Burg Pfalzgrafenstein (Pfalz bei Kaub)
Gemeinde Kaub, Rhein-Lahn-Kreis

Die Burg Pfalzgrafenstein steht auf der unter dem Namen Falkenau bekannten Felsinsel im Rhein, 110 Meter vom rechten und 160 Meter vom linken Rheinufer entfernt. Sie ist mit 71,50 Metern die am niedrigsten gelegene mittelalterliche Wehranlage am Mittelrhein. Bei einem Wasserstand von mehr als 3,80 Meter am Pegel Kaub kann die Fähre nicht mehr an der Insel anlegen.

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Da linksrheinisch bis in die Neuzeit Felsbänke in Höhe der Pfalz die Durchfahrt versperrten, führte der gesamte Schiffsverkehr am rechtsrheinischen Ufer wie durch einen Engpass zwischen der Pfalz und der Stadt Kaub hindurch. Mithin waren die Stellungen für Katapultgeschütze und Kanonen schwerpunktmäßig auf dieses Fahrwasser gerichtet. Pfalzgrafenstein gehört neben der Marksburg und der Burg Boppard zu den wenigen nie zerstörten Burgen im Oberen Mittelrheintal. 

Um die Zolleinnahmen zu sichern, baute Ludwig 1327 (Baubeginn eventuell schon 1326) zunächst den fünfeckigen Turm auf der Insel. Von 1339 bis 1342 wurde die zwölf Meter hohe und bis zu 2,60 Meter dicke Ringmauer mit einem überdachten Wehrgang hinzugefügt. Zudem verfügt die Burg über ein Verlies, dessen Boden sich bei Hochwasser als Floß anhob. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts erfolgte vermutlich eine Aufstockung des Turms mit Fachwerkbau, Ecktürmen und Satteldach zum Schutz der Zolleinnahmen. Wegen dauernder Beschädigungen durch Eisgang wurde dem Bau 1606/1607 an der rheinaufwärts gelegenen Seite eine massive Spitze angebaut und durch Eisenklammern verstärkt.

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 Durch sie macht die Burg den Eindruck eines im Rhein schwimmenden Schlachtschiffes. Der Umbau wurde genutzt, um auf dieser Spitze eine Geschützplattform zu errichten, die der Waffentechnik der damaligen Zeit entsprach. Unter dem oberen Wehrgang wurde ein zweiter angebaut, der mit Schießscharten für Handfeuerwaffen versehen ist. 1658 kamen noch Auslugerker zur Flankierung der Mauern hinzu.

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