Api-Phila - Lexikon
Buchstabe "R"

R
Das "R" findet man auf bayerischen Marken mit dem Motiv von König Ludwig. Es handelt sich um den Anfangsbuchstaben von "Rates" des Verkehrspersonals in München.
Außerdem ist das "R" das internationale Zeichen für ein Einschreiben oder Einschreibemarken.

Rachmanow, W. von
Erster Präsident des Internationalen Philatelisten-Dienstes.

Radfahrpost
Besondere Privatpostbeförderung in den USA zwischen dem 6. und 18. Juli 1894 zwischen Fresno und San Francisco über 400 km während eines Streiks der kalifornischen Eisenbahner, wobei die Briefe mit Privatpostmarken frankiert wurden.

Radgangstempel
Bezeichnung für einen Poststempel, bei dem die Tages- und Uhrzeitangabe auf einem Typenrad angebracht sind und durch Drehen an diesen eingestellt werden kann.

Radierung
Art des Kupferstichs, wobei die Kupferplatte nicht gravciert, sondern mit Ätzgrund überzogen wird, in dem der Kupferstecher die Zeichnung mit einer Radiernadel einritzt, dass das Kupfer dabei freigelegt wird.

Rahmen
Begrenzung von Druckbildern oder Aufdrucken sowie Markenrand bei Briefmarken.

Rahmenstempel
Sammelbezeichnung für verschiedene Stempel mit doppelter Einfassungslinie, auch mit gerundeten, abgestumpften oder einwärts gebogenen Ecken.

Rakel
Breites, dünnes Stahlband, das beim Rakeltiefdruck überschüssige Druckfarbe von der Druckplatte abstreift.

Rakelstreifen
Ein feiner, durch das Markenbild laufender Farbsteifen. Ursache ist eine Verletzung des Plattenzylinders beim Rakeltiefdruck durch Fremdkörper in der Druckfarbe oder im Papier bzw. durch Staubkörnchen.

Rakeltiefdruck
Für Massenauflagen geeigneter Tiefdruck auf einer Rotationsmaschine. Der Druckkopfzylinder trägt dabei eine chemiegrafisch hergestellte, mit Raster versehene Druckform, die vom Farbwerk völlig eingefärbt wird.

Raketenflugpost
Mit einem raketenbetriebenen Flugkörper beförderten Briefe oder Karten. Erstmals 1928 von dem Österreicher Ing. Friedrich Schmiedl im Zuge wissenschaftlicher Forschungen durchgeführt.

lexiko225.jpg (30199 Byte) Raketenpost

Raketenflugpost-Vignetten
Wurden in Österreich von Ing. Friedrich Schmiedl zur Kenntlichmachung der Raketenpost ab dem Flug V7 verwendet. Insgesamt sind 11 verschiedene Raketenflugpost-Vignetten bekannt, von denen leider auch Nachdrucke ohne das Wissen von Ing. Schmiedl produziert wurden. Diesen Nachdrucken fehlt die fortlaufende Nummerierung bzw. die Unterschrift von Ing. Schmiedl. Laut einem Bericht im Austria-Philatelist vom Januar 1949 wurden von der Vignette zum Flug V7 90 Stück "aufgelegt", wovon nur noch 12 Exemplare ungebraucht bekannt sind.

Randanhänger
An einer Briefmarke anhängendes Bogenrandstück, das an allen vier Seiten perforiert ist.

Randdrucke
Sammelbezeichnung für alle auf dem Bogenrand angebrachten Druckvermerke.

Randgebiet
Sammelgebiet, das eine sehr speziellen Zweig der Philatelie umfaßt und oft nur von wenigen Interessenten gepflegt wird. Allgemeine Randgebiete sind Stempel- und Steuermarken, Postvordrucke und Klebezettel.

Randleiste
Briefmarken mit leistenförmig umrahmtem Mittelstück die rechts und links vom Mittelstück befindlichen Seitenleisten.

Randpaar
Vom Bogenrand stammendes Markenpaar, das noch den entsprechenden Bogenrand aufweist.

Randreihe
Senkrechte oder waagerechte Markenreihe, die unmittelbar am Bogenrand liegt.

Randstück
Eine Briefmarke, die nicht aus dem Innenteil des Bogens entnommen wurde, sondern aus einer der vier äußersten Reihen oben, unten, rechts oder links, wobei das Randpapier des Bogens an der Marke belassen wurde. Meist zahlt man für ein Randstück einen Aufschlag.

lexiko242.jpg (6814 Byte) Randstück (Südwestafrika)

Randvermerke
Sammelbezeichnung für alle auf dem Bogenrand befindlichen Angaben (z. B. Druckvermerk, Reihenwertzähler und Summenzähler).

Randviererblock
Ein vom Bogenrand stammendes Blockrandstück mit vier (zwei mal zwei) Marken die an den dafür in Frage kommenden Seiten noch die entsprechenden vollständigen Bogenrandteile aufweisen.

Rang I
Siehe Ausstellung, Nationale.

Rang II
Siehe Ausstellung, Regionale.

Rang III
Siehe Ausstellung, Lokale.

Ranzoni der Jüngere, Prof. Hans
Österreichischer Briefmarkenkünstler, geboren am 6. September 1896 in Wien, Schüler von Alfred Cossmann.

Rarität
Das Wort kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie große Seltenheit, ein besonders wertvolles Sammlerstück.

Ras Al Khaima
Arabisches Scheichtum in Kleinasien, das acht Serien mit 110 Einzelmarken und ca. zehn Block verausgabte. Dazu gibt es jede Menge ungezähnte Blocks und auch Sonderdrucke auf Goldfolie. Außerdem wurden etliche Serien zu den Themen Philatelia, Olympia, Raumfahrt und Persönlichkeiten verausgabt.

Raster
Hilfsmittel zum Zerlegen eines Halbtonbild in Grautöne, als Glasscheibe oder Folie mit feinem, regelmäßigen Gitternetz zum Aufhellen der Bildvorlaben in kleine Flächen, durch die bei fotografischer Reproduktion das Licht fällt, so dass jedes Rasterfenster seinen Tonwert erhält.

Rasterätzung
Bezeichnung für ein chemiegrafisches Verfahren zur Herstellung eines Druckstocks nach einer Halbtonvorlage (z. B. Fotografie).

Rasterfenster
Zwischenräume zwischen den Gitternetzlinien eines Rasters.

Rasterlinien
Parallel nebeneinander liegende Gitternetzlinien eines Rasters.

Rastertiefdruck
Vertreter der Tiefdruckverfahren. Zu erkennen ist der Rastertiefdruck neben der in verschiedenen Stärken (plastisch) auf dem Papier liegenden Farbe noch an dem Raster, dessen Punkte viereckig sind. Schrift und Wertziffern zeigen an ihren Konturen die Merkmale der Rasterpunkte, dadurch gibt es keine scharf abgegrenzten Linien.

Rattlesnake Island
Rattlesnake Island ist eine kleine Insel (Privatbesitz) im Erie-See, Ohio (USA). Dort werden lokale Briefmarken herausgegeben, die für den Transport der Post zum Festland verwendet werden. Diese kleine Insel besitzt keine postalische Unabhängigkeit. Briefmarken, die mit diesem Landesnamen erschienen sind, sind rein private Erzeugnisse. Sie sind weder anerkannt noch besitzen sie irgendeinen Frankaturwert. Sie werden im MICHEL-Katalog nicht gelistet. Die Marken dieser Region werden von der -> UPU nicht anerkannt und gehören somit zu den -> Cinderellas. 

Raubneuheit
Bezeichnung für eine Markenausgabe, die nicht für den Schalterdienst, sondern ausschließlich für den Versand an Sammler hergestellt worden ist.

Rautenstempel
Gruppe der Poststempel, deren Abdruck durch das Stempelelement Raute gebildet wird.

Rautenwasserzeichen
Bekanntes deutsche Wasserzeichenmuster von1905/23, das auch bei Briefmarken anderer Länder vorkommt.

Rautenwasserzeichen

Rayon
Inschrift auf schweizerischen Postbezirksmarken von 1859. Es gibt insgesamt drei Ausgaben, die man mit "Rayon I", "Rayon II" und "Rayon III" bezeichnet.

Rayonstempel
Diese entstanden auf Grund des Postabkommens vom 14. Dezember 1801 zwischen Frankreich und Thurn und Taxis. Das von Frankreich besetzte Gebiet in Süddeutschland wurde in vier Rayone eingeteilt; z. B. "R3" für Nürnberg und "R4" für München.

Rechteckige Marke
Das übliche und häufigste Briefmarkenformat, das als Hochformat und Querformat verwendet wird.

Rechteckstempel
Diese sind eine in vielen Ländern vorkommende Gruppe von Poststempeln. Ihr Abdruck ist dadurch gekennzeichnet, dass der Stempeltext durch ein Linienrechteck begrenzt ist. Im weiten Sinne gehört auch der quadratische Stempel zu den Rechteckstempeln.

Recommandé
Dies ist die im Weltpostverkehr vorgeschriebene Bezeichnung und Kennzeichnung für Einschreiben. Die Abkürzung "R" steht deshalb in vielen Ländern auf den Klebezetteln. Die übliche Bezeichnung in der Schweiz lautet "chargé".

Recommandiert, Recommandirt, Recommandiret 
= eingeschrieben

Recouvrements
Gattungsinschrift der Postauftrags-Portomarken Frankreichs und seiner ehemaligen Kolonien.

Redonda 
Antigua, Barbuda und Redonda sind Inseln der Kleinen Antillen in der Karibik. Barbuda gehört zum Staat Antigua und Barbuda und wird von Antigua verwaltet. Barbuda gab von 1922 bis 1924 und von 1968 bis 2000 eigene Briefmarken heraus, die international anerkannt wurden.


Refusé
Handschriftlicher oder Stempelaufdruck auf einer Postsendung, deren Annahme der Empfänger verweigert hat. Dieser Vermerk kommt besonders in Frankreich und französisch sprachigen Ländern sowie im zwischenstaatlichen Verkehr vor.

Regionalaufdruck
Aufdruck, der die Verwendungsmöglichkeit von Postwertzeichen auf einen Teil des Land- oder Postgebietes beschränkt.

Regionalausstellung
Bezeichnung für eine Briefmarkenausstellung, die von mehreren Kreis- oder Bezirksverbänden des Philatelistenverbandes.

Regionalmarken
Diese kommen besonders in Großbritannien als spezielle Ausgaben für einzelne Landesteile vor, wie Wales, Schottland, Nordirland, Alderney, Guernsey, Jersey und die Isle of Man.

Registerbruch
Besonders in Ganzstücken der klassischen Zeit oft vorkommender Bruch, der auf die besondere Faltung des Briefes geht und oft auch die aufgeklebte Frankatur mit in Mitleidenschaft zieht.

Registered
Gattungsinschrift auf Einschreibmarken und Kennzeichnung von Einschreibsendungen in englisch sprachigen Ländern.

lexiko226.jpg (28717 Byte) Einschreibbrief aus Polen

Reichsadler
Wappentier des Dt. Reiches, das seit 1871 auch in verschiedenen Formen auf Dauerfreimarken vorkommt wie z. B. Brustschild-Ausgabe von 1872 und 1875.

Reichsdruckerei
Die Reichsdruckerei in Berlin stellte ab dem 6. Juli 1879 bis 1939 alle deutschen Briefmarken her. Bis zur Errichtung der Reichsdruckerei wurden die Marken des Deutschen Reiches ab 1871 zunächst von der Preußischen Staatsdruckerei Berlin hergestellt. Von 1938 bis 1945 erfolgte der Druck der Briefmarken sowohl in Berlin, als auch in der Staatsdruckerei in Wien. Anschließend an die Angabe des Druckverfahren tragen die in Wien hergestellten Marken ein "W".

Reichs-Erb-General-Postmeisteramt
Hinter diesem Wort verbirgt sich ein Titel, den Kaiser Natthias am 27. Juli 1615 als Lehen an die Herren von Thurn und Taxis vergab. Diese waren für die Post im ganzen Reich und in den Niederlanden zuständig.

Reichspostamt
Seit 1880 Zentralbehörde des Dt. Reiches für das Postwesen, dem die Oberpostdirektionen unterstellt waren.

Reichspostdampfer
Bezeichnung für die Dampfer des Norddeutschen Lloyd Bremen und der Deutsch-Ostasien-Linie Hamburg, die den regelmäßigen Post,- Fracht- und Passagierverkehr mit den deutschen Schutzgebieten durchführten.

Reichspostmuseum
Das Reichspostmuseum wurde 1872 auf Initiative des Generalpostmeisters Heinrich von Stephan (1831-1897) als erstes Postmuseum der Welt gegründet. Dieses besaß damals die größte Briefmarkensammlung der Welt, die sowohl die Sammlung der russischen Zaren, als auch die des englischen Könighauses übertraf. Durch die Kriegsereignisse gingen viele Stücke verloren.

Reighspost
Markanter Plattenfehler auf der 2-Pfennig, schiefer vom 29. März 1900 mit der Zeichnung "Krone" des Deutschen Reiches.

Reihenwertzähler
Auf dem Bogenrand angebrachte Zähler, die ein schnelleres Feststellen der Markenzahl für den Schalterbeamten ermöglichen.

Reihenzahlen
Diese werden von zahlreichen Postverwaltungen auf den Bogenrändern angebracht und sind ein Spezialsammelgebiet.

Reiß, Joachim
Reiß wurde in Chemnitz geborenen und entwirft seit 1965 Briefmarken. Schon zu DDR-Zeiten entwarf er 220 Marken und wurde nach Berlin in die Briefmarken-Kommission berufen, in der Nationalpreisträger, Partei und Regierung vertreten waren. Joachim Reiß entwarf auch den Block "Nationalpark Hainich", der die Wahl zur schönsten Marke des Jahres 2000 gewann.

Reklameanhängsel
Diese hängen häufig mit an einer Marke und kommen beim Deutschen Reich vor, aber auch bei Berlin und Bund häufig bei den frühen Markenheftchen. Bei den Heuß-Zusammendrucken gibt es z. B. ein Reklameanhängsel der Fa. Sellschopp und anderer Firmen.

lexiko227.jpg (46373 Byte) Reklamemarke aus Markenheftchen von Deutsch-Kamerun

REKO-Zettel
unter den Sammlern in Österreich gebräuchl. Bezeichnung für Einschreibzettel.

lexiko8.jpg (16480 Byte) Einschreibzettel vom "Immenhausen"

Relais
Einrichtungen der Feldpost in Armeen des Norddt. Bundes und anderer Deutscher Staaten sowie Deutschlands bis 1918. Außerdem französische Bezeichnung für Stationen zum Pferdewechsel.

Remboursement
Aus dem Französischen stammende internationale Bezeichnung und Kennzeichnung für Nachnahme.

lexiko243.jpg (77983 Byte) Nachnahme-Ganzsache (1932)

Renner Block
Kurzform für 4 Kleinbögen aus je 8 Briefmarken desselben Wertes und je einem Zierfeld. Die Marken zeigen das Porträt von Dr. Karl Renner.

Renner, Dr. Karl
von 1918 bis 1920 Staatskanzler und von 1945 bis zu seinem Tode 1950 Bundespräsident Österreichs. Meistgeehrte Persönlichkeit auf den österreichischen Briefmarken der Nachkriegszeit.

Renner, Prof. Franz Joseph
Österreichischer Briefmarkenkünstler, geboren am 29. Mai 1886 in Graslitz. Er war Schüler von Koloman Moser. Ihm sind die folgenden Ausgaben zu verdanken: Zeitungsmarken ANK 293/311; Portomarken ANK 75/92.

Rentierschlittenpost
Sonderpostbeföderung mit Rentieren. In Wien wurde bereits zweimal eine Rentierschlittenpost vom Schönbrunner Tiergarten zum Postamt 1130 Wien veranstaltet.

Reparaturen
Reparaturen bzw. Restaurierungen werden insbesondere bei teuren, klassischen Marken vorgenommen, um den weiteren Verfall einer bereits beschädigten Marken aufzuhalten oder auch, um den Sammler oder Käufer über den tatsächlichen bzw. ursprünglichen Zustand des Stückes hinwegzutäuschen. Reparaturen sind Nachzähnung, Nachgummierung und Ausbesserung wie Hinterlegung und Ansetzen von Rändern oder anderen Markenteilen. Reparaturen sind bei fachmännischer Ausführung oft kaum zu erkennen und erst die Prüflampe oder das Hinzuziehen eines Experten schafft Klarheit.

Réponse payée
Französisch für "Antwort bezahlt". Teil der international gebräuchlichen Inschrift "Carte postale avec réponse payée" bei Postkarten mit anhängender Antwortkarte.

Réseau d'État
Gattungsinschrift der Eisenbahnpaketmarken Frankreichs 1941/44 für die staatlichen Eisenbahnlinien.

Resellada
Erläuterungsaufdruck (auch: "Resellado") auf aushilfsweise verwendeten Postwertzeichen in Südamerika (z. B. Ecuador 1922, Venezuela 1899/1900)

Resmi
Gattungsaufdruck oder -inschrift der Dienstmarken der Türkei für Ministerien und Gemeindebehörden ab 1948 und bei Markenausgaben des Irans (z. B. 1912).

Restaurierung
Bzw. Reparaturen werden - insbesondere bei teuren, klassischen Marken - vorgenommen um den weiteren Verfall einer bereits beschädigten Marken aufzuhalten, werden jedoch auch vorgenommen um den Sammler oder Käufer über den tatsächlichen bzw. ursprünglichen Zustand des Stückes hinwegzutäuschen. Reparaturen können sein: Nachzähnung, Nachgummierung und Ausbesserung wie Hinterlegung und Ansetzen von Rändern oder anderen Markenteilen, welche dann oftmals auch nachgemalt. Reparaturen sind - insbesondere wenn fachmännisch ausgeführt - für den Laien meist kaum zu erkennen und erst Prüflampe oder das Hinzuziehen eines Experten schafft Klarheit.

Restbestand
Hierbei handelt es sich um Markenbestände, die von der Postverwaltung nach Außerkurssetzung komplett zu reduziertem Preis meist an Händler abgegeben werden.

Restpostenabstempelung
Von der Post entwertete große Mengen von außer Kurs gesetzten Briefmarken.

Restsammlung
Im Auktionswesen übliche Bezeichnung für eine Sammlung, aus der besondere Stücke als Einzellose entnommen worden sind, so dass die Sammlung nur noch billigere und mittlere Werte enthält.

Retardo
Gattungsinschrift von Verspätungsmarken in spanisch sprechenden Ländern wie z. B. in Kolumbien 1886/1918.

Retourmarke
Für unzustellbare, zu Absenderfeststellung amtlich geöffnete Sendungen, wurden auf der Rückseite mit einer Verschlußmarke verklebt.

Retourrecepisse
Rückschein (Hauptverwendungszeit im 19. Jahrhundert, danach mit dem etwas geläufigeren "Rückschein" ersetzt

Retourstempel
Bezeichnung für Hinweisstempel für Rückbriefe im grenzüberschreitenden Postverkehr.

Retusche
Nachgravierungen und Ausbesserungen einer ganzen Druckplatte oder einzelner Klischees, um eine bessere Bildwirkung zu erzielen, ursprüngliche Gravurfehler, Abnutzungserscheinungen und Druckschäden zu beseitigen.

Retzl, Prof. Franz
Österreichischer Briefmarkenkünstler, geboren am 13. Juli 1890 in Wien.

Réunion 
La Réunion  oder kurz Réunion ist eine zu Frankreich gehörende Insel im Indischen Ozean, die politisch ein französisches Überseedépartement bildet. Hauptstadt: Saint-Denis
Briefmarkenausgaben von 1851 bis 1974, seitdem werden die Marken des Mutterlandes Frankreich verwendet.

lexiko419.jpg (16531 Byte)
Marke aus Reunion

Revolutionsausgabe
Bezeichnung für provisorische Lokal- oder Regionalausgaben im Verlauf revolutionärer Veränderungen, wobei es oft einen Aufdruck auf Marken des vorhergehenden Regimes gibt.

Rhodesien 
Südrhodesien ist der Name der früheren britischen Kronkolonie im südlichen Afrika, die 1980 als Simbabwe (Zimbabwe) unabhängig wurde.

lexiko420.jpg (12136 Byte) Ganzsache aus Rhodesien

R.H.Official
Abkürzung für "Royal Household". Aufdruck auf britischen Marken, die als Dienstmarken des Hausministeriums verwendet werden.

Rhombusmarke
Briefmarke in Form eines Rhombus. Diese Form wurde bisher nur selr selten angewendet wie z. B. bei Annu Tuva 1927/37.

Rhombusstempel
Gruppe von Poststempeln, deren Abdruck die Form eines Rhombus hat.

Ringbinder

Beliebteste Art für Briefmarkenalben. Die losen (Vordruck)-Blätter werden durch eine unterschiedliche Zahl von Metallringen zusammengehalten.

Río de la Plata
Vereinigte Provinzen des Río de la Plata (spanisch: Provincias Unidas del Río de la Plata) war der Name für das Territorium der heutigen Staaten Argentinien, Uruguay und des bolivianischen Departamento Tarija zwischen der Mai-Revolution (Revolución de Mayo) 1810 bis Mitte der 30er Jahre des 19. Jahrhunderts.
Kurzfristig (1813-1816) hatte der Staat Provincias Unidas en Sud America gehießen. Im deutschen wird die Kurzform Vereinigte Staaten von La Plata ebenfalls benutzt; die naheliegende Übersetzung Vereinigte Provinzen von Südamerika hingegen kaum.
In der Folge wurde dieser Name durch die Bezeichnung Argentinische Konföderation (Confederación Argentina) ersetzt, die sich aber nur noch auf den heutigen Staat Argentinien bezog. Diese Bezeichnung wurde bis 1861 verwendet. Seither wird dieser Staat als Argentinische Republik (República Argentina) oder kurz Argentinien (Argentina) bezeichnet.

lexiko3.jpg (101874 Byte) Telegramm-Umschlag mit Bienenkorb von Rio de la Plata 

Rohrpost
Diese dient der Beförderung von eiligen Nachrichten innerhalb großer Städte mit Hilfe von Büchsen, die mit Preßluft durch ein Röhrennetz getrieben werden. Die erste Rohrpost wurde 1853 von Latimer Clark in London eingerichtet.

lexiko244.jpg (78718 Byte) Rohrpost-Ganzsache

Rohrpostaufkleber
Klebezettel zur Kennzeichnung von Sendungen, die mit der Rohrpost befördert werden.

Rohrpostganzsachen
Ganzsachengattung zur Beförderung durch Rohrpost. Die ersten Ganzsachen dieser Art wurden 1875 in Österreich für Wien verausgabt und trugen meist Hinweise wie "Rohrpost-Brief" oder "Rohrpost-Karte".

Rohrpostmarken
Spezielle Marken zur Entrichtung der Beförderungsgebühr von Rohrpost.

Rohrpostzettel
Aufkleber zur Kennzeichnung von Rohrpostsendungen

lexiko32.jpg (12198 Byte) Rohrpost-Aufkleber

Rollenanfang
Die erste Marke der Rolle, sie trägt auch die erste Nummer und gibt die Rollengröße an, z. B. 500

Rollenmarken
Von gedruckten Endlosbahnen in Rollenform aufgewickelte Briefmarken, verschiedene Rollengrößen, ab ca. 1957 trägt jede 5. Marke eine Nummer (Bund/Berlin). Gesammelt werden Einzelmarken mit Nummer, 5-er-Streifen, 6-er und 11-er-Streifen. Bei Rollen ohne Nummer ist als Nachweis immer ein 11-er-Streifen nötig, da die bildgleichen Bogenmarken maximal 10 Marken untereinander haben. Bei den Selbstklebenden sind die Nummern auf der Trägerfolie.

lexiko11.jpg (5438 Byte) Rollenmarke mit Bienenmotiv aus den USA

Rollenende
Die letzte(n) Marke(n) der Rolle mit vier anhängenden Leerfeldern. Die Leerfelder ermöglichten seinerzeit einen Automatenabverkauf bis zur letzten Marke. Gesammelt werden hier die Formen 1(Marke)+4(Leerfelder), 5+4 und/oder 11+4

Rollenservice-Marken mit Hologramm
Für Päckchen und Pakete in Rollenform berechnet die Deutsche Post einen Zuschlag, der anhand einer sogenannten Rollenservicemarke erhoben und auf die Sendung geklebt wird.

lexiko2.gif (13076 Byte)  Rollenservice-Marke

Rollenstempel
Die Post weiß, daß Sammler die Welleneinsätze in Maschinenstempeln nicht besonders schätzen. Bei Rollenstempeln hat sie deshalb mit Kreisen als Einsätzen experimentiert: so erhielt jeder Sammler seinen "Rundstempel".

lexiko2.jpg (27845 Byte) Rundstempel

Rollenzähnung
Besondere Zähnung der in Verkaufsautomaten verwendeten Briefmarken, die meist eine weite Zähnung aufweisen, damit sie sich leichter abreissen lassen.

roller cancel
engl. für Rollenstempel

Rollstempel
Diese Stempel sind stets auf einer zylindrischen Walze fortlaufend angebracht und dienen zur Entwertung von großen Markenmengen. Der Rollstempel dient auch zur Entwertung von Briefmarken, wenn diese in großer Anzahl auf einem einzigen Brief oder Päckchen angebracht sind und infolge eines ungeeigneten Untergrundes mit einem normalen Stempel kaum zu entwerten sind. Derartig entwertete Briefmarken werden meist niedriger bewertet als regulär abgestempelte Marken.

Röschl, Ernst
Herausgeber der österreichischen philatelistischen Fachzeitschrift "Der Sammler".

Roosevelt-Sammlung
Die Sammlung von Präsident F. D. Roosevelt ist eine der bedeutendesten Sammlungen, die jemals zusammengetragen wurden. Nach dem Tode Roosevelts wurde die Sammlung versteigert.

Rosenduftmarke(n)
Markenserie aus der Schweiz, bei der die Marke nach der jeweils abgebildeten Rosensorte duftet.

lexiko30.jpg (30913 Byte) Rosenmarken

Rosettenmuster
Musterbezeichnung der Dauerfreimarken vom Oktober 1923/24 der Dt. Reichspost.

Rosettenstempel
Philatelistische Bezeichnung für die Poststempel Frankreichs im 19. Jahrhundert mit abgestumpften, sich nach innen leicht verjüngenden Balkenarmen sowie die aus vier blätterähnlichen Elementen bestehenden Poststempel der Schweizer Kantone Genf und Zürich.

Rosettenunterdruck
Besondere Art eines flächigen, sehr zarten grauen Unterdrucks bei verschiedenen Frei- und Portomarken Danzigs in den Jahren 1921/24,der aus winzigen, miteinander verbundenen Rosetten besteht.

RoSt
Abkürzung für Handrollenstempel

Rotarymarken
Diese wurden anläßlich der internationalen Kongresse des Rotary-Klubs von zahlreichen Ländern verausgabt. Es gab sowohl eigene Rotary-Marken, als auch Marken mit Überdrucken, wie z. B. aus Brasilien (Michel-Nr. 732) und Österreich (Michel-Nr. 518).

Rotationsdruck
Druck von einer Rotationsmaschine, die nach dem Prinzip Walze gegen Walze arbeitet. Dabei werden endlose Papierbahnen zum Druck zwischen die Plattenzylinder und Druckzylinder durchgeführt.

Rotationsmaschine
Druckmaschine für Buchdruck, Offsetdruck oder Rakeltiefdruck, die nach dem Prinzip Walze gegen Walze eine endlose Papierrolle bedruckt.

Rote Adenauer
Bezeichnung für die BRD-Marke Mi-Nr. XI (im Katalog hinter Mi-Nr. 565) zum ersten Todestag von Konrad Adenauer, die nicht verausgabt wurde. Es gibt nur wenige Exemplare.

Rothschild-Ausgabe
Freimarkenausgabe Frankreichs mit dem Muster "Napoleon III. mit Lorbeerkranz", die auf Anordnung des französischen Kaisers 1869 auf stärkerem Papier und geschnitten für die Privatkorrespondenz des Bankiers Rothschild verwendet wurde.

Rotspanien
Philatelistisch gesehen handelt es sich hierbei um alle Marken, die von der Regierung der Spanischen Republik von 1936 bis zu ihrem Sturz durch die von Ausland unterstütze Franco-Regierung 1939 verausgabt wurden.

RoWSt
Abkürzung für Handrollenwerbestempel

Royal Mail Steam Packer Company
Briefmarke zu 10 Cents, die für die Westindien-Linien der Gesellschaft bestimmt war.

Royal Philatelic Society
Die bedeutendste Vereinigung der Philatelisten Großbritanniens, die über eine der umfangreichsten Fachbibliotheken verfügt.

RR
Bezeichnung für große Rarität bei besonders seltenen Marken.

RRR
Bezeichnung für eine allerseltenste Marke.

Ruanda (Rwanda)
Ruanda  liegt in Ostafrika und grenzt an Burundi, die Demokratische Republik Kongo, Uganda und Tansania. Wurde 1962 von Belgien unabhängig. Hauptstadt: Kigali
Briefmarkenausgaben seit 1962

lexiko421.jpg (8937 Byte) Marke aus Ruanda

Ruanda-Urundi
Im Rahmen der kolonialen Aufteilung Afrikas durch die europäischen Mächte nahm das Deutsche Reich nach der Berliner Afrika-Konferenz die beiden Königreiche Ruanda und Urundi in Besitz und gliederte sie 1890 und 1899 seinem "Schutzgebiet" Deutsch-Ostafrika ein. Das Deutsche Reich praktizierte das System der "indirekten Herrschaft", d. h., es ließ die bestehenden Strukturen weitgehend unangetastet und die Könige im Amt, soweit sie mit der deutschen Oberhoheit kooperierten.
Nach dem Ende der deutschen Kolonialherrschaft während des 1. Weltkrieges unterstellte der Völkerbund 1919/20 die beiden Königreiche, vereint zu Ruanda-Urundi, als Mandatsgebiet belgischer Verwaltung, und nach der Ablösung des Völkerbundes durch die Vereinten Nationen (UN) verwaltete Belgien Ruanda-Urundi ab 1946 als UN-Treuhandgebiet. Auch Belgien verfolgte weitgehend das Prinzip der "indirekten Herrschaft". Am 1. Juli 1962 entließ Belgien unter Aufsicht der UN Ruanda-Urundi, getrennt in die Staaten Ruanda und Burundi, in die Unabhängigkeit. Hauptstadt: Usumbara
Briefmarkenausgaben von 1924 bis 1961

Marke aus Ruanda-Urundi

Rubbelmarke
Marken, bei denen durch Rubbeln ein Bild sichtbar wird. In 2002 wurden z. B. von Liechtenstein zwei derartige Marken verausgabt.

Rückscheinmarken
Dienten auf einem Formular dazu, vom Empfänger den Erhalt der Sendung bestätigt zu bekommen. Die wurden u.a. in südamerikanischen Staaten ausgegeben.

Rückdatierung
Diese liegt vor, wenn das Datum im Stempel auf einer Marke nicht dem Tag entspricht, an dem der Stempel tatsächlich verwendet wurde.

Rückschein
Empfangsbestätigung des Empfänger, die an den Absender geschickt wird.

Rückschein der Deutschen Post

Rückscheinmarken
Diese dienten auf einem Formular dazu, vom Empfänger den Erhalt der Sendung bestätigt zu bekommen. Sie wurden z. B. in südamerikanischen Staaten, aber auch 1902 in Montenegro verausgabt.

Rückschein-Zettel
Aufkleber zum Markieren von Sendungen mit Rückschein

lexiko503.jpg (13196 Byte) Rückschein-Zettel

Rückseitendruck
Amtliche oder private Schutzzeichen, die auf der Markenrückseite angebracht werden.

Rückseitenfarbe
Farbe der nicht bedruckten Seite bei auf gefärbtem Papier hergestellten Marken, das vorderseitig weiß oder andersfarbig ist.

Rückseitenfehlart
Bei der Briefmarkenherstellung auftretende Abweichung in Aussehen, Gestaltung der Markenrückseite.

Rückseitennummer
Auf deutschen Rollenmarken vorkommende Zählnummer.

Rückseitiger Aufdruck
Aufdruck auf der Rückseite einer Marke infolge verkehrten Einlegens des Druck- oder Schalterbogens.

Rücksendestempel
Postamtlicher Stempel, der auf einer unzustellbaren Postsendung angebracht wird, die an den Absender geht, wenn der Empfänger nicht ermittelt werden konnte.

Ruhleben
Im Engländerlager Ruhleben wurden für die Lagerpost spezielle Marken verwendet.

Ruhrkessel-Provisorium
Es handelt sich um eine 3-Pfennig-Hitlerkopf-Marke, die von der Druckerei Kämper in Meinerzhagen mit dem Aufdruck "Feldpost" versehen wurde. Mit ihr wurden Luftpostsendungen der im Ruhrkessel eingeschlossenen Soldaten versehen. Die Marken können nur ein Stempeldatum vom 7. bis 14. April 1945 tragen.

Rumänien
Die Republik Rumänien ist ein Staat in Südosteuropa, der 700 km von der Pannonischen Tiefebene bis zum Schwarzen Meer reicht. Der Name Romania war im Latein der Spätantike eine verbreitete Kurzbezeichnung für das Römische Reich. Hauptstadt: Bukarest.
Briefmarkenausgaben seit 1858 (Fürstentum Moldau), 1862 (Fürstentum Rumänien), 1881 (Königreich), 1948 (Volksrepublik), seit 1990 Republik
Auf den Briefmarken findet man Roumania, Roumanie oder Posta Romania als Länderbezeichnung.

Marke aus Rumänien

Rundsendezirkel
Von philatelistische Organisationen (z.B. einer Arbeitsgemeinschaft) unterhaltene Einrichtung zur Verwertung von Tauschmaterial.

Rundstempel
Die Post weiß, daß Sammler die Welleneinsätze in Maschinenstempeln nicht besonders schätzen. Bei Rollenstempeln hat sie deshalb mit Kreisen als Einsätzen experimentiert: so erhielt jeder Sammler seinen "Rundstempel".

lexiko2.jpg (27845 Byte) Rundstempel

Rural-Marken
Kreis- und Landschaftsmarken, die meist aus dem zaristischen Rußland stammen. Auf Anordnung des Zaren vom 3. September 1870 wurden sie für die Postbeförderung von den Hauptpoststellen nach den jeweiligen Bestimmungsorten ausgegeben. Diese sind auch unter der Bezeichung Semstwo-Briefmarken bekannt.

lexiko229.jpg (17742 Byte) Ruralmarke mit Klotzbeute und Bienen (Ossa - Russisches Empire)

Rußland (GUS)
Russland, der flächenmäßig größte Staat der Erde, war bis 1917 Kaiserreich (Zarenreich). Nach der Machtübernahme durch die Kommunisten war Russland bis 1991 Teil der Sowjetunion (UdSSR). Seit 1992 ist Russland als „Russische Föderation“ ein unabhängiger Staat in der GUS (Gemeinschaft unabhängiger Staaten). Die "Gemeinschaft unabhängiger Staaten" (GUS) bezeichnet den Zusammenschluss der verschiedenen Nachfolgestaaten der Sowjetunion (UdSSR). Das größte eurasische Land. Auf den Marken findet man Russia, Russie oder CCCP als Länderbezeichnung. Hauptstadt: Moskau
Briefmarkenausgaben von 1857 bis 1917 (Zarenreich), 1917 bis 1923 als Teil der UdSSR und wieder seit 1992

Honigtopf auf Marke aus Russland
 

R-Zettel
Kurzbezeichnung für Klebezettel (für Einschreibsendungen) - auch Einschreibzettel - genannt

specia263.jpg (19601 Byte) Einschreib-Zettel aus "Rettenberg bei Immenstadt im Allgäu"

apimon3.jpg (18499 Byte) Sondereinschreibzettel anlässlich der APIMONDIA in Warschau (1987)

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Letzte Änderung am 23. Januar 2009

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