Neuscharfeneck (Pfalz)
Gemeinde Dernbach, Landau-Bad Bergzabern

Die Burg mit einer gewaltigen Schildmauer entstand vermutlich Anfang des 13. Jhdts. als Vorwerk der Burg Altscharfeneck (von der nur noch Spuren vorhanden sind). 1416 kam sie zur Kurpfalz. Kurfürst Friedrich I. baute sie bis 1469 aus. Nach der Zerstörung im Bauernkrieg 1525 stellten sie die Grafen von Löwenstein-Scharfeneck um 1530 wieder her. Zerstört wurde die Burg 1633. An der Burg kann man ver­schiedene Bauperioden erkennen. In der Unter­burg steht im Norden die Ruine des Palas (1530) mit Erker und Kapel­lenausbau. An der Vorburg erkennt man ein schönes Ensemble mit einem spitzbogigen Tor und Teile eines Rundturms und eines Wohngebäudes. 

Die Ruine der Burg Neuscharfeneck gehört im Gegensatz zur sehr kleinen benachbarten Ramburg zu den größten Burganlagen der Pfalz und verfügt gleichzeitig über die stärkste Schildmauer aller Pfälzer Burgen. Sie misst etwa 60 Meter Länge, 20 Meter Höhe und hat einen Durchmesser von knapp 12 Metern. Zur Bergseite hin ist sie vom Halsgraben getrennt. In ihr finden sich zahlreiche Gänge, Räume und Schießkammern. Von der Plattform der Schildmauer genießt man einen schönen Blick auf die Anlage und die umliegende Gegend. Man betritt die Vorburg durch ein spitzbogiges Tor, das durch einen angebauten Torturm geschützt war. Hier sind noch diverse Gebäudereste von Küche, Schmiede, einer Stallung und eines weiteren Torturmes vorzufinden. Über den Zwinger und mehrere Tore gelangt man in den inneren Burghof, in dem noch Reste des Palas und der Zugang zur nicht mehr erhaltenen Oberburg auf dem Fels zu sehen sind. Ebenfalls befinden sich hier die Zugänge zu den Kasematten im Inneren der Schildmauer. Die Burganlage ist sehr verwinkelt und bietet unwahrscheinlich viel zu entdecken.

Was uns besonders gefällt: im ganzen Burgbereich stehen Informationstafeln die darüber informieren, welches Gebäude in welcher Funktion genutzt wurde. Tolle Idee !!

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Anreise: Abfahrt Landau-Nord auf die B 10 bis Annweiler-Queich-hambach, dort nach rechts auf die L 505 Richtung Eußerthal/Ramberg. An der folgenden Straßengabelung nach rechts auf die L 506 über über Dernbach und Ramberg bis zum Parkplatz „Drei Buchen". Dort führt linker Hand an einem Soldatengrab vorbei ein 1 km langer Fußweg zur Burg. Offene Ruine

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