Ruine Edenfest (Salzburg)
Gemeinde Thomatal

Die Erbauung der Festung "Edenfest" ("Leonstein", "Lewenstein") dürfte im 12. Jahrhundert erfolgt sein. Die Burgen "Klauseck" in Seetal, "Turnschall" in Lessach und auch "Finstergrün" in Ramingstein entstanden ebenfalls um diese Zeit. 

Die Burg "Edenfest" war jedoch die erste urkundlich erwähnte Festungsanlage des Lungaues ! Die Festung, im Volksmund auch das "Gruberschlössel" genannt scheint erstmals 1147 in einem Schenkungsbrief auf. Die nächste Belegsurkunde ist wesentlich jünger und entstammt dem Jahr 1299. In einer Aufzählung von "Gütern bei Lewenstein" wird 1350/60 von einer "Hube" (Grundbesitz) berichtet, ferner werden "Almen bei Lewenstein" beschrieben.

Als auch das angrenzende Landgericht Gmünd (Ktn.) in den Besitz des Erzstiftes Salzburg überging, war die Burg als Grenzstützpunkt uninteressant geworden und daher dem Verfall preisgegeben. In einem Lehensbrief für Eberhard von Moosham wird bereits 1467 von einer "öden Vest" (einer Ruine) berichtet, an die heute nur mehr vereinzelte Mauerreste erinnern. Die Renovierung dieser Reste erfolgte im Jahre 1998. Der Überlieferung zufolge, soll es Margarethe Maultasch gewesen sein, die die Burg Edenfest von der "Ruppenbauern – Anhöhe" herüber beschossen und zerstört hat. 

Auch die Zerstörung der Festung "Turnschall" in Lessach wird der "Maultaschlin" angelastet. Erwiesenermaßen war aber die Tiroler Landgräfin, die zwar als Kriegsheldin galt, nie im Lungau! Im Gegensatz zu anderen geheimnisvollen Ruinen schenkt die Lungauer Sagenwelt der Burg Edenfest keine weitere Beachtung.

Ausgrabungen Sommer 2001

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