Api-Phila - Lexikon
Buchstabe "N"

NABA-Block
Abkürzung für "Nationale Briefmarkenausstellung" in der Schweiz. Die erste Ausstellung fand vom 29. September bis 7. Oktober 1934 statt und es gab den ersten schweizerischen Block mit einer Auflage von 50.000 Stück.

NABAG-Block
Sonderblock der Schweiz anlässlich der Nationalen Briefmarken-Ausstellung 1959 in St. Gallen mit einer Auflage von 434.106 Stück.

NABRA-Block
Sonderblock der Schweiz anlässlich der Nationalen Briefmarken-Ausstellung 1965 in Bern.

Nachahmung
Faksimilie, das täuschend ähnlich den Druck von Muster und Farbe einer echten Marke nachahmt. Nachahmungen werden oft in betrügerischer Absicht angefertigt.

Nachauflage
Teilauflage, die über die ursprünglich vorgesehene Auflagenhöhe hinausgeht und meist erforgt, um eventuelle Spekulationen zu verhindern, wenn der Bedarf an bestimmten Postwertzeichen nicht abgedeckt werden kann. Die Nachauflage kann oft von der Hauptauflage abweichen bzgl. Farbe, Zähnung oder Zeichnung.

Nachdruck

1), mit Genehmigung der Post:
Damit bezeichnet man alle Drucke unter Verwendung mehr oder weniger veränderter originaler Druckstöcke, die im Auftrag von Händlerorganisationen, Vereinen oder Privaten mit Genehmigung der Post nachgedruckt wurden. D.h. die Post war nicht der direkte Hersteller der Marken, sondern hat für die Herstellung nur die Genehmigung erteilt.

2), ohne Genehmigung der Post:
Das sind Drucke, die von Händlern, Organisationen aller Art oder Privaten durch Reporduktion von Originalmarken erstellt werden. Diese müssen mind. 1/3 größer oder kleiner als die Origanale sein, oder auf andere Art und Weise die Verwechslungen mit gültigen Postwertzeichen ausschließen. Siehe auch Neudruck.

Nachentwertung
Die Nachentwertung von Briefmarken ist eine Entwertungsform, die auch noch heute üblich ist. Dabei werden Briefmarken, die versehentlich nicht gestempelt wurden, nachträglich entwertet.
Eine Nachentwertung kann beispielsweise durch den Postboten geschehen, der die ungestempelte Briefmarke auf der Postsendung beim Austragen entdeckt. In solchen Fällen streicht er diese oft mit einem Kugelschreiber oder Ähnlichem durch.
Wird die unentwertete Briefmarke bereits beim Ankunftspostamt entdeckt, wird diese durch eigene Poststempel entwertet. Auf ihnen findet sich der Hinweis "Nachträglich entwertet".

lexiko496.jpg (21126 Byte)    lexiko23.jpg (16773 Byte) Stempel "Nachträglich entwertet"

Nachfärben
Künstliche Wiederherstellung der eigentlichen Papierfarbe bei Marken, die auf farbigem Papier gedruckt und durch Lichteinwirkung o. ä. verblast oder ausgeblichen sind.

Nachforschungsstelle
Dienststelle einer Postverwaltung, der bei unanbringlichen Briefsendungen die Ermittlung des Empfängers oder Absenders obliegt.

Nachfrage
Im philatelistischen Sinn Bezeichnung für die Ermittlung des Bedarfs der Sammler nach philatelistischem Material, insbesondere an bestimmten Postwertzeichen für Sammelzwecke.

Nachgebühr
Vom Empfänger zu entrichtender Betrag wegen fehlender oder unzureichender Vorauszahlung der Postbeförderungsgebühr durch den Absender. Oft spricht man auch von Strafporto.

lexiko209.jpg (12754 Byte) Nachgebührbeleg von 1898 (Privatpostanstalt Bockenheim)

Nachgebührenmarke
Anderer Begriff für Portomarke

Nachgebührenstempel
Nebenstempel zur Kennzeichnung nicht oder ungenügend freigemachter Postsendungen mit Angabe des Gebührenbetrags.

Nachgemalt
Bezeichnung für die amtlich vorgenommene Ausbesserung von Druckausschuß der 5-Mark-Marke mit der Inschrift REICHSPOST aus dem Jahre 1900.

Nachgestempelt
Bezeichnung für eine Marke, die auf amtliche Anordnung oder mit amtlicher Genehmigung nach Außerkurssetzung mit einem echten, rückdatierten Poststempel oder besonderem, für diesen Zweck angefertigtem Stempel nachträglich abgestempelt wurde.

Nachgravierung
Erneuerung und oft auch Verbesserung und Korrektur einer Druckplatte. Die von einer nachgravierten Platte hergestellten Markenbogen weisen bei Marken, die nachgebessert wurden, häufig leicht erkennbare Unterschiede auf. Derartige Stücke sind mitunter sehr gesucht.

nachgummiert
Bezeichnung für ungebrauchte Briefmarken, deren beschädigte Gummierung ganz oder teilweise erneuert wurde. Man erkennt nachgummierte Marken bei einer teilweisen Nachgummierung an einer vom Originalgummi abweichenden Farbe und bzw. oder an der Struktur der Gummierung. Bei totaler Nachgummierung sind die Zähne der Marke durch den nachträglich aufgetragenen Gummi verhärtet.

Nachgummierung
Ungebrauchte Marken zuweilen mit neuer Gummierung versehen, um postfrische Stücke vorzutäuschen und den Wert zu erhöhen; nachgummierte Marken sind verfälscht und damit minderwertig.

Nachitschewan 
Die Autonome Republik Nachitschewan oder auch Naxçývan ist eine autonome Republik innerhalb Aserbaidschans mit 372.880 Einwohnern (Stand 1. Januar 2005). Sie bildet eine Exklave, die vom Iran und Armenien sowie durch einen Grenzabschnitt von nur elf Kilometern von der Türkei umschlossen wird. Hauptstadt ist die Stadt Naxçývan, nach der die autonome Republik benannt ist. Die Exklave hat den Status einer "Autonomen Republik" mit eigener Verfassung und eigenem Parlament. Der Name "Nachitschewan“ stammt sehr wahrscheinlich aus dem Persischen. Bis zum Jahr 1828 gehörte Nachitschewan, wie große Teile des übrigen Transkaukasiens, wie Georgien und Armenien zu Persien. Marken dieser Region werden zu den Cindarellas gezählt. 

lexiko10.jpg (34116 Byte)   Marke aus
Nachitschewan 

Nachläufer
Gegenstück zum Vorläufer. Marken, die bereits außer Kurs gesetzt worden sind, aber dennoch zur Frankatur verwendet werden. Dies kann versehentlich geschehen oder aber auch stillschweigend geduldet werden, um noch vorhandene Markenbestände aufzubrauchen.

Nachmalen
Ausbesserung oder chemisch Behandlung beschädigter Teile des Markenbildes, Aufdrucks oder Unterdrucks.

Nachmarke
In Österreich früher üblicher Ausdruck für eine Portomarke, im Jahre 1921 auch als Aufddrucktext verwendet.

Nachnahme
Wenn eine Postsendung nur gegen Zahlung eines Geldbetrages an den Empfänger ausgehändigt werden darf, bekommt diese die Zusatzkennzeichnung "Nachnahme". Der Weltpostkongress Lissabon 1885 führte die Nachnahme auch für grenzüberschreitende Paketsendungen, der Weltpostkongress Wien 1891 zusätzlich für Auslandsbriefsendungen ein.

lexiko210.jpg (29800 Byte) Postkarte mit Nachnahme (Schweiz) 

lexiko504.jpg (14354 Byte) Aufkleber zur Kennzeichnung von Nachnahme-Sendungen

Nachnahmepaketkarte
Besondere Ganzsache in Österreich ab 1919 für Nachnahmepakete mit anhängender Postanweisungen.

Nachnahmezettel
Klebezettel für Nachnahmesendungen, die in Großräschen im August und September 1945 mit handschriftlich eingetragenem Nennwert als Behelfspostwertzeichen verwendet wurden.

Nachporto
Nachträglich erhobenes Entgelt; meist bei Unterfrankierung

lexiko32.jpg (17069 Byte) lexiko33.jpg (30910 Byte) Postkarten mit Nachporto

Nachportomarke
Aus "Nachgebühr" und "Porto" vermischter sprachlicher Ausdruck für Portomarke.

lexiko493.jpg (8672 Byte) Nachportomarke der Dresdner Verkehrsanstalt Hansa

Nachrichtenbeförderung
Beförderung von Nachrichten, die an Gegenstände gebunden sind.

Nachrichtenübermittlung
Übermittlung von Nachrichten, die nicht an Gegenstände gebunden sind wie z. B. Ferngespräche, Telegramme und Fernschreiben durch Fernmeldeanlagen.

Nachsendung
Kundendienst der Post, durch den der Empfänger Post- und Zeitungssendungen gebührenfrei an seine neue Anschrift nachgeschickt erhält. Der Empfänger kann hierzu einen Antrag stellen.

Nachträgliche Abstempelung
Auf außer Kurs gesetzten Briefmarken, zu Sammelzwecken angebrachter Abdruck eines echten Poststempels, der auch während der Gültigkeitsdauer der betreffenden Briefmarken in Gebrauch war.

Nachträglich entwertet
Inschrift im unteren Kreissegment besonderer Poststempel, mit denen beim Bestimmungspostamt solche Postwertzeichen nachträglich abgestempelt werden, die ohne Abdruck eines Tagesstempels geblieben sind.

lexiko496.jpg (21126 Byte)    lexiko23.jpg (16773 Byte) Stempel "Nachträglich entwertet"

Nachverwendung
Bezeichnung für Stempel einer nicht mehr besehenden Postverwaltung, die aber von der Nachfolgeorganisation noch einige Zeit benutzt wurde, bis eigene, neue Stempel zur Verfügung standen.

Nachzähnung
Reparatur einer nicht mehr ganz tadellos gezähnten Marke. Dies hat eine bedeutende Wertminderung zur Folge.

Nadelpunkt
Farbiger Punkt oder Fadenkreuz am Rand eines Briefmarkenbogens, der dazu dient, das genaue Einpassen der Druckbogen beim Schneiden oder Zähnen zu erleichtern.

Nadelpunktstempel
Dieser diente zum Unbrauchbarmachen einer Briefmarke. Der Hauptzweck war die Verhinderung der Wiederverwendung gebrauchter Briefmarken zur nochmaligen Frankatur.

Nadelstich
Er kann durch Zähnung entstanden sein, meist aber bei alten Marken durch das Eindringen eines kleinen harten Körnchens in die Papiersubstanz.

Nähmaschinendurchstich
Trennung geschnittener Marken mittels Nahmaschine.

Nähmaschinenzähnung
Rauhe, enge Zähnung mit kleinen Zähnungslöchern, die wie mit der Nähmaschine hergestellt wirkt.

Nahtwasserzeichen
Wasserzeichenähnliches Muster in Form einer Zopfnaht im Papier.

Namensstempel
Prüfungszeichen eines Prüfers.

Namibia 
Die Republik Namibia liegt im südlichen Afrika. In Namibia selbst wird vielfach noch von „Südwest“, als Kürzel von (ehemals Deutsch-) Südwestafrika, gesprochen, welches als Name bei vielen Menschen, weißen wie schwarzen, geschichtliche Verbundenheit und Heimatgefühl assoziiert. Hauptstadt: Windhoek
Briefmarkenausgaben seit 1990

lexiko402.jpg (11355 Byte)
Marke aus Namibia

Napoleon Bonaparte 
franz. Kaiser, 1769-1821. Napoléon Bonaparte war französischer Feldherr und Kaiser. Er war General der französischen Revolutionsarmee, von 1799 bis 1804 Erster Konsul der Französischen Republik, von 1804 bis 1814 und erneut 1815 als Napoleon I.  Napoleon gibt der Praxis der Bienenzucht einen neuen Impuls. Am 16. Mai 1806 veröffentlichen die englischen Behörden ein Dekret, das die Meeresblockade Europas befiehlt. Napoleon erwidert dies 1807 durch die kontinentale Blockade. Der Handel zwischen dem europäischen Kontinent und seinen Kolonien wird unmöglich. Der Preis für den halben Zentner Rohrzucker wird zwischen 1805 und 1811 versiebenfacht. Um die Honigproduktion zu fördern befiehlt Napoleon in 1804 eine jährliche Zählung der Anzahl der gegenwärtigen Bienenstöcke im Imperium. Jeder Eigentümer erhält von der Kasse des Staates eine Prämie von zwei Francs pro Bienenvolk. Bienen sind außerdem als Zeichen der Macht auf seinen Prachtgewändern eingewoben bzw. aufgestickt.

lexiko248.jpg (10928 Byte) Kaiser Napoleon (Senegal)

NAPOSTA
Nationale Postwertzeichen-Ausstellung, sehr große philatelistische Briefmarkenveranstaltungen, sehr gute Sammlungen werden gezeigt, 2001 in Wuppertal.

National Bank Note Co.
Herstellerin verschiedener Briefmarken der USA.

Nationaler Verwaltungsausschuß
Aufdruck auf Briefmarken Montenegros 1943 von der Landespost unter deutscher Besetzung. Es gibt sehr viele Fälschungen, weshalb man diese Marken nur geprüft erwerben sollte.

Nationalhymneblock
Bezeichnung für Sonderblock mit Wiedergabe von Noten und einem Text einer Nationalhymne eines Landes.

Nationalspanien
Philatelistisch gesehen sind dies die Marken, die von der Regierung des Generals Franco herausgegeben wurden. Es gibt zahlreiche lokale Marken, Ortsaufgaben, Aufdruckmarken und unzählige Abarten.
Unter dem Begriff versteht man aber auch die auf den Kanaren und in spanischen Kolonialgebieten während des Bürgerkrieges 1936 bis 1939 hergestellte Marken der Franco-Gebiete.

Nations Unies Office Européen
"Europäisches Amt der Vereinten Nationen" (UNO). Es handelt sich hierbei um die schweizerischen Freimarken der Ausgaben 1938, 1941 un1949 mit kleinem, zweireihigem horizontalem Aufdruck "Nations Unies Office Européen". Außerdem gibt es die Gedenkausgaben zum 24. Oktober 1955, 10 Jahrestag der Gründung der Vereinten Nationen und in neuen Zeichnungen die Serie von 5 Cent bis 2 Francs.

Naxçývan
siehe Nachitschewan 

ND
Abkürzung für Neudruck.

Nebenstempel
Bezeichnung für postalische Stempek, die nicht der Markenentwertung dienen; z. B. Stempel " an Absender".

Nennwert

Bezeichnung für den auf einer Briefmarke aufgedruckten Betrag, zu dem sie am Schalter verkauft wird.

Ne pas livrer le dimanche
Auf belgischen Briefmarken von 1894 bis 1913 befinden sich Anhängsel, die etwas die Größe von einem Viertel der ganzen Marke haben und auf Französisch und Flämisch den Text "Sonntags nicht zuzustellen" tragen. Wenn man eine Zustellung auch am Sonntag wollte, konnte man das Anhängsel abtrennen.

Nettokatalog
Sammlerkatalog, mit Bewertungen

Netzunterdruck
Dieser wurde zum Schutz gegen Fälschungen angewendet und man findet ihn besonders bei Marken aus Preußen, Schleswig-Holstein und Danzig.

Neuauflage
Neue Ausgaben einer Marke für den postalischen Bedarf, die sich von der ursprünglichen Erstauflagen durch irgendwelche Merkmale unterscheiden. Sie werden entsprechend dieser Unterschiede als Unterarten katalogisiert.

Neudruck
Nach Ende der Frankaturgültigkeit von Briefmarken hergestellter, praktisch nicht zu unterscheidender wiederholter Druck von Briefmarken durch die zuständige Postverwaltung mit Hilfe der originalen Druckstöcke. Wenn es sich um Neudrucke handelt, die nicht von der betreffenden Postverwaltung hergestellt wurden, so muß die Bezeichnung "privater Neudruck" lauten.

Neufundland 
Die Insel Neufundland ist ein Teil der kanadischen Provinz Neufundland und Labrador. Neufundland liegt vor der Nordostküste Nordamerikas im Atlantischen Ozean und ist der am dichtesten besiedelte Teil der Provinz Neufundland und Labrador. Von Labrador ist Neufundland durch die Belle-Isle-Straße getrennt. Die Insel hat eine Fläche von 111.390 km² und wird von etwas mehr als 500 000 Einwohnern bewohnt.
Die Provinzhauptstadt St. John's befindet sich am südöstlichen Ende der Insel. Vorgelagert ist Cape Spear, das nicht nur der östlichste Punkt der Insel, sondern auch des gesamten nordamerikanischen Kontinents ohne Grönland ist.
Briefmarkenausgaben von 1857 bis 1949 

lexiko403.jpg (8471 Byte) Ganzsache aus Neufundland


Neugravierung

Völlig neue Gravur eines Markenbilds, wobei oftmals ganze Zeichnungsteile verändert sind.

Neuheit
Bezeichnung für Postwertzeichen in der Zeit unmittelbar nach dem Ausgabedatum.

Neuheiten-Abonnement
Der automatische Bezug bis auf Widerruf von neu erscheinenden Briefmarken, ohne jeweils weitere Aufforderungen stellen zu müssen. Ein Neuheiten-Abonnement gibt es sowohl für bestimmte Länder oder bestimmte Motive und kann bei einer Postverwaltung oder bei einem Händler abgeschlossen werden.

Neuheitenflut
Bezeichnung für bei vielen Postverwaltungen immer häufiger zu beobachtender Tendenz, bei jeder sich bietenden Gelegenheit Sonderpostwertzeichen herauszubringen.

Neuheitentausch
Besondere Art des Tauschens von Postwertzeichen, bei der nur Neuheiten getauscht werden.

Neujahrsmarke
Freimarkenausgabe zur Frankierung von Neujahrsglückwünschen.

Neujahrsstempel
gezogene Nummern-, Rhombuspunkt- und anderer Stempel, die in Frankreich zwischen 1826 und 1900 aushilfsweise zur Abstempelung der Neujahrspost mit eingesetzt wurden.

Neukaledonien
Neukaledonien (französisch Nouvelle-Calédonie, bedeutet Neuschottland) ist eine zu Frankreich gehörige Inselgruppe im Pazifischen Ozean. Der Begriff Kanaky wird von manchen, für die Unabhängigkeit agierenden politischen Parteien als Name für Neukaledonien benutzt. Geographisch gehören die Inseln zu Melanesien. Neukaledonien hat eine Sonderregelung in den Artikeln 76 und 77 der französischen Verfassung und ist eine Collectivité sui generis. Während der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts von Großbritannien und Frankreich besiedelt, 1853 endgültig französisch, ab 1864 Strafkolonie, 1946 französisches Übersee-Territorium. Hauptstadt: Nouméa -
Briefmarken seit 1859

ias.ht2.jpg (7576 Byte) Internationaler Antwortschein aus Neukaledonien

Neuseeland 
Neuseeland ist ein Inselstaat im Pazifischen Ozean. Er liegt etwa 2.000 km südöstlich von Australien und wird dem australischen Kontinent zugerechnet. Geographisch gehört Neuseeland aber nicht zum australischen Kontinent, da sich zwischen beiden Landmassen eine Tiefseezone befindet. Gesellschaftlich zählt sich Neuseeland selbst zum Gebiet (aber nicht zum Kontinent) Ozeanien. 1840 erkannten die Maori-Häuptlinge die Souveränität der britischen Krone an. Seit 1948 ist Neuseeland ein eigenständiger Staat. Hauptstadt: Wellington
Briefmarkenausgaben seit 1855

lexiko404.jpg (9487 Byte)
Marke aus Neuseeland

Nevis
Die Föderation von St. Kitts und Nevis (früher: Saint Christopher und Nevis) ist eine Inselgruppe der Kleinen Antillen in der Karibik. Sie ist ein unabhängiger Staat und Mitglied der Vereinten Nationen. Am 19. September 1983 entließ die britische Krone Saint Kitts und Nevis in die Unabhängigkeit.
Beide Inseln sind postalisch unabhängig. Hauptstadt: Charlestown
Briefmarkenausgaben unter brit. Präsidentschaft von 1861 bis 1890, von 1890 bis 1956 wurden Briefmarken der Leeward-Inseln verwendet. Gleichzeitig konnten von 1903 bis 1980 die Briefmarken des Postgebietes St. Kitts und Nevis gebraucht werden. Seit 1980 gibt Nevis eigene Briefmarken heraus.

lexiko405.jpg (10571 Byte)
Marke aus Nevis

Nichtamtliche Ausgabe
Marke zur Erhebung oder Kennzeichnung von Bebühren, die von privater Seite herausgegeben wird und deren Wirkungsbereich eingeschränkt ist.

Nichtgezähnt
Bezeichnung für Schalter- und Druckbogen von Markenausgaben, die regulär ohne Perforation ausgegeben wurden.

Niederlande
Beim westeuropäischen Königreich der Niederlande findet man Holland, Pays-Bas oder Nederland als Länderbezeichnung auf den Briefmarken. Die erste Briefmarke wurde im Jahre 1852 verausgabt.

lexiko211.jpg (26919 Byte) Ganzsache (Niederlande)

Nicaragua 
Der Staat Nicaragua liegt in Mittelamerika. Er grenzt im Norden an Honduras und im Süden an Costa Rica sowie im Westen an den Pazifik und im Osten an die Karibik. Am 15. September 1821 rief das Vizekönigreich Guatemala, zu dem Nicaragua gehörte, seine Unabhängigkeit von der spanischen Krone aus. Hauptstadt: Managua
Briefmarkenausgaben seit 1862

lexiko406.jpg (16742 Byte)
Marke aus Nicaragua

Niederlande 
Die Niederlande (niederländisch Nederland) sind Teil des Königreichs der Niederlande in Westeuropa. Im deutschen und englischen Sprachraum wie auch in den Niederlanden selbst wird anstelle der offiziellen und korrekten Bezeichnung Niederlande umgangssprachlich häufig der Name Holland für das gesamte Staatsgebiet verwendet. Hauptstadt: Den Haag
Briefmarkenausgaben seit 1852

lexiko407.jpg (69389 Byte) Marke aus den Niederlanden

Niederländische Antillen
Die Niederländischen Antillen sind eine dem Königreich der Niederlande angehörige Inselgruppe vor der Nordküste Südamerikas, sind aber nicht Teil der Europäischen Union. In einem Referendum sprach sich 1993 die überwiegende Mehrheit der Stimmberechtigten für einen Verbleib im Königreich der Niederlande aus. Hauptstadt: Willemstad
Briefmarkenausgaben seit 1949

lexiko401.jpg (22222 Byte)
Marke von den Antillen

Nierenstempel
Nierenförmiger Stempel zur Entwertung von Briefmarken, der bei 31 Postämtern Preußens eingesetzt wurde.

Niet bestellen op Zondag
Auf belgischen Briefmarken von 1894 bis 1913 befinden sich Anhängsel, die etwas die Größe von einem Viertel der ganzen Marke haben und auf Französisch und Flämisch den Text "Sonntags nicht zuzustellen" tragen. Wenn man eine Zustellung auch am Sonntag wollte, konnte man das Anhängsel abtrennen.

Niger 
Die seit 1960 unabhängige Republik Niger ist eine ehemalige französische Kolonie in Westafrika und grenzt im Norden an Algerien und Libyen, im Westen an Mali und Burkina Faso, im Osten an Tschad und im Süden an Nigeria und Benin. Hauptstadt: Niamey
Briefmarkenausgaben seit 1959

lexiko408.jpg (14784 Byte)
Marke aus Niger

Nigeria
Ölreicher Vielvölkerstaat an der Westküste Afrikas. Die ehemalige britische Kronkolonie war bis 1957 Schutzgebiet.

Niuafo'ou 
Niuafo'ou oder Tin Can Island ist eine zum Königreich Tonga gehörende Insel im südlichen Pazifik. Sie besitzt eigene Posthoheit (also eigene Briefmarken) seit dem 11. Mai 1983, untersteht aber dem tonganischen Finanzministerium. 
Briefmarkenausgaben seit 1983

Marke aus Niuafo´ou

Nominale
Vielfach gebrauchter Ausdruck aus der Sammlersprache für Nennwert.

Nordborneo
Borneo, das in Indonesien Kalimantan genannt wird, ist mit einer Fläche von 743.122 km² die drittgrößte Insel der Welt (nach Grönland und Neuguinea). Sie liegt inmitten des Indonesischen Archipels. Nordborneo ist ein Gebiet im Nordosten auf der Insel Borneo. Es war bis 1963 britisches Schutz­gebiet bzw. Kronkolonie. Seitdem ist  Nordborneo ein Teilstaat Malaysias unter dem Namen Sabah. Von 1883 bis 1963 gab Nordborneo eigene Briefmarken heraus.
Briefmarkenausgaben von 1883 bis 1963

lexiko410.jpg (17295 Byte)
Marke aus Nordborneo

Norddeutscher Postbezirk
Zusammenschluß von deutschen Staaten zwischen dem 1. Januar 1868 und dem 31. Dezember 1871 von bis dahin selbständigen Postverwaltungen.
Dem Norddeutschen Postbezirk gehörten folgende Staaten an: Braunschweig, Bremen, Hamburg, Lübeck, Mecklenburg-Schwerin, Mecklenburg-Strelitz, Oldenburg, Preußen und Sachsen.

Nordischer Postverein
1869 gegründeter Postverein, den die Länder Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden angehören und der der Erleichterung und Vereinfachung des grenzüberschreitenden Postverkehrs dient.

Nordjemen 
Der Nordjemen war ein Staat im Südwesten der Arabischen Halbinsel. Er grenzte im Norden an Saudi-Arabien, im Westen an das Rote Meer und im Südosten an den Südjemen. Von 1911 bis 1962 war der Nordjemen Königreich, von 1962 bis zur Vereinigung mit Südjemen im Jahr 1990 die Jemenitsche Arabische Republik. Hauptstadt: Sanaa
Briefmarkenausgaben von 1930 bis 1990

lexiko411.jpg (9874 Byte)
Marke aus Nordjemen

NORDPOSTA
Die Norddeutsche Postwertzeichenausstellung wird vom Hamburger Briefmarkensammler e.V. organisiert.

Nordossetien
Das im Nordkaukasus gelegene Nordossetien ist seit 1991 eine Republik im südlichen Teil des europäischen Russland.
Die Marken dieses Landes werden von der -> UPU nicht anerkannt und gehören somit zu den -> Cinderellas. 

Norge
Eigenname von Norwegen.

Norwegen
Das Königreich Norwegen ist ein Land in Nordeuropa. Das skandinavische Land grenzt im Osten an Schweden und im Nordosten an Finnland und Russland. Die Wirtschaftszone Norwegens in der Nordsee grenzt im Süden an die Dänemarks und im Westen an jene Schottlands. Hauptstadt: Oslo
Briefmarkenausgaben seit 1855
Auf den Marken findet man Norway, Norvège oder Norge als Länderbezeichnung. Norwegen gibt eine Dauermarkenserie mit der längsten Laufzeit der Welt heraus. Die Dauermarke, die ein Posthorn zeigt, wird seit 1872 verwendet.


lexiko212.jpg (11613 Byte) Marke aus Norwegen

Norwegen - Spitzbergen
Svalbard ist eine zu Norwegen gehörende Inselgruppe im Nordatlantik und Arktischen Ozean. Im deutschen Sprachgebrauch hat es sich eingebürgert, die gesamte Inselgruppe nach der Hauptinsel Spitzbergen zu bezeichnen.
Die Besiedlung Svalbards erfolgte in erster Linie ab etwa 1900 wegen reicher Kohlevorkommen. In neuerer Zeit gilt Svalbard als „größtes Labor der Welt“ für Arktisforschung, zu dem auch ein Startplatz für Forschungsraketen gehört (SvalRak). Die Inselgruppe ist laut Svalbardtraktat (Spitzbergen-Vertrag) eine demilitarisierte Zone.
Die Marken dieses Landes sind von der -->UPU nicht anerkannt und gehören somit zu den -->Cinderellas.

Notausgaben
Diese werden dann gedruckt, wenn ein örtlicher Mangel an regulären Postwertzeichen herrscht. Notausgaben sind auch als Zetteldrucke, Aufdrucke und Halbierungen bekannt. Neben den amtlich anerkannten Marken, die echt postalischen Bedürfnissen dienen, kamen auch immer wieder spekulative Notausgaben vor.

Notgeldmarken
Marken, die in Ermangelung anderen Papiers auf sonst für die Herstellung von Notgeld verwendeten Bogen gedruckt wurden.

Nothilfemarken
Bezeichnung für Sonderfreimarkenausgaben der Dt. Reichspost in den Jahren ab 1924 mit Zuschlag zugunsten der Dt. Nothilfe.

Notgeldmarke
Marke, die zur Unterstützung für die notleidende Wirtschaft in den Westzonen Berlins als Zwangzuschlagmarke zu 2 Pfennig in der Zeit vom 1.12.1948 bis zum 31.3.1956 auf Inlandssendungen zum normalen Porto beigeklebt werden mußte.

Notpostarten
Besondere Postverbindungen, die nur bei Notständen vorübergehend eingerichtet werden.

Notzeitungszettel
Wegen des Fehlens von Zeitungsmarken wurde kurz nach der Gründung der Tschechoslowakischen Republik bei der Aufgabe der Zeitungen der Portobetrag bar bezahlt. Es stand aber den Herausgebern der Zeitungen frei, auf ihre Zeitungen selbstangefertigte Frankozettel aufzukleben. Es sind eine Anzahl derartiger Zettel bekannt: Ceské Slovo Prag und Rovnost Brünn.

NSt
Abkürzung für Handnebenstempel

Numisbrief
Brief mit einer Marke mit zugehörigem Ersttagsstempel und einer zu demselben Anlass herausgegebenen Sondermünze. Der philatelistische Sinn von Numisbriefen ist äußerst fraglich.

lexiko213.jpg (13081 Byte) Numisbrief (Deutschland)


Numiphil
Zweimal jährlich (März und Dezember) stattfindende Tauschbörse in Wien für Sammler von Briefmarken, Münzen, Telefonwertkarten, Ansichtskarten, etc. Veranstalter ist der ÖBMHV.

Nummernstempel
Diese kennzeichnen durch die Angabe einer Nummer den Aufgabeort einer Postsendung. Die Nummer kann auch mit einem oder mehreren Buchstaben verbunden sein.

Nyassaland 
Das Britsche-Zentralafrikanische Protektorat wurde 1907 zur Kolonie und in Nyassaland umbenannt. 1963 wurde Nyassaland autonom und trägt seit 1964 als unabhängige Republik den Namen Malawi. Hauptstadt: Zomba
Briefmarkenausgaben von 1908 bis 1953 und 1963

Nyassalandmuster
Neben dem Antillenmuster bekanntestes Muster der Briefmarken britischer Kolonien. Das alte Nyassalandmuster zeigt den Kopf des englischen Königs in ovalem Mittelstück, das neue Nayssalandmuster zeigt ein ovales Mittelstück mit schildartiger Verzierung und der Inschrift "Postage and Revenue". 

 

Bitte melden Sie uns fehlende Begriffe und/oder Ergänzungen - vielen Dank. 


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Letzte Änderung am 23. Januar 2009

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