Api-Phila - Lexikon
Buchstabe "V"

VAE
siehe Vereinigte Arabische Emirate

Valenciennes
Von der Handelskammer Valenciennes wurde mit Genehmigung der deutschen Militärbehörden während des 1. Weltkrieges eine Marke zu 10 Centimes verausgabt, die als Vorläufer der deutschen Besatzungsausgaben von 1914 bis 1918 gilt. Die Marken wurde zwischen dem 8. September und 30. Oktober 1914 in den Bezirken Valenciennes, Quesnay, Solesmes und Cambrai verwendet.

Valeur déclarée

(franz. Wert angeben) ist im Weltpostverkehr vorgeschriebene Bezeichnung und Kennzeichnung für Sendung mit Wertangabe. Das große V als internationales Kurzzeichen für Valeur déclarée ist deshalb in vielen Ländern (auch bei der Deutschen Post der DDR) auf den Klebezetteln für Wertsendungen zu finden.

Vatikan
Der Staat Vatikanstadt (amtliche Langform in Deutschland und Schweiz) oder Staat der Vatikanstadt (amtliche Langform in Österreich) ist der kleinste von der UNO anerkannte eigenständige Staat der Welt. Er liegt innerhalb des Stadtgebiets von Rom.Die Briefmarken des wohl kleinsten Landes der Welt werden nicht nach Jahren, sondern nach Päpsten gesammelt und werden als wichtige Einnahmequelle gewertet.

lexiko466.jpg (24785 Byte) Marke aus dem Vatikan

Venda (Südafrika)
Venda war ein 6.875 km² großes Homeland im nördlichen Südafrika, in der heutigen Provinz Limpopo. Es wurde für die Ethnie der Venda gegründet. Das Homeland bestand aus einer Serie unzusammenhängender Territorien im damaligen Transvaal, mit einem Hauptteil und einer Hauptexklave. 1990 wurde die Regierung durch einen Volksaufstand vorübergehend abgesetzt. Am 27. April 1994 wurde das Homeland wieder in Südafrika eingegliedert. Hauptstadt: Thohoyandon
Briefmarkenausgaben von 1979 bis 1994

lexiko439.jpg (16327 Byte) Marke aus Venda

Venezuela 
Die Bolivarische Republik Venezuela (spanisch República Bolivariana de Venezuela) ist ein südamerikanischer Staat an der Karibikküste. Die Staaten Brasilien, Kolumbien und Guyana grenzen an das Land. Hauptstadt: Caracas
Briefmarkenausgaben seit 1859

lexiko467.jpg (16576 Byte)
Marke aus Venezuela

Verband Österreichischer Philatelistenvereine
Zum Verband Österreichischer Philatelistenvereine gehören 16 regionale Vereine mit über 3.000 Mitgliedern. Er wurde am 9. März 1921 gegründet. Mit der Eingliederung Österreichs in das Deutsche Reich wurde der Verband aufgelöst. Nach Kriegsende entstand am 15. Juli 1945 der VÖPH neu. 1950 trat der Verband im Rahmen der Feier "100 Jahre österreichische Briefmarke" zum ersten Mal wieder in die Öffentlichkeit.

Verband Slowakischer Philatelisten
Nationale Philatelistenorganisation der Slowakischen Republik.

Verband Tschechoslowakischer Philatelisten
Nationale Philatelistenorganisation der Tschechoslowakischen Republik.

Verblassen
Bezeichnung für eine Farbveränderung einer Marke durch Lichteinwirkung oder chemische Zersetzung.

Vereinigte Arabischen Emirate
Die Vereinigten Arabischen Emirate, kurz VAE, liegen auf der Arabischen Halbinsel und grenzen an Katar, Saudi-Arabien und an das Sultanat Oman. Die VAE wurden am 2. Dezember 1971 gegründet, was das Protektoratsabkommen mit Großbritannien beendete und die einzelnen Emirate zu einer Föderation zusammenfügte. Hauptstadt: Abu Dhabi (City)
Briefmarkenausgaben seit 1973

Marke aus den Arabischen Emiraten

Vereinte Nationen (UNO)
ie Vereinten Nationen (VN; engl. United Nations, UN; oft UNO für United Nations Organisation) sind ein zwischenstaatlicher Zusammenschluss von 191 Staaten der Erde und als globale Internationale Organisation uneingeschränkt anerkanntes Völkerrechtssubjekt.
Die wichtigsten Aufgaben der Organisation sind die Sicherung des Weltfriedens, die Einhaltung des Völkerrechts, der Schutz der Menschenrechte und die Förderung der internationalen Zusammenarbeit. Die Vereinten Nationen haben ihren Hauptsitz in New York und drei weitere Sitze in Genf (UNOG), Wien (UNOV) und Nairobi (UNON). Durch die Einnahmen aus dem Verkauf von eigenen Briefmarken und Souvenirs kommt seit Jahren mehr Geld in die Kasse der UNO.
Briefmarkenausgaben seit 1969 - Auch von Organisationen der UN wurden verschiedene eigene Marken emittiert.

lexiko460.jpg (20757 Byte) Marke der UNO (Genf)

Vereinigte Staaten von Amerika (USA)
Die Vereinigten Staaten von Amerika oder in der amtlichen Kurzform Vereinigte Staaten sind eine Bundesrepublik in Nordamerika. Sie grenzen im Norden an Kanada und (über die 100 km breite Beringstraße mit dem Bundesstaat Alaska) an Russland, im Süden an Mexiko, im Osten an den Atlantischen und im Westen an den Pazifischen Ozean. Die Vereinigten Staaten entstanden 1776 mit der Unabhängigkeitserklärung der britischen Kolonien in Amerika. Hauptstadt: Washington D. C.
Briefmarkenausgaben seit 1847 (Unions-Ausgaben)

Marke aus den USA

Verfärbung
Bezeichnung für eine nachträgliche Veränderung von Farben durch Einfluss von Licht (ausbleichen) bzw. Sauerstoff oder Behandlung mit chemischen Mitteln (Verfälschung, Farbverfälschung). Auch Chemikalien die zur Reinigung von Marken verwendet werden oder unachtsames ablösen von Marken (Siehe Wasserbadabfärbung) kann zu Verfärbungen führen.

Vergilius
Schriftsteller, 70-19 v. Chr. . Diese Legende wird auch vom großen römischen Dichter Vergil in seinem berühmten Lehrgedicht Georgica erzählt. Wie die Griechen glaubte auch er, dass Bienen spontan aus Tierkadavern entstehen.  In seinem Werk „Georgica“ hebt er in seinem 4. Band: ‚Welt der Bienen’ die moralische Einzigartigkeit der Bienen hervor. Vergil ist neben Horaz der bedeutendste römische Dichter der „Augusteischen Zeit“.

Vergilius (Italien)


Verkehrs-Anstalt Merkur Düren
Sie wurde am 30.03.1895 durch Matthias Degraa als Zweigniederlassung der Aachener Anstalt gegründet. Ab 01.04.1895 wurde diese durch den Lithografen Wilhelm Janssen geführt und im Oktober 1987 geschlossen. Anfänglich wurden die Bienenkorb-Marken Aachen MiNr. 1 und 2 mit dem Stempel "Merkur / Düren" verwendet.

lexiko54.jpg (15077 Byte) Stempelabdruck der Verkehrs-Anstalt Merkur Düren

Verkehrs-Anstalt Merkur Eschweiler
Im Sommer 1896 wurde in Eschweiler von dem Betreiber der Privatpostanstalten "Merkur" in Düren und Aachen, Herr Matthias Degraa, eine weitere Zweigniederlassung gegründet. Durch unlautere Machenschaften des Betreibers hatte diese jedoch nur eine kurze Zeit bestand und wurde nach nicht einmal einem Jahr Betrieb  im Juni 1987 amtlich geschlossen, wie u.a. auch in den Archiven der örtlichen Presse nachzulesen ist. Der Direktor Degraa, der in Eschweiler unter falschen Namen auftrat, wurde letztendlich steckbrieflich gesucht und soll sich nach Algerien abgesetzt haben. 
Anfänglich wurden die Bienenkorb-Marken Aachen MiNr. 1 und 2 mit dem Stempel "Merkur / Eschweiler" verwendet.

lexiko55.jpg (14464 Byte) Stempelabdruck der Verkehrs-Anstalt Merkur Eschweiler

Verlagspostamt
Postdienststelle, die den Großhandel mit Zeitungen und Zeitschriften wahrnimmt.

"Entgelt bezahlt" - Vermerk 
Der Freimachungsvermerk ist bei der Frankierung großer Stückzahlen die einfachste und zeitgünstigste Variante. Der Vermerk befindet sich in der rechten oberen Ecke einer Sendung (z.B. auf der Briefhülle) und muss mindestens 3,5 x 1,8 cm gross sein.

lexiko18.jpg (58963 Byte)   lexiko19.jpg (26716 Byte) verschiedene Freimachungsvermerke

Verrechnungsmarken
Philatelistisch interessant sind sie, wenn sie zu Frankaturzwecken verwendet wurden.

Versalien
Großbuchstaben einer Druckschrift im Gegensatz zu den Kleinbuchstaben, die Gemeine genannt werden. Großbuchstaben in Höhe der Kleinbuchstaben werden als Kapitälchen bezeichnet.

Versandstelle für Sammlermarken
Bezeichnung für eine zentrale Postdienststelle, die auf Bestellung und im Abonnement Postwertzeichen an Sammler versendet.

Verschlußmarke
andere Bezeichnung für Vignette.

lexiko488.jpg (68688 Byte) Verschlußmarke aus Bad Nauheim (Wetterau, Hessen)

Verschnitten
Als verschnitten wird eine Marke bezeichnet, die durch Schere aus dem Bogen abgetrennt und dabei am Markenrand beschädigt worden ist.

Verwaltungspost
Einrichtung des Zentralen Kurierdienstes in der DDR von Ende 1952 bis 30.09.1956. Übliche, besonders gesicherte Versendungsart für Dienstpost staatlicher Stellen, Vereinigungen volkseigener Betriebe usw. mit wertvollem, jedoch nicht in Geldanlagen festlegbarem Inhalt (z.B. Verträge und Dokumente).

Verzähnt
Als verzähnt wird eine Marke bezeichnet, die nicht zentriert, sondern verschoben im Feld sitzt und bei der die Lochung in den Rand der Marke geht.

Starker Zähnungsfehler

Victory Mail
V-Mail oder "Victory Mail" wurde aus dem Bedürfnis geboren wertvolle Transportkapazität zu sparen. Erfunden haben diese Art des Postversandes die Briten unter dem Namen "Airgraph Service". Die U.S. Army übernahm das System mit dem Namen "V-Mail" und nutzte es von Mitte 1942 bis Mitte 1945. 
V-Mail bestand aus Briefbogenformularen. Diese wurden von dem Absender beschrieben, durchliefen die Zensur und wurden fotografisch auf Mikrofilm aufgenommen. Die Filmrollen wurden dann in die USA geflogen, auf Fotopapier ausgedruckt, in einen besonderen Umschlag gesteckt  und an den Empfänger zugestellt.
V-Mail ist häufig. Es wurden Millionen von V-Mail Briefen versendet. Zu den Vorteilen der V-Mail zählte die automatische Sendung auf dem schnellstmöglichen Weg, also mit Luftpost, wenn immer möglich, und zwar kostenlos, während der normale Feldpostbrief, für den Luftpostbeförderung gewünscht war, mit 6c Porto frankiert werden musste. Portofrei war Feldpost nur auf dem Land- und Seeweg.
Ein weiterer Vorteil der V-Mail war, dass Briefe nicht verloren gehen konnten. Eine Kopie des Filmes wurde zurückgehalten, so dass bei Verlust der Post (Flugzeugabschuss, -absturz) die Post neuerlich auf den Weg gebracht werden konnte.
Obwohl die Nutzung des V-Mail Services zur patriotischen Angelegenheit erhoben wurde, deswegen natürlich auch der Name, übersteigt die Anzahl der normalen Feldpostbriefe die Anzahl der V-Mail Briefe bei weitem. Dies aus einem einzigem Grund: Der sehr beschränkte Raum für Mitteilungen machte diese Sendungsart unattraktiv.

v_mail1.jpg (41080 Byte) V-Mail der Pioniereinheit "Seabees"

Vielfachfrankatur
Bezeichnung für die Freimachung einer Postsendung mit einer Vielzahl von Briefmarken, meist infolge geeigneter höherer Wertstufen, wie dies bei einem inflationistischen Währungsverfall vorkommt.

Viererblock
Bezeichnung für vier in zwei Zweierreihen zusammenhängende Briefmarken aus einem Schalterbogen. Spezialsammler unterscheiden noch zwischen Randviererblock und Eckrandviererblock.

Vietnam 
Die Sozialistische Republik Vietnam ist ein Staat in Südost-Asien. Sie grenzt an China, Laos, Kambodscha und das Südchinesische Meer. Nach Jahrzehnten von Krieg und kommunistischer Planwirtschaft ist sie heute eines der ärmsten Länder Asiens. Ab 1883 stand Vietnam unter französischer Kolonialherrschaft. Nach dem Zweiten Weltkrieg fällt gemäß Beschluß  Potsdamer Konferenz Vietnam in den Herrschaftsbereich der Briten. Frankreich erzwingt 1945 die Wiederrichtung ihres kolonialen Regimes in Südvietnam. Chinesen und Briten übergeben Vietnam wieder an Frankreich. Über die Jahre wüteten mehrerer Kriege im Land. Am 2. Juli 1976 werden Nord- und Südvietnam unter dem Namen Sozialistische Republik Vietnam wiedervereint. Hauptstadt: Hanoi
Briefmarkenausgaben von 1946 bis 1976 Nordvietnam, seit 1976 Sozialistische Republik Vietnam



Vignette
Markenähnlicher Druck ohne Frankaturkraft, der entweder als Schmuck auf einen Brief hinzugeklebt wird, oder einzeln gesammelt wird. Bei vielen Sammlern als Ergänzung zu einer bestimmten Briefmarkenausgabe sehr beliebt.

Vignettenblock
Markenähnlicher Druck in Blockform ohne Frankaturkraft, der entweder als Schmuck auf einen Brief hinzugeklebt wird, oder einzeln gesammelt wird. Bei vielen Sammlern als Ergänzung zu einer bestimmten Briefmarkenausgabe sehr beliebt.

Vineta-Provisorium
Halbierung der 5-Pfennig-Marke der Germania-Ausgabe mit Inschrift "Reichspost" mit Gummistempelaufdruck "3PF", der an Bord des deutschen Kreuzers "Vineta" im Jahre 1901 verwendet wurde. Diese Aushilfsausgabe wurde von der Reichspost nicht anerkannt, aber trotzdem ist die Marke in vielen Katalogen aufgenommen.

Vlèek, Jindra
Der am 5. September 1885 in Malá Skalice geborene und am 22. März 1968 in Hradec Králové gestorbene Maler, hinterließ beinahe 30 Briefmarkenentwürfe, die alle aus der Vorkriegs-Tschechoslowakei oder aus der unabhängigen Slowakei während des Kriegs stammen.

V-Mail
s. Victory-Mail

VÖB
Abkürzung für "Verband Österreichischer Briefmarkenprüfer".

Völkerbund
Philatelistisch gesehen handelt es sich um die schweizerischen Marken, die mit dem Aufdruck "Société des Nations" verausgabt wurden. Hinzu kommen Marken für die einzelnen Organisationen des Völkerbundes, wie z. B. Internationales Arbeitsamt (BIT), Internationales Erziehungsamt (BIE), Internationale Flüchtlingsorganisation (OJR) und Weltgesundheitsorganisation (OMS).

Vogt, Artur
Vogt wurde 1894 geboren und starb 1964. Er war ein bekannter Philatelist der DDR. Große Verdienste erwarb er beim Aufbau der philatelistischen Organisation in der DDR und war von 1951 bis zu seinem Tode Vorsitzender der Zentralen Kommission Philatelie beim Präsidialrat des Kulturbundes der DDR.

Vollgummi
Philatelistische Bezeichnung für die übliche Art der Gummierung für den Briefmarkendruck vorgesehener Papiere, wobei eine Seite des Papiers vollständig mit Klebstoff versehen ist. Gegensatz zum Spargummi.

vollrandig
Geschnittene Marke, deren Markenbild an keiner Seite berührt wird.

Vollstempel
Stempeldruck, der das Postwertzeichen (nahezu) zentrisch getroffen hat, so daß der Aufgabeort, das Datum gegebenenfalls auch der Unterscheidungsbuchstabe lesbar sind.

Vorausentwertung
Vorausentwertung einer österreichischen Zeitungsstempelmarke durch Zeitungsdruck-Vorausentwertungen (auch VE's genannt) wurden von zahlreichen Ländern für Massenauslieferungen angewandt. Die zur damaligen Zeit gültigen Freimarken wurden durch spezielle Buchdruck- oder Handstempel im voraus entwertet und so in ganzen Bögen an die Großauslieferer abgegeben. Dadurch erübrigte sich das einzelne Abstempeln der später verschickten Sendungen und der Postbetrieb wurde so vereinfacht.
Durch diese Vereinfachung des Postbetriebes kann man jedoch nicht mehr erkennen, ob eine Briefmarke bereits gebraucht wurde oder nicht. Deshalb durften Vorausentwertungen nur von speziellen Großkunden verwendet werden, die bei der Post registriert waren. Privatpersonen durften Briefe nicht mit vorausentwerteten Briefmarken frankieren.
In Frankreich und USA werden Vorausentwertungen durch Buchdruck noch heute verwendet.
Eine weitere Form der Vorausentwertung sind die Absenderstempelmaschinen. Der Absender stempelt mittels einer speziellen Maschine die Briefmarken auf der Sendung und liefert diese dann bei der Post ein. Dazu braucht er ebenfalls eine Genehmigung der Post. Diese VE's kommen heute in Deutschland, der Schweiz und Lichtenstein vor.
Eine besondere Form der Vorausentwertung ist der Vorausentwertung durch den Zeitungsdruck. Diesen findet man bei österreichischen und französischen Zeitungsstempelmarken (für eine fiskalische Gebühr) die bereits vor dem Druck der Zeitungen auf diese geklebt wurden und durch den Zeitungsdruck entwertet wurden. In diesem Fall werden die Briefmarken also unverändert von der Post abgegeben und können in keinem Fall wieder verwendet werden.

Vordruckalbum
Sammelalbum mit Blättern, auf denen die Briefmarken oder Belege eines bestimmten Landes oder Motivgebietes vorgedruckt sind.

Vordruckblatt
Einlageblatt für ein Sammelalbum, auf dem die zu sammelnden Briefmarken in Farbe oder s/w abgebildet sind.

lexiko50.jpg (16950 Byte) Vordruckblatt

Vorjury
Eine vor größeren Ausstellungen von einem Jurykollektiv vorgenommene erste kritische Durchsicht der zum Ausstellen angemeldeten oder vorgesehenen Sammlungen. Die Vorjury entscheidet, welche Sammlungen endgültig zur Ausstellung zugelassen werden und gibt den Ausstellern gegebenenfalls noch Hinweise und Ratschläge, wie das Exponat vor Ausstellungsbeginn noch verbessert werden kann.

Vorläufer
Postwertzeichen, die in einem Gebiet (z.B. deutsche Kolonien) verwendet werden durften, bis es dort eine eigene Post gab.

Vorphilatelie
Die "Altbriefkunde" ist das systematische Sammeln, Erforschen und Auswerten von Briefen, deren Abstempelung, postalische Vermerke usw. aus der Zeit vor Einführung der Briefmarke im Jahre 1840. im Umlauf waren.

VÖPh
Verband Österreichischer Philatelistenvereine. Gegründet am 9. März 1921. Der damals junge Verband entwickelte bald eine rege Tätigkeit in der Zusammenarbeit mit der österreichischen Post bei der Organisation von kleinen Ausstellungen und als Prüfungsstelle für Postwertzeichen. Im Jahre 1926 gehörte der VÖPH zu den Gründungsmitgliedern des internationalen Dachverbandes, der FIP.
Trotz aller Erfolge brachte es der VÖPH nicht zu einem eigenen Verbandsheim. Dazu kam es erst durch den bedeutsamen Beschluß, 1933 eine Weltausstellung der Philatelie, die WIPA 1933, in Wien abzuhalten. Die WIPA 1933 war ein großartiges Ereignis und blieb für Jahrzehnte Vorbild internationaler Briefmarkenausstellungen. Zwei Jahre später wurde am 1. Dezember 1935 weltweit zum ersten Mal der "Tag der Briefmarke" gefeiert.
Mit der Eingliederung Österreichs in das Deutsche Reich verschwand nicht nur Österreich von der Landkarte, auch der Verband wurde aufgelöst. Erst nach Kriegsende entstand in der damaligen Zeit der Not und des Elends am 15. Juli 1945 der VÖPH neu. 1949 wurde im Ministerrat erstmals der Beschluß gefaßt, zum Tag der Briefmarke eine eigene Zuschlagsmarke herauszugeben. 1950 trat der Verband im Rahmen der Feier "100 Jahre österreichische Briefmarke" zum ersten Mal wieder in die Öffentlichkeit.
Die WIPA 1965 stellte nicht nur die erfolgreiche Wiederaufnahme einer Tradition in der Zweiten Republik dar, die Zusammenarbeit aller österreichischen Philatelistenvereine legte auch den Grundstein für die heutige Arbeit im Verband. Die große Wettausstellung der Philatelie, die WIPA 1981, war nicht nur ein philatelistisches Ereignis, sondern auch ein gesellschaftlicher Erfolg.
Heute ist der Verband vitaler denn je. Die Verbandszeitschrift "Die Briefmarke" zählt zu einer der besten und kompetentesten Fachzeitschriften Europas. Eine rege Zusammenarbeit besteht mit der Österreichischen Post, dem Händlerverband sowie mit dem Verband Österreichischer Briefmarkenprüfer.

VSPHV
Abkürzung für "Verband Schweizer Philatelistenvereine".

V-Stempel
während des 2. Weltkrieges von der Zensurstelle verwendete Stempel. Sie dienten zur besonderen Kenntlichmachung. Mit 30. Juni 1948 abgeschafft.

V-Zettel
Kurzbezeichnung für Klebezettel (für Wertsendungen), wobei zwischen Klebezetteln für Wertbriefe und Klebezetteln (Nummernzetteln) für Wertpakete (Wertpaketzetteln) unterschieden werden muss.

lexiko127.jpg (8818 Byte) Wertzettel

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Letzte Änderung am 23. Januar 2009

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