FRANKEN: Nicht bayrisch - nur bayerisch besetzt ...


Burg Tüchersfeld
Gemeinde Pottenstein, Landkreis Bayreuth

Erste historische Nachrichten von den Burgen stammen aus dem 13. Jahrhundert, als ein Friderici quondam de Thvchervelt am 26. November 1243 urkundlich erwähnt wurde, sie wurden wohl kurz vor der Erwähnung errichtet.

Der Bamberger Bischof Berthold von Leiningen erwarb am 27. Mai 1262 eine der Burgen, von wem er sie aber erstand, ist nicht überliefert. Vermutlich handelte es sich um die Burg des Friedrich von Tüchersfeld. Der Bischof bekam sieben Jahre später auch die zweite Burg im Ort von Herzog Ludwig von Bayern und Pfalzgraf bei Rhein als Geschenk überlassen. Allerdings musste der Herzog die Burg erst von Graf Friedrich von Truhendingen auslösen, der sie zu der Zeit als Lehen besaß. Vor ihm war Burkhard von Ahorn Lehensbesitzer. Die Lehensherren der zweiten Burg waren die bayerischen Herzöge, deren dortiger Besitz in Tüchersfeld und Pottenstein aus dem Nachlass der schweinfurther Grafen stammte. Der Besitz der zweiten Burg war umstritten, Heinrich, Herzog von Bayern und Pfalzgraf bei Rhein, erhob Ansprüche auf die Veste. In einem Vergleich vom 26. Februar 1287 verzichtete er auf die Burg in Tüchersfeld. Von da an waren beide Burgen in der Hand des Hochstifts Bamberg, im bischöflichen Urbar A von 1323/27 wurde eingetragen: „Tvchersuelt et Tvchersuelt ambo Castra sunt episcopi“, beide Burgen in Tüchersfeld sind des Bischofs.

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Im bischöflichen Urbar B vom Jahr 1348 wurde erstmals zwischen Oberntüchersfeld, die auf einem spitzen Felsgipfel lag, und Niederntüchersfeld unterschieden. Burg Oberntüchersfeld war schon vor dem Eintrag im Urbar A 1323/27 Sitz eines kleinen bambergischen Amtes. Spätestens seit 1386 war auf der Burg auch ein Kastenamt eingerichtet, ein Walter Hauger zu Rattelsdorf ist damals als „Kastner zu Tüchersfeld“ bezeugt. Dieses Amt wurde vor dem Jahr 1399 nach Waischenfeld verlegt.

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Die Burg bestand damals aus zwei Teilen, einer bischöflichen Amtsburg, die ab dem Jahr 1442 stets als „Schloss“ bezeichnet wurde, und dem „Oberhaus“, das wohl auf dem nördlichen Teil des Felsriffes lag. Das Oberhaus war bischöfliches Lehen und befand sich im Besitz der Familie Groß von Trockau. Sie wurden mit Eberhard Groß 1422 erwähnt, ihm gehörte ein halbes Burggut auf dem Oberhaus. 1429 war eine Hälfte des Oberhauses im Besitz von Jorg Groß.

Heute ist die Stelle der ehemaligen Burg teilweise dicht mit Wald bewachsen, nur die Südspitze des Felsriffes ist frei von größeren Bäumen. Sie dient als Aussichtspunkt und ist durch eine Metallleiter jederzeit frei zugänglich. Erhalten hat sich nur sehr wenig von der ehemaligen Burg, am Zugang zur Südspitze des Riffs sind in einer kleinen Durchgangshöhle aus dem Fels gehauene Treppenstufen erkennbar, auf dem Burgplateau sind einige Grundmauerreste zu sehen.

In der Unterburg, dem sogenannten „Judenhof“ ist ein sehr schönes und empfehlenswertes Museum, das „Fränkische Schweiz Museum,  untergebracht. 

Oberburg

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Unterburg

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Im Museum

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[ Link zum Museum ]

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