Madenburg (Pfalz)
Gemeinde Eschbach, Landkreis Südliche Weinstrasse

Die mit einer Ausdehnung von 50 x 180 m größte Burg in der Südpfalz wurde im 11. Jhdt. zum Schutze des Trifels gebaut. 1176 ist sie erstmals urkundlich erwähnt, wobei die Burg nach anderen Quellen bereits 1076 unter einem anderen Namen in Erscheinung getreten sein soll. Im Bauernkrieg (1525) wurde die Feste zerstört, jedoch von Bischof Philipp von Flörsheim um 1550 zu einer noch größeren Wehranlage wieder aufgebaut. Der Ausbau zum wohnlichen Renaissanceschloss erfolgte 1593/94 durch Bischof Eberhard von Dienheim. Nach wechselvoller Geschichte ist die Burg 1693 von dem französischen General Montclar endgültig zerstört worden. Zu sehen sind die markanten Überreste der Treppentürme (einer 1550, der andere 1593 errichtet, siehe jeweils Wappenstein über dem Eingang), Teile des Palas und eines Torbaus, Reste von Wirtschaftsgebäuden und der Schutzmauern. Von der oberen Plattform des Mittelbaus hat man einen guten Überblick über die gesamte Ruine. 

Die Madenburg ist die größte Burganlage der Südpfalz. Sie verfügt über mächtige Schild- und Ringmauern und war von Norden her über zwei Halsgräben geschützt. Die Anlage gliedert sich in eine Vor- und eine Kernburg, die von einer großen Zwingeranlage umgeben sind. Der Zugang zum Zwinger erfolgt durch ein großes Burgtor, das durch eine Bastion geschützt war. Ein Weg führt hinauf zu einem romanischen Burgtor, durch das man die Vorburg betritt – davor liegt ein so genanntes Brunnenhaus. In der Vorburg findet man Reste der Nikolauskapelle und der Wirtschaftsgebäude sowie die des Zeughauses. Das Nordende der Vorburg schließt mit dem Philippsbau ab, der bereits zur Kernburg gehört. Ein Durchgang verbindet beide Burgteile. In der Kernburg kann man zwei schöne Renaissance-Türme des ehemaligen Eberhardbaues entdecken. Der südliche führt hinauf zur  Plattform des Philippsbaues, die eine herrliche Aussicht bietet. Vom ehemals in der Kernburg befindlichen Eberhardbau stehen sonst nur noch einige Grundmauern. Des Weiteren sind in der Kernburg noch Reste von Bergfried, Küche und Wohnbau erhalten. Wer die Madenburg in Ruhe erkunden will, sollte viel Zeit mitbringen.

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Anreise: Abfahrt Landau-Nord auf die B 10 in Richtung Annweiler bis zur Ausfahrt Birkweiler. Dort nach links auf die L 508 über Ranschbach und Leinweiler bis nach Eschbach. Parkmöglichkeit am Ortsende bei der Kapelle. Der Fußweg vom Parkplatz zur Burg beträgt 2 km. Man kann aber auf dem asphaltierten Weg durch den Wald hoch fahren bis auf den Parkplatz am Burgberg. Von dort ca. 1 km Fußweg mit Markierung weißer Kreis mit grünem Dreieck.

Montags ist die Burg geschlossen.

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