Die Wohntürme von Trier
Kreisfreie Stadt

Im Mittelalter gab es in Trier mehrere solcher Wohn- und Wehrtürme, zumeist aus dem 11. und 12. Jahrhundert. In Trier sind durch schriftliche und bauhistorische Zeugnisse neun dieser Türme bekannt, es ist jedoch davon auszugehen, dass es noch weitere gab. Der Frankenturm in der Dietrichstraße ist eines der wenigen gut erhaltenen Bauwerke dieser Gattung. 

Die mittelalterlichen Wohn- und Wehrtürme muss man sich als Zentralbauten größerer befestigter Hofanlagen vorstellen. Daneben besaßen diese Anlagen, die von Familien der städtischen Führungsschichten sowie Dom- oder Stiftskanonikern bewohnt wurden, Kelterhäuser, Speicher, Stallungen und vermutlich noch weitere Wohngebäude.

Turm Jerusalem

Der Turm Jerusalem ist das älteste Gebäude der Baugruppe "Palais Walderdorff" und zählt zu den wichtigsten mittelalterlichen Bauwerken in Trier. Der Bau gehörte zur später untergegangenen "Kurie Jerusalem". Der Name "Jerusalem" ist seit dem Hochmittelalter üblich, seine Herkunft oder Bedeutung jedoch unklar. 

Errichtet wurde der Turm Jerusalem im 11. Jahrhundert.

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Frankenturm 

Der Frankenturm ist ein wehrhafter Wohnturm in der Stadt Trier. Er steht in der Dietrichstraße nahe dem Hauptmarkt im Zentrum der Stadt.

Der Frankenturm wurde im 11. Jahrhundert erbaut und ist nach einem seiner Bewohner aus dem 14. Jahrhundert, Franco von Senheim, benannt worden. Der Eingang lag hoch über dem Boden und war nur über eine Holztreppe erreichbar. Diese konnte im Verteidigungsfall hochgezogen werden. Das deutet auf eine unvollständige Stadtbefestigung in dieser Zeit hin. In Trier gab es wahrscheinlich sieben oder acht solcher wehrhaften Wohntürme, von denen neben dem Frankenturm aber nur noch der Turm Jerusalem und das Dreikönigenhaus erhalten sind.

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Der Frankenturm diente den Ministerialen, die im Dienste des Erzbischofs standen, als Wohnturm. Ursprünglich war er fünf Stockwerke hoch. Im Jahre 1308 wurde er aber bis auf zweieinhalb Stockwerke abgetragen und mit einem Pultdach versehen. Im Jahre 1938/39 wurde er wiederhergestellt und mit einer Schieferabdeckung versehen. Man plante hier ein NS-Staatsjugendhemi.

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Im Jahre 2005 wurden die Dachentwässerung und das Dach repariert sowie einige Renovierungsmaßnahmen vorgenommen.

Nachdem der Turm lange leer stand und nur von außen besichtigt werden konnte, wurde am 14. Juli 2006 durch eine feierliche „Erstürmung“ des Turms die lange geplante und von privaten Spenden finanzierte Renovierung symbolisch begonnen. Am 14. April 2007 wurde der Frankenturm im Rahmen eines Bürgerfestes wiedereröffnet.

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Dreikönigenhaus

Das Dreikönigenhaus in der Simeonstraße in Trier unweit der Porta Nigra ist ein frühgotisches Wohnhaus, das aus einem romanischen Wohnturm entstand. Der Name stammt von einem Gemälde der Epiphanie, das einst in diesem Haus hing.

Ursprünglich hieß das Haus "Zum Säulchen" und wurde 1230 erbaut. Der Haupteingang lag im 1. Obergeschoss (über dem heutigen rechten Eingang) und konnte nur über eine Zugtreppe erreicht werden. Im Falle von Gefahr konnte diese eingeholt werden und Hab und Gut war gesichert.

Die heutigen Eingänge wurden später eingebaut. Im 19. Jahrhundert wurde das Gebäude komplett umgebaut. Früher war es Wohnsitz einer Trierer Schöffenfamilie. 1938 und 1973 wurde das Gebäude restauriert.

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