Berwartstein (Pfalz)
Gemeinde Erlenbach, Kreis Pirmasens

Diese charakteristische Felsenburg ist die einzige bewohnte Burg der Pfalz. 1152 wird die Reichsfeste urkundlich erwähnt, als sie nämlich Kaiser Barbarossa dem Bischof von Speyer schenkt. Im Jahre 1314 wurde der Berwartstein durch die Städte Straßburg und Hagenau als Raubnest zerstört. Nach dem Aussterben der Ritter vom Berwartstein wechselte die Feste mehrmals die Besitzer. 

Bekanntester Eigentümer war Hans von Trott, im Volksmund Hans Trapp genannt, der von 1480 bis 1503 hier lebte. Er liegt in der St. Anna-Kapelle bei Niederschlettenbach begraben. 1591 brannte die Burg ab. Hauptmann Theodor Beginski baute sie von 1893 bis 1895 wieder auf. Heute ist der Berwartstein in Privatbesitz (Alfons Wadle, Telefon 06398 210). Von März bis November finden Burgführungen statt. Außerdem gibt es eine Burgschänke und ein Burgmuseum, in dem Reliquien aus der Vergangenheit des Berwartsteins zu sehen sind.

Burg Berwartstein ist die einzige Burg im Wasgau, die nach ihrer Zerstörung wieder aufgebaut wurde und auch heute noch bewohnt wird. Ob für Erwachsene oder Kinder, wer einen Blick ins Mittelalter werfen möchte, ist hier genau richtig. Sie ist ein Juwel unter den Felsenburgen. Die eintrittspflichtige Führung durch die Burg erfolgt über zahlreiche Gebäudeteile mit Gängen, Zimmern, Plattformen und Felsenkammern. Viele Räume wie Küche, Folter- und Waffenkammer, Schlafzimmer oder Rittersaal sind mittelalterlich ausgestattet und laden zum Staunen ein. Ein Brunnen von über 100 Meter Tiefe lässt schnell erahnen, was die damaligen Baumeister leisten mussten. Sehr interessant ist der ehemalige Burgzugang durch einen im Fels befindlichen Aufstiegskamin. Es handelt sich um eine steile Felsenröhre, die im Angriffsfall leicht zu verteidigen war. Wenige Meter weiter befindet sich der romantische Burggarten. Sehr abenteuerlich sind die unterirdischen Gänge und Felsenkammern, die bei der Führung ebenfalls betreten werden. In der Vorburg sind noch zwei schöne Flankierungstürme vorhanden. Der ehemalige Rittersaal beherbergt heute die Burggaststätte, in der auch ein Shop für mittelalterliche Artikel zum Kauf einlädt. Auf einem Bergsporn gegenüber der Anlage befindet sich der Wehrturm Klein-Frankreich, der als Verteidigungsposten ebenfalls zur Burg Berwartstein gehörte.

Was und hier besonders gefällt: die Führer räumen mal mächtig mit der allgegenwärtigen und durch Filme einschlägig bekannten "Ritterromantik" auf. Unverblümt wird von Kälte, Gerüchen, widrigen Lebensumständen und daraus resultierenden Krankheiten vom Leben in einer solchen Burg berichtet. 

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Anreise: Abfahrt Landau-Nord auf die B 10 bis zur Abfahrt Annweiler-West/Trifels, hier auf die L 490 bis Annweiler/Sarnstall. Dann nach links auf die K 65/L 490 über Lug - Schwanheim - Darstein - Oberschlettenbach - Vorderweidenthal - Erlenbach und von hier aus auf der K 50 zur Burg Berwartstein.

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