Hohenlimburg
Im Ortsteil der kreisfreien Stadt Hagen

Das Schloss Hohenlimburg ist eine frühere Höhenburg auf dem sogenannten Schlossberg im Hagener Stadtteil Hohenlimburg. 

Die Anlage reicht auf das 13. Jahrhundert zurück. Wesentliche Umbaumaßnahmen erfolgten gegen Mitte des 16. Jahrhunderts sowie in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, als das Schloss die Hauptresidenz der Grafen von Bentheim-Tecklenburg war. Bis 1807/08 bildete das Schloss den politischen Mittelpunkt und Verwaltungssitz der bis dahin bestehenden Grafschaft Limburg. Nach 1816/17 bis gegen 1830 diente das Schloss den Fürsten von Bentheim-Tecklenburg als Hauptresidenz; sie wurde anschließend wieder nach Rheda verlegt.

Das Schloss Hohenlimburg ist eine der wenigen noch weitgehend in der ursprünglichen Baugestalt erhaltenen Höhenburgen in Westfalen. Es befindet sich am Eingang zum Lennetal, das auf seinem Weg in das Sauerland weitere Burgen und Adelssitze aufweist.

Heute sind die Vorburg und Hauptburg und insbesondere der Palas, die Torhäuser, die Ringmauern und der Bergfried aus dem 13. und 14. Jahrhundert sowie verschiedene Wohn- und Arbeitsgebäude vom 16. bis 18. Jahrhundert erhalten.

Seit Jahrzehnten zählt das Schloss zu einem wichtigen Ausflugsziel in der Region Südwestfalen, wozu auch die jährlich stattfindenden Schlossspiele beitragen. Das Schloss firmiert seit Anfang des Jahres 2005 als gemeinnützige GmbH, das auch im Schlossmuseum vor allem “höfische Wohnkultur” sowie die Geschichte der Grafen und Fürsten von Bentheim-Tecklenburg präsentiert.

Ein berühmtes Ausstellungsstück ist die absichtlich mumifizierte "Schwarze Hand". Einer Legende nach ließ Graf Dietrich von Isenberg-Limburg seinem Sohn diese Hand abschlagen, weil dieser seine Mutter geschlagen hatte. Tatsächlich handelt es sich um ein mittelalterliches oder frühneuzeitliches Leibzeichen (hier: eine Totenhand), das man z. B. Mordopfern zur Beweissicherung abtrennte. Abgeschlagene Hände waren aber auch Zeichen für einen Burgfrieden, der z. B. nach Fehden zwischen den Parteien geschlossen wurde. Solche Rechtsverträge sind auch für die Limburg im Spätmittelalter einige Male urkundlich belegt. 

Der Fundort der "Schwarzen Hand", das alte Archiv des 1811 durch einen Blitzschlag zerstörten Turms, spricht für beide Thesen. Eine Radiokarbondatierung ergab, dass die Hand aus dem 16. Jahrhundert stammt. Ermittelt wurde das Jahr 1546 plus/minus 60 Jahre, eine genauere Datierung ist nicht möglich. Wissenschaftler fanden heraus, dass es sich um eine rechte Hand handelt, wahrscheinlich die eines erwachsenen Mannes. Alle Fingerendglieder fehlen, sowie ein Teil der Handwurzelknochen. Ein Rest Kordel am Daumen deutet nach Auffassung des Forschers auf eine ältere Etikettierung hin. Nicht gefunden haben die Wissenschaftler Hackhiebe, Schnitte, Krankheiten oder Geschwüre. Das weist eher darauf hin, dass es die Hand eines Opfers, nicht eines Täters ist.

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 Privatbesitz - weitere Fotos vom
 Schlossinneren nicht möglich

"Deutsche Kaltwalzmuseum"
Das Schloss beherbergt auch das sehenswerte Deutsche Kaltwalzmuseum.

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[ zum Museum ]

Anmerkung zu den Führungen

Zur Schlossführung: unwirsch und unhöflich geführt, bekam man sofort ein schlechtes Gewissen, dass wir und andere Besucher sich erdreistet haben die Dame mit unserer Anwesendheit zu belästigen. Zu sehen gab es viel - aber die Dame war die reinste Zumutung.

Ganz im Gegensatz die kleine Führung im Deutschen Kaltwalzmuseum: mit viel Begeisterung und Liebe zum Detail führte uns ein älterer Herr durch das Museum und erklärte die dort ausgestellten Maschinen. DAS hat richtig Spaß gemacht !

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