Api-Phila - Lexikon
Buchstabe "O"

Oberbogen
Bezeichnung für einen Schalterbogen, der sich im oberen Teil des Druckbogens befindet.

Oberklappe
Gummierte Lasche in der Oberseite eines Briefumschlags zum Verschließen.

Oberpostamt
Nach Bildung der Dt. Reichspost gebräuchliche Bezeichnung für die Postämter in den Hansestädten Bremen, Hamburg und Lübeck, die in ihrem Aufgabenbereich einer Oberpostdirektion unterstellt waren.

Oberpostdirektion
Seit dem 1.3.1950 bestehende Verwaltungsbehörde der preussischen Post, die auf regionaler Ebene das Post- und Fernmeldewesen leitet.

Oberrand
Der obere Rand eines Briefmarkenbogens. Am Oberrand findet man meist die Reihen- und Summenbezahlen-Angaben. Bei den deutschen Briefmarkenbogen kann auch meist am oberen Bogenrand erkannt werden, ob es sich um einen Platten- oder Walzendruck handelt.

lexiko214.jpg (13475 Byte) Oberbogenstück (Irland)

Oberschlesien
Abstimmungsgebiet nach dem 1. Weltkrieg, dessen Bevölkerung am 20. März 1923 unter der interalliierten Aufsicht einer Abstimmungskommission über seine Zugehörigkeit abstimmte und sich für Polen entschied. Oberschlesien hatte seit dem 20. Februar 1920 bis zum Volksentscheid eigene Briefmarken.

Ochsenauge
Brasiliens erste Briefmarken. Nach Großbritannien war Brasilien das zweite Land, das am 1. August 1843 eigene Briefmarken einführte.

Ochsenkopf
Philatelistische Bezeichnung der in den Katalogen unter "Rumänien" aufgelisteten Briefmarken des Fürstentums Moldau, das unter türkischer Lehnsherrschaft stand bis zur österreichischen Besetzung während des Krimkrieges. Die "Ochsenköpfe" sind die 1858, 1859 und 1862 verausgabten Marken. Diese Ausgaben sind zum Teil sehr teuer. Ab 1881 erschienen dann die ersten Marken des Königreiches Rumänien.

Odr.
Abkürzung für Offsetdruck.

ÖBMHV
Abkürzung für "Österreichischer Briefmarken- und Münzenhändlerverband".

Offene Klasse
Am 30. Januar 1998 auf dem Philatelistischen Salon in Wien-Floridsdorf eingeführte philatelistische Ausstellungsklasse. Mit der Einführung der Offenen Klasse begann eine neue Ära in der Philatelie. Erstmals mussten sich die Ausstellung nicht an den FIP-Regeln orientieren, sondern dürfen, wie der Name schon sagt, frei nach dem eigenen Geschmack ihre Ausstellungsobjekte auswählen. Die Jury setzt sich aus fachfremden Personen zusammen, die sich ausschließlich von ihrem persönlichen Geschmack leiten lassen dürfen.

Offenes D
Bekannter Plattenfehler bei der 8-Pfennig-Marke der Hindenburg-Serie des Deutschen Reiches, der bei beiden Wasserzeichenvarianten vorkommt.

Offsetdruck
Vertreter der Flachdruckverfahren. Zu erkennen ist der Offsetdruck an dem Fehlen der scharfen Druckkonturen. Die Farbe wird nach den Rändern der druckenden Teile schwächer, sie dringt in das Papier ein.

Offsetdruckfarben
Den Hochdruckfarben ähnlich, jedoch konzentriertere Farben mit wasserunlöslichen, spezifisch leichten Farbpigmenten. Als Bindemittel dienen Kunstharzfirnisse und in Leimöl gelöste Harze, damit die Farbe das zum Druck zugesetzte Wasser gut verarbeitet.

ÖFSV
Abkürzung für "Österreichischer Flugpostsammlerverein".

Ohne Aufdruck
Bezeichnung für versehentlich ohne Aufdruck gebliebene Marke.

Ohne Gummi
Bezeichnung für den Erhaltungszustand einer ungebrauchten Marke, bei der keine Originalgummierung vorhanden ist.

Ohne Obligo
Marken, die diese Abkürzung in der Beschreibung haben, sollte man eigentlich nicht kaufen. Die Marken sind garantiert falsch oder manipuliert.

Ohrt, Paul
Bedeutender Fachschriftsteller und Prüfer für Oldenburg und Bremen. Als Autor machte er sich einen Namen durch das "Handbuch der Neudrucke".

O.H.S.M.
Abkürzung für "On His / Her Majest's Service". Aufdruck auf englischen Dienstmarken.

O.I.R.
Abkürzung für "Organisation Internationale pour les Réfugiés" = Internationale Flüchtlingsorganisation. Aufdruck auf schweizerischen Marken von 1950.

OK
Abkürzung für Offene Klasse.

Oktogene
Bezeichnung für ein achteckiges Postwertzeichen (z. B. aus Thessalien).

Oldenburg
Großherzogtum mit eigenen Briefmarken- und Ganzsachenausgaben zwischen dem 1. Januar 1852 und dem 31. Dezember 1867. Ab dem 1. Januar 1868 kamen in Oldenburg die Marken des Norddeutschen Postbezirks zur Verwendung.

Oman
Das Sultanat Oman ist ein Land in Westasien, an der Südostküste der Arabischen Halbinsel. Es grenzt im Nordwesten an die Vereinigten Arabischen Emirate, im Westen an Saudi-Arabien und im Südwesten an Jemen. Die Küste wird begrenzt durch das Arabische Meer im Süden und Osten und durch den Golf von Oman im Nordosten. Der "State of Oman" gehört zu den sog. "Scheinstaaten", die den Markt mit Briefmarken von zweifelhaftem Wert und Nutzen überschwemmen. Hauptstadt: Maskat
Briefmarkenausgaben seit 1944


lexiko216.jpg (14677 Byte) Marke mit Zellenmuster (Sultanat Oman)

O.M.S.
Abkürzung für "Oreganisation Mondiale de la Santé" = Weltgesundheitsorganisation, die seit 1948 in der Schweiz angesiedelt ist.

O.O.
Abkürzung für ohne Obligo.

OPD
Abk. für Oberpostdirektion

OPD-Ausgaben
Zusammenfassende Bezeichnung für die Postwertzeichenausgaben, die 1945/46 in der damaligen sowjetischen Besatzungszone von der Oberpostdirektion herausgegeben wurden.

O.P.D.-Drucke
Aufdrucke, die von einzelnen Oberpostdirektionen auf Veranlassung des Reichspostministeriums in der Inflationszeit 1920/23 vorgenommen wurden. Die Aufdrucke wurden in Privatdruckereien aufgedruckt: Breslauf, Erfurt, Frankfurt a.M., Hannover, Hamburg, Königsberg, Leipzig, Münster, München, Stettin und Stuttgart. Die einzelnen Lokaldrucke sind durch den entsprechenden O.P.D.-Bogenstempel gekennzeichnet. In Berlin wurden die Aufdrucke in der Reichsdruckerei und wegen Überlastung auch in de Druckerei R. Boll ausgeführt.

Oppelner Notausgabe
Dienstmarkennotausgabe der französischen Besatzungsbehörde in Oberschlesien 1920 durch blauen oder roten Handstempelaufdruck "CIHS" im Zierkreis auf Dauermarken der Dt. Reichspost bzw. auf der Sonderausgabe für die Weimarer Nationalversammlung. Die Marken wurden häufig gefälscht, weshalb sie nur geprüft erworben werden sollten.

Oral
Oral ist eine Stadt im westlichen Kasachstan nahe der Grenze zu Russland. Die Stadt liegt an der Mündung des Tschagan in den Fluss Ural und wurde 1584 gegründet. Das Stadtrecht hat sie seit 1613. In Oral leben 210.000 Menschen. Marken dieser Region werden zu den Cindarellas gezählt. 

lexiko12.jpg (25430 Byte)   Marke aus Oral

Originalgummi
Qualitätsbezeichnung für Briefmarken, die noch die Gummierung aufweisen, mit der sie verausgabt wurden.

Originalplatte
Bezeichnung für eine Druckplatte, von der weitere Druckplatten hergestellt worden sind.

Originalskizze
Nach einem angenommenen Briefmarkenentwurf angefertigte Masszeichnung, auf der die Einzelheiten und Feinheiten für die Druckstockherstellung erkennbar sein müssen.

Ornament
Schmuckwerk zur Verzierung, das auf Briefmarken oft als Rahmeneisen oder Rundleisten vorkommt.

Ortsdatumstempel
Gebräuchlichste Stempelart, oft kreisförmig, die neben dem Namen des Postortes das Datum der Stempelung anzeigt, im postalischen Sprachgebrauch "Tagesstempel" genannt.

Ortspost
Privatpostbeförderungsanstalt, die Sendungen im Ortsverkehr annimmt und zustellt.

lexiko217.jpg (108833 Byte) Druckgebäude der Dresdner Verkehrsanstalt Hansa (um 1890)

Ortspostmarke
Aufdruck auf italienischen Stempelmarken, die von der österreichischen Besatzungsmacht 1918 in der italienischen Provinz Venetien zur Verrechnung von Zustellgebühren verwendet werden sollten, aber nicht zur Ausgabe gelangen.
Aufdruck auf den ersten Freimarken der Schweizer Bundespost von 1950 (ORTSPOST oder POSTE LOCALE) für Postsendungen der ersten Gebührensstufe.

Ortsstempel
Bezeichnung für Poststempel mit Ortsangabe. Besonders im 19. Jahrhundert gebräuchlich, als die meisten Orte nur über ein Postamt verfügten.

Ortsverkehr
Postalische Bezeichnung für den Teil des Inlandspostverkehr, der die Annahme, Verteilung und Zustellung der Postsendungen im Postort umfasst, auch wenn dieser Ort aus mehreren Postämtern besteht.

Ortswerbestempel
Werbestempel, der außer der Postamtsbezeichnung und Datumsangabe eine Inschrift und/oder Abbildung aufweist, die als markantes Merkmal des Orts (z.B. Sehenswürdigkeiten, bekannte Erzeugnisse, Hinweis auf Kurort) für Werbung im Stempel verwendet werden kann.

lexiko218.jpg (18083 Byte) Ortswerbestempel

Ortszustellbereich
Postzustellbereich innerhalb eines geschlossenen Postortes.

Osa (Semtswo - Russisches Empire)
In Rußland bestanden zwischen 1864 bis 1917 zahlreiche Postdienste unter lokaler Behördenverwaltung. In der Gesamtmenge wurden ungefähr 3.400 unterschiedliche Marken von diesen Postdiensten herausgegeben.
Ossa (auch Osa) ist eine Stadt in der russischen Verwaltungsregion Perm ist eine Verwaltungsregion (Kraj). Die jetzige Verwaltungsregion entstand am 1. Dezember 2005 aus der bisherigen Oblast Perm und dem Autonomen Kreis der Komipermjaken und liegt im äußersten Osten Europas westlich des Uralgebirges und grenzt im Norden an die Republik Komi und im Westen und Süden an Udmurtien und Baschkortostan.
Für den Verwaltungsbereich Ossa wurden von 1889 bis 1911 insgesamt 50 Marken verausgabt. Auf vielen Marken wurden Bienenkörben und/oder Klotzbeuten abgebildet.

lexiko481.jpg (17742 Byte) Marke aus Osa

ÖSD
Abkürzung für Österreichische Staatsdruckerei.

Ossetien (Nord)
Das im Nordkaukasus gelegene Nordossetien ist seit 1991 eine Republik im südlichen Teil des europäischen Russland.
Die Marken dieses Landes werden von der -> UPU nicht anerkannt und gehören somit zu den -> Cinderellas. 

Ossetien (Süd)
Das im Kaukasus gelegene Gebiet Südossetien wird von den Vereinten Nationen als Georgien zugehörig betrachtet, befindet sich jedoch mitten in einem Prozess, der mit der Erlangung völliger Unabhängigkeit enden könnte. Es erklärte sich 1990 einseitig zur eigenständigen Republik und ist seither de facto unabhängig von Georgien. Hauptstadt ist Zchinwali. Die Marken dieses Landes werden von der -> UPU nicht anerkannt und gehören somit zu den -> Cinderellas. 

Ostimor
Die Insel Timor ist die größte der Kleinen Sunda-Inseln. Die Insel ist zweigeteilt, in das indonesische Westtimor und Osttimor. das bis 1975 portugiesische Kolonie war. Nach seiner Entlassung in die Unabhängigkeit wurde Osttimor von Indonesien besetzt. Im Jahr 2002 erhielt Osttimor unter dem Namen „Timor-Leste“ endgültig seine Unabhängigkeit. Die an der Nordwestküste von Westtimor liegende Enklave Oecussi-Ambeno gehört politisch ebenfalls zu Osttimor. Die Marken dieses Landes werden von der -> UPU nicht anerkannt und gehören somit zu den -> Cinderellas. 

Ostafrikanische Seepost
Privatpost der Firma Schülke & Mayr auf Grund eines Vertrages mit dem Kaiserlichen Gouverneur von Deutsch-Ostafrika. Briefmarken wurden aber nicht verausgabt, da bei ERscheinen der Briefmarken der Vertrags bereits abgelaufen war.

Ostasiatische Expeditions-Marken
Feldpoststationen 1 bis 10 und Feldpostdienststellen in Taku des Ostasiatischen Expeditionskorps verwendeten vom 1. Januar 1900 bis zum 31. August 1901 Germaniamarken mit einem Handstempelaufdruck "China" bzw. sind nur durch die Entwertung erkennbar.

Österreich
Die Republik Österreich ist ein Bundesstaat in Mitteleuropa mit der Staatsform einer demokratischen Republik. Das Land ist seit 1955 Mitglied in der UNO und seit 1995 in der Europäischen Union, wo es während des ersten Halbjahres 2006 die Ratspräsidentschaft innehat. Es grenzt im Norden an Deutschland und Tschechien, im Osten an die Slowakei und Ungarn, im Süden an Slowenien und Italien und im Westen an die Schweiz und Liechtenstein. Hauptstadt: Wien
Briefmarkenausgaben seit 1850. Auf dem Marken findet man Österreich, Austria oder Autriche als Länderbezeichnung.

lexiko412.jpg (12372 Byte) Personalisierte Marke aus Österreich

Österreichische Staatsdruckerei
Die österreichische Druckerei, die Briefmarken erzeugt. 1804 gründete Kaiser Franz I. per Dekret die "k.k. Hof- und Staatsdruckerey". Das Unternehmen erwarb sich bald einen ausgezeichneten Ruf als "Universität der graphischen Künste". 1844 erfolgte die Gründung des Verlages der Österreichische Staatsdruckerei, der ursprünglich für den Verschleiß von Drucksorten gedacht war. 1850 begann die Österreichische Staatsdruckerei mit der Briefmarkenherstellung und begründete damit ihren international anerkannten hohen künstlerischen und drucktechnischen Standard. 1892 erfolgte die Übersiedlung vom ersten Domizil in Wien 1, Singerstraße, in das neue Gebäude in Wien 3, Rennweg 16. 1909 wurde das Gebäude Rennweg 12 A bezogen. Nach dem Zusammenbruch der Monarchie im Jahre 1918 wurde die Hof- und Staatsdruckerei zur Österreichischen Staatsdruckerei. 1934 erfolgte die Fusion mit der "Wiener Zeitung". 1982 trat das Staatsdruckereigesetz in Kraft, mit dem die Österreichische Staatsdruckerei aus dem Bundesbereich herausgelöst und mit eigener Rechtspersönlichkeit ausgestattet wurde. 1977 wurde sie in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. 1998 spaltete sich die "Wiener Zeitung" in eine eigene Gesellschaft m.b.H. ab. 1999 wurde die Österreichische Staatsdruckerei AG in die Print Media Austria AG und Österreichische Staatsdruckerei umfirmiert.

Ostland
Dieses umfasset im Verlauf des deutschen Vormarsches im Osten die Gebiete von Lettland, Litauen, Estland und einen kleinen Abschnitt sowjetrussischen Territoriums. Von den regulären Marken abgesehen, kursierten teils zugelassen, teils fragwürdig zahlreiche Ortsausgaben und Lokalbriefmarken.

Ostpreußen
Deutsche Briefmarken mit Aufdruck. Auch als "Allenstein" bekannt, da dort die gemäß Versailler Vertrag wirkende Abstimmungskommission ihren Sitz hatte.

OSTROPA
Osteuropäische Briefmarken-Ausstellung in Königsberg im Jahre 1935, zu der auch ein Block verausgabt wurde, dessen Gummi stark schwefelhaltig ist und abgelöst werden sollte, um die Zerstörung der Briefmarken zu verhindern.

OT-Stempel

Orts- und Tagesstempel. dieser Stempel ist der gewöhnliche, meist kreisrunde Poststempel, der bei jedem Postamt zu jeder Schalteröffnungszeit abgeschlagen wird.

lexiko59.jpg (12975 Byte) Alter Tagesstempel von 1909

Österreichische Staatsdruckerei
Kurz ÖSD, mit Abstand wichtigste und heute auch einzige österreichische Druckerei, die Briefmarken erzeugt.

Ovalstempel
Gruppe von Poststempeln, deren Abdruck durch eine stehende oder liegende Ovallinie oder Ellipse begrenzt ist.

Bitte melden Sie uns fehlende Begriffe und/oder Ergänzungen - vielen Dank. 


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Letzte Änderung am 23. Januar 2009

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