Api-Phila - Lexikon
Buchstabe "M"

Macao
Macao ist eine in der Nähe von Hongkong gelegene ehemalige portugiesische Kolonie. Im Jahr 1999 wurde sie als zweite Sonderverwaltungszone in die Volksrepublik China integriert. Wie auch in Hongkong gilt in Macao das Prinzip: „Ein Land, zwei Systeme“. Das sozialistische Wirtschaftssystem Chinas wird in Macao nicht angewandt. Macao genießt Autonomie mit Ausnahme der Verteidigung und Außenpolitik: diese werden von Peking bestimmt. Briefmarkenausgabe seit 1884


marken175.jpg (14626 Byte) Marken in Wabenform aus Macao

machine cancel
engl. für Maschinenstempel

machine propaganda cancel
engl. für Maschinenwerbestempel

Machwerk
Philatelistisch gesehen eine Bezeichnung für markenähnliche Produkte nicht existierender Staaten oder Exilregierungen, etwa aus "Malaku", "Sedang" oder "Selatan". Diese häufig recht farbenprächtigen Phantasie-Ausgaben sind keine Briefmarken, da sie nicht als Postwertzeichen von einer Postverwaltung oder -organisation verausgabt wurden. Hier handelt es sich tatsächlich nur "Machwerke" zum Schaden der Sammler, die meist aus Geldgier aufgelegt worden sind.

lexiko201.jpg (59163 Byte) Schön - aber wertlos (Palästinensische Autonomiegebiete)

Mackay, A. James
Mackay war Administrator der Sammlungen des Postmuseums in London, Verwalter der Privatsammlung des Könighauses und einer der bedeutendsten Fachautoren der Philatelie, sowie Experte für die Marken Großbritanniens und seiner Kolonien.

Mäander-Wasserzeichen
Wasserzeichenmuster mit rechtwinklig gebrochener oder spiralförmig fortlaufender Linie. dieses wurde 1925/36 für sowjetische Marken in Kombination mit einer Blume verwendet.

Madagaskar 
Madagaskar ist die viertgrößte Insel der Welt. Sie wird auch der „achte Kontinent“ genannt. Am 10. August 1500 sichtete der portugiesische Seefahrer Diogo Dias als erster Europäer Madagaskar und nannte die Insel São Lorenço. Später erscheint die Insel auch unter dem Namen Santa Apolonia auf den Karten der Portugiesen. Auf der Kongo-Konferenz 1885 wurde Madagaskar Frankreich als Interessengebiet zugesprochen. 1896 konnte sich Frankreich gegen den Widerstand der Madagassen etablieren. Nach Absetzung der letzten Königin 1896 begannen die Franzosen mit der zivilisatorischen Erschliessung des bis dahin sehr rückständigen Landes. Nach mehreren Aufständen wurde Madagaskar 1958 Republik in der Communauté Française und erlangte am 26. Juni 1960 schließlich die Unabhängigkeit. Hauptstadt: Antananarivo
Briefmarkenausgaben seit 1889 Madagascar, von 1958 bis 1960 Republique Malgache, von 1960 bis 1975 Repoblika Malagasy, von 1975 bis 1993 Repoblika Demokratika Malagasy, seit 1993 Repoblikan’i Madagasikara

lexiko387.jpg (6838 Byte) 
Marke aus Madagaskar

Maestro
niederländische philatelistische Fachzeitschrift. Erscheinungsort: Amsterdam.

Mafeking
Mit diesem Aufdruck versahen die Engländer Marken vom Kap der Guten Hoffnung und aus dem Betschuanaland während des Burenkrieges.

Magyar Posta
Eigenname für Ungarn.

Mahé, Pierre
Kupferstecher (1833-1913) und bedeutender französischer Philatelist. Als Buch- und Briefmarkenhändler war er auch Herausgeber verschiedener philatelistischer Fachzeitschriften und Alben und Verfasser des ersten französischen Katalogs mit Verkaufspreisen (1862) sowie vieler Artikel und Verwalter der Sammlung Ferraris.

Maigrüne Sechs
Bezeichnung für die 6-Pf-Freimarke von Mecklenburg-Vorpommern aus dem Jahre 1945 mit schwarzem Druck auf leuchtend maigrünem statt grünem bis blaugrünem Papier.

Mailänder Fälschung
Die 1850 erstausgegebenen Marken Lombardei-Venetien zu 15C;30C. und 45C.Wurden 1857-58 oftmals gefälscht. Heute begehrte Sammelobjekte.

Mailomat
Freistempler amerikanischer Produktion, der hauptsächlich aus den beiden Typen 1. zum Aufdruck von Gebühren und Tagesstempel auf die Postsendung und 2. zum Abdrucken beliebig einstellbarer Gebühren auf gummierte Papierstreifen vorkommt.

Maksetud
Barvermerk "Bezahlt" auf Postsendungen in Estland, da nach Abzug der deutschen Truppen die Verwaltung der Post in einheimische Hände überging und ein Mangel an Briefmarken herrschte.

Makulatur
Unter Makulatur versteht der Philatelist den Druckausschuss, der bei Probedrucken und beim Anlauf der Druckmaschinen entsteht. Dieses Papier darf die Druckerei eigentlich gar nicht verlassen. Doch immer wieder gelangen durch unlautere Kanäle solche Sachen an die Öffentlichkeit. Kein Briefmarkensammler, der ein wenig von seiner Materie versteht, ist an solchem Papier interessiert.

Malawi
Die Republik Malawi, vormals Nyassaland, ist ein Staat in Südostafrika. Sie grenzt an Tansania, Mosambik und Sambia. Nationalfeiertag ist der 6. Juli, Tag der Unabhängigkeit. Hauptstadt: Lilongwe
Briefmarkenausgaben seit 1964

lexiko388.jpg (24750 Byte) 
Marke aus Malawi
 
Malaysia 
Malaysia (Persekutuan Malaysia, Federation of Malaysia, Malaysische Föderation, in Österreich auch Malaysien genannt) liegt in Südostasien.  Malaysia besteht aus zwei Teilen, nämlich dem auf der malaiischen Halbinsel gelegenen Westteil und dem auf der Insel Borneo gelegenen Ostteil. Beide sind voneinander durch das Südchinesische Meer getrennt. Westmalaysia grenzt im Norden an Thailand und im Süden befindet sich auf einer vorgelagerten Insel Singapur. Ostmalaysia grenzt südlich an Indonesien und im Norden wird das Sultanat Brunei von Malaysia eingeschlossen. Hauptstadt: Kuala Lumpur
Briefmarkenausgaben seit 1963

lexiko389.jpg (10563 Byte)
Marke aus Malysia

Malediven 
Die Republik der Malediven (Divehi Rajjeyge Jumhuriyya) ist ein Inselstaat im Südwesten der Südspitze Indiens im Indischen Ozean und besteht aus mehreren Atollen und circa 2.000 Inseln, wovon etwa 200 von Einheimischen bewohnt werden und 87 weitere ausschließlich für Touristen reserviert sind. Hauptstadt: Malé
Briefmarkenausgaben seit 1906

lexiko390.jpg (18283 Byte)
Marke von den Malediven

Mali 
Mali ist ein seit 1960 von Frankreich unabhängiger Staat in Westafrika und grenzt im Norden an Algerien und Mauretanien, im Westen an Senegal, im Osten an Niger und im Süden an Burkina Faso und die Elfenbeinküste. Die ehemalige Kolonie Französisch-Sudan hat einen bedeutenden Anteil an der Sahara, sowie an Sahel und Sudan. Mali gilt als gelungenes Beispiel einer Demokratisierung in Afrika, ist dennoch eines der ärmsten und am wenigsten entwickelten Länder der Welt. Hauptstadt: Bamako
Briefmarkenausgaben seit 1959
Die jüngsten Ausgaben, die der MICHEL für Mali katalogisiert hat, sind von August 2005.

Marke aus Mali

Malta 
Die Republik Malta (maltesisch: Repubblika ta' Malta), ist der kleinste europäische Inselstaat. Der maltesische Archipel verteilt sich auf die drei bewohnten Inseln Malta (etwa 246 km²), Gozo (maltesisch Għawdex, etwa 67 km²) und Comino (Kemmuna, etwa 3 km²) sowie auf die unbewohnten Inseln Cominotto (Kemmunett), Filfla (Filfola) und die St. Pauls Islands. Die Hauptinsel Malta ist in fünf Bezirke gegliedert, Gozo und Comino bilden zusammen einen sechsten. Der Name stammt von der punischen Bezeichnung für Zufluchtsort "Malet" aber die Römer nannten die Inseln Melite. Malta wurde am 21. September 1964 von Großbritannien unabhängig. Seit dem 1. Mai 2004 ist Malta Mitglied der Europäischen Union. Hauptstadt: Valetta
Briefmarkenausgaben seit 1860

lexiko392.jpg (8890 Byte)
Marke aus Malta

Malteserkreuz-Stempel
Entwertungsstempel, der die Form eines Malteserkreuzes hat und auf den ersten Ausgaben von Großbritannien vorkommt.

Maltese Six Pence
In England Bezeichnung für die 6-Pence, lila, Platte 5 der Ausgabe von 1865, mit dem Bild von Königin Viktoria auf dickem Papier.

Maluku Selatan

Aufdruck auf ca. 150 verschiedenen Briefmarken zur geplanten Staatsbildung 1955 der Molukken, zu der es jedoch bisher nicht kam. Kurioserweise wurden diese Briefmarken in der Wiener Staatsdruckerei gedruckt.

Mammutsatz
Aus einer sehr großen Anzahl von Werten bestehender Satz. So sind über viele Jahrzehnte verausgabte Dauermarkenausgaben oft zu einem Mammutsatz angewachsen (z. B. Portugal 1912/31 Schnitterin-Muster mit 115 Werten, Brasilien 1918/39 Freimarkenserie mit 128 Werten und 11 verschiedenen Wasserzeichen).

Manama
Exklave des Scheichtums Ajman, für welche es Briefmarken mit Aufdruck "Manama" gibt. Die FIP betrachtet diese Ausgaben als schädlich.

Mankoliste
Aufstellung der in einer bestimmten Sammlung fehlenden Marken, die der Sammler zur Ergänzung sich durch Kauf oder Tausch beschaffen will.

Marbach, Kurt
Bedeutender Philatelist (1870-1945), der besonders als Erforscher und Kenner der Abstempelungen Preußens gilt und ein "Kleines Taschenbuch der preußischen Aufgabe- und Nummerstempel" (1936) veröffentlichte.

Margreiter, Hannes,
Österreichischer Briefmarken- und Telefonwertkartenkünstler.

Marginalien
Bezeichnung für Vermerke und Zeichen auf dem Bogenrand.

Mariannenmuster
Dauerfreimarkenmuster Frankreichs, das ab 1945 mit der Allegorie "Marianne" in verschiedenen Darstellungen erschien.

Mari El
Mari El ist eine autonome Republik im östlichen Teil des europäischen Russland. Sie liegt am Mittellauf der Wolga, wo es bereits große Wolgastauseen gibt, und erstreckt sich etwa 400 bis 800 km östlich von Moskau, etwa auf halbem Weg zum Ural. Der größte Teil der Republik liegt nördlich der Wolga, östlich der Oblast Nischni Nowgorod und nordwestlich von Tatarstan und dessen Großstadt Kasan. Im Süden grenzt es an die autonome Republik Tschuwaschien, die bereits rechtsseitig der Wolga liegt. Marken dieser Region zählen zu den Cindarellas.

lexiko11.jpg (25522 Byte)   Marke aus Mari El

Marienwerder
Abstimmungsgebiet in Westpreußen nach dem 1. Weltkrieg.

Marine-Postbüro
Am 15. November 1867 eingerichtetes Sonderpostamt beim "Hofpostamt" in Berlin zur Abwicklung des Postverkehrs mit der Kriegsmarine.

Marineschiffspost
Spezielle Schiffspost der Seestreitkräfte verschiedener Länder.

Marke + Münze
Seit dem 24. Mai 1991 jährlich stattfindende Messe für Sammler in Graz. 1997 wurde der Rhythmus auf alle 2 Jahre geändert.

Markenabstand
Abstand zwischen den einzelnen Marken im Schalterbogen, wobei von Bildrand zu Bildrand gemessen wird. Dies ist besonders bei geschnittenen Marken wichtig, um die Qualität des Schnitts richtig einschätzen zu können.

Markenanordnung
Umfang und Art der Aufführung der Marken im Briefmarkenkatalog, wobei die Systematik des Katalogs wichtig ist.
Gemeint ist aber auch die Aufteilung und Stellung der Markenfelder im Schalterbogen.

Markenarten
Im Laufe eines Jahres werden in Deutschland Briefmarken aus unterschiedlichen Postwertzeichenarten herausgegeben:
1. Sondermarken ohne Zuschlag = Sonderausgaben erfolgen zu besonderen Anlässen mit vielfältigem Motivspektrum – von Kunst und Kultur über Literatur und Zeitgeschehen zu Sport, Natur, Wissenschaft, Familie und Kirche;
2. Sondermarken mit Zuschlag = Die Zuschlagserlöse dieser begrenzten Anzahl von Sonderausgaben mit interessanten Motiven kommen gemeinnützigen Organisationen und Einrichtungen zugute;
3. Blockausgaben = auch "Briefmarken im Sonntagskleid" genannt; ein Block ist ein kleiner Bogen mit üblicherweise ein bis vier Postwertzeichen in einem kunstvoll gestaltetem Rand;
4. Dauerserienwerte = auch Freimarken genannt, zur normalen Frankierung herausgegebene Postwertzeichen, die in unbegrenzter Auflage nach Bedarf gedruckt werden.

Markenbild
Bezeichnung für ein künstlerisch gestaltetes Markenmotiv, das aus einem Stück oder mit Markenrahmen und Mittelstück bestehen kann.

Markencharakter
Bezeichnung für kennzeichnende Merkmale von Marken, die auf die postalische Bestimmung oder den vorgesehenen Verwendungszweck hinweisen. So unterscheidet man z. B. amtlich, halbamtlich, nichtsamtlich bzw. Freimarken, Zuschlagmarken etc.

Markenfeld
Markenposition in einem Briefmarkenbogen.

Markenformate
Die häufigsten Markenformate sind Viereck, Rechteck und Dreieck.

Markengattung
Philatelistischer Begriff, der sich auf den von der Postverwaltung vorgesehenen Verwendungszweck von Postwertzeichen bezieht. So gibt es Freimarken, Sondermarken und Zusatzmarken (Eilmarken, Paketmarken, Luftpostmarken etc.) sowie Dienstmarken, Portomarken, Verrechnungsmarken etc.

Markengröße
Bezeichnung für das Markenformat, gemessen von Markenrand zu Markenrand und in "mm" angegeben. So gibt es die Markenbreite und die Markenhöhe.

Markengruppe
Andere Bezeichnung für Blockstück.

Markenheftchen
Heftchen, in denen sich mehrere Briefmarken mit gleichen oder verschiedenen Werten befinden, die gemeinsam einen runden Betrag ergeben. In Schweden üblich, in Österreich z.B. zur WIPA 1981 erschienen.

lexiko6.jpg (49028 Byte) Markenheft "MH 2" von 1911(u.a. mit Zusammendrucke "Gühler"

Markenheftblatt

Heftchenblatt aus einem Markenheftchenbogen mit mehreren Markenfeldern, die in mehreren Reihen angeordnet sein können. Ein Markenheftchenblatt kann immer die gleiche Marke, oder aber Zusammendrucke verschiedener Marken enthalten, wobei auch Leerfelder oder Reklamezudrucke vorkommen können.


lexiko63.jpg (35522 Byte) 
Markenheftchenblatt aus "MH 2" von 1911(u.a. mit Zusammendrucke "Gühler"

Markenheftchenbogen
Bogen mit Markengruppen, aus denen Marken für Markenheftchen herausgetrennt werden können.

Markenheftchenzähnung
Durch maschinelles Schneiden der Markenheftchenbogen in Heftchenblätter verursachter Beschnitt der Markenzähnung. Dies kann bis zum völligen Abschneiden der Zähnung an einer oder mehreren Außenseiten des Heftchenblatts gehen.

Markeninschrift
Gesamtheit des auf einer Briefmarke angebrachten Textes, wobei besonders die Landesbezeichnung und die Währungsangabe sowie ggf. auch die Gattungsbezeichnung zu nennen sind.

Markenland
Philatelistische Bezeichnung für ein Territorium, für das eigenen Briefmarken seitens einer dafür zuständigen Postverwaltung herausgegeben werden.

Markenloser Brief
Brief aus der Vormarkenzeit bzw. Brief, dessen Freimachung nicht durch Postwertzeichen vorgenommen wurde.

Markenmotiv
Bezeichnung für die bildliche Darstellung auf einer Briefmarke.

Markenmuster

Markenzeichnung, die oft für mehrere Wertstufen oder eine gesamte Ausgabe verwendet wird.

Markenposition
Stelle, die die einzelne Marke im Markenbogen einnimmt.

Markenrahmen
Äußerer T eil eines mehrteiligen Markenbilds. Er enthält meist Ornamente und Inschrift sowie Wertangabe.

Markenrand
Je nach Herstellungsart ist der Markenrand glatt, durchstochen oder gezähnt. Man unterscheidet auch zwischen durchgezähten und undurchtzähnten Bogenrand. Oft enthält der Markenrand auch Druckerzeichen, Plattennummern, Reihenzähler, Wertangaben oder Hausauftragnummern.

Markenrollen
Diese werden zur Verwendung in Wertzeichenautomaten hergestellt und enthalten meist 500 Briefmarken. Oft ist jede 5. Marke mit einer Zählnummer auf der Rückseite versehen, weshalb diese Marken auch gerne als Fünferstreifen gesammelt werden.

Markenteilung
Teilung einer Marke in zwei oder mehrere Stücke.

Marktlage
Begriff für die unterschiedlichen Möglichkeiten, bestimmte Briefmarken über Tausch oder durch Kauf bzw. Verkauf abzusetzen oder zu erlangen.

Marktpreis
Andere Bezeichnung für den üblichen Handelspreis einer Briefmarke.

Marokko 
Das Königreich Marokko ist ein Staat in Nordwest-Afrika. Es grenzt an Algerien, Mauretanien, die beiden spanischen Exklaven Ceuta und Melilla, den Atlantik und das Mittelmeer Marokkos Südgrenze bleibt jedoch wegen des Westsaharakonfliktes bis zum Abhalten eines UNO-Referendums über die zukünftige Zugehörigkeit der Westsahara international umstritten. Hauptstadt: Rabat
Briefmarkenausgaben seit 1914

Marke aus Marokko

Maschinenfrankatur
Freimachung von Postsendungen durch Freistempelaufdruck unmittelbar auf die Sendung oder durch Aufkleben eines auf Papier abgedruckten Freistempels anstelle von Briefmarken.

Maschinenglattes Papier
Papier ohne besonders aufgerüstete Oberfläche, das nur durch die polierten Hartguß-Glättwalzen der Langsiebpapiermaschine geglättet wurde.

Maschinensatz
Herstellung von Schriftsätzen mittels Setzmaschinen, wobei zwischen Einzelbuchstabensatz, Zeilensatz, Fernsatz und Lichtsatz unterschieden wird.

Maschinenstempel
Diese wurden erstmals 1867 vom Norddeutschen Postbezirk in Hamburg zur Vereinfachung der Abstempelung eingesetzt. Mit fortschreitender Technik fanden sie schnell Verbreitung. Das Gegenteil ist der Handstempel.

lexiko202.jpg (15654 Byte)

Mashonaland
Aufdruck auf Marken des Kaps der Guten Hoffnung bzw. Inschrift auf Postkarten von Rhodesien aus dem Jahre 1893.

Maske
Über die Markenvorderseite verlaufender Streifen dunklerer Farbtönung. Dieser Streifen entsteht durch Farbverschmutzung bzw. Farbverdickung infolge längerer Stillstandzeit der Rotationsmaschine, wenn das Farbwerk nicht gereinigt und neu eingefärbt wurde.

Massenauflage
Bezeichnung für die am häufigsten vorkommende Teilauflage.

Massenauflieferung
Gleichzeitige Einlieferung einer größeren Anzahl nach Form und Inhalt gleichartiger Sendungen, deren Mindeststückzahl von der Postverwaltung festgelegt ist.

Massendrucksachenfreistempel
Zeitsparende Art der Barfreimachung von Massendrucksachen durch hand- oder Maschinenstempel, der auf die Sammelabrechnung mit dem Einlieferungspostamt hinweist.

lexiko208.jpg (26790 Byte)

Massenentwertung
Zu bestimmten postalischen Zwecken dienende Entwertung größerer Markenbestände durch Überdrucken, Abstempeln, Durchstreichen oder Durchlochen.

Massensendung
Unverschlossene Postsendung, die in größerer Menge von einem Absender bei einem Postamt eingeliefert wird. Meist handelt es sich um eine Wirtschafts-, Postwurf- oder andere Drucksache, so dass man auch von Massendrucksachen spricht.

Massenware
Briefmarken, die in einer, dem durchschnittlichen Sammlerbedarf um ein vielfaches übersteigenden Menge vorhanden sind und deshalb auch nur einen sehr niedrigen Katalog- bzw. Handelswert haben.

MaSt
Abkürzung für Maschinenstempel

MaWSt
Abkürzung für Maschinenwerbestempel

Mater
Mehrschichtige dünnen, zusammengeklebte Pappe, in die Bild oder Schrift unter starkem Druck übertragen wird, um davon einen Abguß herzustellen.

Matrize
Von einem Satz oder Druckstock abgenommene Prägung in Pappe, Plaste oder Wachs, die zur Herstellung einer Druckform mit Metall ausgegossen wird.

Matrosenstempel
Philatelistische Bezeichnung für einen Sonderstempel der ehemaligen DDR mit Abbildung eines angehörigen der Volksmarinedivision, der 1958 für wenige Stunden zur Abstempelung der Ersttagsbriefe für die Sonderaugabe "50 Jahre Novemberrevolution" verwendet wurde, ehe diese vom Verkauf gezogen wurde.

Matter Aufdruck
Spezielle Bezeichnung bei einem Aufdruck in schwarzer Farbe, der rußig und glänzend ist.

Matz, Hans Helmut
Gründer und langjähriger Leiter der Motivgruppe "Kraftfahrzeuge". Verstorben am 16. November 1998 in Flensburg.

Mauretanien 
Die Islamische Republik Mauretanien ist eine ehemalige französische Kolonie in Westafrika, am Atlantik gelegen. Sie grenzt an die Staaten Algerien, Mali und Senegal sowie an das Territorium der Westsahara (Demokratische Arabische Republik Sahara). Hauptstadt: Nouakchott
Briefmarkenausgaben seit 1906


Mauritius
Britische Kronkolonie im Atlantik vor der Küste Afrikas. Die wohl berühmteste Briefmarke der Welt ist die 1847 in einer Auflage von 500 Stück verausgabte Blaue Mauritius. Als Vorlage diente dem Graveur die englische Black Penny. Statt des damals üblichen "Post Paid" (Gebühr bezahlt) setzte er die Worte "Post Office" (Postamt) neben das Profil der Regentin Victoria. 

lexiko129.jpg (22926 Byte) Blaue Mauritius

lexiko394.jpg (11233 Byte) 
Marke aus Mauritius

Maurizio
Maskottchen der Deutschen Post für den Briefmarkenclub der Kinder, das sehr an eine Ameise erinnert.

lexiko372.jpg (25022 Byte) Maurizio

Maury, Arthur
Maury war Herausgeber der 1864 gegründeten und heute immer noch erscheinenden Zeitschrift "Le Collectionneur de Timbres-Poste" und einer Reihe von Fachwerken.

Maury-Nachzähnungen
Vom Pariser Briefmarkenhändler A. Maury mit Original-Zähnungsmaschine vorgenommene Verfälschungen geschnittener Freimarken Frankreichs der Ausgabe von 1853 in angeblich privatgezähnten Marken der Fa. Susse.

Mauvein
Violetter Anilinfarbstoff, der im 19. Jahrhundert zum Briefmarkendruck verwendet wurde. Der Farbstoff verändert sich durch Licht- und Lufteinflüsse und wurde deshalb später vom Methyviolett abgelöst.

MaMwSt
Abkürzung für Handmaschinenwerbestempel

Maximaphilie
Bezeichnung für das Sammeln von Maximumkarten.

Maximumkarte
Wahrscheinlich der modernste philatelistische Ersttagsbeleg. Auf der postalischen Rückseite wird das Bild der Briefmarke oder ein damit eng zusammenhängendes Motiv stark vergrößert abgebildet. Auf dieses Bild wird die Briefmarke geklebt und gestempelt.

lexiko45.jpg (73260 Byte) Maximumkarte Ambrosiuskapelle Bienenlehrpfad Göriach (unsere eigene !)

Mayr, Prof. Friedrich,
Österreichischer Briefmarken- und Münzenkünstler.

Mazedonien 
Mazedonien (auch Makedonien) ist ein Staat im südöstlichen Europa. Er hat derzeit zwei offizielle Namen. Die amtliche Selbstbezeichnung ist Republik Mazedonien (mazedonisch Republika Makedonija, albanisch Republika e Maqedonisë), von der UNO ist der Staat seit 1993 völkerrechtlich provisorisch unter der Bezeichnung Ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien (englisch Former Yugoslav Republic of Macedonia) anerkannt . Mazedonien liegt im Zentrum der Balkan-Halbinsel. Es war die südlichste Teilrepublik des früheren Jugoslawien und rief erst etwas später als Kroatien und Slowenien seine Unabhängigkeit aus. Es grenzt an Serbien (inkl. Kosovo), Bulgarien, Griechenland und Albanien. Hauptstadt: Skopje
Briefmarkenausgaben seit 1992

lexiko395.jpg (7269 Byte)
Marke aus Mazedonien

Mecklenburg-Notausgaben
1923 wurden von 8 Steuerämtern ( Doberan, Gustrow, Hagenow, Ludwigslust, Parchim, Rostock, Schwerin und Wismar) in Ermangelung von Dienstmarken normale Briefmarken mit einem Handstempel "Dienstmarke" versehen.

Mecklenburg-Schwerin
Das Großherzogtum zählt zu den altdeutschen Sammelgebieten und gab am 1. Juli 1856 die ersten Briefmarken (gekrönter Ochsenkopf) heraus. Ab dem 1. Januar 1868 gehörte es zum Norddeutschen Postbezirk.

Medaillon
Bezeichnung für das meist ovale Bild einer mit Rahmen oder Umrandung versehene Briefmarke

MEF
Abkürzung für "Middle East Forces". Aufdruck auf Marken von Großbritannien, die in der italienischen Kolonie Tripolitanien verwendet wurden.

Mehreckstempel
Sammelbezeichnung für Poststempel mit mehreckiger äußerer Einfassungslinie. Hierzu gehören Seckseckstempel und Achteckkreisstempel.

lexiko203.jpg (37132 Byte) Achteckstempel (Frankreich)

Mehrfachfrankatur
Freimachung einer Postsendung mit zwei oder mehr Marken der gleichen Ausgabe und Wertstufe im Rahmen des notwendigen Portos; z. B. fünf 10-Pfennig-Marken für ein Porto in Höhe von 0,50 DM.

Mehrfach-Wasserzeichen
Art des Wasserzeichen, bei der jede Marke im Bogen mit mindestens einem vollständigen Wasserzeichen und nicht Teilen benachbarter Wasserzeichen versehen ist.

Mehrfarbendruck
Dieser liegt vor, wenn eine Marke in mehrere Farben hergestellt worden ist.

Mehrkreisstempel
Untergruppe der Kreisstempel, je nach Anzahl der konzentrisch angeordneten Kreislinien untergliedert in Dreikreisstempel, Vierkreisstempel etc.

Mehrplattendruck
Druck von zwei oder mehr Platten, bei dem das Markenbild erst nach zwei oder mehr Druckgängen fertiggestellt ist.

Meissner, Ernst Adolf

Österreichischer Briefmarkenkünstler, geboren am 12. April 1837 in Dresden, gestorben am 25. September 1902 in München.

Meilenzeiger
Im 17. bis 19. Jahrhundert übliche tabellarische Übersicht, um die Entfernung zwischen Postorten in Meilen abzulesen.

Meldegebühr
Betrag, der bei internationalen Ausstellungen an die Ausstellungsleitung zu entrichten ist und sich nach der Zahl der ausgestellten Rahmen richtet.

Memel
Auf Grund des Vertrages von Versailles kam das Memelland von 1920 bis 1923 unter alliierte Verwaltung. Danach wurde es von Litauen besetzt und anschließend vereinnahmt. Zunächst wurden deutsche Briefmarken mit Aufdruck verwendet, danach Marken Frankreichs und Litauens mit Aufdruck. Es gibt viele Falsch- und Gefälligkeitsstempel.

Merkur
Der Gott der Kaufleute erscheint auf österreichischen Zeitungsmarken von 1845 und wird als "Zinnober-Merkur" dieser Serie auf Brief sehr hoch gehandelt. Desgleichen gibt es den Merkur auf den ersten Marken Griechenlands von 1861 und auch auf anderen Ausgaben sowohl als Kopf, als auch als Figur.

Meshdunarodnoje
Inschrift in Rahmenstempeln als Zusatzstempel für in der UdSSR aufgegebene Auslandspost

Messeblock
Sonderblock mit Zuschlag von Westsachsen mit Wiedergabe der Freimarkensonderausgabe "1. Leipziger Friedensmesse" aus dem Jahre 1946. Dabei gibt es die Wasserzeichen steigend und fallend.

Messegroßblock
Spendenblock von Westsachsen aus dem Jahre 1946 im Muster des Messeblocks, jedoch im Großformat von 148 * 208 mm. die Abgabe erfolgte zunächst nur an Aussteller der Friedensmesse.

Messemarken
Bezeichnung für Postwertzeichen, die regelmäßig zu den Leipziger Messen in der ehemaligen DDR herausgegeben wurden.

Meßschraube
Präzisionsmeßwerkzeug zur Feinmessung geringer Abstände bzgl. der Papierdicke von Briefmarken.

Meter stamp
engl. für Absenderfreistempel

lexiko90.jpg (61663 Byte) Absenderfreistempel

Metered Mail
Bezeichnung für Postsendungen mit einem von Gebührenzettelgebern gedruckten Freigebührenzettel in beliebig einstellbarer Gebührenhöhe. Diese wurden in den USA und Kanada eingesetzt.

Methylorange
Aus Teer gewonnener, flüchtiger Farbstoff, der allmählich verschwindet, so dass sich die Markenfarbe nach fahlbraun oder sandfarben verändert.

Metzger-Post
Beförderung der Post durch herumziehende Vieh kaufende Metzger. Diese wird schon 1595 in Tuttlingen erwähnt, wo der Vogt bei seinem Amtsantritt erklärte, die Metzger seien mit ihren Pferden zu Postritten verpflichtet. Metzgerpost gab es in Württemberg, Baden und in der Pfalz.

Mexiko
Die Vereinigten Mexikanischen Staaten (Estados Unidos Mexicanos) oder einfach nur Mexiko (México) sind ein Staat in Nordamerika. Sie grenzen im Norden an die USA und im Süden an Belize und Guatemala. Westlich liegt der Pazifik, im Osten der Golf von Mexiko sowie das Karibische Meer, beides Randmeere des Atlantiks.
Die Freimarkenausgabe „Mexiko exportiert“ erschien von 1975 bis 2000. Zusammengehörige Ausgaben wurden im MICHEL gemeinsam katalogisiert, ungeachtet des Ausgabedatums, so kann eine Marke unter 1975 katalogisiert sein, die erst 1981 verausgabt wurde. Die Währung in Mexiko sind 100 Centavos = 1 Peso (auf Briefmarken oft mit $ abgekürzt). Hauptstadt: Mexiko-City
Briefmarkenausgaben seit 1856

Marke aus Mexico

Meyer, Ferdinandt
Apotheker (1845-1882), bedeutender Philatelist und Verfasser zahlreicher Fachartikel und Werke wie z. B. "Katalog der Postwertzeichen des ottomanischen Kaisertums" (1878) bzw. "Handbuch für Postmarkensammler" (1881).

Michel-Katalog
Sehr weit verbreitete deutsche Briefmarkenkataloge für die ganze Welt, die auch als Tauschbasis für die meisten deutschsprachigen Sammler anerkannt werden.

lexiko7.jpg (11699 Byte) Michel-Katalog

Michel-Mark
Bezeichnung für die Wertangabe im Michel-Katalog. Seit Einführung des Euros spricht man auch vom "Michel-Euro". Obwohl die Wertangaben 2002 auf Nettobasis umgestellt wurden, liegen die tatsächlichen Preise, die bei Ebay im Internet oder anderen Auktionen bezahlt werden, immer noch deutlich unter diesen Preisnotierungen.

Michel-Rundschau
Monatlich erscheinendes Nachtragswerk der Michel-Kataloge und philatelistische Fachzeitschrift.

lexiko73.jpg (15443 Byte)

Mierl, Hans
Bis März 1998 Leiter der Österreichischen Pro Juventute, Abteilung Philatelie, Ballonfahrer seit 1975 und Vorstandsmitglied der FISA.

Mijn Hobby
Niederländische philatelistische Fachzeitschrift.

Mikrometer
Wichtiges Präzisionsinstrument, um die Papierstärke auf ein Hunderstelmillimeter festzustellen.

Mikronesien 
Die Föderierten Staaten von Mikronesien (Federated States of Micronesia) sind ein Inselstaat im westlichen Teil des Pazifischen Ozeans. Der Staat nimmt den größten Teil der Karolinen ein, die eine Inselgruppe Mikronesiens sind. Die Föderation besteht aus den Staaten Chuuk (früher Truk), Kosrae und Pohnpei, welche die Ostkarolinen bilden, und dem Staat Yap, der zusammen mit der unabhängigen Nation Palau die Westkarolinen bildet. Hauptstadt: Ponape
Briefmarkenausgaben seit 1984

lexiko397.jpg (39475 Byte)
Marke aus Mikronesien

Mikroskoplupe
Stabförmige Lupe mit zwei Linsen und sehr starker Vergrößerung.

Mikteyn, Prof. Stanislaw
Prof. Miksteyn war ein bedeutender polnischer Philatelist und Experte für die Frühausgaben-Aufdrucke und die Aufdrucke auf Kriegs- und Besatzungsausgaben.

Militärdienstmarke
Markengattung zur Freimachung der Dienstpost militärische Dienststellen.

Militärpost
Durch militärische Besatzungsdienststellen verwaltete Landespost für den zivilen Postverkehr (z. B. Bosnien-Herzegowina 1879-1918).

Militärpostamt
Postamt einer Militärpost.

Militärpostmarke
Durch eine Militärpost ausgegebene Briefmarke zur Beförderung von Zivilpost (z. B. österreichisch-ungarische Militärpost in Bosnien-Herzegowina 1879-1918).

Militärschmuckmarken
Seit 1995 unregelmäßig erscheinende Vignetten. Diese werden vom Verein "Militärkanzlei für Traditionsregimenter, Bürger- und Schützenkorps auf dem Territorium der ehemaligen österreichisch-ungarischen Monarchie" herausgegeben. Sie dienen der Finanzierung und Förderung der Pflege der übernationalen Kameradschaft zwischen den Vereinen aus Österreich, Ungarn, der Slowakei, Tschechien, Polen und Kroatien.

Millésimes
Bezeichnung für die Druckjahrziffern bei den französischen Ausgaben. Die Marken werden in Bogen zu je 150 Stück gedruckt, wobei der Bogen durch einen senkrechten Mittelstreifen und zwei waagerechte Querstreifen in 6 Blocks zu je 25 Marken geteilt wird. Seit 1891 trägt der Mittelstreifen zwischen der 2. Reihe zweier benachbarter Blocks eine auf das Jahr des Drucks hinweisende Ziffer, die bei Spezialsammlern sehr gesucht ist.

Miniaturauflage
Seitens einer Postverwaltung für ein Postwertzeichen so niedrig bemessene Auflage, dass der bestehende Bedarf keinesfalls gedeckt werden kann. Dies kommt vielfach bei Sonderblock etc. vor.

Miniaturbrief
Philatelistische Bezeichnung für Altbrief oder Brief der klassischen Zeit, dessen Maße unter 130 : 64 mm liegen.

lexiko22.jpg (9531 Byte) Mini-Brief ein weiteres Beispiel von 1922

Ministerblock
Probedruck in besonderer Ausführung, der als Luxusstück vom Originaldruckstock gezogen wird. Der erste Ministerblock erschien 1923 in Frankreich von den Pasteur-Dauerfreimarken.

Ministerdruck
Bezeichnung für die 5-Mark-Marke von Deutschland mit dem Wasserzeichen Rauten aus dem Jahre 1906/11 in besonders sorgfältiger Druckausführung mit schwarzem anstatt schwarzgrünem Rahmen.

Minus-Zehn-Prozent-Marken
Freimarkenaushilfsausgabe von Belgien aus dem Jahre 1946 mit Aufdruck "- 10%" bzw. "MOINS 10%" infolge Herabsetzung der Postgebühren.

Mischfrankatur
Durch verschiedene Marken verschiedener Werte erfolgte Frankierung (im Gegensatz zur Frankatur mit nur einer einzigen Marke, die dem Posttarif entspricht). Bei einer Mischfrankatur wird für die Briefbewertung die katalogmäßig teuerste Marke genommen. Die anderen Marken gelten nur zum Preis der gebrauchten Postwertzeichen.

Mischsendung
Offene Briefsendung, die eine Drucksache, Geschäftspapiere und Warenproben kombiniert enthalten kann. Diese wurde im Deutschen Reich 1917 und in der ehemaligen DDR 1959 eingeführt.

Mischzähnung
Art der Zähnung, bei der die Marke waagerecht und senkrecht verschieden gezähnt ist, wobei die obere waagerechte Zähnung stets zuerst genannt wird.

Missionsmischung
Bezeichnung für die von Missionen in Paketen oder Kuverts zum Kauf angebotenen Marken, die meist noch auf den Briefumschlägen oder Papierstücken kleben. Sie stammen von der Korrespondenz der im Ausland tätigen Angehörigen der verkaufenden Missionsgemeinschaften. Eigentlich handelt es sich um Kiloware.

lexiko188.jpg (33502 Byte) Kiloware

Mitläufer
Andere Bezeichnung für Vorläufer.

Mitläuferpost
Bezeichnung für Post, die zu einem bestimmten Anlass mit vorgeschriebener Route nicht direkt bei dem für diese zuständigen oder einem anderen Postamt aufgegeben wurde. So kann z. B. in Paris ein Brief aufgegeben werden mit der Maßgabe, dass die Beförderung mittels einer bestimmten von Marseile oder Frankfurt starten Erstflugmaschine erfolgt.

Mittelbogen
Bezeichnung für die Schalterbogen, die bei einer Druckform mit mindestens drei übereinander angeordneten Schalterbogen im mittleren Teil des Druckbogens liegen.

Mittelstück
Innerer Teil eines mehrteiligen Markenbildes, das oft in anderer Farbe als der Markenrahmen stets von einer besonderen Platte in einem Extradruckgang gedruckt wird.

Moens, Jean Baptiste
Moens war ein bedeutender Philatelist, Händler und Sammler, der als enger Vertrauter von Ferrary galt.

Moens-Marken
Von der belgischen Postverwaltung an den Brüsseler Briefmarkenhändler J. B. Moens verkaufte, durch roten Tintenstrich entwertete Restbestände der belgischen Freimarkenausgabe von 1849/63. Moens entfernte die Tintenstrichentwertung auf chemischem Weg und verkaufte die Marken somit verfälscht als ungebrauchte Stücke.

Mohr, Knud
Präsident der FIP und Nachfolger von Deoki Nandan Jatia. Mohr wurde am 2. April 1935 geboren. Im Dänischen Philatelistenverband war Mohr von 1978-1983 Vizepräsident und von 1983-1992 Präsident. In der Dänischen Philatelic Foundation ist er Präsident seit 1975. Seine Karriere in der FIP begann 1988 als FIP-Board-Mitglied, 1990-1994 war er Finanzchef, 1994-1998 Vizepräsident.

Mohrmann, Edgar & Co.
Bedeutender Briefmarkenhändler und Auktionator aus Hamburg.

Moiré-Schutzdruck
Überdruck in Form eines Wellenrasters, der 1915 den in Großbritannien hergestellten Freimarken für die Kolonie Britisch-Honduras aufgedruckt wurde, um diese bei eventueller Beschlagnahme durch deutsche Kriegsschiffe im Atlantik während der Lieferung nach Britisch-Honduras sofort außer Kurs setzen zu können.

Moldau
Rumänisches Fürstentum; berühmt für die Briefmarken mit dem Ochsenkopf.

Moldau (Neuzeit)
Moldawien oder Moldau ist ein Binnenstaat in Südosteuropa. Er grenzt im Westen an Rumänien. Im Norden, Osten und Süden wird Moldawien von der Ukraine umschlossen. Hauptstadt: Chişinău

Ganzsachen-Umschlag zum 95. Geburtstag von Anton Bunduchi – Bienenzüchter und -forscher

Moldava
Eigenname von Moldawien.

Molette
Druckzylinder, der die zum Druck dienende Matrize gemäß seiner und ihrer Größe der Bogenfläche entsprechend trägt.

Molette-Wasserzeichen
Wasserzeichen, da nicht mit bemusterter Drahtwalze, sondern mit bemusterter Gummiwalze in die nach der Naßpartie noch feuchte Papierbahn gedrückt wird.

Molukken-Marken
Angebliche Ausgabe der im Verlauf eines regionalen Militärputsches 1954 kurzzeitig ausgerufenen sog. "Südmolukken-Republik" in Indonesien. Die Marken wurden bei der Österreichischen Staatsdruckerei im Auftrag unbefugter Spekulanten gedruckt.

Monaco 
Das Fürstentum Monaco ist ein Staat in Westeuropa, es liegt, von Frankreich umschlossen, an der Mittelmeerküste. Die Unterscheidung zwischen Staat und der Stadt Monaco ist rein theoretisch, der Staat besteht de facto nur aus der Stadt. Mit seiner sehr geringen Fläche ist Monaco, nach der Vatikanstadt, der kleinste Staat der Welt, hat aber mit 16.410 Einwohnern pro km² die höchste Einwohnerdichte der Welt. Hauptstadt: Monaco
Briefmarkenausgaben seit 1885

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Marke aus Monaco

Mondbrief
Im Jahre 1971 gelang es der Fa. Sieger, den Astronauten der "Apollo 15"-Mission 100 Briefe zur Beförderung auf den Mond mitzugeben. Von diesen Belegen wurden alle, bis auf das Archivstück, zum Abopreis von 4.850,-DM verkauft. Bereits 1978 wurde bei einer Versteigerung solch ein Brief mit 20.000,-DM zugeschlagen.

lexiko204.jpg (32938 Byte) Mondbrief

Mongolai
Die Mongolische Republik (Mongol Uls - Монгол Улс), zwischen Zentral- und Ostasien gelegen, ist ein dünn besiedelter Binnenstaat und grenzt im Norden an Russland und im Süden an die Volksrepublik China. In älteren Atlanten findet sich noch der Name Äußere Mongolei (im Unterschied zur Inneren Mongolei, die als Autonomes Gebiet zur Volksrepublik China gehört). Bis zur Verfassungsänderung im Juli 1992 trug die Mongolei den Namen Mongolische Volksrepublik. Hauptstadt: Ulan-Bator
Briefmarkenausgaben seit 1924

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Marke aus der Mongolai

Monographie
Philatelistisches Handbuch, in dem ein Markenland als Sammelgebiet ausführlich beschrieben wird. Berücksichtigt werden Briefmarken, Ganzsachen und Poststempel sowie Ausgabeanlässe, Besonderheiten der Herstellung und des Verbrauchs, Auflagehöhen und meist auch Abarten, Entwürfe, Probedrucke etc.

Monopolstaaten
Bezeichnung für die amerikanischen Länder Ekuador, Honduras, Nicaragua und El Salvador, für die zwischen 1889 und 1899 die Hamilton-Bank-Note Co. in New York das Monopol zur Postwertzeichenherstellung inne hatte.

Montserrat 
Montserrat ist eine Insel in der Karibik. Sie liegt im nördlichen Teil der Kleinen Antillen. Montserrat gehört zu der britischen Kronkolonie Leeward-Inseln und ist seit 1963 autonom. Hauptstadt: Plymouth
Briefmarkenausgaben seit 1876

Montenegro
 
Montenegro bildete bis Juni 2006 gemeinsam mit Serbien eine staatliche Gemeinschaft in der Nachfolge des ehemaligen Bundesstaates Jugoslawien. Seit dem 3. Juni 2006 ist Montenegro unabhängig. Der Staat hat gemeinsame Grenzen mit Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Serbien sowie Albanien, im Südwesten des Landes bildet das Adriatische Meer eine natürliche Grenze. Hauptstadt: Podgorica
Briefmarkenausgaben von 1874 bis 1913 und wieder seit 2006

 
Marke aus Montenegro

Montenez-Muster
Dauerfreimarkenmuster Belgiens 1921/46 mit Königskopf nach links, benannt nach dem Entwerfer und Stecher der Marken G. Montenez.

Mordwinien 
Mordwinien liegt im Föderationskreis Wolga zwischen Moskau und der Wolga. Es grenzt im Norden an die Oblast Nischni Nowgorod, im Westen an Oblast Rjasan, im Osten an Oblast Uljanowsk, im Nordosten an Tschuwaschien und im Süden an die Oblast Pensa. Die Marken dieses Landes werden von der -> UPU nicht anerkannt und gehören somit zu den -> Cinderellas. 

Morshansk (Semtswo - Russisches Empire)
In Rußland bestanden zwischen 1864 bis 1917 zahlreiche Postdienste unter lokaler Behördenverwaltung. In der Gesamtmenge wurden ungefähr 3.400 unterschiedliche Marken von diesen Postdiensten herausgegeben.
Morshansk ist eine Stadt in der Oblast Tambow am Fluss Tsna gelegen. Der Ort liegt etwa 93 km nördlich der Verwaltungsstadt. Morshansk wurde 1779 anstelle des bereits seit längeren bestehenden Dorfes Morsha (Морша) errichtet. 
Für den Verwaltungsbereich Morshank wurden von 1875 bis 1904 insgesamt 32 Marken verausgabt. Auf vielen Marken wurden Bienenkörben und/oder Klotzbeuten abgebildet.


Marke aus Morshansk

Mosambik 
Mosambik (portugiesisch Moçambique) ist ein Staat in Südostafrika. Mosambik grenzt an Tansania, Malawi, Sambia, Simbabwe, Südafrika und Swasiland. Der Kanal von Mosambik trennt den Inselstaat Madagaskar vom afrikanischen Festland. Nach der Nelkenrevolution und dem Sturz des diktatorischen Regimes in Portugal erlangte Mosambik am 25. Juni 1975, nach knapp 500 Jahren als Kolonie, die Unabhängigkeit. Hauptstadt: Maputo
Briefmarkenausgaben seit 1876

lexiko400.jpg (12154 Byte)
Marke aus Mosambique

Moschkau, Alfred
Moschkau (1840-1912) war Veranstalter der ersten Briefmarkenausstellung, die in Dresden 1870 stattfand. Er beschäftigte sich auch als erster mit Briefmarkenprüfungen im Jahr 1871.

Moser, Prof. Koloman

Österreichischer Briefmarkenkünstler und Mitbegründer der Wiener Sektion, geboren am 30. März 1868 in Wien, gestorben am 18. Oktober 1918 in Wien. Moser betrachtete die Briefmarken als erster Künstler als eigenständige und repräsentative Kunstwerke. Die von ihm entworfenen Briefmarken wirkten beispielgebend für die ganze Welt.

Moserhandbuch
Katalog der deutschen Inflationsbriefmarken, der 1933 erschien und erstmalig eine eingehende zusammen gefaßte Darstellung dieses Spezialgebietes brachte.

Motivkatalog
Nach Motiven geordneter Briefmarkenkatalog, der meist nur bestimmte Motivgebiete umfaßt.

lexiko205.jpg (25868 Byte) Motivkatalog

Motivpaket
Briefmarkenpaket, das ein Sortiment bestimmter Themen- oder Motivgebiete enthält.

lexiko206.jpg (12272 Byte) Motivpaket

Motivphilatelie
Veralteter Begriff als zusammenfassende Bezeichnung für jene Arten des Sammelns, deren Ordnungsprinzipien in erster Linie von der Aussage der Briefmarke bzw. anderer postalischer Dokumente abhängig. Heute spricht man von Thematik.

Motivsammlung
Sammelbegriff für eine sehr beliebt gewordene und weit verbreitete Sammelrichtung. Motivsammlungen umfassen Briefmarken und Belege, die nach einem bestimmten Plan oder Thema zusammengestellt sind.

Mühlradstempel
Sonderform des Stempels; kommt auf Bayern Marken von Altdeutschland vor

lexiko61.jpg (15483 Byte)  Mühlradstempel mit Bayern-Einser

Müller-Katalog
Schweizer Briefmarkenkatalog.

Mulready, William
Erfinder der nach ihm benannten Briefumschlags, der an Tag des Erscheinens der ersten Marke der Welt in Großbritannien herausgegeben wurde.

Mustermarke
Mustermarken - auch "Specimen" genannt - sind frakturgültige Postwertzeichen mit entsprechendem Aufdruck, die an den Weltpostverein (UPU) geschickt werden. Sie sind bei Spezialsammlern sehr gesucht.

lexiko505.jpg (9318 Byte) Mustermarken aus Deutschland (Bund)

 

Bitte melden Sie uns fehlende Begriffe und/oder Ergänzungen - vielen Dank. 


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Letzte Änderung am 23. Januar 2009

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