Api-Phila - Lexikon
Buchstabe "W"

Waadt
Bezeichnung für die Ausgabe der Schweizer Bundespost für den Postkreis Genf 1848. Das Markenbild zeigt das schweizerische Postkreuz im Posthorn.

Waagerechter Zusammendruck
Zusammendruck von zwei oder mehreren Marken unterschiedlicher Motive oder verschiedener Wertstufen im Schalterbogen oder Markenheftchenbogen in waagerechter Anordnung.

Waagerecht geschnitten
Sonderart der Zähnung, bei der waagerecht die Markenseiten absichtlich nicht gezähnt worden sind. dies kommt vor allem bei Rollenzähnung vor. Wenn die Zähnung unbeabsichtigt nicht angebracht worden ist, spricht man von waagerecht ungezähnt.

Waagerecht gezähnt
Sonderart der Zähnung, bei der die senkrechten Markenseiten absichtlich nicht perforiert hat.

Waagerecht ungezähnt
Bezeichnung für eine Marke, deren obere und untere Seite beim Anbringen der Zähnung versehentlich nicht gezähnt worden ist.

Währung
Bezeichnung für die Einheit eines staatlichen Zahlungsmittels. In der Bundesrepublik gab es die "DM", in der Europäische Union gibt es seit 2002 den "Euro", in der Schweiz gibt es den "Franken" und die USA haben den "Dollar" etc.

Währungsbezeichnung
Angabe der Währung auf einem Postwertzeichen.

Waffelprägung
Schutz gegen Fälschungen, der besonders von den USA 1861/66 verwendet wurde. Dabei wird ein kleinpunktiges Gitter in die Papiermasse eingeprägt, wodurch die beim Druck verwendete Farbe an den Kerbestellen die Papierfaser durchdringt und ein Entfernen des Entwertungsstempels verhindert bzw. erschwert wird.

Waffelwasserzeichen
Bekanntes Wasserzeichen aus den Jahren 1921/33 bei Marken der Dt. Reichspost.

Walzendruck
Dieser ist besonders am Oberrand deutscher Briefmarken zu erkennen.

Walzennummer
Auf dem Bogenrand eingedruckte Nummer der zum Druck verwendeten Druckform wie etwas bei der Plattennummer beim Plattendruck.

Walzenstriche
Den Bogenober- und -unterrand ausfüllende Striche in der Markenfarbe.

Wanderstempel
Hierbei handelt es sich um einen postalischen Entwertungsstempel, der an verschiedenen Orten verwendet wurde und deshalb auch keine Ortsangabe aufweist. Diese wurde entweder durch einen Handstempel zusätzlich angebracht oder handschriftlich in das Stempelbild eingefügt. Wanderstempel sind eigentlich Notbehelfe, die benutzt wurden, bis ein Stempel mit Ortsangabe zur Verfügung stand, und sind vor allen Dingen aus den Kolonialgebieten bekannt.

Wanderversammlung deutschsprachiger Imker
Zusammenkunft von Imkern aus Deutschland, Benelux, Österreich, Polen und Italien (Südtirol) die zweijährig an verschiedenen Orten stattfindet. Aus diesen Anlass werden oft Sonder- und Werbestempel eingesetzt bzw. private Ganzsachen verkauft (erstmalig 1985).

lexiko374.jpg (16776 Byte) Stempel vom 83.Kongress (D - Arnstadt 2004)

Wappenmarke
Briefmarke, deren Markenmotiv aus dem Wappen einer politischen Einheit besteht. Derartige Marken wurden besonders in der klassischen Zeit verausgabt.

lexiko316.jpg (26331 Byte) Biene und Bienenkorb im Wappen (Rumänien)

War Tax
Englische Bezeichnung für Kriegszuschlag, Kriegssteuer, der sich als Inschrift vielfach auf Steuermarken englischsprachiger Länder wiederfindet.

Wasserbadfärbung
ausziehen wasserlöslicher Farben aus Briefumschlägen, deren Seidenpapierfutter, Postvordrucken u. ä. beim Wasserbad. Ursache: dichtes aneinander liegen der Marken im Wasserbad.

Wasserempfindlichkeit
besonders leichtes Löslichkeit von Druckfarben oder Füll- und Farbstoffen des Papiers durch Wasser, z.B. auslaufen der Farbe, ausziehen oder verfärben

Wasserempfindlichkeit
Viele Briefmarken sind gegen Wasser sehr empfindlich, weil beim Druck leicht lösliche Anilinfarben verwendet wurden. Aber auch Kreidepapier und mit Kreidedruck behaftetes Papier ist außerordentlich leicht durch Feuchtigkeit verletzbar.

Wasserfarben
im Wasser lösliche Farbstoffe.

Wasserlinienpapier
Dieses hat nichts mit Wasserzeichenpapier zu tun, da mehr oder minder dicht nebeneinanderlaufende Linien bei der Fabrikation des Papiers, allerdings mit der gleichen Technik wie beim Wasserzeichen entstehen.
Wenn die Linien senkrecht und waagerecht aufeinander liegen, spricht man vom Kästchenmuster, weil die Linien in einem Winkel von 90 Grad zueinander stehen.

Wasserlösliches Papier
Ungeleimtes Papier, das sich in einem längeren Wasserbad in seine Bestandteile auflöst.

Wasserlöslichkeit
Dies bezeichnet die Eigenschaft verschiedener Druckfarben, unter Einwirkung einer Flüssigkeit (z.B. Wasser, Benzin oder Alkohol) vom Papier abzublättern bzw. sich aufzulösen.

Wasserzeichen
Zum Schutz vor Fälschung von Briefmarken und Geldscheinen im Papier eingearbeitetes Zeichen. Es entsteht durch unterschiedlich dicke Stellen im Papier.

 
Wasserzeichen (Rautenmuster)

Wasserzeichenabart
Abweichung des Wasserzeichens, wie zum Beispiel Wasserzeichenfehldruck, Wasserzeichentypenunterschied, Wasserzeichenverstümmelung sowie Abweichung in der Wasserzeichenrichtung.

Wasserzeichenänderung
Bewußte Verwendung von Papier mit einem anderen Wasserzeichen für einen Teil der Auflage oder eine neue Auflage.

Wasserzeichenelement
Diese sind die gestaltende Teile eines Wasserzeichens, wie z. B. ein Symbol, Buchstaben, Figur. Es wird nach Formen wie Größe, Stellung, Darstellung, Verteilung im Bogen benannt.

Wasserzeichenfehldruck
Der Fehler im Wasserzeichen entsteht bei der Briefmarkenherstellung durch Verwendung eines Papiers mit einem anderen Wasserzeichen.

Wasserzeichenrichtung
Laufrichtung der Wasserzeichenelemente, die nicht zentralsymmetrisch angeordnet sind und deren Form verschiedene Stellungen möglich machen.

Wasserzeichensucher
Es handelt sich um eine tiefschwarze, ggf. auch farbige, flachrandige kleine Schale aus Kunststoff oder lackiertem Blech, in die die Marken hineingelegt werden. Mit Hilfe chemisch reinen Benzins kann man die Wasserzeichen dann feststellen. Einige Marken sind sehr bezin-empfindlich, weshalb die größte Vorsicht anzuwenden ist. Da Benzin aber keinen Gummi angreift, können auch postfrische Marken bedenkenlos mit Benzin auf Wasserzeichen untersucht werden.

Wasserzeichensucher

Wasserzeichentypenunterschied
Ein Unterschied des Wasserzeichens ergibt sich aus der Verwendung unterschiedlich ausgeführter Elemente des gleichen Wasserzeichens auf der Wasserzeichenwalze, so daß sich verschiedene Typen unterscheiden lassen.

Wasserzeichenverstümmelung
Hierbei handelt es sich um einen herstellungstechnischen Fehler, der durch Ausbrechen von Teilen der auf die Wasserzeichenwalze aufgelöteten Wasserzeichenform verursacht wird.

Waterlow & Sons
Eine der wichtigsten Wertpapierdruckereien Englands, die zahlreiche Marken Großbritanniens und der britischen Kolonien herstellte.

Waterlow Borthers & Layton
Eine Druckerei in London, die zahlreiche Marken Großbritanniens herstellte.

Wechselseite Perforation
Perforationsart, bei der zu Paaren oder Dreierstreifen zusammengestellte Marken an der gemeinsamen Außenseite gezähnt und zwischen den zum Paar oder Dreierstreifen gehörenden Einzelmarken durchstochen sind.

Wechselverkehr
Bezeichnung für den Postverkehr deutscher Postverwaltungen untereinander sowie mit Österreich und Luxemburg im 19. Jahrhundert.

Wegstempel
Einzeilenstempel mit dem Text WAY, WAY MAIL oder WAY LETTER im 19. Jahrhundert in den USA zur Kennzeichnung der den Landpostboten unterwegs zur Beförderung mitgegebenen Briefe.

Weihnachtsblock
Bezeichnung für einen Sonderblock mit weihnachtlichen Motiven, in der Regel mit Zuschlag für die Wohlfahrtspflege.

Weihnachtsmarken
Sammelbezeichnung für Sondermarken, die nur zur Weihnachtszeit verkauft werden, aber auch private Spendenmarken (z. B. Julmarken in Skandinavien) ohne Frankaturkraft.

lexiko184.jpg (30075 Byte) Julmarken aus Schweden

Weiterfranko
Weiterfranco (Wf, Wfo, WFco) - Gebühren, die bei der Aufgabe bezahlt wurden und die ausländischen Postverwaltung zustehen


Weiße Karte

andere Bezeichnung für die Ausstellungskarten der UNO-Wien, die auf weißem Karton gedruckt werden. Die Ausstellungskarten der UNO-Genf sind blau, die der UNO-New York grün.

Weißrussland 
Weißrussland (weißrussisch Беларусь, Belarus) – im deutschen Sprachraum und amtlich auch als Belarus bekannt – ist ein Staat in Osteuropa, der zwischen Polen, der Ukraine, Russland, Lettland und Litauen liegt. Früher wurde das Land auch Weißruthenien und im DDR-Sprachgebrauch Belorussland genannt. Seit Ende 1991 ist das Land ein eigenständiger Staat. Hauptstadt: Minsk
Briefmarkenausgaben seit 1992

lexiko471.jpg (26830 Byte) Marke aus Weißrussland


Weiterfranco
Der Teil der vom Absender gezahlten Beförderungsgebühr grenzüberschreitender Postsendungen, der vor Abschluß internationaler Verträge von Postverwaltung zu Postverwaltung weitervergütet werden mußte.

Weiterporto
Der Teil der vom Empfänger nachträglich einzuziehenden Beförderungsgebühr grenzüberschreitender Postsendungen, der der Postverwaltung des Abgangslands und ggf. auch den Postverwaltungen von Transitländern rückzuvergüten war.

Weitfahrt
Ballonfahrerwettbewerb, bei dem es Aufgabe der Wettbewerbsteilnehmer ist, innerhalb einer festgelegten maximalen Fahrtdauer möglichst weit vom Standort entfernt zu landen.

Wellenlinie
Oft verwendete Wasserzeichenform bzw. Art der Ausführung des nicht den Tagesstempel tragenden Teils der Walze bei Briefstempelmaschinen..

Wellenlinienstempel
Philatelistische Bezeichnung für einen Poststempel mit mehreren übereinander geordneten Wellenlinien. Diese werden heutzutage besonders in den Briefzentren der Dt. Post AG eingesetzt und sind bei Sammlern äußerst unbeliebt.

Wellenstempelung
Entwertung in Form mehrerer, übereinander liegender Wellenlinien, vor allem bei Briefstempelmaschinen üblich. Bei Sammlern sehr unbeliebt.

lexiko315.jpg (7070 Byte) Wellenstempel aus Frankreich

Weltausstellung
Große internationale Briefmarkenausstellung, die für alle Landesverbände und Einzelaussteller, die das Ausstellungsreglement anerkennen, offen ist.

lexiko314.jpg (8817 Byte) Bees in Space (Liechtenstein)

Weltfestspielmarken
Sammelbezeichnung für alle Sonderausgaben, die von veranstaltenden und teilnehmenden Ländern anlässlich von Weltfestspielen der Jugend und Studenten herausgegeben worden ist.

Weltpostverein
Abk. UPU (Union Postale Universelle), Sitz in Bern (Schweiz). Zusammenschluß der dem Weltpostvertrag beigetretenen Länder, mit welchem der Postaustausch u.a. international erleichtert und geregelt wird. Er wurde am 9. Oktober 1874 auf Anregung Heinrich von Stephans mit dem "Allgemeinen Postvereinsvertrag" gegründet.

Weltpostvereinsländer
Bezeichnung für die Länder, deren Postverwaltungen dem Weltpostverein angehören.

Weltraumfahrt
Hierbei handelt es sich um ein modernes Sammelgebiet, in dessen Sammlungen Marken mit Abbildungen von Astronauten, Satelliten und Raketen gehören.

Wenden
Lokale Kreispost auf dem Gebiet der "Viländischen Ritterschaft". Für die Marken, ihre amtliche Anerkennung und Bewertung gibt es Spezialwerke.

Werbeantwort
Gewöhnlicher Brief oder Drucksache, die als Antwort auf eine Briefsendung mit werbendem Charakter enthält.

Werbeausgabe
Sonderausgabe anlässlich eines bedeutenden Ereignisses.

Werbeschau
Philatelistische Ausstellung gemäß dem Ausstellungsreglement des VÖPH. Das sind Ausstellungen mit einer Rahmenfläche von 24 - 100m².

Werbestempel
Ist ein Stempel der zusätzlich zu den Postrelevanten Daten (z.B Datum, Ortsbezeichnung) weitere Informationen enthält.
Es gibt verschiedene Erscheinungsformen. Diese können einteilig oder mehrteilig sein.

Wertangabe
Wertbezeichnung, Nominale, Nennwert; der in Ziffern angegebene Wert (in Pfennig, Mark, Euro etc.) einer Briefmarke. Darin inbegriffen sind nicht die Zuschläge, die im allgemeinen für Wohltätigkeitszwecke abgeführt werden.

Wertangabe
Ziffern oder Buchstaben, die den Nennwert des Postwertzeichens bestimmen. Bei Marken mit Zuschlag muß dieser zusätzlich bezahlt werden.

Wertaufdruck
Philatelistische Bezeichnung für die Veränderung des Freimachungswertes und/oder Zuschlags durch Anbringen eines Aufdrucks. Dieser kann erforderlich sein
a) als Aushilfsmaßnahme bei Mangel an Postwertzeichen,
b) Folge von Postgebührenerhöhungen oder Postgebührensenkungen,
c) bei Währungsmaßnahmen und
d) bei Erhebung von Zuschlags.

Wertbrief
Ein mit Wertangabe versendete Brief mit entsprechender Versicherungsleitung im Verlustfall

lexiko45.jpg (11250 Byte) Wertbrief mit V-Zettel 

Wertbriefmarke
Markengattung zur Verrechnung der Beförderungs- und Versicherungsgebühren für versicherte Wertbriefe.

Werteindruck
Während der Herstellung eines Postwertzeichens in einem besonderen Durchgang vorgenommener Druck des Freimachungs- oder Nennwerts.

Wertminderung
Vom Katalogwert mindernder Wert durch Mängeln der Briefmarke.

Wertpaketzettel
Kurzbezeichnung des Nummernzettels für Wertpakete.

Wertsendung
Postsendung mit Wertangabe.

Wertstempel
Bezeichnung für eingedruckte Briefmarken oder Wertzeichen auf einer Ganzsache.

lexiko313.jpg (8107 Byte) Wertstempel auf einer polnischen Postkarte

Wertstempelfehldruck
Kopfstehender, falsch platzierter oder in falscher Farbe eingedruckter Wertstempel auf einer Ganzsache.

Werttausch
Austausch von Postwertzeichen und anderem philatelistischem Material zwischen Sammlern zum Verkehrswert (Katalogwert). Der Tausch "Stück gegen Stück" wird als Stücktausch bezeichnet.

Wertzeichen
von Postwertzeichen abgeleitete Kurzbezeichnung die bes. Sammler anstelle von Briefmarken gerne benutzen.

Wertzeicheneindruck
auch eingedrucktes Postwertzeichen, Wertstempeleindruck oder einfach Wertstempel. Bez. für den Frei- oder Dienstmarken u.a. bildl. gleichen oder ähnl. Eindruck im Nennwert des entsprechenden Portos auf Postkarten, Briefumschlägen und sonstigen postal. Formularen, die von Sammlern Ganzsachen genannt werden.

Wertzeichenpapier
Spezialpapier für den Wertzeichendruck (Banknoten, Postwertzeichen), das mit besonderen Sicherheitsmerkmalen versehen ist. Dazu gehört z.B. ein besonderes Zusammensetzen der Papiermasse.

Wertzettel
Wertzettel wurden 1926 in Deutschland eingeführt und dienen der Kennzeichnung von Sendungen mit Wertangabe. Auf ihnen steht oft ein großes "V" für "Valeur". Sie sind vorwiegend rot oder rosa.

lexiko126.jpg (9621 Byte) Wertzettel

Wertzifferfehldruck
Falsche oder kopfstehende Wertangabe bei in mehreren Druckgängen hergestellten Marken.

Wertzifferwasserzeichen
In verschiedenen Ländern früher verwendetes Einzelwasserzeichen, das eine Zahl entsprechend dem Nennwert der Marke zeigt.

Westpreußen
Auf Grund des Versailler Vertrages nach dem 1. Weltkrieg fand in Westpreußen (= das Gebiet um Marienwerder) unter interalliierter Kontrolle eine Volksabstimmung statt. Der Sitz der Kommission war in Marienwerder und es wurden besondere Briefmarken während dieser Zeit herausgegeben.

Widerstandsmarken
Bezeichnung für Marken, bei denen der Zeichner oder Graveur das Markenbild absichtlich so gestaltet, daß darin seine Opposition gegen das herrschende Regime oder eine Besatzungsmacht zum Ausdruck kommt, ohne daß dies auf den ersten Blick erkennbar ist.

Wiegestempel
Einzellangstempel zu Anfang des 19. Jahrhunderts mit leicht nach oben gewölbter Stempelfläche, die mit wiegeartiger Bewegung abgedrückt werden sollte.

Wiener Internationale Postwertzeichen-Ausstellung
Philatelistisches Großereignis, das im Jahr 2000 zum 4. Male stattfand, wozu ein Sonderblock mit dem Titel "Wien lädt zur WIPA 2000" herauskam. Frühere Ausstellungen fanden in den Jahren 1933, 1965 und 1981 statt.

Wiener Lokalbahn A.G.
Diese gab ab 1928 eigene private Briefmarken heraus, die für den Verkehr Wien - Baden bei Wien dienten, aber philatelistisch nicht anerkannt sind.

Windsor-Sammlung
Bezeichnung für die Sammlung des britischen Könighauses. Die Sammlung umfaßt philatelistische Raritäten, die in 13 Jahrzehnten gesammelt wurden. Da kein Herrscher die Philatelie als richtiges Hobby pflegte, gilt die Sammlung eher als Teil des Kronvermögens. Der Wert der Sammlung ist unschätzbar und die Sammlung selber ist größer als jede sonstige private oder staatliche Sammlung, die es je gab.

Winkelmesser
Kleines philatelistisches Instrument, meist aus glasklarem Kunststoff mit Winkelskala von 0 bis 180 Grad. Besonders wichtig bei der Bestimmung eines Winkels, in dem ein Aufdruck auf der Marke erscheint.

Winkelzähnung
Sonderart der Zähnung, bei der nur zwei angrenzende Seiten einer Marke gezähnt sind.

Winterthur
Bezeichnung für ein Briefmarke, die von der schweizerischen Bundespost 1850 für den Postkreis Zürich verausgabt wurde. Das Markenbild zeigt ein Wappen mit einem Posthorn.

Wiesner, Leonhard
Briefmarken- und Münzenhändler und Organisator der Numiphil.

WIPA
Wiener Internationale Postwertzeichen - Ausstellung, Philatelistisches Großereignis, das im Jahr 2000 zum 4. Male statt fand. Frühere WIPAs fanden in den Jahren 1933, 1965 und 1981 statt.
Die nächste WIPA ist 2008!

lexiko57.jpg (24122 Byte) Marke zur WIPA 2008

Wirtschaftsdrucksache
Offene Briefsendung ohne Begrenzung ohne Begrenzung des Umfangs handschriftlicher oder mit der Schreibmaschine ausgeführter Änderung oder Nachträge, die in einem sachlichen Zusammenhang mit dem gedruckten Text stehen müssen. Bei der Deutschen Post wurde diese 1959 eingeführt. Wirtschaftsdrucksachen sind Rechnungen und Lieferscheine auf Vordruck. Zusatzleistungen sind Eilsendung, Luftpost, Rohrpost und Nachnahme.

Wittmann, Dr. Heinrich
Dr. Wittmann war Briefmarkenhändler und philatelistischer Journalist. Er war Bundesprüfer und Herausgeber der Monatszeitschrift "Der Deutschland-Sammler" und des "Philatelistischen Eil-Informations-Dienstes".

Wohlfahrtsmarken
Hierbei handelt es sich um Briefmarken, die über den Frankaturwert hinaus einen Zuschlag haben, der für wohltätige Zwecke verwendet wird. Für die Frankatur zählt nur der Postwert, aber nicht der Zuschlag.
Geschichte: die erste Wohlfahrtsmarken-Serie in Deutschland erschien 1949 unter dem Titel "Helfer der Menschheit", die erste Weihnachtsmarkenserie wurde 1969 herausgegeben. Seit 1949 konnten Milliarden Wohlfahrts- und Weihnachtsmarken verkauft werden.
Zuschlagserlöse: der Zuschlagserlös aus dem Verkauf von Wohlfahrts- und Weihnachtsmarken kommt der sozialen Arbeit von Arbeiterwohlfahrt, Deutschem Caritasverband, Deutschem Paritätischen Wohlfahrtsverband, Deutschem Roten Kreuz, Diakonischem Werk der EKD und der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland zugute. Der Erlös, den Mitarbeiter und Freiwillige Helfer der Einrichtungen der Wohlfahrtsverbände erzielen, wird zur Finanzierung sozialer Maßnahmen vor Ort eingesetzt.
Erlösverwendung: aus den Zuschlagserlösen werden alle Bereiche gefördert, in denen die Wohlfahrtsverbände aktiv sind. Schwerpunkte sind die Jugend-, Alten- und Behindertenhilfe, die Gesundheits- und Familienhilfe sowie soziale Maßnahmen für Arbeitslose, Flüchtlinge und Suchtkranken.
Schirmherrschaft: der jeweilige Bundespräsident ist Schirmherr des Sozialwerkes. Im Herbst jeden Jahres werden ihm die neuen Wohlfahrtsmarken vom Bundesfinanzminister überreicht.

lexiko267.jpg (48664 Byte) Satz "Für die Jugend" (Bundesrepublik Deutschland)

Wohltätigkeitsausgabe
Sonderausgabe von Postwertzeichen mit Zuschlag für karitative Zwecke.

Wohnungsbauausgabe
Bezeichnung für eine Zwangszuschlagmarke, die - ähnlich dem "Notopfer Berlin" - vom Land Württemberg vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 1949 verausgabt wurde.

lexiko108.jpg (7845 Byte) Beimarke "Notopfer Berlin"

Wolter, Karl Kurt
Wolter war Hauptgeschäftsführer des "Neuen Handbuches der Briefmarkenkunde". Er wurde vom Council der Royal Philatelic Society in London zum "Fellow R.P.S.L." gewählt und war somit der zweite Deutsche, der diese Auszeichnung erhielt.

World Air Mail Catalogue of Aerogrammes and Postal Stationary
Diese bedeutende Katalog erscheint in Belgien und ist ein umfangreicher Luftpost-Ganzsachen-Katalog.

Woyty-Wimmer, Hubert
Österreichischer Briefmarkenkünstler und -stecher, geboren am 14. Oktober 1901. Auf der "Ersten großen österreichischen Kunstausstellung 1947" wurde Woyty-Wimmer mit der "Goldenen Medaille für Graphik" ausgezeichnet.

WSt
Abkürzung für Handwerbestempel

WÜBA
Abkürzung für "Würzburger Briefmarkenausstellung".

Sonderstempel WÜBA 1991

Würzburger Briefmarkenausstellung
Philatelistische Großveranstaltung in Würzburg.

Württemberg
Das Königreich Württemberg zählt zu den altdeutschen Sammelgebieten und brachte am 15. Oktober 1851 sein erstes Postwertzeichen heraus, als die Postverwaltung auf Grund eines Vertrages vom 22. März 1851 mit Thurn und Taxis auf das Königreich überging. Ab dem 1. April 1902 verzichtete das Königreich Württemberg auf eigene Briefmarken und schloß sich dem Reichspostgebiet an. Die neuen Ausgaben für die geeinigte Nation erhielten von da an die Inschrift "Deutsches Reich".

Wurnitsch, Mag. Valentin
Österreichischer Briefmarkenkünstler

Wz.
Abkürzung für Wasserzeichen

 

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Letzte Änderung am 23. Januar 2009

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