FRANKEN: Nicht bayrisch - nur bayerisch besetzt ...


Burg Greifenstein
Gemeinde Heiligenstadt, Landkreis Bamberg

Das Schloss Greifenstein ist seit 1691 im Eigentum der Grafen von Stauffenberg. Wer die Burg ursprünglich erbaut hat, ist nicht bekannt. Im Jahr 1172 wurde zum ersten Mal der Name der Burg mit Eberhard de Grifenstein aus dem Geschlecht der Schlüsselberger erwähnt.

Bis zu ihrem Aussterben im Jahre 1347 besaßen die Schlüsselberger die Burg. Mit dem Aussterben ihrer Nachfolger, der Herren von Streitberg, im Jahre 1690 fiel das Lehen an den Lehnsherrn, das Hochstift Bamberg zurück. Zu Anfang des 16. Jahrhunderts wurde die Burg im Bauernkrieg zerstört und danach wieder aufgebaut. Beim Rückfall an das Hochstift Bamberg war die Burg baufällig. Fürstbischof Marquard Sebastian Schenk von Stauffenberg ließ Greifenstein in den Jahren 1691-1693 restaurieren und unter der Leitung von Leonhard Dientzenhofer in ein Barockschloss verwandeln.

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Im Jahr 1691 erhielt der Bamberger Fürstbischof Marquard Sebastian Schenk von Stauffenberg die Burg Greifenstein für seine Verdienste um das Bistum Bamberg als Lehen mit dem Recht der Übertragung auf Blutsverwandte. Mit dem Ende des Hochstifts Bamberg ging Greifenstein in das Eigentum der Familie Stauffenberg über, deren fränkischer Zweig das Schloss heute noch bewohnt. Die Schenken von Stauffenberg sind ein Uradelsgeschlecht, das 1262 zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde und dessen namensgebende Burg Stauffenberg bei Hechingen in der Grafschaft Hohenzollern lag. Sie hatten das zeremonielle Hofamt des Mundschenken bei den Grafen von Zollern inne. Daher ist der Titel Schenk noch heute Bestandteil ihres Namens.

Zu dieser Familie gehörte auch Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der am 20. Juli 1944 das Attentat auf Hitler verübte, sowie sein ebenfalls an der Verschwörung beteiligter Bruder Berthold. Die Brüder waren Onkel des heutigen Eigentümers von Greifenstein, des Grafen Otto Phillip.

Ein Besuch lohnt sich - schon alleine wegen der liebevollen Führung der Kastellanin. 

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Direkt unterhalb der Burg befindet sich die "Burgklause" mit einfachen, aber sehr leckeren Gerichten.

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 Privatbesitz - Fotografieren in
der Burg (leider) nicht erlaubt

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