Api-Phila - Lexikon
Buchstabe "S"

Saar
Das Saargebiet ist ein interessantes und beliebtes deutsches Sammelgebiet. Es gibt sehr schöne Briefmarken, die auch heute noch erschwinglich sind. Marken gab es immer dann, wenn im 20. Jahrhundert die Zugehörigkeit zwischen Deutschland und Frankreich umstritten was. Nach dem ersten Weltkrieg wurden die ersten Marken (bis 1934) verausgabt und dann nochmals nach dem 2. Weltkrieg, bis das Saarland als Bundesland zur Bundesrepublik Deutschland kam.

Sabah 
Sabah (arab. as-sabah „der Morgen“) ist der kleinere der beiden Teilstaaten von Malaysia auf der Pazifik-Insel Borneo (der andere ist Sarawak). 1881 wurde das Gebiet von der British North Borneo Company übernommen und so das britische Protektorat Britisch-Nordborneo, bis es 1946 unter gleichem Namen in eine britische Kronkolonie umgewandelt und 1963 als Sabah zusammen mit Sarawak und Singapur in die seit 1957 unabhängige Föderation Malaya eingegliedert wurde, die damit zu Malaysia wurde (Singapur trat aber schon 1965 wieder aus). Die Eingliederung Sabahs in Malaysia führte zu Spannungen mit den Philippinen, die Sabah für sich beanspruchten. Hauptstadt: Kota Kinabalu
Briefmarkenausgaben seit 1964

lexiko424.jpg (10632 Byte) Marke aus Sabah

Sacha 
Sacha (auch Jakutien) ist die größte Teilrepublik Russlands. Das Land erstreckt sich über eine große, dünnbesiedelte Fläche, die im Norden durch die Küste des Nordpolarmeeres begrenzt wird. Es reicht vom Mittelsibirischen Bergland über das Tal der Lena (Mitteljakutische Niederung), das Werchojansker Gebirge, das Tscherskigebirge bis zur Kolyma-Tiefebene und im Süden bis zum Aldan-Bergland. Mit Auflösung der UdSSR wurden Sacha weitreichende Autonomierechte eingestanden. Die Marken dieses Landes werden von der -> UPU nicht anerkannt und gehören somit zu den -> Cinderellas. 

Sachalin 
Sachalin ist eine zu Russland gehörige Insel im Nord-Pazifik (nördlich von Japan). Sie liegt geographisch betrachtet im Ochotskischen Meer, einem Randmeer des Pazifischen Ozeans in Ostasien, politisch in der Oblast Sachalin (Verwaltungsbezirk). Hauptstadt ist Juschno-Sachalinsk. Auf der Insel befinden sich die bedeutendsten Erdgasvorkommen Russlands. Die Marken dieses Landes werden von der -> UPU nicht anerkannt und gehören somit zu den -> Cinderellas. 

Sachsen
Das Königreich Sachsen zählt zu den altdeutschen Sammelgebieten und gab seine erste Marke am 26. Juni 1850, den berühmten "Sachsen-Dreier", heraus. Ab dem 1. Januar 1869 gehörte es zum Norddeutschen Postbezirk und verwendete des Briefmarken.

Sachsen-Dreier

Bezeichnung für die erste Freimarke des damaligen Königreichs Sachsen, eine rote 3-Pfennig-Marke zur Freimachung von Drucksachen unter Streifband.

Sachsen-Dreier

Sachsenretuschen
Bezeichnung für Druckplattenretuschen der Einfassungslinie der einzelnen Markenbilder der Ausgabe von 1851/58 von C. G. Meinhold & Söhne. Die Retuschen erfolgten, um ein optisches Schiefstehen auszugleichen.

Sachsenringel
Bezeichnung für das kleinste, kreisförmige Zeichen, das auf manchen Sachsenmarken erkennbar ist.

Sächsische Schwärzungen
Bezeichnung für die in vielen Orten Sachsens 1945 vorgenommene Unkenntlichmachung des Kopfbildes von Freimarken und Postkarten des Dritten Reiches auf den unmittelbar nach der Befreiung im Einverständnis mit den Dienststellen der Sowjetischen Besatzungsmacht.

Säerin-Muster
Bekanttestes französisches Markenmuster aus den Jahren 1930/38 und 1960/61, wobei es vier Typen gibt: 1930/38 schraffierter Grund mit Sonne, 1906 glatter Grund mit Sockel, 1906/37 glatter Grund ohne Sockel und 1960/61 zweifarbig.

Sämisch, Kurt
geboren 1907, gestorben 1982, war ein bekannter Philatelist der DDR; Er war führend am Aufbau der philatelistischen Organisation in der DDR beteiligt und von 1964 bis 1973 Vorsitzender der Zentralen Kommission Philatelie bzw. (seit 1969) des Zentralvorstandes des Philatelistenverbandes im Kulturbund der DDR.

SAFE
Abkürzung für "Schwäbische Albumfabrik".

Saggio
ital. = Muster, Aufdruck auf Briefmarken, die zur Veröffentlichung durch die Presse gedacht sind. Diese Mustermarken sind nicht Frankatourgültig.

Saisonstempel
Bezeichnung für Stempel mit Werbeeinsätzen oder auch für normale Tagesstempel, die nur zu bestimmten Zeiten benutzt werden.

Sakasnoje
Kommt aus dem russischen und bedeutet soviel wie schreiben oder eingeschrieben. Kommt als handschriftlicher oder Stempelvermerk auf Einschreibsendungen sowie als Zweckinschrift auf Umschläge.

Salomon-Inseln
Die Salomonen sind eine Inselgruppe im Pazifik. Die nördlichen Inseln (u.a. Bougainville) gehören zu Papua-Neuguinea, die verbleibenden wurden am 7. Juli 1978 zu einem selbständigen Staat (Inselstaat) mit einer parlamentarischen Monarchie im Rahmen des Commonwealth. 1883 okkupierten Engländer die Inseln, als Reaktion auf deutsche Expansionsbestrebungen in der Region. Während des Zweiten Weltkrieges waren die Salomonen Schauplatz von Auseinandersetzungen zwischen den USA und Japan. 1978 erlangten die Salomonen ihre Unabhängigkeit. Hauptstadt: Honiara auf Guadalcanal
Briefmarkenausgaben seit 1907

Marke von den Salomon-Inseln 

Sambia 
Die Republik Sambia – vormals Nordrhodesien – ist ein Staat im südlichen Afrika. Sie grenzt an Angola, die Demokratische Republik Kongo, Tansania, Malawi, Mosambik, Simbabwe, Botsuana und Namibia. Ihr Name leitet sich vom Fluss Sambesi ab. 1964 erlangte der Statt seine Unabhängigkeit von Großbritannien. Hauptstadt: Lusaka
Briefmarkenausgaben seit 1964 (vormals Nord-Rhodesien)

lexiko426.jpg (11920 Byte)
Marke aus Sambia

Sämisch Kurt
Geboren 1907, gestorben 1982. War ein bekannter Philatelist der DDR. Er war führend am Aufbau der philatelistischen Organisation in der DDR beteiligt und von 1964 bis 1973 Vorsitzender der Zentralen Kommission Philatelie bzw. (seit 1969) des Zentralvorstandes des Philatelistenverbandes im Kulturbund der DDR.

Sammler, Der

bereits eingestellte österreichische philatelistische Fachzeitschrift. Herausgeber: Ernst Röschl. Erscheinungsort: Baden bei Wien. Die Nummer 1 wurde im September 1945 herausgegeben.

Sammelanschrift
Allgemeine Anschrift, die für einen größeren Empfängerkreis gilt, wie z. B. bei Postwurfsendungen "An alle Haushalte".

Sammelwert
Fiktive Wertgröße, die der einzelne Philatelist seiner Sammlung beimisst.

Sammelwürdig
Werturteil, das festlegen soll, ob ein philatelistisches Objekt in eine Sammlung aufgenommen werden kann oder nicht.

Sammlerbrief
Brief, der nur nur seiner philatelistischen Frankatur wegen aufgegeben wurde, im Gegensatz zum Bedarfsbrief.

lexiko264.jpg (86048 Byte) Sammlerbrief

Sammlerdienste
Diese gibt es praktisch von allen Postverwaltung, die zum Weltpostverein gehören und dienen dazu, daß die Sammler von dort ihre Neuheiten - meist im Abo, ohne neue Marken jeweils extra bestellen zu müssen - beziehen können.

Sammlerschalter
Diese dient ausschließlich dazu, die Bedürfnisse der Sammler durch Erwerb von Briefmarkn zu Sammlerzwecken zu erfüllen. Man kann dort alle Neuheiten bekommen und sauber abstempeln lassen.

Sammlersendung
Anderes Wort für Tauschsendung an einen Tauschpartner bzw. mit einer philatelistischen Frankatur versehene Postsendung.

Sammlung
In der Philatelie ist eine Sammlung das systematischen Zusammentragen von philatelistischen und vorphilatelistischen Belegen. Es wird u.a. zwischen Ländersammlung und Thematiksammlung unterschieden.

Samoa 
Samoa (Malo Tutoatasi o Samoa / Independent State of Samoa) ist ein Inselstaat, der den westlichen Teil der Samoainseln umfasst und deswegen auch Westsamoa genannt wird. Der östliche Teil gehört zu den USA. 1962 erhielt West-Samoa seine Unabhängigkeit wieder, als erstes fremd beherrschtes Land des Südpazifik. 1997 wurde der Staatsname von West-Samoa zu Samoa geändert. Hauptstadt: Apia auf Upolu
Briefmarkenausgaben seit 1877

Marke aus Samoa

Sample
Englisch für Muster. So wurden in den USA früher Probe- und Musterdrucke gekennzeichnet.

Sanabria
Bekanntester Spezialkatalog Amerikas für Flugpostmarken, in dem auch Abarten und private Luftpostmarken der ganzen Welt gelistet werden.

Sandkornloch
Kleines Loch im Markenpapier, das eine Wertminderung der Marke bewirkt.

Sanitätsstempel
Auf einem Seuchenbrief angebrachter Stempel, der die Reinigung des betreffenden Briefes bescheinigt.

San Marino
Die Republik San Marino ist ein Staat in Südeuropa. Er ist vollständig von Italien umgeben und liegt zwischen den Regionen Emilia-Romagna und Marken, nahe der adriatischen Küste bei Rimini. Den Felskamm Monte Titano krönt die Festung La Guaita. San Marino ist eine der ältesten Republiken der Erde mit einer Geschichte, die bis auf das Jahr 301 zurückgeht. Sie ist kein Stadtstaat, sondern besteht aus neun Gemeinden. Hauptstadt: San Marino
Briefmarkenausgaben seit 1877

Marke aus San Marino

Sardische Pferdchen
Bezeichnung für die mit Wertstempel versehenen Briefpapiere aus Sardinien 1819/36, die nach dem Aussehen des betreffenden Wertstempeleindrucks so genannt werden.

Sarg-Ausgabe
Bezeichnung für die in Mailand gedruckten Freimarken für das dt.-poln. Abstimmungsgebiet Marienwerder 1920, wobei das Markenmotiv eine symbolische Frauengestalt die, die auf einem Sockel steht, der wie ein Sarg aussieht.

Sassone
Eigentlich "Catalogo Sassone dei francobolli d'Europa". Der bedeutendste und maßgebende Katalog in Italien mit altitalienischen Marken.

Satz
Bezeichnung für eine komplette Serie verschiedener Wertstufen. Es handelt sich dabei um gleiche oder unterschiedliche Motive, die sich aber alle auf das gleiche Thema beziehen.

lexiko378.jpg (26760 Byte) Satz aus Bophutatswana

Satzbrief
Mit allen Werten einer Ausgabe frankierte Postsendung.

Satzfehler
Beim Setzen von Buchstaben, Ziffern und Zeichen entstehender Fehler, der nach dem Korrekturlesen des Satzes verbessert wird.

Satzpreis
Katalogpreis oder Verkaufspreis für einen kompletten Satz, wobei eine Addition der Wertansätze aller zum Satz gehörigen Marken vorgenommen wird.

Satzware
Bezeichnung für Posten, die aus kompletten Sätzen in gleicher Erhaltung bestehen.

Saudi-Arabien
Das Königreich Saudi-Arabien ist eine Monarchie in Vorderasien. Saudi-Arabien liegt auf der Arabischen Halbinsel und grenzt an den Irak, Jordanien, Kuwait, Oman, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate, den Jemen, das Rote Meer und den Persischen Golf. Bekannt ist das Land für seine restriktiven Gesetze, seinen wirtschaftlichen Wohlstand, den reichen Staat und die enormen Bodenschätzen. Hauptstadt: Riad 
Briefmarkenausgaben seit 1934

lexiko428.jpg (7667 Byte) Marke aus Saudi-Arabien

Savoyerkreuz
Bezeichnung der seltenen letzten Freimarke des ehemaligen Königreichs Neapel, die 1860 vor dem Zusammenschluß der damaligen italienischen Länder zum Königreich Italien nach der den Zusammenschluß beschließenden Volksabstimmung erschien. Die Marke zeigt im Mittelstück schon das Wappenkreuz der italienischen Könige des Hauses Sardinien-Savoyen.

SBF
Abkürzung für "Sujusna Bulgarskite Filatelisti" (Verband Bulgarischer Philatelisten).

SBHV
Abkürzung für "Schweizer Briefmarken Händler-Verband".

SBZ
1) Schweizer Briefmarkenzeitung
2) Sowjetische Besatzungszone

Scadta
Abkürzung für "Sociedad Colombo-Alemana de Transportes Aéreos".

Schablonenzeichnung
Reinzeichnung des Briefmarkenstechers, die nur jene Punkte und Striche aufweist, die später auf der Briefmarke als Kontur fühlbar sind. Diese Zeichnung wird in eine Zinkplatte tiefgeätzt, die nach der Verkleinerung durch den Pantographen als Vorlage für den eigentlichen Briefmarkenstich dient.

Schachbrettartiger Zusammendruck
Besondere Form des Zusammendruck, bei dem abwechselnd zwei verschiedene Marken waagerecht im Bogen zusammenhängend gedruckt und senkrecht die Markenreihen jeweils um eine Marke versetzt sind.

Schädliche Ausgaben
Die sind unseriöse Ausgaben zum Schaden der Sammler bzw. solche, die von der FIP auf einer Boykottliste geführt werden.

Marge aus "Republik Liegerland" - einen nicht existierenden Land

lexiko245.jpg (61119 Byte) Schön anzuschauen - aber wertlos ... 

Schätzpreis
Im Auktionswesen vom Auktionator angesetzter Preis für ein einzelnes Los, der als Anhaltspunkt für die Abgabe von geboten dienen soll. Er ist gleichzeitig der Mindestpreis, der überboten werden kann.

Schaffnerpost
Bei der Dt. Reichspost vorkommende Bahnpost auf Nebenstrecken, die nur mit Beamten der unteren Laufbahn besetzt war.

Schalterbogen
Die Form in der Briefmarken normalerweise an die Schalter gelangen. 

Schalterpreis
Auf Postwertzeichen angegebener Postverkaufspreis der Briefmarke, der auch als Nennwert oder Nominale bezeichnet wird.

Schaltersatz
Früher übliche Bezeichnung für die 147 zuletzt gültigen Briefmarkenwerte der Dt. Post im Ausland und der ehemaligen Kolonialgebiete, die am Sammlerschalter in Berlin 1914/19 erhältlich waren.

Scharf, Anton
Österreichischer Briefmarkenkünstler, geboren am 10. Juni 1845 in Wien, gestorben am 5. Juli 1903 in Brunn am Gebirge.

Schaubek-Verlag
1862 vom Leipziger Buchhändler G. Wuttig gegründeter Verlag der die ersten deutschen Briefmarkenalben herausgab. 1864 kaufte Gustav Bauschke die Verlagsrechte und schuf den Kunstnamen Schaubek aus seinem eigenen Nachnamen. 1876 kaufte der Briefmarkenhändler Louis Senf für 10.000 Goldmark die Rechte am "Schaubek-Album". 1894 erwirbt schließlich Carl Friedrich Lücke alle Rechte und gibt erstmals Nachträgen heraus. 1930 geht der Verlag C.F.Lücke in den Besitz der Familie Junck über. 1955 werden die heute noch beliebten falzlosen "Brillant"-Alben mit den Schaufix-Klemmtaschen herausgegeben. Nach der Verstaatlichung des Verlages zwischen 1972 und 1990 führt heute Eckhard Fritz den Verlag in Großlehna nahe Leipzig.

Scheibenstempel
Flächiger Poststempel des 19. Jahrhunderts in verschiedener Ausführung, meist kreisförmig oder oval mit oder ohne Einfassungslinie.

Scheinangebot
Angebliches Verkaufsangebot, das jedoch nur zum Testen der Aufnahmefähigkeit des Marktes, des Umfangs des Interessentenkreises und zur Einschätzung der Preislage abgegeben wird.

Scheingebot
Zur Irreführung abgegebenes Gebot, um den Zuschlag auf Auktionen in die Höhe zu treiben.

Scherenschnittentwertung
Frühere Form der Entwertung durch Einschneiden der auf ein Formblatt oder eine Sendung aufgeklebten Frankatur.

Scherentrennung
Übliche Trennungsart geschnittener Marken.

Schiffspost
Bezeichnung für Posteinrichtungen an Bord von Schiffen, die regelmäßig Post befördern, aber keine Postbeamten an Bord haben. Die Post wird angenommen und in den angelaufenen Häfen abgeliefert.

Schiffspostkunde
Das systematische Sammeln, Auswerten und Erforschen der postalischen Belege, die von Seepost- oder Schiffsposteinrichtungen befördert und bearbeitet wurden.

Schiffspostmarke
Markenbezeichnung für die Postbeförderung auf einigen besonderen Schiffslinien, die eigene Marken verwendeten.

Schiffspoststempel
Postalische Bezeichnung für die an Bord von Schiffen mit Schiffspostamt verwendeten Stempel.

Schiffsstempel
An Bord von Schiffen verwendeter nichtpostalischer Stempel, der dem Absendervermerk entspricht und gelegentlich auch auf Postwertzeichen vorkommt, obwohl eine Entwertung der Frankatur nicht vorgesehen und zulässig ist.

Schiffstype
Bezeichnung für das 1900/19 verwendete Markenmuster für die Freimarkenausgabe der unter dt. Kolonialherrschaft stehenden Gebiete.

Schildchen
In Südamerika verbreitete Bezeichnung für die Wappenmuster-Marken von Argentinien aus dem Jahre 1862.

Schimek, Herbert Toni
Österreichischer Briefmarkenstecher, geboren am 22. März 1905 in Wien, Schüler von Alfred Cossmann.

Schirnböck, Ferdinand
Österreichischer Briefmarkenstecher, geboren am 27. August 1849 in Oberhollabrunn, gestorben am 16. September 1930 in Perchtoldsdorf bei Wien. Er war einer der berühmtesten österreichischen Stecher seiner Zeit und arbeitete viel mit Koloman Moser zusammen. Er arbeitete für zahlreiche Postverwaltungen: Albanien, Bulgarien, Liechtenstein, Norwegen, Polen, Rußland, Schweden, Türkei, Ungarn und sogar Siam.

Schlecht gezähnt
Bezeichnung für den Zustand einer Zähnung, bei der durch stumpfe Zähnungsnadeln die Zähnungslöcher nicht sauber ausgestanzt sind, sondern unscharf und teilweise mit den nicht völlig ausgestanzten Papierteilchen der Zähnung gefüllt sind.

Schleswig-Holstein
Die Herzogtümer gehören zu den altdeutschen Sammelgebieten und verwendeten bis zum März 1864 die dänische Währung. Bis 1865 verausgabten Schleswig und Holstein jeweils eine Ausgaben, ab dem 1. Januar 1868 wurden die Marken des Norddeutschen Postbezirks verwendet.

Schleuderflugpost
Besondere Art der Katapultpost 1929/35 in Verbindung mit Schiffsbeförderung zur Beschleunigung der Transatlantikpost. Große Atlantikdampfer verfügten über eine Katapultvorrichtung, um mit Hilfe von Bordflugzeugen bis zu 1.600 km vor dem Zielhafen schon Post zustellen zu können.

Schlierengummi
Es handelt sich um das Eintrocknen des Gummis, wobei oft linienförmige, ungummiert erscheinende Rillen entstehen können. Dieses Eintrocknen wird häufig mit Spargummi verwechselt, da es diesem stark ähnlich sieht.

Schlittenpost
Postbeförderung mit von Tieren gezogenen Schlitten, die vor allem in abgelegenen Gegenden Nordamerikas und Nordasiens üblich ist.

Schlosser, Johann

Österreichischer Briefmarkenhändler und Auktionator.

Schlüsselstempel
Gemeint ist ein Stempel mit einem Schlüsselmotiv. Im engeren Sinne sind die Stempel gemeint, die in Bremerischen und Vegesackschen Postämtern verwendet wurden und einen Schlüssel als Ornament aufweisen.

Schmetterlingstempel
Gemeint ist ein Stempel mit einem Schmetterlingsornament. So haben Hamburger Stempel ein Flügelmotiv oberhalb und unterhalb der Orts- und Datumsangabe, aber auch in Übersee wurden Stempel mit ähnlichen Ornamenten verwendet.

Schmiedl, Ing. Friedrich

Technischer Forscher und Pionier der Raketenflugpost.

Schnallenstempel
Philatelistische Bezeichnung für den seltenen Poststempel des 19. Jahrhunderts in Holzminden (Braunschweig) und Ungarn um 1860 in Form einer querovalen Schnalle.

Schneeflockenstempel
Philatelistische Bezeichnung für den sechsstrahligen und sternförmigen Korkstempel der USA um 1870/80.

Schneeschuhpost
Zustellpost in den USA in schwer zugänglichen Gebirgsgegenden der Sierra Nevada um 1857 sowie Bezeichnung für Sendungen, die mit dem besonderen Stempel "Snow Shoe Express" versehen wurden.

Schnellpost
1821 in Preußen zur Beschleunigen der Personenbeförderung eingerichtete Postverbindungen. Ähnliches gab es seit 1822 auch in Baden, seit 1825 in Bayern und 1922 in Württemberg. In Sachsen, Frankreich, der Schweiz und in Österreich, wobei man meist von "Eilwagen" sprach.

Schnellpresse
Flachform-Zylinderdruckmaschine für alle Druckverfahren, wobei die Druckform auf einem Karren waagerecht bewegt wird, während der zugeschnittene Papierbogen durch einen umlaufenden Druckzylinder gegen die eingefärbte Druckform gedrückt und dabei bedruckt wird.

Schnitterinmuster
Dauerfreimarkenmuster Portugals 1912/31 mit zahlreichen Farbänderungen, Papierabarten und Aufdrucken mit insgesamt 157 Werten in 234 Variationen.

Schnittermuster
Dauerfreimarkenmuster Ungarns 1916/24 mit Darstellung von Schnittter und Schnitterin bei der Getreideernte mit insgesamt 98 Werten.

Schokoladenmarke
Die 2001 in der Schweiz herausgebende Marke hat einen Wert von 90 Rappen und riecht nach Schokolode. Möglich macht dies ein spezieller Lacküberzug, in dem sich Millionen kleinster Kügelchen mit einem synthetischen Duftstoff befinden. Diese Kügelchen platzen unter leichtem Druck und durch sanftes Reiben mit dem Finger auf der Oberfläche entfaltet die Marke den süssen Duft von Schweizer Schokolade.
Da der in kleinerer Auflage erschienene Nachdruck einen dunkleren Braunton aufweist, spricht man bei der im Kleinbogen verausgabten Marke auch von "Vollmilch" und "Zartbitter".

lexiko502.jpg (52974 Byte) Schweizer Schokoladenmarke

Schonfalz Postfrisch
Handelsname eines Klebefalzes der in der Zeit des 2. Weltkrieges verkauft wurde. Der Produzent versprach eine ohne sichtbare Spuren wieder lösbare Verbindung von Falz und Briefmarke. Leider stellte sich bereits 1946 heraus, daß die chemische Zusammensetzung der Klebefläche zu unschönen Verfärbungen an den befestigten Briefmarken führte.

Schottland -  Bernera Island 
Schottland ist ein Land im Nordwesten Europas und Teil des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland. Schottland besteht aus dem nördlichen Teil der größten europäischen Insel Großbritannien und mehreren Inselgruppen, nämlich den Shetlandinseln, Orkney und den inneren und äußeren Hebriden. (Great) Bernera ist eine Insel der Äußeren Hebriden von Schottland. 
Diese kleine Insel besitzt keine postalische Unabhängigkeit. Briefmarken, die mit diesem Landesnamen erschienen sind, sind rein private Erzeugnisse. Sie sind weder anerkannt noch besitzen sie irgendeinen Frankaturwert. Sie werden im MICHEL-Katalog nicht gelistet.
Die Marken dieses Landes werden von der -> UPU nicht anerkannt und gehören somit zu den -> Cinderellas. 

Schottland -  Holy Island 
Schottland ist ein Land im Nordwesten Europas und Teil des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland. Schottland besteht aus dem nördlichen Teil der größten europäischen Insel Großbritannien und mehreren Inselgruppen, nämlich den Shetlandinseln, Orkney und den inneren und äußeren Hebriden. Holy Island ist eine kleine, nahezu unbewohnte Nachbarinsel von Arran Island vor der Westküste Schottlands.
Diese kleine Insel besitzt keine postalische Unabhängigkeit. Briefmarken, die mit diesem Landesnamen erschienen sind, sind rein private Erzeugnisse. Sie sind weder anerkannt noch besitzen sie irgendeinen Frankaturwert. Sie werden im MICHEL-Katalog nicht gelistet. Die Marken dieses Landes werden von der -> UPU nicht anerkannt und gehören somit zu den -> Cinderellas. 

Schottland - Staffa
Schottland ist ein Land im Nordwesten Europas und Teil des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland. Schottland besteht aus dem nördlichen Teil der größten europäischen Insel Großbritannien und mehreren Inselgruppen, nämlich den Shetlandinseln, Orkney und den inneren und äußeren Hebriden. Staffa ist eine winzige, unbewohnte Insel (200m mal 600m) und gehört zu den Inneren Hebriden vor der Nordwestküste Schottlands.
Diese kleine Insel besitzt keine postalische Unabhängigkeit. Briefmarken, die mit diesem Landesnamen erschienen sind, sind rein private Erzeugnisse. Sie sind weder anerkannt noch besitzen sie irgendeinen Frankaturwert. Sie werden im MICHEL-Katalog nicht gelistet.
Die Marken dieses Landes werden von der -> UPU nicht anerkannt und gehören somit zu den -> Cinderellas. 

Schraubdecke
Einbanddecke für ein Briefmarkenalbum, in der die Albumblätter durch Schrauben des Einbands durchgehend zusammengehalten werden.

Schreibmaschinendruck
Herstellung provisorischer Wertzeichen mittels Schreibmaschine.

Schreibschriftstempel
Philatelistische Bezeichnung für Langstempel des 19. Jahrhundert mit in Schreibschrift geschnittener Inschrift.

Schriftarten
Bezeichnung für die in ihrem Erscheinungsbild unterschiedlichen, an typischen Merkmalen unterscheidbaren Schriften.

Schriftgrad
In typografischen Punkten ausgedruckte Höhe des Schriftbilds unter Berücksichtigung der Ober- und Unterlänge.

Schriftstempel
Bezeichnung für Poststempel, dessen Abdruck nur aus Buchstaben ohne andere Elemente besteht.

Schromm, Ernst
Österreichischer Briefmarkenkünstler, geboren am 14. Oktober 1902 in Wien.

Schulz, Maria
Österreichische Briefmarkenkünstlerin.

Schuricht, Arthur
Österreichischer Briefmarkenstecher, geboren am 30. Dezember 1882 in Leipzig, gestorben am 16. August 1945 in Wien.

Schutzunterdruck
Hierbei handelt es sich um einen zusätzlichen Druckvorgang, bei dem das unbedruckte Papier mit eine dünnen, pastellförmigen Linien oder Ornamenten versehen werden, wodurch mechanische oder chemische Entfernungen erschwert werden, weil der Unterdruck sich sofort ablöst.

Schutzzeichen
Hierzu zählen alle Wasserzeichen sowie ein Schutzunterdruck, das Einfügen von Seidenfäden oder anderer Fasern in die Papiermasse, um das Fälschen zu erschweren.

Schwäbische Albumfabrik
Einer der bedeutendsten deutschen Zubehörhersteller mit Sitz in Bempflingen.

Schwaneberger Verlag
Der bedeutendste deutsche Verlag für Kataloge und Zubehör mit Sitz in München, Herausgeber der weltbekannten Michel-Kataloge.

Schwarz, August
Obmann des Klubs der Briefmarkensammler Steyr und Initiator der Kutschenpost Garsten-Christkindl. Verstorben am 18. Dezember 1997.

Schwarze Ämter (Österreich) 
in diesen Ämtern wurde die Zensur heimlich praktiziert, vorwiegend wurden Diplomatenbriefe hier gelesen und auch kopiert, aber auch von der Adeligkeit oder sonstige Obrigkeit, es diente Verschwörung und Verrat in den Griff zu bekommen)

Schwarzes Kabinett
(siehe Postloge

Schwarzdruck
Von der österr. Staatsdruckerei produzierter Druck von den Originaldruckstöckeln der Briefmarkenausgaben. Diese sind in der Regel ungummiert, nicht gezähnt.

lexiko48.gif (42704 Byte) Schwarzdruck (Österreich)

Schwarzdruck auf Erläuterungsblatt
Oft einfach nur als Schwarzdruck bezeichnet. Schwarzdrucke auf Erläuterungsblättern werden nicht verkauft, sondern an die Presse und wichtige Personen zu Informationenzwecken abgegeben. Aus diesem Grund sind nur geringe Mengen im Handel.

Schwarzer Einser
Bezeichnung für die erste deutsche Briefmarke, Bayern 1 Kreuzer schwarz, herausgegeben am 1. November 1849.

Schwärzung
Bezeichnung für das Unkenntlichmachen von Markenabbildungen, um die Marken weiter verwenden zu können. Dies geschah z. B. im Jahre 1945 sehr häufig in Deutschland, als Briefmarken mit dem Motiv Adolf Hitlers geschwärzt wurden.

lexiko492.jpg (20738 Byte) Schwärzung

Schwarze Zehn
Bezeichnung für die seltene Farbabart der grauen 10-Pf-Freimarke von Ostsachen von November 1945.

Schwarzgrüne Sechs
Bezeichnung für die sehr seltene Farbabart der grünen 6-Pf-Freimarke von Ostsachsen vom Juli 1945.

Schweden
Das Königreich Schweden ist eine parlamentarische Monarchie in Nordeuropa. Das Staatsgebiet schließt - neben dem östlichen Teil der skandinavischen Halbinsel - die Inseln Gotland und Öland mit ein. Schweden ist Mitglied der EU und des Nordischen Rats. Hauptstadt: Stockholm
Briefmarkenausgaben seit 1855.  Auf den Marken findet man Sweden, Suède oder Sverige als Länderbezeichnung.

lexiko233.jpg (15138 Byte) Markenheft aus Schweden

Schweiz
Die Schweizerische Eidgenossenschaft, kurz Schweiz, ist ein Binnenstaat in Mitteleuropa. Der Name Schweiz ist die ins Hochdeutsche übertragene Form des Kantonsnamens Schwyz, der auf die gesamte Eidgenossenschaft verallgemeinert wurde. Die Schweiz liegt zwischen Bodensee und Genfersee, Alpenrhein und Jura, Hochrhein und Alpensüdrand. Sie grenzt nördlich an Deutschland, östlich an Liechtenstein und Österreich, südlich an Italien. Hauptstadt: Bern
Briefmarkenausgaben seit 1849 (Schweizerische Bundespost).  Auf den Marken findet man Helvetia als Länderbezeichnung.

lexiko234.jpg (10937 Byte) Marke aus der Schweiz

Schweizer Ämter
Bezeichnung für die in der Schweiz erscheinenden Dienstmarkenausgabe des früheren Vülkerbundes sowie der Spezialorganisationen der UNO, die ihren Sitz in der Schweiz haben.

Schweizer Briefmarken-Zeitung
Die Schweizer Briefmarken-Zeitung (Giornale filatelico Svizzerno, Journal philatélique suisse) ist die größte Philateliezeitschrift in der Schweiz. Sie wird vom Verband Schweizerischer Philatelisten-Vereine herausgegeben und erscheint monatlich (11 mal im Jahr). Darin erscheinen philatelistische Artikel verschiedenster Sammelgebiete in deutscher, französischer und italienischer Sprache. Alle Mitglieder von Verbandsvereinen in der Schweiz erhalten dieses Fachjournal zugestellt. Die Zeitschrift ist der "philatelie" vergleichbar, die vom BDPh in Deutschland herausgegeben wird.

Scott
Englischsprachiger Briefmarkenkatalog der ganzen Welt mit US$-Notierungen.

lexiko12.jpg (131448 Byte) Scott-Katalog

Seger, Prof. Josef
Österreichischer Briefmarkenkünstler, geboren am 12. Juni 1908 in Wien.

S.d.N.
Abkürzung für "Société des Nations".

Sealsmarken
Englische Bezeichnung für Jul-Marken.

Sechseckmarke
Briefmarke in Form eines regelmäßigen Sechsecks, wie z. B. Belgien 1866/99 Telegraphenmarken.

Sechseckige Marke aus Frankreich

Sechspunktstempel
Äußerst seltener sächsischer Versuchsstempel von Chemnitz, bestehend aus sechs als Fünfeck mit Mittelpunkt angeordneten Punkten, die von drei konzentrischen Ringen umgeben sind.

Sedangmarken
Schwindelausgabe eines angeblichen Staates Sedang im ehemaligen Indochina, die von dem französischen Seemann L. David 1897 in Paris als große Seltenheiten an Briefmarkenhändler verkauft wurden.

Seebeckmarken
Von der Großdruckerei Hamilton Bank Note Co. in New York, deren Direktor N. F. Seebeck war, für die Staaten Ecuador 1892/96, Honduras 1889/93, Nicaragua 1892/96 und El Salvador 1890/97 kostenlos hergestellten Frei-, Dienst- und Portomarken.

Seeportomarke
Zusatzgebührenmarke "Porte-de-Mar" von Mexiko aus den Jahren 1875/82 für ins Ausland gehende Post, bei deren Beförderung durch französische und britische Schiffe zum Einsatz kamen.

Seeposten
Diese dienen dem Postverkehr über See. Die Post wird an Bord eines Schiffes vom Postpersonal betreut und bearbeitet, bei Ankunft im Hafen zugestellt oder kann von dort weiterbefördert werden. Die älteste, bekannte Seepost gab es von Österreich-Ungarn 1869 auf Schiffen des Österreich-Ungarischen Lloyd zwischen Triest und Korfu. Die erste deutsche Seepost wurde am 30. Juni 1886 auf dem Dampfer "Oder" eingerichtet, der nach Ostasien fuhr. Heute ist die Seepost kaum noch relevant, da diese durch die Luftpost abgelöst wurde.

Seepoststempel
Poststempel der Seepostämter, die in der Form von den üblichen Tagesstempeln abweichen können und in der Inschrift auf ihre Verwendung im Seepostdienst hinweisen.

Seezollamtsmarken
Bezeichnung für die Inlandspostmarken des chinesischen Seezollamts von 1896.

Segelflugmarke
Besondere Art von Luftpostmarken, die auf mit Segelflugzeugen beförderten Briefen vorkommen.

Segelflugpost
Besondere Art der Flugpost, die mit Segelflugzeugen befördert wird.

lexiko24.jpg (19943 Byte) Beleg, der mit dem Segelflugzeug befördert wurde

Semstwo-Marken
siehe Zemstvo-Marken 

Segment
Gestaltungselement bei Poststempeln, das aus freistehenden kleinen Kreisen gebildet wird.

Segmentstempel
Besondere Art der Halbkreisstempel, wobei der Stempelabdruck einen Kreisabschnitt bildet.

Segmentstempel
Italienische Bezeichnung für "Nachgebühr" (auch "Segna tassa") auf Portmarken Italien und seiner ehemaligen Kolonien.

Seidenblock
Auf Grund des verwendeten Druckstoffs benannter Sonderblock von Polen anlässlich des 400-jährigen Bestehens der polnischen Post aus dem Jahre 1958.

Seidenfadenpapier
Papier mit in bestimmten Abständen senkrecht oder waagerecht eingepreßten, meist farbigen Seidenfäden, das zuerst in Großbritannien für Briefumschläge, dann auch für Briefmarken verwendet wurde.

Seidenpapier
Sehr dünnes leichtes Papier aus gebleichtem Seidenstoff.

Seitenklappe
Gummiert Lasche zum Verschließen an der linken oder rechten Schmalseite.

Seitenverkehrt
Spiegelverkehrte Wiedergabe der Originalzeichnung auf Postwertzeichen bzw. seitenverkehrtes Wasserzeichen.

Sektion
Zusammenfassende Bezeichnung für Arbeitsgemeinschaften oder Unterorganisationen eines Verbandes.

Selbstbedienungspostamt
Durch Aufstellung von Automaten für die Selbstbedienung eingerichtetes Postamt, das auch außerhalb der üblichen Schalterstunden zugänglich ist.

Sellschopp, Wilhelm
Bekanntes hamburgisches Briefmarkenhaus mit Versandhandel. Die Firma wurde vor über 100 Jahren von Wilhelm Sellschopp in San Francisco gegründet.

Senegal 
Senegal ist ein Staat in Westafrika, am Atlantik. Frankreich erklärt 1895 den heutigen Senegal zu seiner Kolonie; Dakar wird die Hauptstadt von "Französisch-Westafrika". Ab 18. Juni 1960 unabhängige Republik. Hauptstadt: Dakar 
Briefmarkenausgaben seit 1887

lexiko429.jpg (12595 Byte)
Marke aus Senegal

Senf, Louis
Bedeutender Philatelist (1853-1940), der einer der ersten Briefmarkenhändler war. Er war Herausgeber und Initiator zahlreicher Fachliteratur wie z. B. "Illustriertes Briefmarken-Journal" (1874/77).

Senf, Richard
Kaufmann (1874-1941), Mitinhaber der Fa. Begr. Senf bis 1910 und Verfasser des "Adreßbuchs aller Briefmarkenhändler der Welt" 1874.

Senf-Katalog
Früher sehr bekannter deutscher Briefmarkenkatalog, der in Leipzig erschien und seit 1950 in der ehemaligen DDR als Lipsia-Katalog weitergeführt wurde.

Senkrechter Zusammendruck
Zusammendruck von zwei oder mehr Marken unterschiedlicher Motive und Wertstufen bzw. von Marken und Nebenfeldern in senkrechter Anordnung im Markenbogen oder in der Markenrolle.

Senkrecht geschnitten
Hierbei sind die senkrechten Markenseiten absichtlich nicht gezähnt, was besonders bei Rollenzähnung vorkommt.

Senkrecht gezähnt
Sonderart der Zähnung, bei der die waagerechten Markenseiten absichtlich nicht perforiert werden, was besonders bei Rollenzähnung vorkommt.

Senkrecht ungezähnt
Bezeichnung für eine Marke, deren linke und rechte Seite beim Anbringen der Zähnung versehentlich nicht perforiert worden ist.

Serie
Philatelistischer Begriff für eine Reihe von Postwertzeichen, die über einen längeren Zeitraum zu einem gemeinsamen Ausgabeanlaß erscheinen. Beispielsweise die Zuschlagsserien "Für die Jugend", "Für den Sport", "Für die Wohlfahrt" und "Tag der Briefmarke".

Serienstempel
Sonderstempel in verschiedenen Orten, der aus gleichem Anlaß mit gleicher oder etwas abweichender Inschrift versehen ist.

Serife
Waagerechter, geradliniger oder gekehlter Fußstrich an Buchstaben verschiedener Schriften wie z. B. Antiqua.

Service
Vermerk oder Aufdruck (auch "Servicio") auf Dienstmarken verschiedener Länder.

Seuchenbrief
Brief, der zur vermeintlichen Verringerung der Ansteckungsgefahr bei Seuchen desinfiziert und auf dem dies durch Stempelabdruck bestätigt wurde.

lexiko495.jpg (18440 Byte)

Seychellenmuster
Bezeichnung für Briefmarken der englischen Kolonien, die statt des Antillenmusters die Inschrift "Postage" zu beiden Seiten des Kopfbildes haben.

S.G.
Abkürzung für Stanley-Gibbons, den bekannten englischen Katalog.

Sharjah 
Sharjah ist eines der sieben Scheichtümer am Persischen Golf. Dieses Land fiel dadurch auf, dass es pausenlos über eine Argentur zahllose Marken, Blöcke und Dienstmarken herausgab. Aufgrund einer geschickten Motivauswahl wurden immer wieder Motivsammler zum Erwerb dieser Marken animiert. Seit dem 1.1.1973 sind alle oben genannten Scheichtümer politisch zu den Vereinigten Arabischen Emiraten zusammengeschlossen.
Briefmarkenausgaben von 1963 bis 1972

lexiko430.jpg (28640 Byte) Marke aus Sharjah

Shatsk (Semtswo - Russisches Empire)
In Rußland bestanden zwischen 1864 bis 1917 zahlreiche Postdienste unter lokaler Behördenverwaltung (Zemstvos). In der Gesamtmenge wurden ungefähr 3.400 unterschiedliche Marken von diesen Postdiensten herausgegeben.
Shatsk (auch Schazk) ist eine Kreisstadt im russischen Gouvernement Tambow und, nördlich von der Stadt Tambow, gelegen. Sie wurde 1553 gegründet. Für den Verwaltungsbereich Shatsk wurden von 1871 bis 1916 insgesamt 40 Marken verausgabt. Auf vielen Marken wurden Bienenkörben und/oder Klotzbeuten abgebildet.

lexiko482.jpg (23446 Byte) Marke aus Shatsk

S.H.O.P.A.
Abkürzung für "Schleswig-Hosteinisches Ober-Post-Amt" im Poststempel des Amtes Hamburg seit 1850.

SHS-Marken
Kurzbezeichnung für die Markenausgaben Jugoslawiens 1918/19, die durch Aufdruck der Abkürzung "SHS" auf den ehemaligen Freimarken von Bosnien-Herzegowina und Ungarn hergestellt wurden. Die Abkurzung steht für "Srbija, Hratska, Slovenija".

Sicherheitspapier
Papier mit besonderen Zusätzen im Papierbrei oder mit chemischer gegen Veränderungen gesicherter Oberfläche.

Sicherungsentwertung
Postdienstlich vorgeschriebene Entwertung, die der unberechtigten Entfernung von Briefmarken zu Sammelzwecken vorbeugen soll.

Siebstempel
Poststempel des 19. Jahrhunderts in Form einer punktierten, von einer Kreislinie eingefaßten Fläche.

Sieger, Hermann E.
Eine der ältesten und bedeutendsten Firmen in Deutschland. Hermann E. Sieger kam 1922 auf die Idee, einen Neuheitendienst für Sammler einzurichten. Daneben machte er sich auch um die Zeppelinpost verdient, für die er Spezialist war. Heute wird das Unternehmen von seinem Sohn Hermann Walter Sieger geführt. Von der Firma wurden auch wichtige Spezialkataloge editiert wie z. B. Deutscher Flugpost-Katalog, Katalog der Flugpost der neuen deutschen Lufthansa, Raketenpost-Katalog, Österreichischer Flugpost-Katalog und einige andere, wobei besonders der Zeppelin-Katalog noch zu nennen wäre.

Siegerpost
Hauszeitung der Fa. Sieger, eine der bedeutendsten deutschen Briefmarkenzeitschriften, die an alle Kunden des Hauses mehrfach im Jahr geschickt wird und überwiegend Angebote enthält.

Sieger-Preis
Literaturpreis der Fa. Sieger, der alljährlich für philatelistische Literatur verliehen wird.

Sierra Leone
Die Republik Sierra Leone ist ein Staat in Westafrika und grenzt an Guinea, Liberia und den Atlantik. Am 27. April 1961 erhielt das Land die Unabhängigkeit im Rahmen des Commonwealth. Nach Militärputschen 1967 und 1968 wurde 1971 die Republik ausgerufen. Hauptstadt: Freetown 
Briefmarkenausgaben seit 1859

Marke aus Sierra Leone

Simbabwe 
Die Republik Simbabwe (übersetzt: „großes Haus aus Stein“ in der Sprache der Shona), das ehemalige Rhodesien beziehungsweise Südrhodesien, ist ein Staat im südlichen Afrika. Hauptstadt: Harare 
Briefmarkenausgaben seit 1980 (vormals Rhodesien)

lexiko477.jpg (16411 Byte)  Marke aus Simbabwe

Sinawehl, Peter
Peter Sinawehl wurde 1948 in Wien geboren und besuchte die graphische Berufsschule als Lithograph. Seit 1963 ist er in der Österreichischen Staatsdruckerei als Wertzeichenlithograph tätig, wo er bei Prof. Alfred Fischer sämliche Techniken von Albrecht Dürer bis Alois Senefelder erlernte.
Im Jahr 1967 nahm Peter Sinawehl an einem von der Österreichischen Postverwaltung ausgeschriebenen Jugendwettbewerb für eine Flugpostmarkenserie teil, wo er mit zwei Entwürfen auf sich aufmerksam machte. Seither wurde Peter Sinawehl mit vielen in- und ausländischen Aufträgen zur Gestaltung von Briefmarken und Ganzsachen betreut, die ihm Erfolge bei Briefmarken-Wettbewerben einbrachten.
Neben seiner Arbeit als Briefmarkenentwerfer hat Peter Sinawehl auch viele Entwürfe für Wertpapiere, wie Anleihen, Aktien, Pfand- und Kommunalbriefe gestaltet.

Singapur 
Die Republik Singapur ist ein Inselstaat in Südostasien. 1867 wurde Singapur im Rahmen weiterer territorialer Expansionen zur britischen Kronkolonie. 1959 wurde Singapur eine selbstregierte Kronkolonie. Nach einem landesweiten Referendum 1962 wurde Singapur in eine Föderation mit Malaysia, Sabah und Sarawak entlassen und somit am 1. September 1963 von Großbritannien unabhängig. Hauptstadt: Singapur 
Briefmarkenausgaben seit 1948

lexiko433.jpg (7730 Byte)
Marke aus Singapur

Sitzende Helvetia
Bezeichnung für die Gestallt auf schweizerischen Briefmarken. Die erste Ausgabe erschien am 15. September 1854. Man bezeichnet die Darstellung auch als "Strubli". Es gibt verschiedene Abänderungen des Motiv, das aber immer im Zusammenhang mit dem Wappen des Schweizer Kreuzes erscheint. Die letzte Marke erschien 1907.

Slania, Czeslaw
Der schwedische Hofgraveur schuf am 17. März 2000 seine eintausendste Briefmarke.

Slowakei 
Die Slowakei ist ein Staat in Mitteleuropa, der 1992/1993 aus der Teilung der Tschechoslowakei hervorging. Er grenzt an Österreich, Tschechien, Polen, die Ukraine und Ungarn. Seit dem 29. März 2004 ist die Slowakei Mitglied der NATO. Sie gehört seit dem 1. Mai 2004 zur Europäischen Union.
Briefmarkenausgaben von 1939 bis 1945 und dann wieder ab 1993

Slowenien 
Slowenien (slowenisch Slovenija) ist ein Staat in Mitteleuropa und grenzt an Italien, Österreich, Ungarn und Kroatien. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde am 29. November 1945 die Demokratische Föderative Volksrepublik Jugoslawien gegründet, ab 1963 nannte sie sich Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien (SFRJ). Die wachsende Unzufriedenheit mit der Belgrader Führung während der 1980er Jahre mündete in die Unabhängigkeitserklärung Sloweniens am 25. Juni 1991. Hauptstadt: Ljubljana
Briefmarkenausgaben seit 1991


lexiko434.jpg (7584 Byte)
Marke aus Slowenien

Slovensko
Eigenname der Slowakei.

lexiko235.jpg (20158 Byte) Stilisierte Biene (Slowakei)

SMS-Marke
Wer eine SMS mit dem Stichwort «Brief» oder «Karte» an die Nummer 22122 schick oder direkt dort anruf, erhält innerhalb von Sekunden einen zwölfstelligen Code. Wird dieser mit der Hand auf den Brief übertragen, ist die Sendung passend frankiert und kann in den Briefkasten.

aktuel20.jpg (16389 Byte)   aktuel21.jpg (16728 Byte)   aktuel22.jpg (17455 Byte)   aktuel23.jpg (14005 Byte) Funktionsweise Handy-Entwertung


SMS
-Entwertung
s. Handy-Marke

SMS-Freimachung
s. Handy-Marke

Sociedad Colombo-Alemana de Transportes Aéreos
Deutsch-kolumbianische Fluggesellschaft, die später auch in Ecuador tätig war. Die "Scadta" gab eigene Marken heraus, die nur für den Luftverkehr Gültigkeit hatten.

Société des Nations
Französische Bezeichnung für Völkerbund.

Soldatenbrief
Postsendungen an Militärangehörige oder von ihnen in Friedenszeiten.

Soldatenmarken
Briefmarken, die für Soldaten verausgabt wurden. Diese wurden in Frankreich und Schweden verwendet.

Soldatenpaketmarken
Gebührenfreiheitsmarken für Post von Soldaten in Friedenszeiten.

Somalia 
Somalia ist der (bereits) zerfallene Staat am Horn von Afrika - im äußersten Osten des Kontinents am indischen Ozean gelegen. Vor dem Verfall grenzte es an den Golf von Aden im Norden, den Indischen Ozean im Osten, Kenia im Süden, Äthiopien im Westen und Dschibuti im Nordwesten. Zum Territorium gehörten das ehemalige UNO-Mandatsgebiet (eine frühere italienische Kolonie) Somalia sowie das britische Protektorat Somaliland (mittlerweile eigene souveräne Republik). Somaliland wird jedoch noch häufig zu Somalia gehörig betrachtet. 1908 wurde Mogadischu, das bis dahin unter der Oberhoheit von Oman oder Sansibar gestanden hatte, Hauptstadt der neueingerichteten italienischen Kolonie. Bis 1920 hatten die Briten in ihrem Somaliland-Protektorat den antikolonialen Aufstand des Muhammad ibn Abd Allāh Hassān niedergeschlagen. Obwohl die Italiener von Somalia aus 1934 Äthiopien (Ogaden) überfallen hatten, gaben die 1941 siegreich einmarschierenden Briten 1950 diese Kolonie ausgerechnet Italien als UN-Treuhandgebiet zurück. Nach längeren Verhandlungen kündigte die britische Regierung am 7. Mai 1960 für den 1. Juli 1960 die Unabhängigkeit für das Schutzgebiet an. Die beiden Kolonien Italienisch-Somaliland und Britisch-Somaliland schlossen sich zur Republik Somalia zusammen. Nach dem Fall der sozialistischen Diktatur unter Siad Barre im Jahr 1991 hatte Somalia zumindest bis zum Jahr 2000 keine allgemein anerkannte oder faktische Regierung. Noch heute stehen weite Landesteile nicht unter Kontrolle der zumindest formal wieder weitgehend anerkannten Übergangsregierung. Hauptstadt: Mogadiscio 
Briefmarkenausgaben seit 1960

lexiko435.jpg (19871 Byte)
Marke aus Somalia

Sommermarken

Seit 1935 in den Niederlanden alljährlich im Sommer erscheinende Sonderausgabe mit Zuschlag für kulturelle und soziale Zwecke.

Som Ubersörget
Reourmarken von Norwegen, die für die Rückfrankatur verausgabt wurden.

Son
Englischsprachige Abkürzung für "socked on the nose" als Bezeichnung für einen voll zentrierten Stempel auf der Marke, bei dem man alles Relevante lesen kann.

Sonderblock
Besondere Form von Sonderpostwertzeichen, die mit einer oder mehreren bildverschiedenen Marken in Blockform verausgabt werden.

Sondereinschreibzettel
Einschreibzettel, der bei besonderen Veranstaltungen von der Post eingesetzt wurde. In der Bundesrepublik Deutschland wird ein derartiger Einschreibzettel schon seit Jahren nicht mehr genehmigt.

Sonderflugstempel
Postalischer Bestätigungsstempel für die Beförderung der Postsendung bei einem Sonder-, Erinnerungs- oder Versuchsflug.

Sonderganzsachen
Sonderganzsachen sind exklusiv zu philatelistischen Anlässen herausgebende Briefumschläge und Postkarten mit bereits eingedruckten Sondermarken. Sie werden während der Veranstaltung vor Ort verkauft.

Sondermarke
Briefmarke, die zu einem besonderen Anlaß erschient und meist nur kurze Zeit am Schalter erhältlich ist, da sie, im Gegensatz zur Dauermarke, in aller Regel nicht nachgedruckt wird. Allgemein bezeichnet man die 1893 zur Vierhundertjahrfeier in den USA erschienen Marken als die ersten Sondermarken, aber tatsächlich erschien die erste Sondermarke am 22. Januar 1891 anlässlich der 50-jährigen Zugehörigkeit von Hongkong zum Britischen Empire.

Sonderpostamt
Postamt, das aus einem bestimmten Anlaß für eine diesem Anlaß angemessene Dauer eingerichtet wird. In der Regel handelt es sich dabei um Tagungen, Messen, Ausstellungen, Sportfeste, Kongresse und Ähnliches. 

Sonderpostbeförderung
Beförderung von Postsendungen mit einem nich der allgemeinen Beförderung von Postsendungen dienenden Transportmittel in der Verbindung mit einem Sonderpostamt, Interessenten-Sonderpostamtes oder Sonderpostschalter

Sonderpostmarke
Ist eine zu einem bestimmten Anlass, in einer festgelegten Auflagezahl, einmalig produzierte Marke.

Sonderpostschalter
Schalter, die aus einem bestimmten Anlaß für eine diesem Anlaß angemessene Dauer für bestimmte Tätigkeiten bei einem bestehenden Postamt eingerichtet werden. Sonderpostschalter führen Sonderpoststempel

Sonderpoststempel
besonders gestalteter Poststempel, in dessen Stempelbild auf den Anlaß für die Einrichtung des Sonderpostamtes, des Interessenten-Sonderpostamtes oder des Sonderpostschalters, bei dem er verwendet wird, Bezug nimmt. Sonderpoststempel können eine Form haben, die von der bei Poststempeln üblichen abweicht. Sie werden in der Regel aus Gummi hergestellt.

Sonderstempel
Synonym für Sonderpoststempel.

lexiko236.jpg (18083 Byte) Sonderstempel

Sonderumschlag
Briefumschlag mit aussagefähigem Bild- oder Texteindruck anlässlich eines besonderen Ausgabeanlasses.

Sonnenköpfe
Markenmusterbezeichnung für die ersten Dauerfreimarken von Uruguay 1856/60 mit der Inschrift DILIGENCCIA oder MONTEVIDEO bzw. von Perua 1874/94.

Sonnentor-Ausgabe
1925 in Bolivien vorbereitete Sonderfreimarkenausgabe mit Motiven vom Sonnentor der alten Ruinenstadt Tiahuanaco, die jedoch nicht verausgabt wurde.

Sonntagsmarken
Übliche Bezeichnung der Freimarken Belgiens 1893/1914 mit perforiertem Anhängsel innerhalb des Markenbilds mit der Inschrift NE PAS LIVRER LE DIMANCHE / NIET BESTELLEN OP ZONDAG.

Sonntagsstempel
Besondere Poststempel in England in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, die montags auf jenen Sendungen abgeschlagen wurden, die sonnabends nach Schalterschluß oder sonntags über Briefkästen eingeliefert worden waren.

Sortierkasten
Kasten aus leichter Pappe mit kastenartigen Einsätzen, in denen Briefmarken vorgeordet werden können.

Sortierschalen
Schälchen, in denen man Briefmarken vor der Einordnung in ein Album aufbewahren kann.

Sowjetunion 
Die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (kurz UdSSR oder Sowjetunion war eine kommunistisch-zentralistisch regierte Staatenunion in Osteuropa und Nordasien, welche als Folge der russischen Oktoberrevolution am 30. Dezember 1922 gegründet wurde, und bis zur offiziellen Auflösung am 8. Dezember 1991 bestand hatte. Das Kerngebiet (mit 78% der Fläche) bestand aus der damaligen Russischen Sowjetrepublik, welche nach der Auflösung der Union als unabhängige Russische Föderation (GUS) die juristische Nachfolge antrat. Hauptstadt: Moskau
Briefmarkenausgaben von 1923 bis 1991

Marke aus der ehemaligen Sowjetunion 

SOZPHILEX
Bezeichnung für eine internationale Briefmarkenausstellung in den ehemals sozialistischen Ländern, die 1962 in Budapest, 1972 in Sofia, 1873 in Bukarest und 1974 in Katowice stattfand.

Spanien
Das Königreich Spanien liegt im Südwesten Europas und nimmt den größten Teil der Iberischen Halbinsel ein. Hauptstadt: Madrid
Briefmarkenausgaben seit 1850. Auf den Marken findet man España als Länderbezeichnung.

lexiko237.jpg (24179 Byte) Schmuck-FDC aus Spanien

Spargummi
Um Gummi zu sparen, wurden Teilauflagen der Marken und Blocks der Lokalausgaben (z.B. Finsterwald), OPD (Oberpostdirektion) Dresden (Ost-Sachsen), OPD Leipzig (West-Sachsen), OPD Erfurt ( SBZ Michelnummer 92-115. Block 4) mittels einer zwischen Markenbogen und Gummiermaschine gelegten durchlöcherten Schablone nur punktartig gummiert.

S.P.Bordeaux
Aufdruck auf Marken von Montenegro, die in Frankreich verwendet wurden, als die Dienstpostmarken im Juni 1871 in Paris knapp wurden. Die Marken waren ursprünglich für die nach Bordeaux geflohene montenegrinische Regierung vorgesehen, konnten aber wegen Kriegswirren nicht mehr verwendet werden.

Special Delivery
Aufdruck auf USA-Marken für Eilbotenzustellung.

Special Handling
Inschrift auf Marken für Paketeilzustellung in den USA.

Specimen
Der Aufdruck oder Stempel SPECIMEN oder MUSTER auf Briefmarken, die zur Veröffentlichung durch die Presse gedacht sind. Spezialsammler schenken ihnen besondere Aufmerksamkeit.

lexiko128.jpg (54128 Byte) Marken mit Aufdruck "Specimen" (Belgien)

Spekulationsausgabe
Postwertzeichenausgabe, deren Herstellung und Vertrieb nicht nur zur üblichen postalischen Verwendung, sondern zu spekulativen Zwecken erfolgt.

Spendenblatt
Blatt mit aufgeklebten oder eingedruckten Briefmarken ohne Frankaturkraft zu Spendenzwecken.

Spendenmarke
Marke ohne Frankaturkraft, deren Erlös zugunsten von Hilfsorganisationen vorgesehen ist.

Sperati
Jean de Sperati, 1884-1957, gelernter Maler und Graveur welcher es besser als jeder andere Verstand Briefmarken zu fälschen. Selbst die Prüfer dieser Zeit sahen seine Marken als echt an. Sperati wurde verk
lagt und zu einer hohen Bußgeldstrafe verurteilt

Sperrwert
Marken, die pro Forma in geringer Stückzahl in den ehemaligen Ostblockländern zu erhöhten Preisen abgegeben wurden. Besonders negativ ist dem Deutschlandsammler dieses Phänomen bei den DDR-Marken bekannt. Der Sperrwert ist praktisch genauso teuer wie der komplette Satz.

Spezialkatalog
Hierbei handelt es sich um einen Katalog zu Sondergebieten der Philatelie. So sind z. B. im Michel-Deutschland-Spezialkatalog auch Papier- und sonstige Varianten sowie Abarten gelistet, die den Umfang des traditionellen Deutschland-Katalog sprengen würden. Spezialkataloge sind aber z. B. auch die von der Firma Herman E. Sieger herausgegebenen Kataloge.

Michel Spezialkatalog

Spezialsammlung
Postwertzeichensammlung, die sich auf ein kleines, fest umrissenes philatelistisches Teilgebiet beschränkt.

Spitzbergen 
siehe Norwegen - Spitzbergen

Spitzenwerte
Hiermit bezeichnet man die höchsten Wertstufen einer Serie.

Spitzovalstempel
Poststempel der Stader Stadtboten-Expedition der hannoverschen Post in Hamburg, dessen Abdruck die Form eines länglich liegenden Ovals mit fast spitzen Hauptscheiteln aufweist.

Spoorwegen
Flämisch für Spurwagen (= Eisenbahn). Diese Inschrift findet man auf belgischen Eisenbahnpost-Marken.

Sri Lanka
Sri Lanka (bis 1972 Ceylon) ist ein südasiatischer Inselstaat im Indischen Ozean. In der Neuzeit verlor Ceylon seine Eigenständigkeit und wurde mehrfach von europäischen Kolonialmächten in Besitz genommen. Zunächst eroberte Portugal 1518 die Insel. Nachdem Colombo bereits zwei Jahre zuvor niederländisch wurde, fiel auch der Rest der Insel 1658 an die Oranier. 1796 begann die britische Herrschaft über Ceylon, das 1803 den Status einer Kronkolonie erhielt. Nachdem 1815 das Königreichs Kandy geschlagen und der letzte singhalesische König, Wikrama Rajasingha, verhaftet und nach Indien verbracht wurde und nach der Niederschlagung mehrerer Aufstände wurde die Insel 1818 vollkommen britisch. Im Juni 1947 wurde Ceylon britisches Dominion, am 4. Februar 1948 schließlich unabhängig innerhalb des Britischen Commonwealth. Am 22. Mai 1972 wurde Ceylon eine Republik und gab sich den Namen Sri Lanka.
Briefmarkenausgaben von 1857 bis 1972

lexiko436.jpg (9615 Byte) Marke aus Sri Lanka

SST
Abkürzung für
Handsonderstempel

St. Pierre und Miquelon 
St. Pierre und Miquelon ist eine französische Gebietskörperschaft (collectivité d'outre-mer) bestehend aus mehreren kleinen Inseln östlich der kanadischen Küste in der Nähe von Neufundland. Hauptstadt ist Saint-Pierre.

Marke aus St. Pierre und Miquelon

Stadtpost-Marken
Postwertzeichen von Stadtposten für den lokalen Postverkehr. Die Stadtposten wurden von privaten Personen, Gesellschaften oder Vereinigungen errichtet und per Gesetz ab 31.3.1900 untersagt. Nicht zu verwechseln mit Privatpostmarken. Siehe auch Dresdner Postanstalt 

lexiko265.jpg (74521 Byte) Stadtpostmarken (Hamburg)

Stadtpoststempel
Im 19. Jahrhundert bei verschiedenen Postverwaltungen verwendete Poststempel, mit denen im Ortsverkehr zu befördernde und zustellbare Sendungen gekennzeichnet wurden.

Stadtpostsumschlag
Bezeichnung für eine Ganzsache für den Ortsverkehr in Rußland zu 5 und 10 Kopeken.

Staffa
Schottland ist ein Land im Nordwesten Europas und Teil des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland. Schottland besteht aus dem nördlichen Teil der größten europäischen Insel Großbritannien und mehreren Inselgruppen, nämlich den Shetlandinseln, Orkney und den inneren und äußeren Hebriden. Staffa ist eine winzige, unbewohnte Insel (200m mal 600m) und gehört zu den Inneren Hebriden vor der Nordwestküste Schottlands.
Diese kleine Insel besitzt keine postalische Unabhängigkeit. Briefmarken, die mit diesem Landesnamen erschienen sind, sind rein private Erzeugnisse. Sie sind weder anerkannt noch besitzen sie irgendeinen Frankaturwert. Sie werden im MICHEL-Katalog nicht gelistet.
Die Marken dieses Landes werden von der -> UPU nicht anerkannt und gehören somit zu den -> Cinderellas. 

Stahlhelmsatz
Bezeichnung für die Freimarkenausgabe Belgiens 1919/20, auf der der Könit Albert mit Stahlhelm neben den Jahreszahlen 1914/18 abgebildet ist.

Stahlstempel
Prägeform für Stahlstichprägung, aber auch Stempelkopf aus Stahl, was besonders für Fauststempel zutraf.

Stahlstich
Einarbeiten einer Zeichnung in eine Druckform aus poliertem und durch Glühen enthärtetem Stahl. Die Bildteile werden mit Sticheln von Hand gestochen.

STALAG 
Stammlager, Mannschaftsstammlager

Standardbrief
Dieser Brief darf maximal 20 g wiegen. Er mißt in der Länge 23,5 cm, in der Breite 12,5 cm und in der Höhe 0,5 cm.

Standardgrößen
Markengrößen, in denen der überwiegende Teil der Ausgaben eines Landes hergestellt wird. Oft gibt es für Dauermarken andere Größen, als für Sondermarken üblich.

Standardmuster
Zeichnung, in der Dauerfreimarken in Massenauflagen über mehrere Jahrzehnte hinweg, auch mit geringen Änderungen.

Stanley Gibbons
ein in Großbritannien gebräuchlicher Katalog

lexiko21.jpg (28578 Byte) Stanley Gibbons-Katalog

Stanzzähnung
Bezeichnung für farbige Zähnung, die während der Markendrucks mittels in die Druckform eingebauter Perforationslinien angebracht wird.

Stationsstempel
Philatelistische Bezeichnung für Stempel mit Ortsangabe in Preußen Mitte des 19. Jahrhunderts, die vom Bahnpostpersonal auf bei der Bahnpost eingelieferten Sendungen angebracht wurden.

Stecherzeichen
Dieses ähnelt des Druckerzeichen. Es handelt sich um ein Ornament oder einen Buchstaben oder mehrere, um den Künstler zu identifizieren, der die Ursprungsplatte, von der eine Marke gedruckt werden soll, entworfen hat. Stecherzeichen gibt es z. B. von Lübeck (feine Punkte über und unter dem Mittelstrich).

Stecktypenstempel
Poststempel im frühen19. Jahrhundert, dessen Datumsangabe sich nicht durch Typenräder einstellen ließ, sondern aus Einzeltypen gesteckt werden mußte.

Steg
Gestaltungselement beim Poststempel, bestehend aus zwei waagerechten, parallel über die Innenfläche des Stempels führenden Linien, zwischen denen meist das Datum steht.

Stehende Helvetia
Bezeichnung für Dauerfreimarkenmuster der Schweiz 1882/1937 mit stehender allegorischer Gestalt.

Stehendes Wasserzeichen
Form des Wasserzeichens, bei der die senkrechte Achse des Wasserzeichens parallel zum linken und rechten Seitenrand der Marke verläuft.

Steigbügelstempel
Philatelistische Bezeichnung für Poststempel des 19. Jahrhunderts in der Art der Hufeisenstempel, jedoch unten durch eine gerade oder gebogene Querlinie geschlossen.

Steigendes Wasserzeichen
Hierbei handelt es sich um ein von links unten nach rechts oben ansteigendes Wasserzeichen im Gegensatz zum Fallenden Wasserzeichen.

Steigerungssatz
Mindestbetrag, um den bei Auktionen ein vorliegendes Gebot übertroffen werden muß, damit das abgegebene Gebot wirksam wird.

Steinätzung
Art der Übertragung einer Vorlage auf einen Lithografiestein, wobei das Bild durch Säure in den Stein eingeätzt wird.

Steindruck
ältester Vertreter der Flachdruckverfahren. Zu erkennen ist der Steindruck an den oft unterbrochenen Konturen. Bedingt durch den dünnen Farbauftrag sind die Farben meist etwas matt.

lexiko238a.jpg (19343 Byte) Marken mit Bienenkorb aus Morshansk - per Steindruck hergestellt (Russisches Empire)

Steindruckpapier
Papier mit geschlossener Oberfläche, das sich unter Feuchtigkeitseinfluß nur gering dehnen darf, weil beim Steindruck der Druckstein ständig stark angefeuchtet werden muß.

Steingravur
Art der Übertragung einer Vorlage auf den Lithografiestein, wobei die Zeichnung mit einer Graviernadel in einen polierten Lithografiestein eingeritzt wird.

Steinway, Theodore E.
Klavierproduzent (1883-1957) und bekannter Philatelist in den USA, der auch als Prüfer bei internationalen Ausstellungen tätig war und als besonderer Kenner der altdeutschen Markenausgaben galt. Zudem war er einer der ersten Motivsammler.

Stempel
Ein durch Hand- oder Maschinendruck angefertigter Druckzeichen der Post, um Postwertzeichen zu entwerten. Es gibt verschiedene Formen, wobei unterschieden wird zwischen Handstempel und Maschinenstempel. Es gibt Speziallisten, die weniger die Marke, als den Stempel sammeln.

Stempelabklatsch
Spiegelbildliche Abbildung eines noch feuchten Stempelabdrucks auf einer anderen Postsendung oder Frankatur.

Stempelart
Klassifizierung der Poststempel nach Bauart und Bedienungsweise wobei die Hauptarten Handstempel und Maschinenstempel zu unterscheiden sind.

Stempelarten (gebräuchliche Abkürzungen)
AFST              Absenderfreistempel
BaMSt            Bandmaschinenstempel
MaMwSt         Bandmaschinenwerbestempel
Ca                  Cachet
ESSt              Ersttagssonderstempel
MaSt              Maschinenstempel
MaWSt           Maschinenwerbestempel
NSt                Handnebenstempel
RoSt              Handrollenstempel
RoWSt           Handrollenwerbestempel
SSt                Handsonderstempel
TSt                Tagessstempel
WSt               Handwerbestempel

Stempelausschnitt
Aus einer Postsendung ausgeschnittenes Briefstück mit vollständigem, gut erkennbaren Stempelabdruck.

lexiko437.jpg (19836 Byte) Stempel "Bienenmühle"

Stempeldruck
Als Notausgabe verausgabte Marken, die meist für den örtlichen Bedarf hergestellt wurden.

Stempelelemente
Figürliche Teile wie Linie, Balken, Gitter, Punkt, Strich, Kreissegmente und Winkel, die in die Stempelplatte eingeschnitten oder eingraviert sind.

Stempelfälschung
Postwertzeichen, das mit echtem, nachträglich angebrachtem Poststempel oder unechtem, meist einem Poststempel nachgeahmten Stempel entwertet worden ist.

Stempelfarbe
Stempelfarben können schwarz, früher oft auch blau, violett, grün oder braun sein. Oft ist die Stempelfarbe wichtig, da z. B. in Brasilien mit getönter Farbe entwerte Marken als minderwertig gelten.

Stempelform
Umrißgestalt des Stempelabdrucks, die von Linien und anderen Elementen des Stempels gebildet wird.

Stempelgerät
Sammelbezeichnung für alle im Postdienst verwendeten Poststempel und dazugehörigen Stempelkissen und -unterlagen.

Stempelgruppe
Zusammenfassung gleichartiger Stempel mit Unterteilung nach Stempelform und Stempelelement.

Stempelklecks
Unsauberer Abdruck eines Poststempels, der infolge zu starker Einfärbung oder schlechter Zusammensetzung der Stempelfarbe beim Abschlagen schmiert oder dessen Abdruck Teile der Marke flächig durchtränkt.

Stempelkunde
Teilgebiet der Philatelie, wobei die Sammelobjekte weniger Postwertzeichen, sondern in erster Linie die Stempelabdruck sind. Hierbei geht es um die Erforschung der Verwendung von Poststempeln mit Typisierung, Entschlüsselung etc.

Stempelmarken
Hierbei handelt es sich nicht um Postwertzeichen, sondern um Verrechnungsmarken für Gebühren, Steuern und sonstige Zahlungsentgelte. Für den Sammler sind sie interessant, wenn sie postalische und nicht nur fiskalische Funktion hatten, wie z. B. die britischen Postage & Revenue-Marken.

lexiko239.jpg (35209 Byte) Stempelmarken

Stempelpapier
Mit Verkehrssteuer belegtes Papier, wobei die Stempelsteuer auf dem Papier durch einen amtlichen Steuerstempel aufgedruckt wurde.

Stempelverfälschung

Veränderung eines echten Stempelabdrucks durch Nachmalen oder Übermalen.

Stempelzettel
Bezeichnung für einen auf einer Postsendung befindlichen Zettel, auf dem vor dem Aufkleben der Tagestempel deutlich und lesbar abgeschlagen worden ist.

Stenger, Prof. Dr. Erich
Prof. Dr. Stenger (1887-1958) war ein bedeutender Spezialist für Bayern und deutsche Kriegsmarken.

Stephan Heinrich von, 1831-1947
Organisator des deutschen Postwesens, wurde 1870 Generalpostdirektor des Norddeutschen Bundes und später Generalpostmeister des Deutschen Reichs, führte 1870 die Postkarte ein, gründete 1874 den Weltpostverein und richtete 1877 den Fernsprechdienst ein.

lexiko79.jpg (14830 Byte)
Generalpostmeister Heinrich von Stephan

Stephanskrone
Bekanntes Wasserzeichenmuster und Markenmuster Ungarns, das die Krone des ersten ungarischen Königs Stephan I. aus dem Jahre 1200 zeigt.

Stereotypie
Verfahren zur Herstellung von Druckformen für den Hochdruck durch Abformen von Letternsatz oder Druckstöcken.

Sternenbannermarken
Sammelbezeichnung für die Freimarken der USA ab 1957, auf denen die US-Nationalflagge abgebildet ist.

Sternprovisorien
Bezeichnung für die Aufdruckausgabe Danzigs vom August/November 1920, bei der die ursprüngliche Wertangabe durch Aufdruck fleckiger Sterne verdeckt wurde.

Sternstempel
Sammelbezeichnung für Stempel unterschiedlicher Stempelgruppen, die aus bestimmen Stempelelementen in Sternform angeordnet, bestehen.

Sterrer, Prof. Karl
Österreichischer Briefmarkenkünstler, geboren am 4. Dezember 1885 in Wien.

Steuermarke
Wertzeichen zur Erhebung von Verbrauchs- und Verkehrssteuern.

Steuermarke aus Syrien

Steuerpostanweisung
Besondere Ganzsache Österreich 1882/1907, auf die über den Postschalter Steuern eingezahlt werden konnten.

Stichtiefdruck
Vertreter der Tiefdruckverfahren. Zu erkennen ist der Stichtiefdruck an der in verschiedenen Stärken auf dem Papier liegenden Farbe.

Stiftung Deutsche Sporthilfe
Diese wurde 26.05.1967 in Berlin gegründet. Ihr Sitz ist aber Frankfurt am Main. Am 27.07.1967 gab die Stiftung erstmals Sportzuschlagsbriefmarken heraus, um den deutschen Sport zu fördern.

Stocker, Hans H.
Bedeutender Philatelist, der mit seinem Buch über die "Stehende Helvetia" maßgeblich über die Markentypen dieser schweizerischen Briefmarke geforscht hat.

Stockflecken
Durch Feuchtigkeit und wechselnder Raumtemperatur im Papier entstandene braune und gelbe Flecken. Die Entfernung geschieht am besten durch den Fachmann. Man kann Essig, Kali oder Salmiakgeist anwenden, muß aber ausgiebig nachspülen.

Stocksch-Provisorium
Hierbei handelt es sich um die 3 Kreuzer, rosa von Baden, die 1862/65 verausgabt wurde. In Stocksch wurde die Marke im Dezember 1862 in wenigen Exemplaren ungezähnt statt gezähnt verwendet.

Strahlenstempel
Poststempel, bei dem Striche, konzentrisch von einem gedachtem Mittelpunkt ausgehend, einen strahlenförmigen Abdruck bilden.

Straits Settelments
Philatelistisch gesehen Bezeichnung für die englische Kronkolonie mit Ausgaben für die malaiischen Staaten Johore, Kedah, Kelantan, Negri Sembilan, Pahang, Perak, Selangor, Sungei Ujong und Ttengganu. Später wurde auch eine Gemeinschaftsausgabe emissiert.

Strafporto
Volkstümliche Bezeichnung für eine amtliche Nachgebühr, wenn z. B. ein Brief mit zu wenig Porto frankiert ist.

STRALAG
Straflager

Straßenbahnpost
Beförderung von Postsendungen in Straßenbahnzügen im innerstädtischen Verkehr von Postamt zu Postamt bzw. zum Bahnhofspostamt und umgekehrt.

Straßenpost
Sammelbezeichnung für auf Straßen verkehrende postalische Einrichtungen wie Kraftpost, Landkraftpost, Kraftgüterpost.
Besondere Einrichtung 1889-1900 in Berlin, die bespannte Postfahrzeuge mit Abfertigungs- und Sortiereinrichtung zur Verbesserung des Ortsbriefverkehrs nutzte.

Streckenstempel
Tagesstempel der Bahnpost in vielfältigen Formen mit Angabe der Kursnummer, Streckenführung etc. z. B. in Belgien um 1850/65.

Streifband
Versand von Zeitungen als Postsendung. Die Streifbänder um die Zeitungen hatten oft eingedruckte Marken und gelten in diesem Fall als Ganzsachen.

lexiko371.jpg (8890 Byte) Streifband der Privatpostanstalt HANSA (Dresden)

Streifbandmarke
Zeitungsmarke, die außer zur Freimachung gleichzeitig zum Zusammenkleben des Streifbands diente.

Streifbandsendung
Postsendung, deren Umhüllung aus Streifband besteht, auf dem Anschrift, Absender und Frankatur angebracht sind.

Streifen
Mehr als zwei benachbarte, einreihig waagerecht oder senkrecht zusammenhängende Marken.

Streifengummi
Bisher nur bei modernen Rollenmarken bekannt. Allerdings zieht sich diese Gummiveränderung nicht über die ganze Rolle hinweg, sondern tritt nur vereinzelt immer nur dann auf, wenn die Nadelwalze neu geschärft wird.


Streifengummi

Bei der angewandten Schleifperforation wird mit Hilfe einer Nadelwalze das Papier eingedrückt und durch gegenläufige Fräsen auf der Rückseite abgefräst. Dieser Fräsvorgang erhitzt das Papier und damit auch die Gummierung. Bedingt durch diesen Wärmeeinfluss entsteht eine Veränderung in der Gummierung. 
Dieser Vorgang wird durch die langsam sinkende Schärfe der Fräse beeinflusst, aber auch die Standzeit der Nadeln im Pinzylinder tragen dazu bei. Bedingt durch diesen schleichenden Prozess sind die Veränderungen an der Gummierung entstanden. Anfangs sind sie nicht über die ganze Marke gehend und nur leicht sichtbar, später gut erkennbar und über die gesamte Länge ziemlich gleichmäßig verlaufend.
Nachdem dieses Verfahren abgeändert, bzw. modifiziert wurde, waren auch keine Streifen mehr in der Gummierung erkennbar. Bisher ist dieser Streifengummi bei insgesamt vier Werten festgestellt worden.

Strichätzung
chemografisches Verfahren zur Herstellung von Druckstöcken für den Hochdruck.

Strichleiste
Strichelung auf dem Bogenunter- und -seitenrand durch lange Striche in der Druckfarbe der Marke.

Strichstempel
Art von Poststempeln, deren Abdruck durch das Stempelelement Strich gebildet wird.

Strubli
Bezeichnung für die in der Schweiz von 1854 an verausgabte Sitzende Helvetia.

St. Thomas und Prinzen-Insel
Der Inselstaat São Tomé und Príncipe liegt im Golf von Guinea etwa 200 km vor der Küste Afrikas westlich vor Äquatorialguinea und Gabun. 1572 wurde São Tomé und im Folgejahr dann auch Príncipe direkt der portugiesischen Krone unterstellt. Unabhängigkeit von Portugal am 12. Juli 1975. Hauptstadt: São Tomé
Briefmarkenausgaben seit 1870

lexiko440.jpg (19736 Byte)  Marke von den Thomas- und Prinzen-Inseln

St. Vincent 
St. Vincent ist die Hauptinsel des karibischen Inselstaates St. Vincent und die Grenadinen und gehört zu den Inseln unter dem Winde - Die Hauptstadt der Insel ist Kingstown. Die Insel war zwischen den Großmächten England und Frankreich aufgeteilt, bevor sie 1783 im Vertrag von Versailles Teil des Vereinigten Königreichs wurde. 1979 wurde die Insel unabhängig. Hauptstadt: Kingstown
Es gibt seit 1861 Briefmarkenausgaben von St. Vincent – Landesbezeichnung: St. Vincent & The Grenadines. Die Grenadinen von St. Vincent gaben von 1973 bis 1993 Marken heraus – Landesbezeichnung: Grenadines of St. Vincent. Seit 1984 geben einzelne kleine Inselchen der Grenadinen eigene Briefmarken heraus, z. B. Bequia.

  Marke von St. Vincent 

Stücktausch

Tausch von Postwertzeichen und anderem philatelistischem Material "Stück gegen Stück". Der Austausch zum Verkehrswert (Katalogwert) wird als Werttausch bezeichnet.

Stumme Stempel
Diese wurden in der Frühzeit der Poststempel verwendet und bestanden meist aus einem Kreis mit Strich- und Ornamenten mustern, so daß ein Herkunftsort kaum ermittelbar ist. Im Krieg wurden diese häufig (z. B. bei der Feldpost) aus Gründen der Geheimhaltung verwendet.

Stundenpaß
Früher dem Postillion mitgegebener Nachweis zur Kontrolle der pünktlichen Einhaltung der Postroute, wobei entsprechende Eintragungen der an der Fahrstrecke liegenden Postämter vorgenommen wurden.

Stundenstempel
Ovaler Zahlenstempel zur Uhrzeitangabe, der 1842/55 in Braunschweig neben einem Halbkreisstempel ohne Uhrzeitangabe abgeschlagen wurde.

Submarine Telegraph Company
Diese Gesellschaft legte 1850 ein Kabel von England zum Kontinent zwischen Dover und Calais und besaß eigene Marken zu 4 1/2 Penny bis zu 8 Schilling entsprechend der Gebühr für jeweils 20 gekabelte Worte. Als Aufdruck findet man S.T.C. in einem Schlangenrahmen und Wertangabe.

Sudetenland
Überwiegend von Deutschen bewohntes Gebiet der Tschechoslowakei, das am 1. Oktober 1938 an das Deutsche Reich abgetreten wurde. Bis zur Verfügbarkeit deutscher Marken wurden alte Marken ohne Aufdruck verwendet, aber in einzelnen Orten überdruckte die Sudetendeutsche Partei Marken mit "Wir sind frei". Die Verwendung endete zwischen dem 15. und 18. Oktober 1938. Gewarnt sei vor Aufdruckfälschungen, weshalb man diese Marken nur geprüft erwerben sollte.

Marke aus dem Sudetenland

Südafrika 
Die Republik Südafrika ist ein Staat an der Südspitze Afrikas. Im Süden und Südosten grenzt das Land an den Indischen Ozean und im Westen an den Atlantischen Ozean. Im Norden liegen die Nachbarländer Namibia, Botsuana und Simbabwe, östlich davon Mosambik und Swasiland. Das Königreich Lesotho ist eine Enklave, wird also vollständig von Südafrika umschlossen.
Der Beginn der modernen Geschichtsschreibung in Südafrika war der 6. April 1652, als der Niederländer Riebeeck im Auftrag der Niederländischen Ostindien-Kompanie (niederl: Vereenigde Oostindische Compagnie, VOC) am Kap der Guten Hoffnung eine Versorgungsstation errichtete. Nach einer bewegten Geschichte und verschiedenen Kolonialkriegen wurde nach vier Verhandlungsjahren am 31. Mai 1910 die Südafrikanische Union gegründet. Hauptstadt: Pretoria und Kapstadt
Briefmarkenausgaben seit 1910

lexiko438.jpg (9673 Byte) Marke aus Südafrika

Südafrika - Bophuthatswana 
Bophuthatswana war ein Homeland in Südafrika. Es bestand aus sieben Enklaven, verstreut über die ehemaligen südafrikanischen Provinzen Kapprovinz, Transvaal und Oranje Freistaat, und umfasste etwa 40.000 km². Die Hauptstadt Mmabatho lag in einem unmittelbar an Botswana grenzenden Landesteil. Von der südafrikanischen Regierung wurde Bophuthatswana 1971 die Selbstverwaltung übertragen. 1977 wurde das Homeland in die Unabhängigkeit entlassen. Alle Einwohner Bophuthatswanas mussten die südafrikanische Staatsangehörigkeit aufgeben. Dieser Status wurde international jedoch nicht anerkannt.  Am 27. April 1994 wurde Bophuthatswana zusammen mit den anderen Homelands wieder mit Südafrika vereinigt. Hauptstadt: Mmabatho
Briefmarkenausgaben von 1977 bis 1994

Südafrika - Venda
Venda war ein 6.875 km² großes Homeland im nördlichen Südafrika, in der heutigen Provinz Limpopo. Es wurde für die Ethnie der Venda gegründet. Das Homeland bestand aus einer Serie unzusammenhängender Territorien im damaligen Transvaal, mit einem Hauptteil und einer Hauptexklave. 1990 wurde die Regierung durch einen Volksaufstand vorübergehend abgesetzt. Am 27. April 1994 wurde das Homeland wieder in Südafrika eingegliedert. Hauptstadt: Thohoyandon
Briefmarkenausgaben von 1979 bis 1994

lexiko439.jpg (16327 Byte) Marke aus Venda

Südamerikanischer Postverein
1911 gegründeter Postverein der südamerikanischen Staaten zur Erleichterung des grenzüberschreitenden Postverkehrs mit teilweise über die Festlegungen des Weltpostvertrags hinausgehenden Vereinbarungen.

Süd-Kasai
Süd-Kasai ist eine Provinz der Republik Kongo – Kinshasa. Sie erklärte sich 1960 für unabhängig. Die Abspaltung wurde jedoch 1962 durch eine Militäraktion der UN und der  Zentralregierung wieder beendet. Süd-Kasai  wurde als Staat international nicht anerkannt, aber die Briefmarken wurden im internationalen Postverkehr geduldet.
Briefmarkenausgaben im Jahr 1961

Marke aus Süd-Karsai

Südossetien
Das im Kaukasus gelegene Gebiet Südossetien wird von den Vereinten Nationen als Georgien zugehörig betrachtet, befindet sich jedoch mitten in einem Prozess, der mit der Erlangung völliger Unabhängigkeit enden könnte. Es erklärte sich 1990 einseitig zur eigenständigen Republik und ist seither de facto unabhängig von Georgien. Hauptstadt ist Zchinwali. Die Marken dieses Landes werden von der -> UPU nicht anerkannt und gehören somit zu den -> Cinderellas. 

Südwestafrika 
Das Schutzgebiet Deutsch-Südwestafrika (DSWA) (heute Namibia) war eine deutsche Kolonie bis 1918. Mit einer Fläche von 835.100 km² war Deutsch-Südwestafrika ungefähr 1,5 mal so groß wie das Deutsche Reich. Nach dem Ersten Weltkrieg ging das Gebiet an England und wurde später von Südafrika verwaltet. Südwestafrika (SWA) war postalisch von Südafrika unabhängig und gab von 1923 bis 1989 eigene Briefmarken heraus. Am 21. März 1990 wurde die ehemalige Kolonie unter dem Namen Namibia unabhängig. An die deutsche Kolonialzeit erinnern noch eine Vielzahl von deutschen Namen, Bauwerken und Geschäften sowie die ca. 20.000 deutschstämmigen Siedler, die noch im Land leben. Hauptstadt: Windhuk
Briefmarkenausgaben seit 1923

Suppantschitsch, Victor
Victor Suppantschitsch (1838-1909) war Senatspräsident in Wien und ein bedeutender Philatelist mit einer großen Bibliothek philatelistischer Zeitschriften und Fachwerke, die als eine der komplettesten seiner Zeit angesehen wurde.

Suriname 
Die Republik Suriname liegt in Südamerika am Atlantischen Ozean. Sie grenzt im Osten an Französisch-Guyana, im Süden an Brasilien und im Westen an Guyana. Seit dem 25. November 1975 ist Suriname unabhängig von den Niederlanden; seitdem sind viele Surinamer in die Niederlande ausgewandert. Hauptstadt: Paramaribo
Briefmarkenausgaben seit 1873

lexiko443.jpg (8346 Byte)
Marke aus Suriname

Svalbard 
siehe Norwegen - Spitzbergen

Svenska-Bataljonen
Stempel zur Entwertung der schwedischen Feldpost im Saargebiet während der Volksabstimmung.

Swasiland 
Swasiland ist eine Monarchie in Afrika und liegt bei 26° 30' Süd und 31° 30' Ost. Es grenzt an Südafrika und Mosambik. Nationalfeiertag ist der 6. September, Tag der Unabhängigkeit (1968). Ursprünglich sollte Swasiland nach der Unabhängigkeit von Großbritannien Ngwana heißen. Hauptstadt: Mbabane
Briefmarkenausgaben seit 1889

lexiko444.jpg (13139 Byte)  Marke aus Swasiland

Syke-Halbierung
Hierbei handelt es sich um 1 Groschen, Deutsches Reich mit kleinem Brustschild. Die Mark wurde im Postamt Syke, Provinz Hannover halbiert und im Ortverkehr als Dienstpost verwendet.

Sympathie-Ausgabe
Bezeichnung für eine Briefmarkenausgabe, die im Anschluß an vorhergehende Marken (z. B. Europa-Marken) von Ländern herausgegeben werden, die mit dem Thema eigentlich nichts zu tun haben.

Syndicato Condor
Brasilianische Privatfluggesellschaft, die den Flugverkehr dort erschloß und von 1927 bis 1930 auch eigene Briefmarken herausbrachte, die in der Reichsdruckerei Berlin hergestellt wurden.

Syrien 
Die Arabische Republik Syrien ist ein autoritär geführter Staat in Vorderasien. Syrien grenzt an Israel, den Libanon, die Türkei, den Irak, Jordanien und das Mittelmeer und wird zu den Maschrek-Staaten gerechnet. Hauptstadt: Damaskus
Briefmarkenausgaben seit 1920


Marke aus Syrien

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Letzte Änderung am 23. Januar 2009

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