Schadeck an der Lahn
Gemeinde Runkel, Landkreis Limburg-Weilburg

Burg Schadeck ist eine der Burg Runkel gegenüberliegende Trutzburg an der Lahn.  

Die Burg wurde von 1276 bis 1288 aufgrund von Erb- und Besitzstreitigkeiten von „Heinrich von Westerburg“ als Trutzburg gegen die Burg Runkel erbaut, die sich seinerzeit im Besitz eines Vetters befand. Aufgrund dieser Funktion erhielten sie und die um sie herum liegende Ansiedlung ihren Namen: „eine Ecke zum Schaden der Burg Runkel“. Eine Eroberung der Burg Runkel fand jedoch nicht statt. Am 21. Juli 1321 wurde ein Vertrag geschlossen, der den damaligen Herren Reinhard von Westerburg zwang, die Burg Schadeck als Lehen an den Trierer Erzbischof Balduin zu übergeben. Vorangegangen waren kriegerische Auseinandersetzungen zwischen den beiden späteren Vertragspartnern. Allerdings erfolgte kein Vollzug des Vertrags, so dass Balduin im Jahr 1344 die Burg eroberte. Diese Besitznahme stand im Zusammenhang mit den Bemühungen Balduins, seine rechtsrheinischen Gebiete abzusichern und zu erweitern. Die Auseinandersetzungen um Schadeck gingen offenbar weiter, so dass 1346 ein Vertrag geschlossen wurde, der eine Teilung der Burg vorsah. Noch im gleichen Jahr verkaufte Reinhard von Westerburg seinen Anteil aber vollends an den Erzbischof. Offenbar scheinen die Westerburger aber als Vasallen Balduins auf der Burg geblieben zu sein. Im Dreißigjährigen Krieg und erneut 1803 wurden Teile der Burganlage, insbesondere der Nordflügel, geschleift.

Wesentlichster Bestandteil der heutigen Burganlage ist ein gut erhaltener, dreieinhalbgeschossiger, rechteckiger Bau, der an der westlichen Seite einen Treppenturm besitzt. Darin befinden sich privat genutzte Wohnungen, so dass eine Innenbesichtigung von Burg Schadeck nicht möglich ist.

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