Burg Hayn
Gemeinde Dreieich, Landkreis Offenbach

Die Turmburg war der Sitz der Reichsvögte, welche im Auftrag des Kaisers von hier aus den Wildbann Dreieich verwalteten.

Ursprünglich stand zu Zeiten Kaiser Karl der Große an dieser Stelle lediglich inmitten eines wildreichen Urwaldes eine kleine Jagdhütte. 850 wird dieses Gebiet als in Urkunden als "Forestis Dreieich" bezeichnet. Auf altem Reichsgut war hier ab etwa 950 ein königlicher Jagdhof als Mittelpunkt des Wildbannforstes Dreieich entstanden. Der von Graben umgebene Königs- und Vogthof bestand aus mehreren Steinbauten, Pferde- und Hundeställen und einem (wahrscheinlich) zweistöckigen Herrenhaus, welches dem Kaiser als Unterkunft diente. Kaiser und ihr Gefolge verweilten hier, um im den Jagdhof umgebenden Wildbann zu jagen. Dreieichenhain wurde daher auch als "Des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation Hundestall" bezeichnet. Unter der heutigen Evangelischen Kirche befinden sich Grundmauern einer Kapelle aus dieser Zeit.

Nach dem Aussterben der Herren von Hagen-Münzenberg im Jahre 1255 fiel die Burg als Ganerbenburg (Erbengemeinschaft) an mehrere Herren. Bis 1286 konnten die Herren von Falkenstein zu 5/6 die Burg übernehmen, 1/6 verblieb bei den Herren von Hanau. Die Burg wurde in der Folgezeit ausgebaut. Der Palas und die Kirche wurden vergrößert, eine kleine Schule und das Burgmannenhaus der Bellersheim wurden gebaut. Ein mächtiger Torturm sicherte den Zugang zur Burg ab.

Ab 1256 ist der Ort Hayn nachgewiesen, der sich um die Burg herum entwickelte. Hier wohnten vorwiegend Bedienstete des Wildbannes. 1350 wurde die Stadt um eine Handwerkersiedlung, die Vorstadt, erweitert und erhielt bis zum Obertor mit einer Stadtmauer die heute noch sichtbaren Ausmaße der Altstadt. Der Palas und der Bergfried sind noch heute erhalten. Die Burg ist im Besitz des Geschichts- und Heimatvereins Dreieichenhain e. V. Die Westwand der Turmburg in Verbindung mit dem Burggarten der Anlage dienen häufig als Kulisse für die seit 1924 bestehenden Burgfestspiele. In der Burg befindet sich ein Heimatmuseum („Dreieich-Museum“).

hain.h7.jpg (42355 Byte)   hain.h32.jpg (636353 Byte)   hain.h45.jpg (57812 Byte)

hain.h1.jpg (29669 Byte)   hain.h2.jpg (61229 Byte)   hain.h3.jpg (69658 Byte)

hain.h4.jpg (56442 Byte)   hain.h5.jpg (86766 Byte)   hain.h6.jpg (65491 Byte)

hain.h8.jpg (38578 Byte)   hain.h9.jpg (49467 Byte)   hain.h10.jpg (56372 Byte)

hain.h11.jpg (73029 Byte)   hain.h12.jpg (95716 Byte)   hain.h13.jpg (87530 Byte)

hain.h14.jpg (75983 Byte)   hain.h15.jpg (137575 Byte)   hain.h16.jpg (103755 Byte)

hain.h17.jpg (63723 Byte)   hain.h18.jpg (68067 Byte)   hain.h20.jpg (69565 Byte)

hain.h21.jpg (110623 Byte)   hain.h22.jpg (71992 Byte)   hain.h23.jpg (101714 Byte)

hain.h24.jpg (57959 Byte)   hain.h25.jpg (41587 Byte)   hain.h26.jpg (38476 Byte)

hain.h27.jpg (118579 Byte)   hain.h28.jpg (100826 Byte)   hain.h29.jpg (98617 Byte)

hain.h30.jpg (37856 Byte)   hain.h31.jpg (85808 Byte)   hain.h33.jpg (47152 Byte)

hain.h19.jpg (64488 Byte)   hain.h46.jpg (46222 Byte)   hain.h47.jpg (45807 Byte)

hain.h48.jpg (78557 Byte)   hain.h52.jpg (62193 Byte)

hain.h49.jpg (59885 Byte)   hain.h50.jpg (40541 Byte)   hain.h51.jpg (59185 Byte)

Bilder aus dem Burg-Museum
u.a. mit Funden aus der Burg

hain.h34.jpg (77301 Byte)   hain.h35.jpg (60436 Byte)   hain.h36.jpg (79341 Byte)

hain.h37.jpg (45345 Byte)   hain.h38.jpg (43205 Byte)   hain.h39.jpg (42462 Byte)

hain.h40.jpg (41746 Byte)   hain.h41.jpg (41283 Byte)   hain.h42.jpg (41687 Byte)

hain.h44.jpg (34592 Byte)   hain.h43.jpg (69696 Byte)

[ Link Museum ] [ Link Verein ] [ Hayner Burgfest ]

Eine Seite zurück



© Arnulf von Copperno Sende uns ein Pergament ...

Zur Startseite

[ weitere Burgen ] [ Burgen-Literatur ]