Api-Phila - Lexikon
Buchstabe "L"

L 59
Bezeichnung für den Flug des Zeppelins L 59 nach Deutsch-Ostafrika, um die abgeschnittenen Truppen Lettow-Vorbecks mit Nachschub zu versorgen. Auf Grund einer Falschmeldung der feindlichen Abwehr, dass die deutschen Truppen kapituliert hätten, kehrte das Luftschiff um.

Label

Englische Bezeichnung für Aufklebezettel bzw. Vignette.

Labuan 
Labuan ist ein Bundesterritorium von Malaysia. Es umfasst eine 75 km² große Insel und sechs kleinere Inseln vor der Küste von Sabah.
Briefmarkenausgaben von 1879 bis 1904

lexiko381.jpg (23096 Byte) Marke aus Labuan

Lackpapier
Sonderpapier, dessen Oberfläche mit einer wasser- und fettabweisenden Lackschicht überzogen ist.

Lackschutz
Dieser wurde zum Schutz auf österreichischen Marken 1900/05 angewendet. Es wurde ein Zelluloidlack über die bereits gedruckte Marke gelegt.

Lackstreifen
Schutzaufdruck gegen Wiederverwendung bereits gebrauchter Briefmarken. Der streifenförmige glänzende Lackaufdruck löst sich im Wasserbad teilweise auf, wobei die darunterleigende Druckfarbe in Mitleidenschaft gezogen wird.

Lacküberzug
Meist farblose Lackschicht auf der Bildseite einer Marke. dieser wird aus technischen Gründen zur Fixierung wasserlöslicher Farben oder zur Erhöhung der Bildwirkung durch Glanz aufgebracht.

Lächeln von Reims
Philatelistische Bezeichnung für die Sonderfreimarke Frankreichs aus dem Jahre 1930 mit 133 Prozent Zuschlag zugunsten der Staatsschuldentilgungskasse. Die Marke wurde nach dem dargestellten Motiv, einem lächenden Engel vor dem Hauseingang der Kathedrale zu Reims, benannt.

Länderpaket
Briefmarkenpaket, das eine bestimmte Menge gemischter Briefmarken eines Landes enthält.

lexiko199.jpg (47512 Byte) Länderpaket mit Marken aus Österreich

Ländersammlung
Eine Ländersammlung umfasst in der Regel alle von einem Land verausgabten Briefmarken. Eventuelle zeitliche Begrenzungen setzt sich jeder Sammler selbst, sie sollten aber begründbar sein, etwa mit einer auf den Marken nachvollziehbaren Zäsur in der Geschichte des Landes.

Lagerpost
In bestimmten Gefangenenlagern (meist während oder nach Kriegen) wurden Poststellen eingerichtet zur Erfüllung der postalischen Aufgaben. Es gibt sogar Lagerpost-Briefmarken, wie z. B. für die Auslandspost des Lagers Bando/Japan.

Lajtabánat
Aufdruck auf Briefmarken von Lajtabánság. Bezeichnung für Westungarn, in dem auf Grund des Friedenvertrages von Trianon eine Volksabstimmung stattfinden sollte.

Landesbriefträgerstempel
Besonderer Aufgabestempel für eine vom Landbriefträger aus dem Landpostbriefkasten entnommene Briefsendung.

Landeplatzpost
Post, die mit einem Luftfahrzeug befördert wurde und am Landplatz von der Post gestempelt und auf dem üblichen Weg weitergeleitet wird.

Landesausgabe
Postwertzeichenausgabe, die im gesamten Wirkungsbereich einer Postverwaltung ausgegeben wird und gültig ist.

Landesbezeichnung
Name des Ausgabelandes oder seiner Postverwaltung auf Postwertzeichen.

Landesbotenpost
Bei der X. Armee in Minsk im Juli 1918 zur Beförderung der Postsachen von Zivilisten innerhalb des Operationsgebietes ausgegebene Briefmarken in russischen Sprache.

Landespostbote
Unterste Postbeamtenstufe. Er hatte die ihm zugewiesenen Gemeindeorte nicht nur regelmäßig aufzusuchen, Post zu bestellen, sondern auch Post entgegen zu nehmen. Wenn es im Ort einen Briefkasten gab, bescheinigte der Bote seine Anwesenheit mit dem dort vorhandene Stempel, wie z. B. in Bayern, Thurn und Taxis in Baden.

Landespostdirektion Berlin
Die Landespostdirektion war zuständig für die Ausgaben des Sammelgebietes »Berlin«. Als Aufdruck findet man "Deutsche Bundespost Berlin".

Marke aus Berlin

Landespost-Portomarken
Zum Einzug von Postgebühren bei den durch Landpost beförderten unfrankierten Postsachen. Berühmt ist z. B. die Baden-Nr. 3.

Landespoststempel
Dieser befand sich am Briefkasten an einer Kette. Der Landpostbote drückte in neben die Marke, da diese erst von der höheren Postdienststelle entwertet werden durfte.

Landkraftpost
Bezeichnung für die Postversorgung von Landgemeinden. Die Linien werden von der Postverwaltung unterhalten und verkehren nach feststehenden Fahrplänen. Außer der Postladung werden auch Poststücke und Personen befördert.

Landpostdienst
Einrichtung der Post zur Versorgung der Landbevölkerung mit postalischen Leistungen.

Landpost-Portomarken
Portomarken von Baden aus dem Jahre 1862/70 zur Verrechnung der Postgebühren von der bei der Landpost unfrankiert aufgegebenen und nur innerhalb des gleichen Bereichs zu befördernden Postsendungen.

Landpoststempel
Nebenstempel der Post zur Kennzeichnung der aus dem Landpostbereich stammenden Briefsendungen.

Ab 1928 wurden zur Verbesserung der postalischen Versorgung der Landbevölkerung Poststellen eingerichtet, die alle Postdienste ausführten, unbeschränkte Annahmebefugnis hatten und eingehende Post auch zustellten. Die Poststellen wurden nebenamtlich durch Postagenten geführt. Von den Leitpostämtern aus fuhren Kraftwagen in festgelegten Kursen und zu festgelegten Zeiten die Poststellen an, brachten die neue Post mit und holten die eingegangene Post ab.
Die Poststellen erhielten zunächst Gummistempel, deren Text vorgeschrieben war, über deren Form es jedoch keine Vorschrift gab. Dieser Stempel der neben den Marken abzuschlagen war, enthielt neben der Ortsbezeichnung der Annahmestelle auch den Namen des Leitpostamtes, ergänzt durch das Wort "über".  Die Bezeichnungen wurden im Laufe der Zeit von Landpoststelle in Poststelle (I) und der Leitpostämter in Poststelle (II) geändert.
Die Poststellenstempel (auch Landpoststempel genannt) wurden noch bis 1965 bei der Deutschen Bundespost eingesetzt, ehe sie durch normale Metallstempel ersetzt wurden. In der DDR verwendete die Deutsche Post diese Stempel bis zum Ende.
Die Poststellenstempel oder auch Landpoststempel sind von Spezialsammlern und Heimatsammlern sehr gesucht, vor allem, wenn sie sauber und lesbar abgeschlagen sind, was leider zu selten der Fall ist.

lexiko1.jpg (9026 Byte) Landpoststempel aus "Hummel"

lexiko15.jpg (14957 Byte) Landpoststempel Burgberg über Immenstadt

Landpost-Zustellmarke
Markengattung für besondere Zustellgebühren in Landbezirken, die vor allem in Ländern mit sehr weitmaschigem Poststellennetz in Landbezirken verwendet wurden.

Landpost-Zustellstempel
In der Vormarkenzeit in Frankreich verwendeter Stempel zur Bestätigung der Zusatzgebühr für auf dem Land zugestellten oder angenommenen Briefen.

Landschaftsstempel
Philatelistische Bezeichnung für Ortswerbestempel in Japan mit werbenden Abbildungen von Kunstdenkmälern und Ansichten aus Nationalparks.

Landungsstempel
In Postämtern größerer Hafenstädte gebräuchlicher Stempel, mit dem die Aufgabe einer Postsendung bei einer Schiffspost kenntlich gemacht bzw. nach der Frankatur entwertet wurde.

Langstempel
Bezeichnung für alle Zeilenstempel, die aus einer oder mehreren geraden Schriftzeilen ohne Einlassungslinien bestehen. Derartige Stempel stammen meist aus der Vormarken- oder Frühzeit der Philatelie und wurden bis ca. 1880 in verschiedenen Ländern verwendet.

Laos 
Die Demokratische Volksrepublik Laos ist ein Staat in Südostasien. Sie grenzt an China, Vietnam, Kambodscha, Thailand und Myanmar. Hauptstadt: Vientiane
Briefmarkenausgaben seit 1951

lexiko382.jpg (15163 Byte) Marke aus Laos

Lasurfarbe
Leuchtende Farbe mit geringem Anteil an Farbpigmenten oder löslichen Teerfarbstoffen.

Latvija
Landesbezeichnung auf Briefmarken von Lettland.

Laufzeit
- Gültigkeitsdauer eines Postwertzeichen.
- Lebensdauer eines (Sonder)-Stempels.
Bezeichnung für die Beförderungsdauer einer Postsendung vom Einlieferungspostamt zum Bestimmungsort.

Laufzettel
Formblatt, mit dessen Hilfe nach dem Verlust einer nachzuweisenden Sendung (Einschreiben, Wertsendung) auf dem Weg vom Einlieferungs- zum Bestimmungspostamt geforscht wird. Erste Formulare dieser Art gab es schon im 18. Jahrhundert.

Lawinennotpost
Vorübergehende Notpostverbindung durch Flugzeuge zur postalischen Versorgung von Ortschaften und Gehöften in Gebirgsgegenden, die durch Lawinen vorübergehend von allen Postverbindungs- und Verkehrswegen abgeschnitten sind.

LC-Sendung
Der Begriff kommt aus dem französischen und heißt so lettres (Briefe) cartes (Karten).

Lebensdauer
Philatelistisch gesehen die Gültigkeitsdauer einer Marke, d. h. wie lange sie zur Frankatur verwendet werden darf.

Leerfeld
Bezeichnung für ein unbedrucktes Feld innerhalb eines Markenbogens.

lexiko192.jpg (85875 Byte) Leerfeld (Italien. Libyen)

Legende
Nebenfeld im Schalterbogen, auf dem mit Text oder Bild auf den Ausgabeanlaß der Marken hingewiesen wird. Der erläuternde Text kann auch auf dem Bogenrand angebracht sein.

Legionärsbrief
Philatelistische Bezeichnung für eine Postsendung von Angehörigen der französischen Fremdenlegion oder an diese.

Legionärsmarken
Bezeichnung für Markenausgaben, die von bzw. für Freiwilligentruppen oder Söldnereinheiten herausgegeben wurden oder solchen militärischen Verbänden gewidmet sind.

Légi Posta
Bezeichnung für die Luftpostmarken Ungarn von 1920.

Legrand, Dr. Jacques Amable
Dr. Legrand zählt zu den Pionieren der Philatelie.

Leitpostamt
Ein Leitpostamt ist a) ein Postamt, dem postdienstlich ein bestimmter Leitbereich zugeordnet ist oder b) eine Postamt, das im Luft- oder Seepostdienst entsprechend Kartenschlüsse fertigt.

Leitstempel
Ein- oder zweizeilige Stempel auf Schiffsbriefen, die vor allem in amerikanischen Ländern verwendet wurden, um für die Geschäftspost die nächstmögliche Schiffsverbindung nach Europa kenntlich zu machen.

Lesotho
Das Königreich Lesotho, früher Basutoland, ist eine parlamentarische Monarchie im südlichen Afrika. Lesotho ist eine Enklave in Südafrika, wird also vollständig von seinem einzigen Nachbarland umschlossen. Hauptstadt: Maseru
Briefmarkenausgaben seit 1966

lexiko383.jpg (22507 Byte)
Marke aus Lesotho

Lettland
Republik auf dem Baltikum, die zwischen den beiden Weltkriegen und ab der 90er Jahren des 20. Jahrhunderts eigene Briefmarken verausgabt. Es gibt auch Besatzungsausgaben aus dem 2. Weltkrieg. Als Bezeichnung auf den Marken finden man "Latvija".
Briefmarkenausgaben von 1918 bis 1940 und wieder seit 1991

lexiko194.jpg (11552 Byte) Marke aus Lettland

Letterset
indirekter Hochdruck, der Druck erfolgt indirekt über ein mit Gummituch bespannten Zylinder auf das Papier.

Letzttagsstempel
Gegenstück zum Ersttagsstempel. Stempel auf einer Marke vom letzten Tag ihrer Gültigkeit.

lexiko476.jpg (7540 Byte) Ganzsache mit Letzttagstempel

Leuchtstoffpapier
Seit 1963 gibt es Marken auf Leuchtstoffpapier. Es gibt zwei verschiedenen Arten von Leuchtstoffpapier. Die Beschichtung des Briefmarkenpapiers mit diesem Leuchtstoff ermöglicht die Steuerung der Sortieranlage in den großen Verteilzentren der Post. Wenn man die Marken unter einer UV-Lampe betrachtet, kann man diesen Leuchtstoff am Aufleuchten erkennen und unterscheiden. Ausgabe können auf Papier mit phosphoreszierendem Leuchtstoff gedruckt werden. Diese Marken zeigen unter der Lampe einen leicht wolkigen Leuchtstoff der sehr kurze Zeit nachleuchtet. Andere Ausgaben wurde auf fluoreszierendem Papier gedruckt. Dieses Papier leuchtet gleichmäßig von intensiv bis schwach hellorange auf.

Leuchtturm
Deutscher Hersteller von Zubehör

lexiko195.jpg (10993 Byte)

Levante
ital. Osten, Morgenland, Länder um das östliche Mittelmeer. In diesem Gebiet hatte u.a. Österreich eine Postverwaltung eingerichtet.

Liba
Abkürzung für "Lichtensteiner Briefmarkenausstellung".

Libanon
Die Libanesische Republik ist ein Staat in Vorderasien und wird im allgemeinen Sprachgebrauch als Libanon bezeichnet. Der Libanon grenzt an Syrien, Israel und das Mittelmeer. Der Libanon wurde am 26. November 1941 unabhängig, vorher war er französisches Mandatsgebiet. Hauptstadt: Beirut
Briefmarkenausgaben seit 1924

Libau
Mit Genehmigung des Militärbevollmächtigten der 8. Armee wurde am 2. Januar 1919 eine Zivilpost nach Deutschland eingerichtet. Es wurden Germania-Marken mit Handstempelaufdruck in 3 Typen auf den Werten zu 5, 10, 15, 20, 25 und 50 Pfennig verwendet.

Liberationsmarken
Bezeichnung für die französischen amtlich, halbamtlich oder privat hergestellten Aufdruckmarken nach dem Rückzug der deutschen Truppen im Jahre 1944.

Liberia 
Die Republik Liberia (manchmal auch Liberien) ist ein Staat in Westafrika und grenzt an Côte d'Ivoire, Guinea, Sierra Leone sowie an den Atlantik. Liberia war zunächst ein Projekt zur Ansiedlung ehemaliger afroamerikanischer Sklaven nach der Abschaffung der Sklaverei in den Vereinigten Staaten und einer der ersten unabhängigen Staaten auf dem afrikanischen Kontinent. Konflikte zwischen ehemaligen afroamerikanischen Sklaven und den einheimischen Ethnien prägen das Land bis heute. Hauptstadt: Monrovia
Briefmarkenausgaben seit 1860

lexiko384.jpg (13865 Byte)  Marke aus Liberia

Liberty-Marken
Sonderbriefmarkenausgabe der USA von 1957/61, mit der insgesamt zehn Politiker verschiedener Länder als Freiheitshelden vorgestellt wurden.

Libyen
Die Sozialistische Libysch-Arabische Volks-Dschamahirija (Dschamahirija = Republik), in der amtlichen Kurzform Libysch-Arabische Dschamahirija oder ugs. kurz Libyen, ist ein Staat im Norden Afrikas. Libyen liegt am Mittelmeer und grenzt im Westen an die Maghreb-Staaten Tunesien und Algerien, im Osten an Ägypten und den Sudan und im Süden an Niger und den Tschad. Hauptstadt: Tripolis
Briefmarkenausgaben seit 1951

Marke aus Libyen

Lichtdruck
Flachdruckverfahren von fotomechanisch hergestellten Glas- oder Gelatinedruckformen. Dabei wird auf eine dicke mattierte Spiegelglasscheibe ein Film lichtempfindlicher Chromgelatine aufgetragen, der unter der Negativvorlage belichtet wird.

Lichtempfindliches Papier
Papier, das sich unter Lichteinfluß allmählich verfärbt, verursacht durch chemische Beimengungen im Papierbrei.

Liebhaberpreis
Bewertung im Katalog für sehr seltene Marken oder Belege, deren Marktwert schwer ermittelbar ist.

Liebhaberstück
Bezeichnung für ein Stück von einmaliger Schönheit oder in seiner Art selten vorkommend, das alle üblichen Qualitätsbegriffe übertrifft.

Liebhaberwert
Bewertung philatelistischer Spezialitäten, die den Wert einer Briefmarke, die nur einen kleinen Interessenkreis hat oder äußerst selten vorkommend, sehr hoch festlegt.

Liechtenstein
Das Fürstentum Liechtenstein ist ein souveräner Staat in Mitteleuropa zwischen Österreich und der Schweiz am Ostufer des Rheins. Hauptstadt: Vaduz
Briefmarkenausgaben seit 1912. Die Postwertzeichen gelten als sehr wertbeständig und sind in Sammlerkreisen sehr beliebt.

lexiko193.jpg (20551 Byte) Marke aus Liechtenstein

Liegendes Wasserzeichen
Form des Wasserzeichens, bei der die senkrechte Achse des Wasserzeichens parallel zum Ober- und Unterrand der Marke verläuft.

Liegerland
Dieses Land sucht man vergeblich im Atlas oder auf dem Globus. Dieses Land gibt es nicht und "ideenreiche" Geschäftemacher begeben wertlose Briefmarken (sogenannte --> Cinderallas), auf die schon mancher Sammler hereingefallen ist. "Lustigerweise" hat diese nicht existente Land sogar eine eigene "offizielle Website". Selbstredent, dass diese Marken in keinen Katalog gelistet und auch von der --> UPU nicht anerkannt sind.

Marke aus "Liegerland"

Lietuva
Eigenname von Litauen.

Lietzow, Paul
Einer der ersten und vor 1900 bedeutenden Briefmarkenhändler (1842-1905), Verfasser mehrer Fachbücher ("Handbuch der Philatelie", "Das schwarze Buch der Philatelie") und verantwortlicher Mitarbeiter der Zeitschrift "Die Post". Außerdem war er führend in der Bekämpfung von Fälschungen und Nachdrucken.

Ligatur
Drucktype, auf der zwei Buchstaben zusammengegossen sind. Dies kommt öfters bei Aufdrucken sowie Texten von Ganzsachen vor.

Lilienstempel
Seltener Poststempel, der in der Vormarkenzeit in Frankreich mit Bourbonen-Lilien im Stempelfeld verwendet wurde (z. B. in Arras und Bourdeaux).

Liliputstempel
Bezeichnung für den Poststempel des österreichischen Sonderpostamtes im Jahre 1935/36 während der Gastspielreise der Gnidley-Liliput-Artistengruppe.

Lille
Lokalausgabe der französischen Untergrundbewegung. Großes Lothringenkreuz, dessen oberer Strich rechts seitlich verkürzt ist, mit obenstehend links "R", rechts "F".

Limit
Preisgrenze, bei Auktionen meist zwischen Einlieferer und Auktionator festgesetzt.

Lindenberg, Carl
Carl Lindenberg (1850-1928) war Herausgeber des Werkes "Großes Handbuch der Philatelie". Er katalogisierte als Kurator des Reichspostmuseums alle Marken und erwarb sich so große Verdienste um die Philatelie.

Lindenberg-Medaille
Nach Carl Lindenberg benannter Ehrenpreis, der für besonders Verdienste verausgabt wurde. Heute gibt es diese Medaille nicht mehr, sondern die Kobold-Medaille.

Lindner
Bekannter deutscher Hersteller für philatelistisches und numismatische Sammlerzubehör.

Linné, Carl von 
Naturforscher, 1717-1778. Carl von Linné hat in seinem Werk „Systema naturae“ (System der Natur, 1735 veröffentlicht) zum ersten Mal eine Systematik der Lebewesen entwickelt, und gilt somit als einer der Urväter der Taxonomie. Er teilte Pflanzen, Tiere und Mineralien in Klassen ein, die er weiter in Ordnungen, Gattungen und Arten untergliederte. Wale und verwandte Wassertiere zählten für ihn bereits zur Klasse der Säugetiere. Linné legte fest, wie neuentdeckte Arten beschrieben werden müssen.

Carl von Linne


Linienzähnung

Zähnung erfolgt erst in der einen, dann in der anderen Richtung, wobei die Eckzähne meistens unregelmäßig ausfallen.

lexiko40.gif (11593 Byte)
  lexiko41.gif (16663 Byte) Linienzähnung

Lipsia
Deutscher Briefmarkenkatalog. Erscheinungsort: Leibzig, Deutschland. Das Erscheinen wurde mit dem Ende der DDR eingestellt.

Listenpreis
In Preislisten und Katalogen dem Marktwert entsprechende Preisangabe für eine Marke.

Liszt-Block
Sonderblock Ungarns aus dem Jahre 1934 anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Budapester Philatelistenvereins und der damit verbundenen 2. Landesausstellung.

Litauen
Litauen (litauisch Lietuva) gehört zu den drei baltischen Staaten innerhalb Nordeuropas. Mit der beginnenden Lockerung der sowjetischen Besatzung unter Michail Gorbatschow zeigten die Litauer als erste den Mut zu Veränderungen. Am 11. März erklärte der neu gewählte Oberste Sowjet Litauen für unabhängig und setzte die Vorkriegsverfassung wieder in Kraft. Im August 1991 wurde Litauens Unabhängigkeit innerhalb kürzester Zeit von über 90 Staaten anerkannt. Hauptstadt: Wilna (Vilnius)
Briefmarkenausgaben von 1918 bis 1940 und wieder seit 1990. Es gibt auch Besatzungsausgaben aus dem 2. Weltkrieg. Als Bezeichnung auf den Marken finden man "Lietuva".

lexiko196.jpg (10356 Byte) Marke aus Litauen

Lithochromie
Mehrfarbensteindruck von mehreren der Anzahl der verwendeten Farben entsprechenden Drucksteinen.

Lithografie
Übertragung einer Vorlage auf einen Lithografiestein, der als Druckform für den Steindruck dient oder auf eine Zinkplatte, die als Druckplatte für den Offsetdruck dient.

Litzenbrüder
Bezeichnung für untere Postbedienstete bei verschiedenen Postverwaltungen im 19. Jahrhundert (z. B. in Mecklenburg-Schwerin, Schleswig-Holstein oder Hamburg).

local propaganda cancel
engl. für Ortswerbestempel

Lochentwertung
In manchen Ländern wurden Briefmarken auch durch eine Lochung entwertet. Dies findet man beispielsweise bei den ersten Briefmarken Spaniens.

Logotyper
Im Handsatz verwendete Buchstabenverbindung, die in einer Drucktype gegossen ist.

Lokalaufdrucke
Diese kommen besonders in Kriegszeiten und bei Revolutionen oft vor. 1945/49 wurden z. B. in Deutschland viele postalisch begründete und auch anerkannte Aufdrucke verwendet.

Lokalausgabe
Meist in Notzeiten (z.B. Kriegs- ende) herausgegebene , überdruckte Marken. Gute Beispiele sind Marken des Dritten Reichs in Deutschland und Österreich mit Ortsnamen oder Parolen versehen. Selten echt gelaufen.

Lokaldruck
Philatelistische Bezeichnung für provisorische Postwertzeichen, die auf Anordnung oder mit Genehmigung der Postverwaltung örtlich hergestellt wird. Dabei handelt es sich meist um eine Notmaßnahme, um Markenmangel bis zum Eintreffen der eigentlich vorgesehenen oder bis zur Neulieferung der zwischenzeitlich ausverkauften Postwertzeichen zu überbrücken.

Lokalpost
Stadtpostmarken oder Lokalpostmarken tragen einen Ortsnamen statt einer Länderbezeichnung. Sie waren nur im örtlichen Bereich gültig und mussten von der Landesregierung bzw. vom Weltpostverein (UPU) genehmigt werden.

Longji-Provisorium
Halbierte 20-Pfennig-Marke, die neben dem Poststempel mit Datum 19.5.1911 auch als Dienstsiegel "Kaiserlich deutsche Post Longji (Kamerun)" nebst Krone und Posthorn aufweist.

Lorbeerkranzstempel
Alter Thurn- & Taxisstempel aus dem Altenburger Gebiet, wobei der Stempel in der unteren Hälfte einen Lorbeerkranz enthielt.

Lorber, Prof. Ferdinand
Österreichischer Briefmarkenkünstler und -stecher, geboren am 16. November 1883 in Wien. Zu seinen Werken gehören u.a. der Stahlstich folgender Marken:

  • Grillparzer 1931

  • WIPA 1933

  • Österr. Heerführer 1935

  • Österr. Erfinder 1936

  • Österr. Ärzte 1937 

  • Grillparzer 1947

  • Schubert 1947

  • Ziehrer, Stifter, Amerling 1948

Nebst der Österreichischen Postverwaltung arbeitete Lorber auch für Liechtenstein und Luxemburg.

lexiko97.jpg (20728 Byte) Marken von Lorber (Österreich)

Lorient-Ausgabe
Aushilfsausgabe, die innerhalb des Bereichs der Festung Lorient verwendet wurde. Französische Briefmarken mit zweizeiligem Aufdruck.

Los
Bezeichnung bei Auktionen für eine angebotene Einzelmarke, einen Satz, Beleg oder eine Sammlung.

Lot
Bezeichnung für einen Posten gemischter Briefmarken, Ganzsachen oder ähnlichem.

Lp
Abkürzung für Liebhaberpreis.

Lubomil-Ausgabe
Ausgabe von zwei Briefmarken im Jahre 1918, die nicht mehr postalisch verwendet wurden. Beide Marken haben auch einen hebräischen Text und dürften somit die ersten Marken mit hebräischen Buchstaben lange vor den palästinensischen Marken sein.

Luce, Alfred
Luce war ein bedeutender Philatelist, zu dessen Ehren es die vom Verein für Briefmarkenkunde e.V. Frankfurt am Main verausgabte Baurat-Luce-Medaille gibt.

Lübeck

Freie und Hansestadt im Verband des Deutschen Bundes mit eigenen Briefmarken- und Ganzsachenausgaben zwischen dem 1. Januar 1852 und dem 31. Dezember 1867. Ab dem 1. Januar 1868 kamen in Lübeck die Marken des Norddeutschen Postbezirks zur Verwendung.

Luftfeldpost
Erstmals am 24. April 1943 eingeführte blaue Zulassungsmarke mit Junkers-Flugzeug im Bild, die für die Luftpostverbindung zwischen der Front und der Heimat in beiden Richtungen verwendet wurde. Es gab gezähnte und gestochene Ausgaben dieser Marke. Zur Luftfeldpost gehören auch die für den Tunis-Päckchenverkehr verausgabten Marken mit dem Motiv "Dattelpalme mit Hakenkreuz".

lexiko197.jpg (15205 Byte) Marke der Luftfeldpost

Lufthansa
Deutsches Luftfahrtunternehmen. Der Verlag Sieger in Lorch/Würtemberg führt einen Spezialkatalog über die Erst- und Sonderflüge der Lufthansa. Im Jahre 1955 erschien sogar ein Sondermarkensatz der Dt. Bundespost zu Ehren der Lufthansa.

      
   Markenserie "Lufthansa" (Bundesrepublik Deutschland)

Luftpost
amtl. Bezeichnung für durch die Luft beförderte Sendungen.

Luftpostausstellung
Besondere Form der Briefmarkenausstellung, auf der nur Sammlungen mit Luftpostmarken, Luftpostbriefen und ähnlichen Belegen zugelassen sind

Luftpostbestätigungsstempel
Postalischer Zusatzstempel zur Bestätigung der Luftpostbeförderung einer Postsendung

Luftpostdienstmarke
Markengattung zur Frankierung der durch Luftpost zu befördernden Dienstpost.

Luftposteilmarke
Markengattung für Luftpostsendungen, der Landwegstrecken zum Flugplatz und am Zielort mit Eilverbindungen bzw. Eilboten gelegt werden sollen.

Luftposteinschreibmarke
Markengattung zur Freimachung der durch Luftpost zu befördernden Einschreibsendungen.

Luftpostkarte
Zur Verwendung als Postkarte mit eingedrucktem Wertstempel vorgesehene Luftpostsendung.

Luftpostleichtbrief
Siehe Aerogramm

lexiko23.jpg (38587 Byte) Aerogramm (Süd-Korea)

Luftpostmarken
auch Flugpostmarken genannt. Gehören zur Gruppe der Freimarken, waren seit 1917 in vielen Ländern zur Freimachung von Luftpostsendungen üblich.

Luftpostmarkenprovisorium
Vorläufige Luftpostmarke, die meist mit einem entsprechenden Aufdruck auf Freimarken verwendet wird.

Luftpostsammlung
Philatelistische Sammlung, die sich aus Luftpostmarken und mit Luftpost beförderten Briefen etc. besteht.

Luftpostzettel
Wenn der Absender wünscht, dass eine Postsendung über den Luftweg befördert werden soll, kennzeichnet er sie mit einem Luftpostzettel. Diese Zettel sind fast so alt wie die Luftpostbeförderung. So lassen sich bereits die seit dem 26. Februar 1912 erschienenen "halbamtlichen Flugmarken" als Luftpostaufkleber einstufen. Allerdings müssen sie käuflich erworben werden, um die zusätzlichen Kosten der Luftpostbeförderung zu finanzieren.

lexiko198.jpg (23206 Byte) Luftpostzettel aus aller Welt

Luftpost-Zulassungsmarke
Markengattung ohne Frankaturkraft, die nur für die Zulassung von Postsendungen zur Beförderung mit Luftpost verwendet wird.

Luftpost-Zuschlagmarke
Marke zur Frankierung des Luftpostgebührenzuschlags.

Luftschiffpost
mit Luftschiffen beförderte Post. In Österreich nur von der Pro Juventute veranstaltet. S.a. Ballonpost

lexiko16.jpg (110065 Byte) Beleg Zeppelinpost mit wabenförmigen "Zeppelin-Stempel"

Lumogen
Wenn dem Papierbrei ein Leuchtstoff beigegeben wird, der das Papier unter eine speziellen Lampe zum Leuchten bringt, spricht man auch von "Lumogen". Siehe auch Fluoreszenz. Eine bekannte deutsche Briefmarkenausgabe ist der Dauermarkensatz "Heuss-Lumogen" aus den fünfziger Jahren.

Lunaba-Block
Sonderblock aus der Schweiz anlässlich der Luzerner Nationalen Briefmarkenausstellung im Jahre 1951 mit einer Auflage von 121.147 Stück.

Lupe, Die
deutsche philatelistische Fachzeitschrift. Erscheinungsort: Duisburg.

LUPO
Auch LUPOSTA, Kurzbezeichnungen für eine Luftpostausstellung.

Luposta
Abkürzung für "Luftpostausstellung". 1971 fand z. B. eine große Internationale Luftpostausstellung in Berlin statt, auf der auch Weltraumbelege gezeigt wurden. Bekannt ist auch die Luposta in Danzig.

Lusiaden-Muster
Muster der Dauerfreimarken von Portugal aus den Jahren 1931/45 mit einer Frauengestalt mit dem Buch "Os Lusiadas". von Luis Vaz de Camoes.

Luxemburg 
Das Großherzogtum Luxemburg ist ein Staat in Westeuropa. Es grenzt an Frankreich und Belgien sowie an Deutschland. Hauptstadt: Luxemburg
Briefmarkenausgaben seit 1852

Marke aus Luxemburg

Luxuserhaltung
Beste Erhaltungsform, die es gibt. Die Marke ist in jeder Hinsicht perfekt: gestempelte Stücken soll die Entwertung zentrisch und gerade aufgesetzt sein und selbst kleine Werte sind schwierig in dieser Erhaltung zu bekommen. Moderne Marken werden nur in Ausnahmefällen als Luxus bezeichnet.

Luxusstück
Qualitätsbezeichnung bei Auktionen für absolut fehlerfreie Stücke.

 

Bitte melden Sie uns fehlende Begriffe und/oder Ergänzungen - vielen Dank. 


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Letzte Änderung am 23. Januar 2009

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