Api-Phila - Lexikon
Buchstabe
"Z"
Zackenkranzstempel
Philatelistische
Bezeichnung für Poststempel der klasssichen Zeit von Baden 1851/68, wobei
es sich um Nummernstempel mit spitz gezacktem Rand handelte.
Zackenrandstempel
Philatelistische
Bezeichnung für Rechteckstempel des 19. Jahrhunderts mit sägezahnartig
gezackter Einfassung.
Zählmarken
Marken
zum Feststellen der Postgebührensumme eines bestimmten Absenderkreises
oder eines bestimmten Territoriums.
Zählnummer
Bei
Automatenrollen auf der Rückseite bestimmter Marken befindliche Nummern,
mit deren Hilfe bei angerissenen Rollen eine Bestandskontrolle ermöglicht
wird. Zählnummern befinden sich meist auf jeder fünften oder zehnten
Marke in der Rolle.
Zählnummer
auf der Rückseite einer Rollenmarke
Zähnung
Bequemere
Trennungsart einzelner Briefmarken aus dem ganzen Bogen angebrachte
Perforation. Technisch wird zwischen drei Zähnungsarten unterschieden:
Kamm-, Kasten- und Linienzähnung auch Kamm-, Kreuz-, Automaten- und
Doppelkammzähnung zählen dazu.
Zähnung raue
Eigentümlichkeit verschiedener gezähnter Marken bei denen während des Zähnens
die Perforation schlecht durchgestanzt ist.
Zähnung unregelmäßige
Zähnungslöcher von der Perforationslinie abweichen, rechnet unter die Zähnungsfehler.
Zähnungsausschluss
Anbringen der Perforation entstehenden fehlerhaften Abweichungen (Fehlzähnung),
z.B. durch falsches ansetzen der Zähnungskämme.
Zähnungsbogen
Bezeichnung
des für die Perforation bemessenen Markenbogens. Weil vielfach Marken auf
wesentlich größeren Papierformaten gedruckt werden, als sie die Zähnungsmaschine
annimmt, muß eine Unterteilung durch Schnitt des Ursprungsbogens
erfolgen. Die so gewonnenen Bogen für das endgültige Format der
eigentlichen Briefmarkenbogen nennt man Zähnungsbogen.
Zähnungsschlüssel
mechanisches oder elektronisches Gerät, zur Bestimmung des Zähnungsmaßes.
Zähnungsschlüssel
Zähnungsstäbchenmesser
Ein
vom Franzosen Dr.
J. A. Legrand erfundener Apparat, bei dem Reihen von Stäbchen
solange an die Zähnungsseiten einer Marke angelegt werden, bis eine der
Stäbchenreihen in die Perforationsöffnungen hineinpassen. Die Erfindung
konnte sich nicht durchsetzen, da oft Beschädigungen der Zähne
auftraten.
Zahlenstempel
Philatelistische
Bezeichnung für Nebenstempel, die nur aus Ziffern bestehen.
Zahlkarte
Postalischer
Vordruck, dessen Verwendung für jede Postsendung, mit der ein am
Postschalter eingezahlter Geldbetrag auf ein bestimmtes Postscheckkonto übermittelt
werden soll (Geldübermittlungssendung), vorgeschrieben ist.
Zahlkarte
Zahnleiste
Durch
Reparatur angebrachte falsche Zähnung mittels eines bis unter das
Markenbild reichenden Papierstücks an einer gesamten Markenseite.
Zahnmängel
Sammelbezeichnung
für Qualitätsmängel an der Perforation.
Zahnradstempel
Philatelistische
Bezeichnung für Poststempel der vor- und frühphilatelistischen Zeit mit
stumpf gezacktem Rand ähnlich dem Zackenkranzstempel.
Zante
Ionische
Insel, auf der während der deutschen Besatzung im 2. Weltkrieg Aufdrucke
mit dem Wort "Zante" verwendet wurden. Die Marken sind vielfach
gefälscht worden und sollten nur geprüft erworben werden.
Zara
Ionische
Insel, auf der während der deutschen Besatzung im 2. Weltkrieg Aufdrucke
mit dem Wort "Zara" verwendet wurden. Die Marken sind vielfach
gefälscht worden und sollten nur geprüft erworben werden.
Zd
Abkürzung
für Zusammendruck. Siehe dort.
Zebrazettel
Philatelistische Bezeichnung für die Klebezettel
Zehnerbogen
Bezeichnung für die seit Oktober 1994 in Deutschland übliche Einheit von
Briefmarken. Viele Sammler schätzen den eigens gestalteten Rand der
Zehnerbögen.
Zehnerbogen
(mit Bienen auf Bogenrand)
Zeitungsmarken
von den Postverwaltungen herausgegeben für die Verrechung der Gebühren
bei Beförderung von Zeitungen und Zeitungspaketen. Die bekanntesten sind
hier die Marken mit dem Bild des Merkurs von Österreich aus dem Jahre
1851.
Zeitungsmarke
Zehnfachfrankatur
Bezeichnung
für eine Frankatur, die nach einer Währungsreform mit Postwertzeichen
alter Währung zulässig ist, wobei der alte Nennwert nur ein Teilnennwert
der neuen Währung darstellt (10 : 1).
Zeitschriften
Die
bedeutendesten philatelistischen Fachzeitschriften im deutschsprachigen
Raum sind die "Deutsche Zeitung für Briefmarkenkunde" (DBZ),
die "Schweizer Briefmarken-Zeitung", der
"Briefmarken-Spiegel" und die "Philatelie".
Zeitungspaketmarken
Gruppe
von Paketmarken und Zeitungsmarken, die nur zur Entrichtung der für
Zeitungspakete ermäßigten Postgebühren zugelassen war.
Zeitungsstempelmarken
Art
der Steuermarken für die Verrechnung der Druckgebühren oder
Papiersteuer. Diese Marken wurden auf das noch unbedruckte Zeitungspapier
aufgeklebt und durch Mitbedrucken entwertet.
Zeitungszustellmarken
Unterart
der Zeitungsmarke, die nur der Freimachung von Zeitungssendungen in Österreich
diente, die innerhalb des Postzustellbezirks des Aufgabepostamtes blieben.
Zellglasfenster
Aus
glasklaren Werkstoff bestehende Folie, in die die Briefmarke eingelegt
wird.
Zellophanstreifen
Glasklarer
Folienstreifen aus Viskose, in der Philatelie verwendet für Sichtstreifen
in Einsteckalben.
Zemstvo-Marken (auch Semstwo- oder Rural-Marken)
Bis etwa 1865 hatte die russische Reichspost das alleinige Recht zum
Postbetrieb im Kaiserreich Russland, wobei sie die Post höchstens von
bzw. bis zu den Kreisstädten beförderte. Mit der Einrichtung der
Semstwo-Selbstverwaltung 1864 unter Zar Alexander II. in vielen
Landkreisen des europäischen Russlands änderte sich das.
Bereits 1865 wurden erste lokale Posteinrichtungen unter Leitung dieser
Kreisverwaltungen errichtet. 1870 - 1872 wurde die Semstwo-Post durch
Gesetze und Durchführungsbestimmungen weiter legalisiert. So besorgte die
Semstwo-Post schließlich in 345 von 371 Landkreisen bis 1917 das
Postgeschäft in den von der Reichspost nicht versorgten ländlichen
Gegenden.
Zemstvo-Marke aus dem Distrikt "Ossa" mit Bienen und Klotzbeute
Zensurpost
In Kriegs-, besonders Besatzungszeiten unterliegen Postsendungen oft einer
Zensur durch militärische oder zivile Stellen, wobei der Inhalt überprüft
und die Sendung hierzu geöffnet wird.
Beleg mit einem grünen Bienen-Zensurstempel
Zensurstempel
Zusatzstempel auf Postsendungen, deren Inhalt durch staatliche oder militärische
Postzensurstellen (Postüberwachungsstellen) überprüft worden ist.
Biene im Zensurstempelabdruck
Zensurstreifen
In Zensur- oder Postüberwachungsstellen verwendete Klebestreifen zum
Verschließen der Sendungen, die kontrolliert worden sind.
Zensurzettel
Auf einer Postsendung meist rückseitig angebrachter Zettel, der darauf
hinweist, dass die Sendung eine Zensur- oder eine Postüberwachungsstelle
durchlaufen hat.
Zentralafrikanische Republik
Die Zentralafrikanische Republik ist ein Staat in Zentralafrika. Sie
grenzt (im Uhrzeigersinn von Norden) an den Tschad, den Sudan, die
Demokratische Republik Kongo, die Republik Kongo und Kamerun. Das Land
wurde 1959 autonom und erlangte 1960 seine volle Unabhängigkeit.
Hauptstadt: Bangui
Briefmarkenausgaben seit 1959
Marke aus der Zentralafrikanische Republik
Zentrale
Kommission Philatelie
Diese
war von 1949 bis zur Gründung des Philatelistenverbandes im Kulturbund
der DDR im Jahre 1969 das Organ des Präsidialrates des Kulturbundes der
DDR zur kulturpolitischen und fachlichen Anleitung der organisierten
Philatelisten der DDR.
Zentraler
Kurierdienst
Zur
Sicherung des Postverkehrs zwischen staatlichen Organisationen unter
Benutzung der Einrichtung der Deutschen Post am 10. Oktober 1955 eingeführter
Postdienst unter dem Schutz der Organe des Ministeriums des Inneren der
DDR.
Marke des ZKD
Zenziger, Rudolf
Österreichischer Briefmarkenstecher, geboren am 19. Juni 1891 in Wien.
Zeppelin-Marken
Bezeichnung
für die Michel-Nr. 423 und 424 des Deutschen Reiches, die am 20.
September 1928 für die Postsendungen bestimmt waren, die das Luftschiff
"Graf Zeppelin LZ 127" beförderte. Für die Zeppelinfahrten
Polarfahrt, Südamerikafahrt und Chicagofahrt wurden die Marken mit einem
entsprechenden Aufdruck versehen: "1. Südamerika-Fahrt am 26. April
1930", "Polarfahrt 1931" und "Chicagofahrt
Weltausstellung 1933".
Polarfahrt 1931 (Deutsches Reich)
Zeppelinpost
Unter Zeppelinpost versteht man in der Philatelie Post, die mit einem
Zeppelin befördert wurde und einen entsprechenden Flugbestätigungsnachweis
trägt.
Beleg Zeppelinpost mit wabenförmigen "Zeppelin-Stempel"
Zeppelin-Stempel
Zeitweise wurden für die mit Zeppelin zu befördernden Sendungen in einem
Sonderpostamt besonders abgestempel
Zeppelin-Stempel
Zerritsch, Fritz
Österreichischer Briefmarkenkünstler, geboren 1888 in Wien.
Zetteldruck
Dieser
ähnelt dem Stempeldruck, wird aber meist auf primitive Weise hergestellt,
wie z. B. die in der Hochinflation zur Zeit der Weimarer Republik
erschienenen Frankaturen mit Gebührenzetteln und "Gebühren
bezahlt" -Stempel zeigen. Viele Ausgaben wurden ohne amtliche
Genehmigung hergestellt
Zeughausblock
Bezeichnung
für den Sonderblock mit Zuschlag, der 1946 von der Deutschen Post anläßlich
einer Briefmarkenausstellung im ehemaligen Zeughaus in Berlin
herausgegeben wurde.
Ziegenaugen
Bezeichnung
für die brasilianischen "Ochsenaugen".
Abgeleitet vom Wort "Cubra" = Ziege.
Zierbrief
Mit Verzierungen bedruckter Briefumschlag und mit Marken der altdeutschen Länder
beklebt.
Zierfeld
Anhängsel
oder Markenfeld, das besonders dekorativ gestaltet ist.
Marke mit Zierfeld (Ungarn)
Zierstempel
Poststempel,
der Zierart, Ornamente u. ä. zeigt oder in Zierform geschnitten ist.
Ziffernaufdruck
Bezeichnung
für einen Aufdruck, der nur aus Ziffern besteht und den neuen Wert
angibt.
Ziffernmarke
Briefmarke,
deren Markenmotiv aus einer grafisch gestalteten Zahl besteht.
Zimmerl, Prof. Richard
Chefredakteur der österreichischen philatelistischen Fachzeitschrift Die
Briefmarke.
Zumstein
Schweizer Briefmarkenkatalog. Erscheinungsort: Bern, Schweiz.
Zinckgraf,
Fr. Heinrich
Bekannter
Philatelist, zu dessen Ehren der Münchener Briefmarkenclub eine nach ihm
benannte Medaille gestiftet hat. Sie wird jedes Jahr an Jungsammler
vergeben.
Zinkdosenpost
Die Zinkkugelpost ist eine besondere Art der Postbeförderung mit Hilfe
einer wasserdicht ausgelegten Zinkkugel, deren Füllung so berechnet ist,
dass knapp unter der Wasseroberfläche "schwebt". Diese Art der
Notbeförderung wurde 1871 während des deutsch-französischen Krieges
eingesetzt, um Post über die Seine in das von den deutschen Truppen
belagerte Paris hineinzuschmuggeln.
Als zentrale Anlaufstelle für den Versand dieser Post fungierte die Stadt
Moulins südöstlich von Bourges. Post, die so ihren Weg in das belagerte
Paris finden sollte, wurde mit "Paris par Moulins"
gekennzeichnet. Die eingesetzten Zinkkugeln wurden analog auch "Boules
de Moulins" genannt, also "Kugeln von Moulins".
Von den angeblich rund 55 Kugeln, die jede bis zu 600 Briefe à 4 Gramm
aufnehmen konnte, gelangte allerdings keine an ihr Ziel, sondern einige
wenige Kugeln wurden später an Land angetrieben gefunden. Von den
eingesetzten 55 Kugeln sind mehr als 35 noch immer unentdeckt, die letzte
Entdeckung dieser Art stammt von 1969.
Echt gelaufene Zinkkugelpost ist von daher eine große philatelistische
Seltenheit und als solche sehr gesucht.
Zinndosenpost
Die Zinndosenpost ist eine Besonderheit der zu den Tonga-Inseln gehörenden
Insel Niuafoou, die keinerlei Hafen oder Anlandungsmöglichkeit besitzt.
Die Post nach Niuafoou wurde daher manchmal in verzinnte und wasserdicht
versiegelte Blechbüchsen gepackt und über Bord des Postschiffes
geworfen. Dort sammelte sie ein einheimischer Briefträger schwimmend auf
und setzte seinerseits eine Zinndose zum Auffischen durch das Schiff aus.
Entsprechende Belege sind bis in die 30er Jahre hinein zu finden,
allerdings gibt es auch Kritiker, die dieser Art von Post keinerlei
philatelistischen Wert beimessen, da die Einwohner von Niuafoou gute
Bootsfahrer waren und ihre Post auch ohne weiteres anders hätten befördern
können.
Zirkenbach,
Kurt
Der
Kaufmann Zirkenbach lebte von 1895 bis 1972 und war ein bedeutender
Philatelist. Außerdem war er Prüfer der Markenausgaben der ehemaligen
Deutschen Reichspost zur Zeit der Inflation 1920/23, aber auch über
Feldpost des ersten Weltkriegs.
ZKD
Abkürzung
für "Zentraler
Kurierdienst".
ZKPh
Abkürzung
für "Zentrale
Kommission Philatelie".
Zonenmarken
Bezeichnung
für die Briefmarken, die in dem sowjetisch besetzten Teil Deutschland und
im Ostsektor Berlin seit 1945 verausgabt wurden.
Zschopauer
Fälschung
Fälschung zum Schaden der Post der 60-Pfennig-Freimarke hellbraunkarmin
der zweiten Kontrollratsausgabe für Deutschland (so genannte "helle
Sechziger") mit falschen Gummistempelaufdruck "Sowjetische
Besatzungszone" bezeichnet. Sie wurde in Zschopau (bei Chemnitz)
durch Postangestellte verwendet, die sich an den Betrügereien
beteiligten, indem sie diese Fälschungen in den Postdienst
eingeschleusten und zur Freimachung von Paketkarten verwendeten.
ZSF
Abkürzung
für "Zväz
Slovenskych Filatelistov".
Zubringerpost
Postverbindungen,
mit denen Postsendungen großen, international wichtigen Postkursen
zugeleitet werden.
Zudruck
Philatelistische
Bezeichnung für einen Text und/oder eine bildliche Darstellung, die im
freien linken Teil der Vorderseite einer Postkarte oder eines
Briefumschlags eingedruckt sind.
FDC mit Zudruck (Sri Lanka / Ceylon)
Zulassungsmarke
Markengattung
ohne Frankaturkraft zur Zulassung von Postsendungen zu privilegierter oder
mengenbeschränkter Beförderung.
Zumstein
Schweizer Briefmarkenkatalog. Erscheinungort: Bern, Schweiz.
Zürich 4 / Zürich 6
Die Zürich 4 und Zürich 6 sind die ersten und einzigen Briefmarken, die
vom Schweizer Kanton Zürich herausgegeben wurden. Die Bezeichnung Zürich
4 und Zürich 6 leitet sich von der dominierenden Ziffernzeichnung dieser
Ausgabe ab.
Die Ausgabe erfolgte am 1. März 1843. Zu diesem Zeitpunkt gab es noch
kein einheitliches Postwesen für die gesamte Schweiz. Jeder einzelne
Kanton war für den eigenen Postdienst verantwortlich. Erst am 1. Januar
1849 erfolgte die Gründung eines eigenen Schweizer Postwesens, welches ab
1850 allgemeine Briefmarken für die gesamte Schweiz ausgab. Bis dahin
wurden eigene Briefmarken, neben dem Kanton Zürich, nur von Basel und dem
Genf herausgegeben. Die seltenen Briefmarken konnten noch bis 30.
September 1854 weiter verwendet werden.
Die Zürich 4 und Zürich 6 gelten als die ersten Schweizer Briefmarken.
Mit dem Ausgabedatum vom 1. März 1843 wäre die Schweiz damit das zweite
Land der Welt mit eigenen Briefmarkenausgaben nach Grossbritannien. Diese
Ansicht ist allerdings vor allem ausserhalb der deutschsprachigen Gebiete
umstritten, da es sich bei Zürich nicht um ein eigenes Land, sondern um
einen weitgehend souveränen Kanton handelte. Aus diesem Grund wird die Zürich
4 und Zürich 6 manchmal nur als Lokalausgabe und nicht als richtige
Briefmarkenausgabe angesehen.
Der Postwert betrug 4 beziehungsweise 6 Rappen. Die unperforierten Marken
wurden in schwarzer Farbe auf weissem Papier im Steindruck in der
Druckerei Orell, Füssli und Co. Bogen in Bögen zu 100 Marken
hergestellt. Die beiden Freimarken wurden gänzlich ohne Gummierung
ausgegeben und bei Bedarf nachgummiert. Neben der Ziffernzeichnung findet
sich die Landesbezeichnung und die Inschrift Local-Taxe auf der Zürich 4
und Cantonal-Taxe auf der Zürich 6, die Auskunft über gedachte
Verwendungszwecke der beiden Wertstufen geben. Die Zürich 4 wurde nämlich
für Briefe der Stadtpost und die Zürich 6 für Briefe innerhalb des
Kantons bis zu einem Gewicht von einem Lot verwendet. Für eingeschriebene
Briefe musste 10 Rappen aufgebracht werden. Diese konnten leicht durch
eine Zürich 4 und eine Zürich 6 abgedeckt werden.
Der hohe Sammlerwert ergibt sich einerseits wegen derer Seltenheit und
andererseits wegen derer hohen Beliebtheit. Sie eröffnen einem
Spezialisten ein weites Betätigungsfeld. Dieser kann zwischen waagrechten
und senkrechten Unterdrucken unterscheiden, fünf verschiedene Typen jeder
Briefmarke sammeln und Plattenfehler suchen.
Zürich 4 & 6
Zusammendruck
Zusammenhängende Briefmarken mit unterschiedlichen Motiven und ggf. mit
Werbeflächen.
Zusammendruck GERMANIA mit Reklamefeld "Gühler-Honig"
Zusatzfrankatur
Häufig
mußten - z. B. bei Luftpostsendungen oder sonstigen Sonderbeförderungen
- verwendet werden. Die dabei verwendeten Zuschlagmarken haben oft nur
halbamtlichen Charakter. Sobald sie aber postmäßig zugelassen und
postalisch entwertet wurden, gelten sie als sammelberechtigt.
Zusatzleistung
Zusammenfassende
Bezeichnung für postalische Leistungen gegen zusätzliche Gebühren, die
vom Absender gewünscht werden können.
Zusatzmarken
Diese
wurden vornehmlich für bestimmte Sonderleistungen der Post wie z. B.
"Flugpost am Rhein" oder "Zustellung zu eigenen Händen",
wofür die tschechoslowakische Post Zuschläge erhob, verwendet. Zu dieser
Kategorie gehören aber auch Beisteuermarken, wie zum Beispiel die
Stadtpostmarke von Barcelona.
Zusatzstempel
Bezeichnung
für alle außer dem Tagesstempel des Einlieferungspostamtes auf der
Postsendung angebrachten Stempel wie Ankunfts-, Grenzübergangs- und
Flugbestätigungsstempel.
Zuschlagsmarken
Briefmarken, die zusätzlich zum Nennwert noch mit einem Zuschlag versehen
sind, der wohltätigen Zwecken zugute kommt (Hochwassergeschädigte,
Jugend, Sporthilfe, ...). Der Zuschlag wird beim Verkauf eingehoben und
hat keine Frankaturkraft.
Satz "Für die Jugend" (Bundesrepublik Deutschland)
Zuschlagsportomarken
Portomarke
zum Nacherheben eines vom Absender trotz Anordnung nicht durch Kleben der
vorgesehenen Zwangszuschlagsmarke auf die Postsendung nachweislich
vorausgezahlten Zwangszuschläge.
Zustelldienst
Dienstzweig
der Post, dessen Aufgabenbereich die Zustellung der beim Zustellpostamt
eingegangenen Postsendungen und Presseerzeugnisse ist.
Zustellgebühren
Besondere
Gebühren, die vom Empfänger für die Zustellung von Postsendungen
erhoben werden, wenn die Zustellung der betreffenden Sendung nicht in der
postalischen Beförderungsgebühr inbegriffen ist bzw. mit besonderer
Beschleunigung verlangt wird.
Zustellpost
Postunternehmen,
das sich nur mit der lokalen Zustellung von Postsendungen beschäftigt.
Zustellung
Abtragen
der beim Bestimmungspostamt eingegangenen Postsendungen an die Empfänger.
Zustellungsmarke
Markengattung
zur Vorauszahlung von Zustellgebühren.
Zustellungsportomarke
Portomarke
zur Erhebung einer Nachgebühr beim Empfänger, weil der Absender nicht
die notwendige Zustellungsmarke geklebt hat.
Zustellungsurkunde
Formblatt,
auf dem der Zusteller mit Tag und Uhrzeit die persönliche oder bevollmächtigte
Zustellung einer Postsendung bestätigt.
Zväz
Slovenskych Filatelistov
Bezeichung
für den Verband slowakischer Philatelisten.
Zwangzuschlagmarke
Bezeichnung
für eine Marke, die zusätzlich zur Frankatur auf Postsendungen geklebt
werden muß. Ähnlich dem "Notopfer Berlin" wurde z. B. vom Land
Württemberg vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 1949 eine Zwangzuschlagmarke
für den Wohnungsbau verausgabt.
Zwangszuschlagsmarke
(Syrien)
Zweckinschrift
Auf
Postwertzeichen dient diese zur Erläuterung des Ausgabeanlasses, des
Markenmotivs u. a. Dies sind Bezeichnungen bei Sonderausgaben für Jubiläen,
Persönlichkeiten usw., aber auch Jahresangaben sind eine Zweckinschrift.
Zweifachfrankatur
Frankatur,
die aus Briefmarken verschiedener Postverwaltungen besteht.
Zweikreisstempel
Untergruppe
der Kreisstempel, bestehend aus konzentrisch angeordneten Kreislinien,
zwischen denen die Stempelinschrift steht.
Zweiling,
Arthur
Zweiling
lebte von 1893 bis 1972 und war ein bedeutender Philatelist. Er war Prüfer
der Postwertzeichen und Stempel verschiedener asiatischer Sammelgebiete
(China, Japan, Korea) und verfaßte zahlreiche Artikel für
Fachzeitschriften und Abhandlungen (z.B. "Japanmarken - echt oder
falsch?", 1971).
Zweisprachige
Stempel
Diese
werden in Gebieten verwendet, in denen zwei oder mehrere Völker
gleichberechtigt leben, wobei die Postamtsbezeichnung in den beiden
Sprachen oben und unten oder rechts und links im Tagesstempel steht.
Zweitaufdruck
Zusätzlicher
Aufdruck auf eine Marke, die bereits mit einem Aufdruck versehen ist.
Zweitfalz
Bei
ungebrauchten Marken auf Falzspur des Erstfalzes angebrachter weiterer
Falz. Diese hat meist eine erhebliche Wertminderung zur Folge.
Zwischenfelder
Felder
des Druckbogens oder des Rollbogens in Markengröße zwischen den
einzelnen Schalterbogen.
Zwischenstege
In
Markenheftchenbogen befindliche senkrechte und/oder waagerechte
Markenfeldreihen, die eigentlich (z.B. zur Gewinnung des Heftrandes bei
Markenheftchen) zerschnitten werden sollen oder den Bogen unterteilen.
Zylinderdruck
Beinahe
farbloser Druck, der durch ungenügenden Farbauftrag entsteht.
Zypern
Die Republik Zypern (griechisch: Κυπριακή
Δημοκρατία), ist ein
Inselstaat im Mittelmeer. Die Insel liegt vor der Südküste der Türkei,
nicht weit von Syrien entfernt. Die Autorität der Regierung der Republik
Zypern beschränkt sich auf den griechischsprachigen Südteil der Insel.
Der Nordteil der Insel bildet seit der türkischen Invasion die
international nicht anerkannte Türkische Republik Nordzypern. Die
ehemalige britische Kolonie wurde am 16. August 1960 aufgrund des
Abkommens von Zürich zwischen Großbritannien, Griechenland und der Türkei
(1959) unabhängig. Hauptstadt: Nikosia
Briefmarkenausgaben seit 1880
Marke aus Zypern
Zypern (Nord - türkisch besetzt)
Die Türkische Republik Nordzypern ist ein stabilisiertes De-Facto-Regime
im Norden der Mittelmeer-Insel Zypern. Seit der Proklamation der
"Türkischen Republik Nordzypern" am 15. November 1983
betrachtet sich diese als ein souveräner Staat, nachdem sie sich zuvor
seit 1975 unter der Bezeichnung "Türkischer Bundesstaat von
Zypern" als Teilstaat eines fortbestehenden zyprischen Gesamtstaates
gesehen hatte. Sie wird jedoch bis heute nur von der Türkei als
unabhängiger Staat anerkannt. Hauptstadt: Lefkoşa
Briefmarkenausgaben seit 1880
Marke aus Nordzypern
ZZ
Abkürzung
für "Zeitungszustellung", Inschrift eines rechteckigen
Kennbuchstabenstempels.
Bitte melden Sie uns fehlende Begriffe
und/oder Ergänzungen - vielen Dank.
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