Amöneburg
Gemeinde Amöneburg, Landkreis Marburg-Biedenkopf

Die Amöneburg liegt auf dem 365 m ü. NN. hohen gleichnamigen Berg, einem erloschenen Vulkan. Schon zur Zeit der Merowinger bestand auf dem Berg eine Festung. Als Bonifatius 721 mit der Missionierung der heidnisch-christlichen Bevölkerung in und um die Amöneburg begann, nutzte er die fränkischen Festung Amöneburg als Domizil. Sichtbarer Ausdruck seiner Missionsarbeit war die Errichtung eines kleinen Klosters und einer Kirche innerhalb der Burganlage. Die Kirche war, wie viele frühe Taufkirchen, dem Erzengel Michael geweiht.

Während der karolingischen Epoche entstand eine ausgedehnte Höhenburg auf dem Berg. Die Lage wurde durch die Nähe zu wichtigen Fernstraßen begünstigt. Ab dem 9. Jahrhundert verlor die Burg an Bedeutung.

Im Jahr 1145 wurde durch das Erzbistum Mainz und seinen neu ernannten Burggrafen Poppo von Reichenbach und Hollende auf der Bergspitze eine neue Burg erbaut. Bereits 1165 wurde diese durch Landgraf Ludwig von Thüringen im Auftrag von Kaiser Friedrich I. zerstört, jedoch erfolgte umgehend der Wiederaufbau. Ursache der Zerstörung war die Unterstützung des Mainzer Erzbischof für Papst Alexander III.

Von der Kurfürstlichen Burg sind noch Bauteile erhalten. So Reste des Bergfried, mehrere Keller, Außenwände von Gebäuden und der weitläufige Zwinger mit den Außentürmen. Die Türme des Zwinger weisen Schießscharten für Feuerwaffen auf. Ursprünglich verfügte die Burg über eine Dreiflügelanlage aus Langbau, Stallbau und Küchenbau die von einer Ringmauer umgeben war. Die Burg stand in Verbindung mit der Stadtbefestigung der Stadt Amöneburg und wurde aus regional anstehendem Basalt erbaut. Fenster- und Türrahmen sind in Sandstein ausgeführt.

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