Burg Beilstein
Gemeinde Greifenstein, Lahn-Dill-Kreis

Erstmals urkundlich erwähnt wurden die Herren von Beilstein im Jahre 1129, die wohl auch zu jener Zeit mit dem Bau der Burg auf den Resten einer älteren, aber zerstörten Burganlage begonnen hatten. Später gelangten die Grafen von Nassau in den Besitz der Anlage, die sie weiter ausbauten und verstärkten.

In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts wurde der heutige Palas erbaut, der eine Grundfläche von etwa 23 mal 9 Metern besaß und mit seinen dreieinhalb Stockwerken eine Höhe von gut 13 Metern hatte. Die beiden Endseiten waren schildmauerähnlich ausgebaut und hatten an ihren Ecken zur Verstärkung je eine Tourelle. Zur südlichen und bergzugewandten Seite hin waren die Wirtschaftsgebäude durch einen Graben gesichert. Nach dem Dreißigjährigen Krieg verlor die Anlage immer mehr an Bedeutung und verfiel. Sie wurde 1812 „auf Abbruch“ verkauft, wobei auch weite Teile des Palas in der Folgezeit abgetragen wurden. Erste Sicherungsmaßnahmen wurden erst im 20. Jahrhundert durchgeführt.

Bis zu Beginn des 21. Jahrhunderts war das Erscheinungsbild der Burg geprägt von der noch hoch aufragenden südöstlichen Seite des Palasgebäudes mit seinen zwei Tourellen. Eine Besteigung der Ruine, in der sich auch zeitweilig eine Gaststätte befand, war möglich. Während einige Wirtschaftsgebäude noch bewohnt waren bzw. die Gaststätte beherbergten, waren die übrigen Gebäude der Vorburg sowie der nordwestliche Teil des Palas Ruine.

Mittlerweile wurde unter Bewahrung der noch vorhandenen Gebäudeteile in der Ruine des Palas ein futuristisch anmutender Neubau errichtet, dessen Fassade überwiegend aus Stahl und Glas besteht. Auch wenn sich der Neubau in seinen Ausmaßen an den historischen Vorgängerbau anlehnt, ist die Burg kaum wiederzuerkennen. In der Anlage befindet sich heute ein Wohnheim für behinderte Menschen, so dass nur eine Besichtigung der Außenanlagen möglich ist.

Privatbesitz ! Nur Außenbesichtigung möglich. Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der Bewohner !

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