Was zum Lachen ...

Murphys Pfeilbruchgesetze

Präambel: ein Pfeil wird brechen, wenn er die Gelegenheit dazu hat. Und erst recht, wenn er keine Gelegenheit hat.

§ 1: Bei starkem Wind sollten möglichst schwere Scheiben benutzt werden. Nur dann ist sichergestellt, dass wenn im unwahrscheinlichen Fall, dass die Scheibe umgeweht wird,  auch alle Pfeile gleichzeitig brechen!

§1a: Bei starkem Wind und Benutzung von Holzpfeilen immer quer zum Wind schiessen, dann braucht die Scheibe nicht erst umzukippen, damit die Pfeile brechen.

§ 2: Die Scheibe wird nicht umgeweht, bevor nicht der letzte Pfeil aus dem Köcher drin steckt!

§ 2a Ist die Scheibe voll, findet sich gern ein unbedarfter Zieher der die Scheibe nach vorne umkippt. Dabei gilt: je schwerer die Scheibe desto schneller kippt sie um.

§ 3: Wenn Dir alle Pfeile brechen, dann garantiert nicht zu Hause, wo Du jederzeit Ersatz hast.

§ 4: Auch wenn das Ziel größer ist, als der Reisighaufen daneben, geht der Pfeil sicher in den Reisighaufen.

§ 5: Pfeile, die in Reisighaufen geschossen werden, zerbrechen nur dann in tausend Fetzen, wenn sie mit entsprechend starken Bögen abgeschossen werden.

§ 5a: Auch mit einem schwachen Bogen geschossen wird der Pfeil zerbrechen.

§ 6: Und ist der Baum auch noch so schmal, der Pfeil der trifft ihn allemal!

§ 6a: Wenn dann der Bogen genug Dampf hat, kann man auch sicher sein, dass der Schaft hinter der Spitze abbricht.

§ 6b: Bäume sind in der Lage blitzschnell in die Schussbahn zu springen (s.o.), hier gilt: je unscheinbarer der Baum desto agiler ist er.

§ 6c: Ein netter Baum versucht den Pfeil zu fangen, ein boshafter Baum versucht den fliegenden Pfeil im Vorbeifliegen kaputtzuschlagen.

§ 6d: Es gibt keine netten Bäume.

§ 7: Wenn ich auf 25 m bergab durch den Wald zufällig ein kleines Ziel treffe, ist es so gut wie unmöglich, dass meine Frau meinen in diesem Ziel steckenden Pfeil trifft.

§ 7a: Dies gilt auch für Pfeile, die weit weg vom eigentlichen Ziel stecken.

§ 8: Der Berg/Untergrund kann noch so feinsandig sein, der Pfeil trifft immer genau den einzigen versteckten Stein.

§ 9: Egal wie kurz die Wiese gemäht ist, der Pfeil verschwindet trotzdem und taucht nicht wieder auf.

§ 9a: Taucht der Pfeil trotzdem auf, dann beim Rasenmähen, und der sonst intakte Pfeil wird durch die Messer dann endgültig zerstört.

§ 9b: Die Pfeilspitze baut dabei die Messer des Rasenmähers zu Sägen um.

§ 10: Verwende zum Bau deiner Pfeile möglichst teures Material und stecke soviel Arbeit, wie möglich hinein. (Schäfte mit Vierfachspleiß aus exotischen Hölzern, Mehrfachlackierungen, Airbrush, bloß keine Truthahnfedern). Dieses Vorgehen erhöht signifikant die Chancen für einen Pfeilverlust, meist durch seitliche Abpraller an "Springbäumen" oder die schon erwähnten, "einsamen Steine".

§ 10a: Auch die Verwendung teurer Aluminium-Karbonpfeile ist ein guter Weg.

§ 10b: Die Verwendung von extra billigem Material hilft auch nichts.

§ 11: Du hast immer einen Pfeil zu wenig dabei.

§ 12: Federn, Nocken und Spitzen lösen sich immer im ungünstigsten Moment.

§ 13: Das beliebte 3-D-Schiessen (drüber, drunter und daneben) lässt sich am besten da ausüben, wo der Pfeilfang genug realistische Brech- oder Verliermöglichkeiten bietet.

§ 13a: Wenn diese Möglichkeiten nicht existieren, greift §8 oder §9.

§ 14: Pfeile erlangen nach überlebten Verletzungen Erfahrung. Die dreimal geklebten und gewickelten Veteranen überleben Abpraller, Steintreffer ohne weiteres, während die Nagelneuen schon beim ausprobieren direkt vor der Befiederung brechen oder in kleine Stücke splittern.

§ 15: Besonders wertvolle, weil teure/arbeitsaufwendige Pfeile haben meist Suchspitzen, die auch in einem völlig schotterfreien Parcours den einzigen Stein finden!

§ 16: Du findet bei der Suche nie Deine eigenen Pfeile, sondern nur ausgelutschte Prügel aus dem Vorjahr.

§ 16a: Alle verschossenen Pfeile aus Deiner Gruppe werden gefunden, nur Deine eigenen nicht.

§ 16b: Ist wider Erwarten Dein Pfeil bei den gefundenen, ist er mit Sicherheit kaputt.

§ 17: Egal wie viele Ersatzteile du für ein Turnier/Event einpackst, es wird genau das benötigt welches du nicht hast.

§ 17a: Solltest du dieses Teil dennoch mithaben, bzw. ein Schützenkollege kann damit dienen, passt es sicher nicht zu deinem Equipment.

§ 18: Sollte Dein Pfeil den Schuss wider alle Gesetze und Paragraphen völlig intakt überlebt haben, dann findest Du ihn mit einem lauten "Knack" durch drauftreten wieder.

§ 18a: Das war garantiert der letzte intakte Pfeil, der an dem Tag noch übrig war.

§ 19: Ist die Scheibe alt, checke kurz das Zentrum, vor allem, wenn es hinter der Scheibe eine Senke zum Teich hat.

$ 19a: Hast du nicht gecheckt, siehst du wie gut Pfeile schwimmen. 

§ 19b: Dies gilt auch für Steine hinter der Scheibe.

§ 19c: Und tiefe Abgründe.

§ 20: Geht der verlorene Pfeil nicht zu Bruch und wird nach längerer Suche wieder gefunden,  steckt er unter einem mindestens 3 Meter breiten Schwarzdorn-, Rosen- oder Brombeergebüsch.

§ 20a: Nach dem Bergen stellt sich heraus, dass der Pfeil doch kaputt ist.

§ 21: Hat der Pfeil unbeschadet das Ziel erreicht, wird er von einem Anfänger abgeknickt, der gerade unter drehen und biegen seine eigenen 30 lbs Stecken ziehen will.

§ 21a: Sollte der Schütze es nicht schaffen deine Pfeile durch das Herausziehen seiner eigenen zu zerstören, wird er sie zerstören indem er sie durch Hin- und Herbiegen zu ziehen sucht, oder wird sie solange nach links drehen, bis sie ohne Schraubspitze rauskommen.

§ 22: Stellt ein Hersteller und alle namhaften Testberichte einen Schaft als unkaputtbar dar, bist Du der einzige, der das Gegenteil beweisen kann.

§ 22a: Es bringt Dir nichts.

§ 23: Überlebt der Pfeil einen Frontalaufprall mit einem harten Gegenstand, fällt dir genau im nächsten Auszug mit diesem Pfeil auf, das er so merkwürdig krumm ist. Durch das Adrenalin, das du ausschüttest nach dem du fast mit ´nem Angebrochenen geschossen hast, versaust du dir den nächsten Schuss (§1-22) falls es  nicht dein letzter Pfeil war den du verbogen hast.

§ 24: Eine Stramitscheibe ist dann korrekt eingeschossen, wenn eine bestimmte Zahl Spitzen in ihr verschwunden sind.

§ 24a: Um eine Stramitscheibe schneller einzuschießen, sollte man darauf achten, dass sie stets richtig feucht ist und auf Ölung der Pfeile und Pfeilzieher möglichst verzichten.

§ 24b: Bei einer korrekt eingeschossenen Stramitscheibe dienen die enthalten Spitzen dazu, besonders die guten Pfeile des Schützen auszusortieren (siehe §10).

§ 24c: Das Sicherstellen des korrekten Einschießens der Scheibe geschieht durch einen zufällig vorbeikommenden Schützen mit einem teuren Pfeil.

§ 25: Du hast perfekt ins Kill getroffen, doch beim Ziehen löst sich der Pfeil erst gar nicht und dann so ruckartig, dass du ihn am davor stehenden Ast zerbrichst.

§ 25a: Alternativ beleibt die Spitze stecken.

§ 26: Nimm zu einer Hunterrunde immer 2 Pfeile mit, egal was die anderen Schützen sagen! Der erste Pfeil wird nämlich garantiert am ersten Ziel zerbersten.

§ 26 a: Oder Du wirst am Pflock feststellen, dass der Pfeil kaputt ist.

§ 26: Türen (Toilette, Auto) sollte man nur dann schließen, wenn sichergestellt ist, dass sich keine Pfeile im Spalt befinden.

§ 27: Pfeilfangnetze dienen lediglich dazu, dir die Sicht zu verdecken, damit der durchgeschossene Pfeil besonders schwierig zu finden ist.

§ 28: Durch Pfeilfangnetze geschossene Pfeile bleiben auch nach 1,5 stündiger Suche von 6 Leuten verschwunden, auch wenn es sich um einen kurz gemähten Fußballplatz handelt.  Der Einsatz von Rechen oder Pfeilsuchkrallen über den Platz gezogen ändert daran nichts.

§ 29: Trifft der Pfeil trotz Felswand als Pfeilfang das 3-D Tier, kannst Du davon ausgehen, dass Du garantiert die im Tier steckende Befestigungsstange aus Baustahl triffst.

§ 29a: Solltest Du Das Tier treffen - die Stange aber aus irgendeinem Grund verfehlen, wird der Pfeil trotzdem abbrechen.

§ 30: Auf Fußballplätzen verschwundene Pfeile werden innerhalb kürzester Zeit folgerichtig von Fußballspielern gefunden, obwohl die überhaupt nicht danach suchen.

§ 31: Sollte ein Pfeil Widererwarten den Einschlag in die Scheibe überstehen, setzt ein anderer Schütze seinen an die gleiche Stelle.

§ 32: Solltest du ein bewegliches Ziel treffen, kannst du dir sicher sein, dass das Ziel so knapp an einem Baum vorbeibewegt wird, dass der Pfeil abbricht.

§ 32a: Sollte jemand daran denken, das Ziel vorzeitig bremsen und in die Ausgangsposition zurückziehen, kannst du dir sicher sein, dass das Ziel so knapp an einem Baum vorbei zurückbewegt wird, dass der Pfeil bricht.

§ 33: Wenn du als erfahrener Schütze einen Anfänger mit auf den Parcours nimmst, kannst du sicher sein, dass du sämtliche Pfeile in deinem Köcher auf eine der genannten Arten zerstören wirst. Der Anfänger wird jedoch ohne Pfeilverlust den Parcours absolvieren.

§ 33a: Außerdem wird er mehr Punkte als du schießen.

§ 33b: Der Unterschied in den erreichten Punktzahlen ist proportional zur Menge deiner zerstörten Pfeile und wächst quadratisch mit deren Wert.

§ 34: Fliegt der Pfeil direkt auf die Scheibe, hat sich bereits ausgerichtet, wird er ihr rechtzeitig ausweichen, nur sich um dann in den direkt dahinter liegenden Grashaufen zu verstecken.

§ 35: Wenn jemand anderes deine Pfeile absolut schonend und vorsichtig aus dem Tier zieht, bist garantiert du es, der hinter dem Ziehenden steht und an dessen Bein der Pfeil beim plötzlichen Ruck zerbricht.

§ 36: Sollte es im ganzen Wald auch nur ein Schlammloch geben, versenkst du garantiert den besten Pfeil bis zur Nocke darin.

§ 36a: Solltest Du den Pfeil bergen können, fallen die Federn ab.

§ 37: Verwendest du einen ausgebildeten Pfeilsuchhund wird dieser sicher alle Pfeile bis auf deinen eigenen finden, es sei denn dieser ist kaputt.

§ 37a: Der Hund wird nach der Hälfte des Parcours die Lust verlieren und dich an der Laufleine die Böschung hinunterziehen, wobei du mit einem lauten Krachen auf deinem Köcher landest.

§ 37b: Oder der Hund wird bis zum Ende dabei bleiben, fordert jedoch für fast jeden gefunden Pfeil mindestens eine Seite der Befiederung als Belohnung.

§ 37c: Die Pfeile deren Federn er nicht frisst, sind die, die eh schon kaputt sind.

§ 37d: Findet ein nicht KORREKT ausgebildeter Suchhund Deinen Pfeil, hat dieser, bis Du den Hund erreicht hast, große Ähnlichkeit mit einem Kauknochen.

§ 37e: Machst Du dem Suchhund sein Fundstück streitig, versteckt er es besser als der blindeste Bogenschütze es je könnte.

§ 38: Du schaffst einen Irrsinnig weiten und schweren Schuss mit deinem ersten Pfeil genau ins Kill. Wenn du dann mit einem zufriedenen Grinsen in Richtung Scheibe gehst, kannst du zusehen, wie die Scheibe ganz langsam nach vorne klappt und deinen Pfeil zerschreddert!

§ 38a: Dies gilt auch für nahe und einfache Schüsse.

§ 39: Hast du es endlich einmal geschafft, deinen kompletten nagelneuen Sechsersatz auf einen Durchmesser von 5 cm ins Kill zu befördern und alle Pfeile sind dabei heil geblieben, dann gelingt es deinem Nachbarn mit der Seilschneiderspitze auch - aber bevor du deine Pfeile retten konntest.

§ 40: Ist ein Pfeil nicht zerbrochen, steckt er so hoch im Baum, dass man nicht mehr drankommt.

§ 40a: Beim Versuch, ihn trotzdem zu bergen, wird er selbstverständlich zerbrechen.


Murphys Gesetz für Pfeilbauer:

§ 1: Du hast alles fertig, gekappt und gecrestet, willst deine Pfeile nur noch einmal mit Lack versiegeln. Da taucht deine 3Jährige auf, und stellt ihren Pfeil, der mit rosa Wasserfarbe und Prittstift ummantelt ist zum trocknen in deine Pfeile - Mikado!

§ 2: Erst wenn du das dutzend Pfeile fertig gestellt hast, stellst du fest, dass mit "Pfeillänge 28" Zoll nicht Zentimeter gemeint waren.

§ 3: Wenn dir ein Schützenkollege ein Pfeil zum Testen borgt, und der bei dir perfekt funktioniert, kannst du davon ausgehen, dass du nach dem Kauf und Bau eines Pfeilsatzes des selben Typs feststellen wirst, dass der Spinewert am Testpfeil falsch notiert war.

§ 4: Nutzt Du ein Befiederungsgerät, stellst Du nach dem letzten Pfeil des Dutzends fest, dass es falsch eingestellt war.

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(aus dem Internet)

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