Die Burgen in der Pfalz und im angrenzendem Elsaß

Fast alle der 500 (!) Burgen im Pfälzerwald und im angrenzendem Nord-Elsaß sind Felsenburgen, die sich in verwegener Bauweise den natürlichen Schutz großer Felsmassive zunutze machten  Ihre historische Hochzeit lag zwischen dem 11. und 16. Jahrhundert. Die Gründung der Burgen ist meist mit Saliern oder Staufern (11. bis 13. Jahrhundert) verbunden, der Niedergang mit Familienzwisten oder Kriegen; besonders den Bauernkriegen, dem Dreißigjährigen Krieg und dem Pfälzischen Erbfolgekrieg fielen viele Burgen zum Opfer.

Sie dienten als Bollwerke des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation, als Verteidigungsanlagen in den Kämpfen zwischen dem Reich und der Kirche oder als Stützpunkte mächtiger Lehnsherren und Familien.

Sie wurden meist von Rittern wie dem berühmt-berüchtigten Hans Trapp vom Berwartstein und ihren Familien bewohnt. Eher selten hatten Adlige wie Grafen, Herzöge, fast nie Könige oder Kaiser ihren Wohnsitz auf Burgen; eine Ausnahme bildet die Reichsfeste Trifels, auf der Kaiser Barbarossa angeblich bevorzugt wohnte. Er war allerdings nur zweimal dort ...

Blick von Burg Tanstein auf die Burg Altdahn

Blick von Burg Tanstein auf die Burg Altdahn

Im Vordergrund stand die Schutzfunktion der Burg gegenüber Überfällen, wovon häufig auch die einfache Dorfbevölkerung profitierte. Daneben erfüllte sie Sicherungsaufgaben wie an wichtigen Verkehrswegen.

Oft dienten die Burgen zumindest sekundär auch der Auseinandersetzung mit anderen Feudalherren - als Rückhalt bei der Belagerung einer anderen Burg oder als Gegengewicht zu schon bestehenden Burgen.

Geblieben sind zuhauf eindrucksvolle Ruinen, die vom Glanz und Heldentum des Mittelalters künden, Zeugnis davon ablegen, wie es vor allem zur Zeit der Hohenstaufen aber auch unter späteren großen Geschlechtern zu ging.

Felsenkammer in Burg Wasigenstein (F)

Felsenkammer in Burg Wasigenstein (F)

Von wenigen Ausnahmen abgesehen (Trifels, Berwartstein, Fleckenstein) können die Burgen jederzeit ohne Eintritt besichtigt werden. Für Literaturtipps siehe Link unten.

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