Wilenstein-Flörsheim
Gemeinde Trippstadt, Landkreis Bad DürkheimKaiserslautern

Die Burg Wilenstein, selten auch Willenstein genannt, ist die teilrestaurierte Ruine einer Höhenburg aus dem 12. Jahrhundert. Sie liegt im nordwestlichen Pfälzerwald rechts oberhalb des Karlstals der Moosalb auf 400 m Höhe. Burg Wilensein bildete später eine Doppelburganlage zusammen mit der Burg Flörsheim. Diese wurde 1347 von den Herren von Flörsheim erbaut. Im Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) wurde sie zerstört. Von der ehemaligen Burganlage sind nur noch Mauerreste erhalten.

Die ältere Burg Wilenstein wurde wahrscheinlich 1152 durch Kaiser Friedrich Barbarossa zum Schutz des Reichslandes um Kaiserslautern und zur Sicherung des staufischen Hausgutes erbaut. 1169 war ein Merbodo von Wartenberg als Edler von Wilenstein nachweisbar, der als Ministeriale fungierte. 1247 war die Burg ein Lehen der Grafen von Leiningen. 1273 bemächtigte sich Ritter Johannes von Wilenstein sieben Kilometer südöstlich seiner Burg eines steinernen Kreuzes, das die Herren von Hohenecken als Hoheitszeichen hatten errichten lassen, und ließ sein eigenes Wappen einmeißeln. Des „Herrn Johanns Creutz“ wurde 1551 erstmals urkundlich erwähnt und existiert heute noch real sowie im Ortsnamen des dort entstandenen Weilers Johanniskreuz.

1300 starb die Wilensteiner Linie der Wartenberger aus. Bei Erbstreitigkeiten zwischen Raugraf Konrad und Wildgraf Gottfried im Jahr 1334 wurde die Burg zerstört, anschließend aber wieder aufgebaut. Das Rittergeschlecht der Flersheimer und die Grafenwitwe von Falkenstein erhielten die Burg 1347 je zur Hälfte zum Lehen. Die Anlage wurde zweigeteilt, es entstanden der östliche, hochadelige Falkensteiner Teil, Oberburg genannt, und der westliche, niederadelige Flersheimer Teil, der als Unterburg bezeichnet wurde. Zwischen den Nachbarn gab es anfangs immer wieder Auseinandersetzungen, ehe nach einem Jahr ein Burgfrieden geschlossen wurde. 1481 fiel die Burg infolge des Leininger Erbstreites ganz an die Kurpfalz.

Der restaurierte Teil der Oberburg wurde zu einem Schullandheim ausgebaut, das sich seit 1962 in der privaten Trägerschaft eines Fördervereins befindet. Das Heim wird als Selbstversorgerhaus mit 40 Plätzen geführt und kann Schulklassen, Jugend- und Freizeitgruppen aufnehmen.

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