Wasigenstein & Neu-Wasigenstein (Elsaß)
Gemeinde
Obersteinbach, Canton Wissembourg, Département Bas-Rhin

Die ersten Herrscher der Burg nennen sich ab 1270 nach der Burg: von Wasigenstein. Um 1300 schon kommt es zur Aufspaltung der Familie und zum Ausbau der Burg in eine alte und eine neue. Zwischen 1350 und 1370 sterben beide Linien aus, der Besitz fällt an die Herren von Fleckenstein und Hohenburg. Weitere Besitzzersplitterungen führen zu Streitigkeiten und zu häufigen Belagerungen. Spätestens im 16. Jhdt. ist die Burg so stark zerstört, dass sie unbewohnbar bleibt. 1878 wird die Burgruine zum geschützten Denkmal erklärt.

Die sehr mächtige Ruine der Burg Wasigenstein untergliedert sich in Alt- und Neu-Wasigenstein. Beide Anlagen sind durch einen Felsspalt voneinander getrennt, wobei Alt-Wasigenstein den größeren Teil einnimmt. Zunächst passiert man den sehr ausgeprägten Halsgraben, in dem sich ein großes Wasserauffangbecken sowie eine Art Brunnen im Fels befindet. Auf Alt-Wasigenstein gelangt man über sehr massive Felsentreppen. Auf der Oberburg angekommen, kann man noch Reste des fünfeckigen Bergfrieds und einstige Gebäude sowie eine große Felsenkammer erkennen. Weiterhin ist hier eine Wendeltreppe angelegt, die auf die Schildmauer im Westen an der Grenze zu Neu-Wasigenstein führt. Neu-Wasigenstein besteht im Wesentlichen aus einem Wohnturm mit angeschlossener Schildmauer, die gegen Alt-Wasigenstein gerichtet ist. Der Zutritt aus der Vorburg erfolgt zunächst über eine Felsentreppe, die durch einen Felsgang hindurch bis zu einer Felsplattform führt. Von dort gelangt man über eine weitere Felsentreppe direkt in den Wohnbau. Hier passiert man den Eingang zu einer große Felsenkammer. Über neuzeitlich errichtete Treppen erreicht man schließlich den Wohnpalas, der noch über sehr schöne Fenstergruppen verfügt.

Im Waltharilied ist der Wasigenstein Schauplatz des Kampfes von Walther von Aquitanien - auf der Flucht mit seiner Braut Hildegund von Burgund - gegen König Gunther von Worms und Hagen von Tronje.

(Alt-) Wasigenstein

wasige92.jpg (70222 Byte)   wasige93.jpg (114897 Byte)   wasige9.jpg (131709 Byte)

wasige94.jpg (63007 Byte)   wasige95.jpg (58382 Byte)   wasige8.jpg (57876 Byte)

wasige96.jpg (154506 Byte)   wasige97.jpg (114344 Byte)   wasige98.jpg (114010 Byte)

wasige99.jpg (67195 Byte)   wasige1.jpg (64783 Byte)   wasige3.jpg (87643 Byte)

wasige4.jpg (125776 Byte)   wasige6.jpg (167155 Byte)   wasige12.jpg (171054 Byte)

wasige5.jpg (106490 Byte)   wasige10.jpg (50372 Byte)   wasige2.jpg (46798 Byte)

   wasige7.jpg (81436 Byte)

Neu-Wasigenstein

wasige64.jpg (150514 Byte)   wasige65.jpg (184699 Byte)   wasige66.jpg (87984 Byte)

wasige67.jpg (95404 Byte) wasige68.jpg (77636 Byte)   wasige69.jpg (99442 Byte)

wasige70.jpg (75843 Byte)   wasige74.jpg (108068 Byte)

wasige71.jpg (59851 Byte)   wasige72.jpg (70622 Byte)   wasige73.jpg (89242 Byte)   

Anreise: Abfahrt Landau-Nord auf B 10 in Richtung Pirmasens über Annweiler bis Hinterweidenthal. Dort Abfahrt nach links auf die B 427 über üahn bis zum Stadtteil Reichenbach. Abfahrt nach rechts auf die L 489 in Richtung Bundenthal und am Ortseingang nach rechts auf die L 478 über Rumbach - Schönau - Hirschthal über die Grenze ins Elsaß. Dort auf der D 929 bis zur Kreuzung D 929/ü 3. Hier rechts abbiegen und auf der D 3 in Richtung Niedersteinbach fahren. 500 m nach dem Ortsausgang von Niedersteinbach abbiegen nach rechts auf die D 190 in Richtung Wengelsbach. Nach 3 km erreicht man den Parkplatz „Wasigenstein". Der Beschilderung folgend führt ein Fußweg von 5 min Länge zur Burgruine. 

Eine Seite zurück



© Arnulf von Copperno Sende uns ein Pergament ...

Zur Startseite

[ weitere Burgen ] [ Burgen-Literatur ]