FRANKEN: Nicht bayrisch - nur bayerisch besetzt ...


Burg Pottenstein
Gemeinde Heiligenstadt, Landkreis Bayreuth

Der Ort Pottenstein war um das Jahr 1050 im Besitz des Markgrafen Otto von Schweinfurt und kam nach seinem Tode im Jahr 1057 an seine dritte Tochter Judith. Judith war in ihrer ersten Ehe mit Herzog Kuno von Bayern verheiratet. Nachdem Kuno 1055 gestorben war, heiratete Judith um das Jahr 1057 den Pfalzgrafen Botho von Kärnten. Botho entstammte dem edelfreien Geschlecht der Aribonen, er nannte sich 1070 comes de Potensteine, also Graf von Pottenstein.

Die Gründung der Burg Pottenstein, die seinen Namen trägt, (Stein des Botho), wird also zwischen den Jahren 1057 und 1070 von Botho erfolgt sein. Die Burg diente vermutlich ursprünglich zur Sicherung des Gebietes zwischen Obermain und Pegnitz nach Südosten. Für die Gründung der Burg durch König Konrad I. schon in den Jahren um 918 gibt es keine eindeutigen urkundlichen Nachweise.

In den folgenden Jahrhunderten wurde die Burg Pottenstein von einem bischöflich-bambergischen Ministerialengeschlecht betreut, das sich auch nach der Burg benannte. Der älteste bekannte Angehörige des Geschlechtes war ein Wezelo von Pottenstein um das Jahr 1121; 1169 gab es einen Rapoto von Pottenstein. Ihm folgte Erchenbert oder Erchenbrecht von Pottenstein von 1185 bis 1221, er war auch ab etwa 1207 bischöflich-bambergischer Truchsess. Auch sein Bruder Heinrich nannte sich von Pottenstein. Es folgten noch weitere Mitglieder des Geschlechtes, unter anderem ein Konrad von Pottenstein zwischen 1240 und 1248, er war ab 1242 Domkanoniker.

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Die Burg Pottenstein diente der Heiligen Elisabeth, Landgräfin von Thüringen, 1227 bis 1228 vorübergehend als Aufenthaltsort. An den Aufenthalt der heiligen Elisabeth im Jahr 1227–1228 erinnert das als Gedenkzimmer eingerichtete Elisabethzimmer im ehemaligen Wohnturm, dem Westteil des Palas.

Zwischen den Jahren 1323/27 und 1348 wurde die Burg Sitz eines bambergischen Amtes. 1348 war ein Gebhard Storo Amtmann in Pottenstein. Pottenstein war Zentrum eines ausgedehnten Hochgerichtsspengels. Der Amtsbereich Pottenstein vergrößerte sich durch die Einverleibung kleinerer bischöflicher Ämter, 1492 des Amtes Tüchersfeld, 1594 des Amtes Leienfels und zwischen 1628 und 1636 des Amtes Gößweinstein.

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Seit Anfang des 14. Jahrhunderts wurde die Burg von einem Vogt verwaltet, er hatte seinen Sitz im Vogteihaus in der Unterburg. Dieses Vogteihaus wurde 1728 und 1743 als alte Vogtei bezeichnet, der Vogt zog wohl 1728 in ein Gebäude in der Stadt, spätestens 1748 bezog er das Vogthaus, das 1745 gekauft und 1748/49 umgebaut worden war. Als Grund wurde der beschwerliche Anstieg zum Bergschloss angegeben. Der einzige bekannte adlige Vogt war Walter von Streitberg 1332, die späteren Vögte, die Ende des 16. Jahrhunderts auftraten, waren bürgerlichen Standes.

Die Burg ist heute ein von privater Hand geführtes und bewohntes Museum, in dem vor- und frühgeschichtliche Objekte, eine Waffensammlung, Bücher, Autographen und drei als Ensembles eingerichtete Schauräume zu sehen sind.

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Zugänglich sind das obere Hauptgebäude (Rittersaal, Roter Salon, Elisabethzimmer), Reste des ehemaligen Bergfrieds, das Brunnenhaus (Porzellan, Glas, Keramik und volkskundliche Objekte) und die Zehntscheune (mit Zehntwesenausstellung, einer Ausstellung zur neueren Geschichte der Burg und wechselnden Sonderausstellungen). Neben dem Eindruck einer gut erhaltenen Burganlage des 16. Jahrhunderts mit mittelalterlicher Substanz bietet sich dem Besucher im Burggarten ein herrlicher Blick über Stadt und Landschaft.

Während unseres Urlaubes Sommer 2011 hatten wir einen wunderbaren Blick von der Unterkunft auf die Burg. Besonders bei nächtlicher Beleuchtung schaut die Anlage super aus.

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Burg Pottenstein bei Nacht

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Seltsame Gestalten: "Schattenritter" und "chinesische Winkekatze"

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 Privatbesitz - Fotografieren in
der Burg nicht erlaubt

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