Sachsen-Anhalt


Burg Weißenfels
Gemeinde Weißenfels, Burgenlandkreis

Die osterländische Burg Weißenfels  befindet sich 1184 also in Meißnerischen Besitz. Markgraf Otto (später „der Reiche“) lässt unterhalb der Burg  zwischen den drei bestehenden Siedlungen Tauchlitz, Klengowe und Horklitz eine planmäßige Stadt anlegen. Um seine Interessen zu wahren, setzt der Markgraf den siedelnden Bürgern wohl einen Schultheiß vor die Nase.  Auf 450 x 375 Metern werden rechtwinklige und parallele Straßen und durch eine Mauer mit dem Klingen-, Saal-, Nikolai- und Zeitzer Tor eine starke Befestigung angelegt. Die Saalefurt ist gesichert… durch die neue Stadt, die drei befestigten Siedlungen vor der Stadt und die Burg Weißenfels sowie die Werben-Burgen in Burg- und Markwerben.

Vor seinem Tod bestimmt Otto auf Zuraten seiner Frau seinen jüngeren Sohn Dietrich als zukünftigen Nachfolger in der Mark Meißen. Der älteste Sohn Albrecht  sieht sich um seine Rechte betrogen und lässt seinen Vater gefangen nehmen. Erst der Kaiser Friedrich Barbarossa kann seine Freilassung erzwingen. 

Doch die Waffengewalt klärt die Erbfolgeregelung. Nach dem Tod Ottos wird 1190 Albrecht Markgraf von Meißen, während sein jüngerer Bruder Dietrich das Osterland und die Stadt und Burg Weißenfels erhält. Dietrich nennt sich Graf von Weißenfels. 

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Doch die Brüder bleiben streitlustig. Nachdem Albrecht gegenüber der Dietrichs Weißenfelser Burg eine Trotzburg errichten lässt, gerät Dietrich 1191 „in arge Beklemmnis („Klemmberg“) und muss Weißenfels verlassen Er flüchtet auf die Neuenburg zum Ludowinger Hermann. Der ist bereits seit 1181 Pfalzgraf von Sachsen und hat dem Versuch von Kaiser Heinrich VI., nach dem Tod des Landgrafen Ludwig III. bei dritten Kreuzzug 1190 Thüringen als erledigtes Lehen einzuziehen, widerstanden und regiert als Nachfolger seines Vaters.

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