Rheinland-Pfalz


Neudahn
Stadt Dahn, Kreis Pirmasens

Die Felsenburg Neudahn erhebt sich am Nordende eines langgestreckten Bergrückens nahe der Stadt Dahn. Der Kernbereich der Burg befindet sich auf einem der Sandsteinfelsen, die für das Dahner Felsenland typisch sind.

Der Name „Neudahn“ ist etwas verwirrend, weil die Burg älter ist als Grafendahn in der Dahner Burgengruppe, wenn auch jünger als Altdahn. Ihre Lage befähigte sie zu Schutz und Sperre der dort durch das Wieslautertal führenden Straße, auf deren Trasse heute nebeneinander die B 427 und die Wieslauterbahn verlaufen.

Wahrscheinlich wurde die Burg kurz vor 1240 im Auftrag des Bischofs von Speyer errichtet; denn dieser war von 1233 bis 1236 Konrad IV. von Dahn. Der ausführende Ministeriale war Heinrich von Dahn, der auch als Heinrich Mursel von Kropsberg belegt ist. Vermutlich erhielt er die Burg von Beginn an zu erblichem Lehen. Sein zweiter Name wie auch spätere Erbgänge deuten darauf hin, dass verwandtschaftliche Beziehungen in die Südpfalz – Kropsburg, Burrweiler – bestanden.

Erstmals genannt wurde die Burg am 3. Mai 1285 als Burg Than, wobei aus der Aufzählung der zugehörigen Güter in der Urkunde ersichtlich wird, dass es sich um Neudahn handeln muss

Bereits hundert Jahre nach dem Bau der Burg starb Mursels Familie aus, und die Burg ging in den Besitz der verwandten Altdahner Linie über. Vermutlich im Vierherrenkrieg 1438 niedergebrannt und danach wieder aufgebaut, wurde die Anlage im Bauernkrieg 1525 erneut sehr stark mitgenommen. Da allerdings 1552 König Heinrich II. von Frankreich auf der Burg übernachtete, dürfte sie zuvor nochmals gründlich renoviert worden sein. Nachdem der letzte Dahner Ritter, Ludwig II., 1603 in seinem Schloss in Burrweiler verstorben war, fiel Neudahn an das Bistum Speyer zurück. Fortan diente die Burg dem bischöflichen Amtmann als Dienstsitz, bis französische Truppen sie 1689 zu Anfang des Pfälzischen Erbfolgekrieges endgültig zerstörten.

Heute präsentiert sie sich dem Besucher im Wesentlichen in derjenigen Gestalt, die sie in den Renovierungs- und Ausbauphasen der Zeit nach 1525 und nach der letzten Zerstörung angenommen hat.

RP_neu75.jpg (52615 Byte)   RP_neu76.jpg (78534 Byte)   RP_neu82.jpg (91888 Byte)

RP_neu77.jpg (94035 Byte)   RP_neu81.jpg (115819 Byte)   RP_neu88.jpg (125479 Byte)

RP_neu78.jpg (82758 Byte)   RP_neu79.jpg (80890 Byte)   RP_neu80.jpg (46273 Byte)

RP_neu83.jpg (52198 Byte)   RP_neu84.jpg (48915 Byte)   RP_neu86.jpg (68321 Byte)

RP_neu87.jpg (68288 Byte)   RP_neu85.jpg (104823 Byte)   RP_neu89.jpg (89765 Byte)

Eine Seite zurück



© Arnulf von Copperno Sende uns ein Pergament ...

Zur Startseite

[ weitere Burgen ] [ Burgen-Literatur ]