Thüringen


Wasserburg Kapellendorf
Gemeinde Kapellendorf, Landkreis Weimarer Land

Die Wasserburg gehört zu den größten und besterhaltenen Burgen Thüringens. Sie wurde im 12. Jahrhundert gegründet und wird gegenwärtig als Museum und als Veranstaltungsort genutzt.

Der Ort Capelladorf wird bereits 833 in den Schenkungsurkunden des Klosters Fulda erwähnt. Die nächste Nennung Kapellendorfs liegt erst wieder aus dem Jahr 1182 vor. An einer Besitzübertragung an das Zisterzienserkloster Altzelle, die von Landgraf Ludwig III. von Thüringen urkundlich bestätigt wurde, war ein Theoderico de Capellendorph beteiligt. Er gehörte einer edelfreien Familie an, die als Burggrafen von Kirchberg bei Jena im Dienste des Reiches standen und 1149 erstmals mit dem Namen de Kyrberch in den Quellen erscheinen. 

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Ein lange Zeit angenommener Zusammenhang zwischen dieser Familie und dem im 9. Jahrhundert genannten Graf Asis ist sehr unwahrscheinlich. Nach den Forschungsergebnissen von Wolfgang Hartmann könnte es sich bei den Edelfreien von Kirchberg und Kapellendorf um Angehörige des Adelsgeschlechts der Reginbodonen handeln.

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Bei den Ausgrabungen 1933 konnten große Teile der ersten steinernen Befestigung aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts erforscht werden. Es handelt sich um eine nahezu kreisrunde Burganlage von 32 Meter Durchmesser, die von einer 1,80 Meter starken Ringmauer und einem Graben umgeben war. Im Nordosten der Anlage sind die Reste des romanischen Wohnbaus erhalten geblieben, der direkt an die Ringmauer angelehnt war. Im Zentrum der Burg wurde der untere Teil eines freistehenden, bis Ende des 18. Jahrhunderts wieder geschleiften, Bergfriedes mit einem Außendurchmesser von zehn Metern freigelegt. Auffällig ist die Verwendung von Buckelquadern, die sonst im thüringisch-sächsischen Raum relativ selten vorkommen. 

Der Bergfried war wohl im späten 12. oder frühen 13. Jahrhundert errichtet worden, wahrscheinlich erst anschließend an den Bau der Ringmauer und der Randbebauung oder gar mit gewissem zeitlichen Abstand. Die bisher zumeist angegebene Datierung "wohl nicht vor 1120 und nicht später als 1180-1200" ist nicht zwingend und erscheint zu früh. Die Wasserversorgung war durch einen bis in eine Tiefe von 10,80 Meter untersuchten Burgbrunnen und eine Zisterne gewährleistet. Die vier Meter tiefe Filterzisterne nahm vermutlich das Regenwasser auf, das von dem Palasdach herabfloss.

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