Kropsburg
Gemeinde St. Martin, Landkreis Südliche Weinstraße

Die Errichtung der Kropsburg geht auf die Staufer zurück und wird auf die Zeit um 1200 datiert; damals entstand zur Abschirmung der etwa 20 km entfernt gelegenen Reichsburg Trifels ein ganzer Kranz von Burgen. Ähnlich wie das nördlich gelegene Hambacher Schloss und die Rietburg südlich bot sie einen weiten Ausblick in die Rheinebene.

Anfangs war die Kropsburg Sitz eines Ministerialen. Später wurde sie unter den Nachkommen der Lehnsleute weitervererbt und so zur Ganerbenburg mit gleichzeitig mehreren Eigentümern, die sie zu einer Ober- und einer Unterburg ausbauten. Nach dem Ende des Staufergeschlechts in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts kam sie in den Besitz des Hochstifts Speyer; dieses gab sie an verschiedene Adelshäuser (von Kropsberg, von Ochsenstein, von Odenbach u. a.) zu Lehen. 1441 wurde die Familie von Dalberg Eigentümerin, deren Repräsentanten als Verwaltungsbeamte südwestdeutscher Bischöfe tätig waren.

Im Jahre 1522 wird urkundlich die Schlosskapelle St. Ägidius genannt, für die Georg von Schwalbach, Domkustos und Generalvikar des Bistums Speyer, die Aufbewahrung des Allerheiligsten genehmigt. Ebenso erhält der Kaplan von St. Martin die Erlaubnis, dort zusätzlich als Seelsorger tätig zu sein.

Während die Kropsburg im 16. bzw. 17. Jahrhundert die Wirren des Bauern- und des Dreißigjährigen Krieges nahezu unbeschadet überstand, wurde sie 1689 im Pfälzischen Erbfolgekrieg durch französische Truppen vollständig und endgültig zerstört.

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