Klöstern untereinander und nach Rom. Den Postaustausch besorgten Pilger, Mönche und Klosterdiener.

Knitterung
Durch unsachgemäße Behandlung oder schlechtes Aufkleben auf eine Unterlage verursachter Qualitätsmangel bei Briefmarken in Form mehrerer Büge oder Brüche.

Knochenleimgummierung
Gummierung des Briefmarkenpapiers mit stark knochenhaltigem Leim, der sich nur sehr schwer entfernen läßt.

Knopfstempel
Bezeichnung für Poststempel Österreich mit 22 mm Durchmesser ab 1871, der den vorhergehenden Fingerhutstempel (16 mm Durchmesser) ablöste.

Kobold, Gustav
Gustav Kobold (1865 - 1945) war ein bedeutender philatelistischer Autor. Nach ihm ist die Kobold-Medaille benannt, die an hervorragende Philatelisten verliehen wird.

Kobold-Medaille
Diese wird zur Erinnerung an Gustuv Kobold von der INFLA-BERLIN e.V. und dem Berliner Philatelisten-Club verliehen für hervorragende philatelistische Leistungen.

Kobra
Bedeutender deutscher Hersteller von Zubehör für Philatelisten, Münzen-, Ansichtskarten- und Telefonkartensammler.



Kolumbien 
Kolumbien (etymologisch von Kolumbus) ist ein Staat im nördlichen Teil von Südamerika und grenzt an Brasilien, Peru, Ecuador, Venezuela und Panama. Kolumbien liegt am Pazifischen Ozean und an der Karibik. Hauptstadt: Bogota
Briefmarkenausgaben seit 1859

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Marke aus Kolumbien

Komi
Die Republik Komi ist eine Teilrepublik Russlands in Nordwestrussland und liegt im äußersten Zipfel Nordost-Europas in einer dünnbesiedelten Region der Taiga und der Tundra. Zu Zeiten der Sowjetunion war Komi eine Autonome Sozialistische Sowjetrepublik (ASSR) innerhalb der Russischen Föderativen Sowjetrepublik (RSFSR). Nach Auflösung der Sowjetunion 1991 wurde Komi zu einer autonomen Republik innerhalb Russlands. 
Die Marken dieses Landes werden von der -> UPU nicht anerkannt und gehören somit zu den -> Cinderellas. 

Konkolits, Sammy, (Peter)
Österreichischer Briefmarkenkünstler, geboren am 17. September 1959.

Kontaktgroep Bijenfilatelie
Internationaler Club (aus Holland) von Bienenmarken-Sammlern, Ansprechpartner Jan de Crom  

Kolonialmarken
Bezeichnung für die von einem Staat für seine überseeischen Besitzungen verausgabten Briefmarken.

Kolonial-Vorläufer
Bis zur Herstellung von eigenen Briefmarken wurden Marken von Deutschland und des Norddeutschen Postbezirks verwendet.

Kolumbusausgabe
Markenausgabe der USA von 1893 anlässlich der 400-Jahr-Feier der Entdeckung Amerikas durch Kolumbus im Jahre 1492.

Kolumbusköpfe
Dauerfreimarken 1953-1903 von Chile mit Kopfbild von Kolumbus nach links.

Kombinationsdruck
Herstellung von Drucken in zwei verschiedenen, miteinander kombinierten Druckverfahren.

Kometenaufdruck
Kontrollaufdruck in Form eines Kometen Anfang 1919 im nördlichen Albanien, um die Verwendung gefälschter provisorischer Freimarken zu verhindern.

Kommissar
Von den philatelistischen Verbänden eingesetzter Funktionär, der Anmeldung, Annahme und Weiterleitung von Sammlungen und anderen Ausstellungsobjekten für internationale Ausstellungen wahrnimmt. Bei Ausstellungen unter FIP-Patronat ist die Anmeldung über einen Kommissar meist Vorschrift.

Komoren 
Die Komoren sind ein Inselstaat im Indischen Ozean. Der Name der Komoren kommt aus dem arabischen Dschuzur al-Qamar (جزر القمر), was soviel wie Mondinseln heißt. Die Komoren bestehen aus den drei Inseln Grande Comore (Ngazidja), Anjouan (Nzwani) und Moheli (Mwali). Sie liegen im Kanal von Mosambik, nördlich von Madagaskar, und östlich von Mosambiks Nordteil. Die ebenfalls zum komorischen Archipel zählende Insel Mayotte stellt ein französisches Überseegebiet dar, wird aber von der Union der Komoren beansprucht. Die Komoren gehören inklusive Mayotte zum Kontinent Afrika. Die Inselgruppe umfasst mehrere kleine Koralleninseln.
Die Länderbezeichnung auf den Briefmarken der Komoren war von 1897 bis 1911 „Grande Comore“. Von 1911 bis 1950 wurden die Briefmarken Madagaskars verwendet. Von 1950 bis 1975 „Archipel des Comores“, von 1975 bis 1978 „Etat Comorien“, seit 1978 „République fédérale islamique des Comores“. Hauptstadt: Moroni auf Njazidja
Briefmarkenausgaben von 1897 bis 1900 (von 1911 bis 1950 waren die Marken Madagaskars zu verwenden) und seit 1950 wieder.

lexiko360.jpg (14124 Byte)
Marke von den Komoren 

Kommune-Marken
Notpostmarken privater Unternehmer aus dem Jahre 1871 im von preußisch-deutschen Interventionstruppen belagertem Paris währen der Pariser Kommune. Die Interventionstruppen verhinderten eine offizielle Postverbindung zwischen Paris und anderen Orten.

Kongo (Belgisch)
Briefmarkenausgaben von 1886 bis 1960 (weitere Ausgaben s. Kongo Kinshasa)

lexiko352.jpg (10480 Byte) Marke aus Belgisch Kongo

Kongo (Brazzaville)
Die Republik Kongo ist ein Staat in Zentralafrika. Sie grenzt an Gabun, Kamerun, die Zentralafrikanische Republik, die Demokratische Republik Kongo (früher Zaire), Cabinda (eine Exklave von Angola) und den Atlantik. 
1946 wurde Kongo französisches Überseeterritorium, 1958 autonome Republik in der Union Française, 1960 unabhängige Republik Kongo-Brazzaville – „République du Congo“ (im Unterschied zu Kongo-Kinshasa, der heutigen Demokratischen Republik Kongo am linken Ufer des Flusses). Ab 1963 Politik des gemäßigten Sozialismus, 1969 Volksrepublik „République populaire du Congo“, 1990 Abkehr vom Sozialismus. 1991 „Republik Kongo“, Landesbezeichnung auf den Briefmarken seitdem (wieder) „(République du) Congo“, 1992 demokratische Wahlen, 1997–2003 Bürgerkrieg. Neben der Republik Kongo, gibt es noch die Demokratische Republik Kongo ähnlichen Namens, das ehemalige Zaire. Hauptstadt: Brazzaville
Briefmarkenausgaben seit 1959

lexiko361.jpg (18907 Byte) Marke aus Kongo (Brazzaville)

Kongo (Demokratische Republik)
Die Demokratische Republik Kongo (auch Kongo Kinshasa) hieß bis 1960 Belgisch Kongo [Landesbezeichnung: Congo Belge], von 1960 – 1971 „Demokratische Republik Kongo“ [République Démocratique du Congo], von 1971 bis 1998 Zaïre und seit 1999 wieder „Demokratische Republik Kongo“ [République (Démocratique) du Congo], liegt in Zentralafrika und ist an Fläche und Bevölkerung der drittgrößte Staat Afrikas. Sie grenzt an die Republik Kongo, die Zentralafrikanische Republik, an Sudan, Uganda, Ruanda, Burundi, Tansania, Sambia und Angola. Sie hat einen kurzen Küstenstreifen am Atlantik, der die angolanische Exklave Cabinda vom Rest der Republik Angola abtrennt. Hauptstadt: Kinshasa
Briefmarkenausgaben seit 1960

lexiko362.jpg (11389 Byte) Marke aus Kongo (Dem. Republik)


Konsulatspostmarke
Notausgabe von Konsulaten in fremden, im Kriegszustand befindlichen Ländern für eigenen Notpostdienst (z. B. 1884/86 brit. Konsulatspost auf Madagaskar während des französischen Annexionskriegs auf der Insel, 1948 französ. Konsulatspost im zwischen Israel und den arabischen Staaten umkämpften Jerusalem).

Konterbande-Ausgabe
Bezeichnung für die Freimarkenausgabe von Britisch-Honduras aus dem Jahre 1915 zu Beginn des 1. Weltkriegs.

Kontrollaufdruck
Zu Kontrollzwecken gegen Fälschung und mißbräuchliche Verwendung von einer Postverwaltung auf der Markenvorderseite (z. B. Albanien 1919 Doppeladler bzw. Komet) oder auf der Markenrückseite (z. B. Saarland 1921 Aushilfsmarken) angebrachter Aufdruck.

Kontrolldatum
Bei Ganzsachen und besonderen Postkarten angegebener Zeitpunkt der Herstellung (z. B. in Schweden, Schweiz und Frankreich).

Kontrollmarke
Markengattung zum Nachweis einer halb- oder nichtpostalischen gebührenpflichtigen Kontrollmaßnahme für bestimmte Postsendungen oder für bestimmte Vorzugsbehandlungen.

Kontrollnummer
Auf einer Ganzsache oder auf der Rückseite von Freimarken angebrachte Nummer.

Kontrollratsausgaben
Bezeichnung für die Dauerfreimarken, die der Kontrollratsausschuß ab Februar 1946 für alle vier Besatzungszonen in Deutschland verausgabte. Frankreich erkannte die Ausgabe aber nicht an und gab weiterhin eigene Marken heraus. Die Marken waren bis zur Währungsreform in den beiden Westzonen gültig.

Kontrollratsgesetz
Das Kontrollratsgesetz Nr. 48 sah massive Strafen für Kauf, Verkauf, Tausch oder gar Ausstellung von Briefmarken aus der "Vorbesatzungszeit" vor. Auch wenn hier speziell nur Marken aus der Zeit des Nationalsozialismus gemeint waren, war dieses Gesetz unsinnig, da es den Sinn der Philatelie nicht sah.

Kontrollstempel
Von verschiedenen Postverwaltungen verwendeter Stempel zum Aufdruck auf dem Bogenrand von Schalter- oder Druckbogen zu Kontrollzwecken.

Kontrollzeichen
Auf Ganzsachen zu Kontrollzwecken angebrachtes Zeichen bzw. in der Schweiz übliche Bezeichnung für ein künstliches Wasserzeichen.

Kontur
Als Begrenzungslinie ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal zwischen verschiedenen Druckverfahren.

Konzentrationslagerpost
An Häftlinge oder an deren Angehörige gerichtete Post. Die älteste Konzentrationslagerpost stammt aus den Jahren 1899 bis 1902 anlässlich des englischen Krieges gegen die Burenrepubliken Transvaal und Oranjefreistaat.

Konzept
Entwurf oder erste Niederschrift eines Schriftstücks.

Kopfbildmarke
Briefmarke, auf der eine Persönlichkeit als Bildniskopf en face, im Profil oder Halbprofil wiedergegeben wird, was besonders in der klassischen Philatelie häufig der Fall war, wobei meist das Staatsoberhaupt abgebildet wurde.

Köpfe-Serie
Bezeichnung für die Freimarkenausgabe der DDR mit Porträts von Persönlichkeiten aus Politik, Kunst und Wissenschaft aus dem Jahre 1948 und 1953.

Kopfstehend
Dies kann beim Innen- oder Außenteil einer in 2 Vorgängen gedruckten Marke vorkommen, aber es gibt auch kopfstehendes Wasserzeichen und kopfstehende Aufdrucke.

lexiko186.jpg (19651 Byte) Kopfstehende Marke aus Italien. Libyen

Korbdeckelmuster

Dieses Muster, auch "Rosettenmuster" genannt, wurde für die Millionen- und Milliardenwerte der Infla-Briefmarken des Deutschen Reiches aus 1923 verwendet und kommt zuletzt auf den ersten Rentenpfennig-Ausgaben dieses Jahres vor.

Korea - Demokratische Volksrepublik (Nord)
Der ostasiatische Staat Nordkorea umfasst den nördlichen Teil der koreanischen Halbinsel. Nordkorea besitzt Grenzen zu drei Nachbarstaaten. Im Süden wird es durch die demilitarisierte Zone von Südkorea getrennt, mit dem es bis zum Ende des zweiten Weltkriegs einen gemeinsamen Staat bildete. Hauptstadt: Pyöngyang
Briefmarkenausgaben seit 1946
Der Scott-Katalog listet die Briefmarken Nord-Koreas nicht.

Marke aus Nord-Korea

Korea - Republik (Süd)
Die in Ostasien gelegene Republik Korea, weitläufig Südkorea genannt, ist ein Staat auf der südlichen Hälfte der koreanischen Halbinsel. Einziges direktes Nachbarland ist das im Norden liegende Nordkorea (243 km Grenzlänge), die sozialistische Hälfte Koreas. Die beiden koreanischen Staaten hatten sich 1948 im aufkommenden Kalten Krieg gegründet, und die Teilung wurde mit dem folgenden Koreakrieg zementiert. Hauptstadt: Seoul
Briefmarkenausgaben seit 1946

lexiko364.jpg (8471 Byte)
Marke aus Süd-Korea

Korfanty-Marken
Auf Grund eines Verbots durch die Interalliierte Abstimmungskommission nicht zur Ausgabe gelangte Marken, die der polnische Abstimmungskommissar Korfanty in Oberschlesien 1921 hatte herstellen lassen.

Korkstempel
Sehr einfacher Stempel, der besonders in den USA in der Frühzeit der Briefmarken verwendet wurde. Der Stempel zustört häufig die Briefmarke, da er eine starke Farbmenge auf der Marke zum Auseinanderspritzen bringt.

Korkstempelaufdruck
Mit Kork- oder Gummistempel ausgeführter Aufdruck, mit dem das Markenbild unkenntlich gemacht werden soll.

Kornätzung
Fotomechanisches Verfahren zur Herstellung von Druckstücken für Hochdruck. Die Vorlage wird fotografisch auf Zinkplatte mit angeschmolzenem Asphaltpulver ohne vorschalten eines Rasters kopiert und belichtet, anschließen werden nicht belichtete Flächen weggeätzt.

Kosel, Adolf
Firmengründer und Namensgeber der Adolf Kosel KG, Pionier der Aerophilatelie, Initiator der Kosel-Künstler-Ersttagsbriefe und Prüfer für Flugpost und Flugpostmarken. Geboren am 12. Juni 1911 in Pilsen, verstorben am 21. April 1974 in Wien.

Kosel-Künstler-Vignettenblock
Zur wichtigsten Briefmarkenausgabe jeden Jahres erscheinender Vignettenblock, der vom entsprechenden Briefmarkenkünstler gestaltet wird. Da sie eine hervorragende Ergänzung zu den Briefmarkenausgaben bilden, sind die Kosel-Künstler-Vignettenblocks bei Philatelisten seit jeher sehr beliebt, wie auch die Notierungen in den Austria-Netto-Katalogen (ANK) zeigen. Die Idee zu dieser Serie stammt von Leopold Sander.

Kosmonautenblock
Bezeichnung für die blockartige Sonderfreimarke der UdSSR von 1962 mit Abbildung der sowjetischen Kosmonauten Gagarin, Titow, Nikolajew und Popowitsch und seit 1965 Sammelbezeichnung für alle Sonderblöcke zu Ehren von Kosmonauten.

Kosovo 
Kosovo (das oder auch der, albanisch: Kosova oder Kosovë, serbisch Kosovo/Косово oder Kosovo i Metohija/Косово и Метохија, vom slawischen Wort kos: „Amsel“; deutsch auch „Amselfeld“) ist eine Region in Südosteuropa. Nach dem Krieg 1999 bekam der Kosovo durch die UN-Resolution 1244 den Status eines autonomen Territoriums (autonomna pokrajina) innerhalb der ehemaligen Bundesrepublik Jugoslawien (jetzt Republik Serbien) und steht unter UN-Verwaltung. Über den zukünftigen Status des Kosovo wird derzeit verhandelt.

Die Marken dieses Landes sind von der -->UPU nicht anerkannt und gehören somit zu den -->Cinderellas.

Kraft, Franz
Österreichischer Briefmarkenkünstler, geboren am 14. September 1892 in Wien.

Kraftkurspost
Einrichtung der Dt. Reichspost aus dem Jahre 1936 zur Beschleunigung des Postverkehrs zwischen Großstädten bzw. in den Alpen. Versuchsfahrten gab es u.a. Berlin-Leipzig, Berlin-Magdeburg, München-Nürnberg und München-Mittenwald. 1952/57 gab es einen Versuchsbetrieb durch die Post der DDR mit den Linien Magdeburg-Berlin, Magdeburg-Wernigerode, Magdeburg-Quedlinburg und Magdeburg-Salzwedel.

Kraftkurspoststempel
Von einer Kraftkurspost verwendeter Aufgabestempel.

Kraftpost
Bezeichnung für Kraftgüterpost, Postbeförderung mit posteigenen Kraftfahrzeugen als Ergänzung zur Bahnpost. Kraftpostlinien bestehen meist zwischen mehreren Hauptpostbereichen und dienen ausschließlich der Beförderung. Während der Fahrt erfolgt keine Umarbeitung von Sendungen.

Kraftpoststempel
Von einer Kraftpostlinie verwendeter Aufgabestempel.

Kraftwagenpostamt
Kraftfahrzeuge, die stationär als Postamtschalter Postgeschäfte durchführen wie Postannahme, Wertzeichenverkauf, Abgabe von Sonderstempeln etc.

Kral, Prof. Johannes
Österreichischer Briefmarkenkünstler.

Kreisstempel
Philat. Begriff für die im Postdienst bis heute wohl am häufigsten gebrauchte Stempelform in zahlr. unterschiedl. Ausführungsarten. Die normale Form ist der Einkreis- oder Zweikreisstempel. Auch Stempel mit kreisförmiger Inschrift ohne Kreiseinfassung gehören hierher.

Kreisstempel ais Immendingen

Kreideaufdruck
Dieser wurde angewandt, um ein Abwaschen der Stempelentwertung oder deren Entfernung durch chemische Mittel zu verhindern. Der Kreideaufdruck löst sich nämlich auf, wenn versucht wird, die Stempelfarbe zu entfernen.

Kreidelithografie
Art der Übertragung einer Auflage auf den Lithografiestein, wobei mit Fettkreide auf einen gekörnten Stein bzw. eine gekörnte Platte gezeichnet wird.

Kreideprüfer
Silberstift zur Prüfung, ob eine Marke auf gestrichenem Papier (sog. Kreidepapier) gedruckt worden ist. Es erscheint ein grauer Strich.

Kreideunterdruck
Unterdruck aus Kreide, Kasain oder Kaolin auf der Markenvorderseite, wobei meist ein rauten- oder gitterförmiges Muster entsteht.

Kreisabschnittsstempel
Poststempel, dessen Kreisbogen größer als ein Halbkreis ist und der unten von einer Kreissehne abgeschnitten wird, so dass er nur aus etwa 2/3 der Kreisfläche besteht. Im Stempelbild wurden Orts- und Datumsangabe angezeigt. Derartige Stempel wurden vor allem in Bayern vor 1880 verwendet.

Kreisbalkenstempel
Einkreisstempel, bei dem die Kreisfläche durch eine querlaufende Sehne in zwei Halbkreise geteilt wird.

Kreispost
Diese hatte besonders im Russland der Zarenzeit die Aufgabe, die Staatspost von den Hauptorten zum Bestimmungsort zu befördern. Auf Grund einer kaiserlichen Anordnung vom 3.9.1870 wurden auch eigene Marken verausgabt, die unter den Namen Landschaftsmarken, Rural- oder Semstwo-Briefmarken bekannt sind. Eine ähnliche Einrichtung gab es bei der Deutschen Post in Polen 1914/18 mit den Kreisposten in Warschau, Sosnowice, Zawierce, Czentstochau und Lodz und im Generalgouvernement 1939-1945 gab es die sog. Poststützpunkt-Marken.

Kreispostmarke
Nur in einem begrenzten Kreisgebiet frankaturgültige Marke (z.. B. Semstwomarken im zaristischen Russland).

lexiko189.jpg (15450 Byte) Kreispostmarke aus Bersoglebsk (Russische Empire)

Kreuzband
Papierstreifen, der kreuzförmig um Zeitungen und ähnliche Druckerzeugnisse gelegt wurde, um diese für den Versand zu bündeln. Bei einem nur längs beziehungsweise quer angelegten Papierstreifen spricht man vom Streifband. Streif- und Kreuzbänder werden zu Sammelobjekten, wenn Postwertzeichen ganz oder teilweise auf ihnen verklebt wurden oder es sich sogar um Exemplare mit eingedruckten Wertzeichen handelt, wie z. B. beim Norddeutschen Postbezirk ab dem 1. November 1868.

Kreuzblüte
Wasserzeichenabart, bei der Germania 1 1/4 M von 1920, entstanden durch Aufbrauchen eines Papierrestes.

Kreuzeinfassung
Teil der Zeichnung verschiedener Marken der Schweiz 1850/51. Während bei der Ausgabe für den Ortsverkehr mit der Inschrift ORTS-POST bzw. POSTE LOCALE zu 2 1/2 Rappen eine vollständige Kreuzeinfassung hat, orientiert sich der Wert der Marken für den Fernverkehr zu 5 bzw. 10 Rappen um so höher, je vollständiger die Kreuzeinfassung ist.

Kreuzstempel
Gruppe von Stempeln mit Abdruck in Forme eines Kreuzes, der vorwiegend im 19. Jahrhundert verwendet wurde und meist als Aushilfsstempel diente.

Kriegsdruck
Im Gegensatz zum Friedensdruck handelt es sich hierbei um einen unklaren, verschwommenen Druck auf schlechtem, glasigen Papier, wobei das Wasserzeichen kaum erkennbar ist.

Kriegsgefangenenpost
An Insassen von Kriegsgefangenenlager oder von diesen an deren Angehörigen gerichtete Post.

lexiko190.jpg (34341 Byte) Kriegsgefangenenpost mit Biene im Zensurstempel

Kriegspropaganda-Marken
Diese wurden verwendet, um im Feindesland Propaganda zu betreiben. Derartige Marken wurden z.B. von Großbritannien während des 2. Weltkrieges gedruckt, um den Nationalsozialismus und seine Führungspersönlichkeiten zu brandmarken.

Kriegssteuermarken
Diese wurden zuerst in Spanien während des Carlistenkrieges herausgegeben, danach in Rumänien und auch von der Dt. Post in Rumänien verwendet.

Kriegssteuerportomarken
Besondere Zuschlagmarken in Rumänien aus den Jahren 1915/21 für Sendungen, die nicht die vorgeschriebene Kriegssteuermarke aufwiesen.

Krim (Autonome Republik)
Die Krim ist eine Halbinsel im nördlichen Schwarzen Meer und autonome Republik innerhalb der Ukraine.
Die Marken dieser Region werden von der -> UPU nicht anerkannt und gehören somit zu den -> Cinderellas. 

Kroatien 
Kroatien ist ein Staat in Mitteleuropa. Er grenzt zu Lande an Slowenien, Ungarn, Serbien, Bosnien und Herzegowina und kurz an Montenegro. Nach Kriegsende wurde Kroatien eine von sechs Teilrepubliken (Sozialistische Republik Kroatien) der neugegründeten Föderativen Volksrepublik Jugoslawien, ab 1963 Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien (SFRJ). Nach den ersten freien Wahlen seit mehr als einem halben Jahrhundert im Mai 1990 und dem danach abgehaltenen Referendum (Wahlbeteiligung 93,5 %, für die Souveränität stimmten 93,2 %) erklärte Kroatien im Juni 1991 seine Unabhängigkeit (internationale Anerkennung am 15. Januar 1992). Hauptstadt: Zagreb
Briefmarkenausgaben von 1941 bis 1945 und wieder seit 1991

lexiko365.jpg (14653 Byte)
Marke aus Kroatien

Krönchen-Satz
Hierbei handelt es sich um die Württemberg-Marken von 1906, die anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Königreiches mit dem Aufdruck einer Krone und "1806-1906" verausgabt wurden.

Kronfeld, Robert
Österreichischer Segelflieger und Aerophilatelist. Geboren 1905, verstorben am 12. Februar 1948 in England.

Krönungsmarken
Zur Krönung oder zum Kronjubiläum verausgabte Briefmarken wie z. B. von Großbritannien 1935 oder 1937.

Kroo, Alexander
Geboren am 6.8.1923 in Budapest, gestorben 23.2.2005 in Monaco. Kroo war der Präsident des Club de Monte-Carlo und der Organisator der MonacoPhil, einer der bekanntesten Ausstellungen zum Thema Philatelie.

Krötzsch, Hugo
Bekannter Verleger philatelistischer Literatur (1858-1937) und Kenner altdeutscher Marken. Er gab u. a. das "Permanente Handbuch der Porstfreimarkenkunde" seit 1893 und 1896 den "Illustrierten Katalog über deutsche Postfreimarken" heraus.

Krone-Posthorn-Stempel
Vorläufer der späteren Landespoststempel, die besonders in Preußen und bei den ostpreußischen Hilfspostanstalten verwendet wurden.

K.S.P.A.
Abkürzung für Königlich Schwedisches Postamt in Poststempeln des schwedischen Postamts in Hamburg Mitte des 19. Jh.

Kuba 
Kuba (span.: Cuba) ist ein Inselstaat in der Karibik. Im Nordwesten hat die Insel einen Küstenstreifen zum Golf von Mexiko, die gesamte Nordküste liegt jedoch am Atlantischen Ozean. Hauptstadt: Havanna
Briefmarkenausgaben seit 1873

lexiko366.jpg (18096 Byte)
Marke aus Kuba

Kuban

Aufdruckmarken der Landesregierung des Kuban-Gebietes 1918/20. Außerdem Zulassungsmarke, die auf gewöhnlichem Zeitungspapier gedruckt wurde und für Päckchen zur Beförderung as dem Kuban-Brückenkopf zur Heimat im April 1943 diente.

Küchenpost
Stadtbotenpost zwischen Hamburg und Braunschweig, die aber auch der Versorgung der kurfürstlichen Küche in Wolfenbüttel diente.

Kugelpost
Bezeichnung für verschiedene Postbeförderungsarten, bei denen kugelförmige Behälter oder Verkehrsmittel verwendet wurden wie z. B. Kanonenkugeln im Mittelalter oder kugelförmige Wagenkasten in Dänemark.

Kumpf, Gottfried
Österreichischer Künstler, der in der Philatelie vor allem für seine Olympia-Briefmarken bekannt ist.

Kumpf-Mikuli, Anton
Bedeutender österreichischer Philatelist (1879-1969), der sich eingehend mit der Altbrief- und Stempelkunde befaßte. Er verfaßte zahlreiche Fachartikel und Bücher wie z. B. "Neue Briefe über alte" (1931).

Kunstbeirat
Gremium, das den Herausgeber der deutschen Postwertzeichen – seit dem 1. Januar 1998 ist das der Bundesminister der Finanzen – bei der Auswahl der Briefmarkenentwürfe berät. Dem Kunstbeirat gehören sowohl namhafte deutsche Grafiker als auch Vertreter des Bundestages, des Bundesministeriums der Finanzen, des Sammlerverbandes Bund Deutscher Philatelisten, des philatelistischen Fachhandels sowie ein Repräsentant der Deutschen Post an. Nachdem die Themen für die neuen Postwertzeichen festgelegt sind, lädt der Kunstbeirat gezielt Grafik-Designer zum Gestaltungswettbewerb ein, begutachtet anschließend die Entwürfe und trifft aus diesen für den Finanzminister eine Vorauswahl. Dieser entscheidet dann, welche Entwürfe realisiert werden.

Kunstdrucke
Besonders hochwertige Drucke nicht nur von Postwertzeichenabbildungen.

Kunstdruckpapier
Beiderseitig gestrichenes Papier mit glänzender, halbmatter oder matter Oberfläche, die eine hervorragende Druckwiedergabe sichert.

Kupferdruck
Tiefdruck von handgestoßener Kupferplatte, die zum Druck von Hand eingefärbt und mit weichem Lappen abgewischt wird, so dass die Farbe nur in den vertieften Stellen der Druckplatte stehenbleibt. Auf die so vorbereitete Druckform wird leicht angefeuchtetes, saugfähiges Papier aufgelegt, auf das sich die Farbe beim Durchlaufen der Kupferplatte durch die beiden Stahlwalzen der Kupferdruck-Handpresse überträgt. Der Kupferdruck wurde zur Briefmarkenherstellung gelegentlich verwendet (z. B. Luxemburg 1923).

Kupferstich
Deutsches Wort für Chalkographie. Gemeint ist das Einarbeiten einer Zeichnung in eine Druckform aus Kupfer. Die Vorlage wird auf eine Kupferplatte aufgezeichnet oder aufgepaust oder von Hand gestochen.

Kurilen-Inseln 
Die Kurilen sind eine etwa 1200 km lange, zu Russland gehörige Inselkette mit mehr als 30 großen und kleinen Inseln vulkanischen Ursprungs in Ostasien. Sie verbinden wie eine Brücke das russische Kamtschatka mit dem japanischen Hokkaidō.
Die Marken dieser Region werden von der -> UPU nicht anerkannt und gehören somit zu den -> Cinderellas. 

Kurier
Eilbote zur Beförderung vertraulicher, geheimzuhaltender Post

Kurierflug
Beförderung von eiliger geheimzuhaltender Post auf dem Luftwege

Kurierpost
Einrichtung zur Entgegennahme und Beförderung von Post durch Kuriere, deren Einsatz durch eine besondere Kurierstelle geregelt wird.

Kuriosität
Begriff aus der Sammlersprache für Briefmarken oder Stempelabdrucke, die aufgrund eines Zufalls oder einer Unachtsamkeit während der Herstellung oder Verwendung Druckmängel aufweisen, die zu kuriosen Erscheinungsformen führen. So kann beispielsweise eine Verschmutzung der Druckform dazu führen, dass das auf einer Briefmarke abgebildete Porträt plötzlich einen Spitzbart hat oder ein Stempelabdruck durch einen Einstellungsfehler das Datum 32.3. statt 31.3. aufweist.

lexiko191.jpg (56927 Byte) Man beachte das Datum ...

Kurland
Nachdem am 1. April 1945 das Reichskommissariat Ostland aufgelöst worden war, befanden sich aber noch Dienststellen und Behörden im Gebiet und die Aufrechterhaltung des Postverkehrs war notwendig. Da die Briefmarken schon ins Dt. Reich geschafft worden waren, wurden noch vorhandene Briefmarken mit "Kurland" und Wertangabe überdruckt. Bekannt sind Hitlerkopf zu 5, 10 und 20 Pfennig mit Aufdruck "6 Kurland" sowie Feldpostpäckchenmarken mit Aufdruck "12 Kurland" (Michel-Nr. 1-4).

Kurzsatz
Bezeichnung für einen nur die niedrigsten Werte enthaltenden Markensatz einer Serie.

Kuvert
Synonym für Briefumschlag.

Kuwait 
Das britische Protektorat (seit 1899) wurde 1961 unabhängig. Das Emirat Kuwait liegt in Vorderasien. Es grenzt an den Irak, Saudi-Arabien und den Persischen Golf. Hauptstadt: Kuwait – City
Briefmarkenausgaben seit 1923

Marke aus Kuweit

Kwacha
Am 6. Juli 1964 wurde die ehemalige britische Kolonie Nyassaland selbständig und nannte sich nun Malawi. Als am 15. Februar 1971 die Währung auf Dezimalsystem umgestellt wurde, gab es den Kwacha = 100 Tambala. Das Wort "Kwacha" bedeutet soviel wir "Morgenröte" und weist auch auf "Freiheit" hin.

Kwidzyn
Polnischer Name für Marienwerder; Inschrift auf Briefmarken der sog. Abstimmungsausgabe für Marienwerder in Westpreußen vom 10. Juli 1920.

Kyrillische Schrift
Aus der griechischen Majuskel hervorgegangene Schrift, aus der sich die neueren slawischen Schriften entwickelt haben. Auf Briefmarken kommt diese Schrift bei Albanien, Bulgarien, Jugoslawien, Montenegro, Österreich, Serbien und Russland vor.

 

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Letzte Änderung am 23. Januar 2009

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